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Christentum - Eine Einführung

 

Inhalt

 

Heutige Verbreitung
Geschichte
Zentrale Aspekte und Lehren
Die Trinität:
Die Bibel
Die Sakramente
Bedeutende Kirchenväter

 

Heutige Verbreitung

 

Heute zeichnet sich das Christentum durch eine Vielzahl von Kirchen, Konfessionen, Denominationen und Gemeinschaften aus.
Derzeit gibt es weltweit ca. 2,1 Milliarden Christen (ca. 1/3 der Weltbevölkerung). Zu den größten Konfessionen zählen die katholische (mit über 1 Milliarde Mitgliedern 56% der Gesamtchristen), die protestantische, die anglikanische Kirche sowie die orthodoxen Kirchen.

Die Hauptverbreitungsgebiete des Christentums liegen heute in Europa, Afrika, Amerika, Australien sowie auf den Philippinen. 531 Mill. Christen leben in Europa, in Lateinamerika sind es 511 Mill., in Afrika 389 Mill., in Asien 344 Mill. und in Nordamerika 226 Mill. Während in Europa sowie den USA die Zahl der Christen abnimmt, steigt sie in den Ländern der beiden Kontinente Lateinamerika und Afrika sowie in Asien (ca. 2,36% p.a.) stetig an, so dass dort heute 60% aller Christen leben.

In Deutschland sind 57 Millionen Bürger christlichen Glaubens, das sind 70% der Gesamtbevölkerung. Sie unterteilen sich in 25,9 Mill. Katholiken, 25,6 Mill. Portestanten und 1,2 Mill. orthodoxe Christen.

Die Bundesrepublik ist ebenso wie beispielsweise England kein laizistischer Staat. Die beiden Großkirchen haben einen Kirchenvertrag (evangelische Kirche) bzw. ein Konkordat (katholische Kirche) mit dem Staat abgeschlossen.
Anders sieht dies beispielsweise in den USA oder Frankreich aus, hier gibt es eine strikte Trennung zwischen Staat und Kirche(n).

 

Geschichte

 

Die Bezeichnung „Christen“ stammt von Jesus von Nazareth, der als Ursprung des heutigen Christentums gesehen werden kann. Laut der Apostelgeschichte (11,26) geben die Bewohner der Stadt Antiochia den Christen ihren Namen.
Da die Anhänger Jesu’ quasi eine Sekte innerhalb des Judentums bildeten, handelt es sich bei den ersten Christen um Juden.

Jesus wird von seinen Anhängern als Sohn Gottes und Messias verehrt. Nach seinem Tod breitet sich das Christentum rasch aus. Da es nicht exklusiv ist, finden sich bald auch nichtjüdische Menschen unter den Anhängern der neuen Religion.
Unter den damals herrschenden Römern wird das Christentum hart verfolgt. Dieser Teil der christlichen Geschichte endete mit Kaiser Konstantin im Jahre 313 (konstantinische Wende). Durch das erlassene Toleranzedikt (Zwei-Kaiser-Edikt) wird auch das Christentum zu einer erlaubten Religion im römischen Reich und auch Konstantin selbst konvertiert. Damit ist die Karriere des Christentums unaufhaltsam. Nach 300 Jahren sind ca. 10-15% der Bevölkerung des römischen Reiches Christen. Bereits Theodosius I. macht es 380 zur einzig zugelassenen Religion im römischen Reich. Am Ende der Spätantike umfasst das Verbreitungsgebiet des Christentums das Römische Reich sowie Armenien und Äthiopien.

Mit dem Zerbrechen des Römischen Reiches, beginnt eine unterschiedliche Entwicklung innerhalb des Christentums. Während im Osten mehrere Patriarchen von gleichem Rang nebeneinander existierten, gibt es im Westen als höchste Instanz den Bischof von Rom (den Papst). Seine Autorität erhält der Bischof von Rom durch Petrus und ist somit der Stellvertreter Christi auf Erden.

Zur endgültigen Aufspaltung der Kirche kommt es durch das „Morgenländische Schisma“. Ein Prozess, der sich nach heutigen Erkenntnissen über mehrere Jahrhunderte hinzieht und auf kirchenpolitische Faktoren zurückzuführen ist. Ein prägnantes Datum in diesem Zusammenhang ist das Jahr 1054, in dem Papst Leo IX. den Patriarchen von Konstantinopel exkommuniziert.

 

Aufspaltungen innerhaib des Christentums

 

Eine weitere Verbreitung erreicht das Christentum in Europa durch Wanderprediger, die das westliche Europa christianisieren. Während der Balkan und das westliche Russland von Konstantinopel aus christianisiert werden.
1095 kommt es zur Ausrufung des ersten Kreuzzugs, der 1099 zur Eroberung Jerusalems führt.

Ein Rückschlag ereignete sich im Spätmittelalter, als das Papsttum mit dem „abendländischen Schisma“ (1378-1417) zu kämpfen hat, Konstantinopel 1453 an die Osmanen fällt und der Humanismus in Europa immer mehr an Boden gewinnt.
Im 16. Jh. folgt die Reformation, die zu einer weiteren Kirchenspaltung führt.
Der weiteren Ausbreitung des Christentums indes tut dies keinen Abbruch. Mönchsorden folgten den europäischen Entdeckern und beginnen damit das Christentum in Lateinamerika, an den Küsten Afrikas und in Asien zu verbreiten.
Im 18. Jh. beginnt die sich in Europa durchsetzende Aufklärung, am christlichen Monopol einer Weltanschauung, zu kratzen.

 

Zentrale Aspekte und Lehren

 

Die Tatsache, dass es nur einen Gott gibt, zählt im Christentum zu den zentralen Glaubensinhalten. Anders als im Judentum und Islam, den beiden anderen monotheistischen Buchreligionen gibt es im Christentum die Trinität von Gott, heiligem Geist und Sohn. Mitunter kommt es bezüglich dieser Trinitätslehre zu Diskussionen mit Vertretern anderer Religionen, die den Monotheismus des Christentums anzweifeln.
Die Trinität:
- Gott wird als Schöpfer des Himmels und der Erde betrachtet. Diese Schöpfung geschah aus dem Nichts. Der Mensch ist nach dem Abbild Gottes geschaffen. Dieser setzte ihn zunächst in ein Paradies ohne Krankheit und Tod. Erst durch den Sündenfall, der die Menschen das Paradies kostete kam der Tod in die Welt.
- Jesus, der Sohn Gottes verkündet das kommende Himmelreich. Mit seinem Tod am Kreuz übernahm er die Erbsünde der Menschen und vollzog auf diese Weise die Versöhnung der Menschen mit Gott. Am Tag des jüngsten Gerichts wird er wiederkehren, um die Menschen zu richten. Die Zweinaturenlehre Christi besagt, dass Christus zugleich wahrer Gott und wahrer Mensch ist (Konzil von Chalkedon 451).
- Der heilige Geist ist die dritte Personifikation Gottes. Er schwebt bei der Schöpfung über der Urflut und Maria empfängt Jesus durch ihn. Meist wird er nicht als Person sondern nur als Symbol, beispielsweise als eine weiße Taube, dargestellt.

Die Bibel gilt als zentrale Bezugsquelle im Christentum. Sie besteht aus dem Alten und dem Neuen Testament und bildet die Grundlage für Ethik und Moralvorstellungen.

Die Sakramente gelten als sichtbare Form der Gnade Gottes. Die Zahl der Sakramente schwankt im Laufe der Geschichte, bis sich im Hochmittelalter auf die Zahl 7 (Taufe, Firmung, (Eucharistie Abendmahl), Buße, Krankensalbung, Weihe und Ehe) geeinigt wird. In der katholischen sowie der orthodoxen Kirche gelten diese Sakramente auch heute noch. In protestantischen Denominationen gibt es häufig nur die Taufe sowie die Eucharistie.

 

Bedeutende Kirchenväter

 

- Augustinus (354-430)

 

 

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