Leibniz Universität Hannover - Startseite
Leibniz Universität Hannover
TestbildBezeichnung

Online-Tutorium

Techniken - Schriftliche Arbeiten

Das Protokoll

 

An der Universität werden in der Regel Ergebnisprotokolle und keine Verlaufsprotokolle geschrieben, d.h. nicht jedes Detail und der zeitliche Ablauf werden dokumentiert, sondern nur der "rote Faden" der Sitzung. Ein Protokoll dient zur Strukturierung des Seminarablaufs und soll in kurzer, prägnanter Form für die Seminarteilnehmer/-innen die Ergebnisse der jeweiligen Sitzung festhalten. Auch der Weg zu diesen Ergebnissen und deren Herleitung, die logische Struktur und den Zusammenhang der Sitzung soll es verdeutlichen.Üblicherweise wird das Protokoll in der nachfolgenden Sitzung von dem/ der Protokollanten/-in verlesen, um den Stand der Diskussion, den Seminarkontext oder offene Fragen noch einmal zu vergegenwärtigen.
Die größte Herausforderung des Protokollierens ist die Trennung von Wesentlichem und Unwesentlichem, also das Herausfiltern der echten Ergebnisse aus einer vielleicht sehr lebhaften Diskussion. Es empfielt sich dafür, während der Sitzung eher im Stile eines Verlaufsprotokolls mitzuschreiben, da vielfach erst im Nachhinein deutlich wird, was die Hauptargumentationslinien und was nur "Nebenschauplätze" gewesen sind. Protokolle sollen möglichst neutral verfasst werden und bewerten nicht (also nicht "die Diskussion war sinnlos, weil"); persönliche Stellungnahmen erfolgen – wenn überhaupt – im Schlussteil und müssen als solche kenntlich gemacht werden.
Eine klare Teilung in einzelne Abschnitte, z.B. in Themenbereichen oder in Einleitung, Hauptteil, Schluss vereinfacht das Schreiben des Protokolls und auch die Nachvollziehbarkeit. Ein Protokoll wird im Präsens und in Schriftdeutsch verfasst.
Wie Handouts oder Thesenpapiere müssen auch Protokolle gewisse formale Kriterien erfüllen, nämlich den "Briefkopf" in der linken oberen Ecke sowie einen Titel aufweisen (etwa: "Protokoll der Sitzung vom..."). Auch das Thema der Sitzung sollte deutlich ersichtlich sein. Falls es für die Sitzung eine Textgrundlage gab, so muss diese angegeben werden. Die Länge des Protokolls richtet sich nach der Art der Sitzung, dem Thema und dem/ der Dozenten/in (also vorher nachfragen!); als sehr groben Richtwert kann man sich von 1-2 Seiten ausgehen.

 

 

 

 

Religion Online

Qualitative Sozialforschung

Berufsperspektiven
und Praktika