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Online-Tutorium

Techniken - Vorbereitung

Fragestellung

 

Wenn ein Thema gefunden ist, muss dieses in einem nächsten Schritt eingegrenzt werden, um es wissenschaftlich bearbeiten zu können. Dreh- und Angelpunkt ist dabei die Entwicklung einer Fragestellung, die den Fokus der Arbeit festlegt und die als ihr Herzstück die Originalität der Arbeit ausmacht.
Zunächst ist es sinnvoll, mittels eines Brainstormings oder Mindmapings eine erste Annäherung an das Thema zu vollziehen, bei der Vorkenntnisse und Vorannahmen aktiviert und reflektiert werden. Auch ein Austausch mit Freunden und Bekannten, Kommilitonen und Dozenten kann hilfreich sein. Dann gilt es, das Thema mit den so genannten W-Fragen zu fixieren:

 

- Was ist das Problem / der Untersuchungsgegenstand?
- Wie kann es gelöst / bearbeitet werden?
- Was haben andere dazu erarbeitet?
- Welche Ideen habe ich selbst entwickelt?
- Wie ist die eigene Arbeit im Kontext der Forschung zu bewerten?

 

So entsteht eine Problembeschreibung, die die Grobgliederung erleichtert, da sie das Thema gedanklich präzisiert. Das hilft, das Ziel nicht aus dem Blick zu verlieren.
Die Fixierung des Themas geht mit der Literaturrecherche und –sichtung sowie der Planung des eigenen methodischen Vorgehens einher, zumal eine Fragestellung nie in einem wissenschaftlichen Vakuum entsteht.
In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig zu überlegen, welche Fragestellungen (religions-) wissenschaftlich überhaupt beantwortet werden können: Generell ist die Wahrheitsfrage als eine theologische oder metaphysische Frage nicht (religions-) wissenschaftlich zu beantworten. Das heißt welche Religion „wahr“ ist oder ob ein bestimmtes religiöses Dogma „wahr“ ist, ist nicht intersubjektiv nachvollziehbar bzw. überprüfbar, sondern beruht auf persönlichem Glauben, esoterischer Erleuchtung oder Eingebung. Religionswissenschaft kann solche Fragen nicht verhandeln, sondern beschäftigt sich vielmehr mit den empirisch vorfindbaren religiösen Glaubens- und Handlungszeugnissen in Geschichte und Gegenwart. Bei der Wahl der Fragestellung muss dies berücksichtigt werden.
Aus der Fragestellung lässt sich nun der Titel der Arbeit entwickeln, der die zentralen Begriffe der Arbeit enthalten und möglichst präzise schildern sollte, was die Leser erwartet.

 

 

 

 

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