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Universität Hannover - Seminar für Religionswissenschaft

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Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2004

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Vorlesungen

PD Dr. Dr. Ina Wunn

Religionen in vorgeschichtlicher Zeit II

TV 2, RelGes, RelSys, Do 16 – 18 Uhr, Raum: Bismarckstr. 2/I 21, Beginn: 22.04.2004

Mit dem Beginn des Neolithikums lassen sich zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte komplexe Religionen nachweisen und mit Hilfe religionssoziologischer und humanethologischer Erkenntnisse rekonstruieren, die durch eine Urmutter, auffälliges Totenbrauchtum und Ahnenverehrung gekennzeichnet sind. Die auffälligsten materiellen Spuren dieser Religionen, die sich von Anatolien aus bis West- und Nordeuropa verbreiteten, sind zunächst die kleinen Frauenstatuetten, die geradezu als Kennzeichen des Frühneolithikums gelten können, dann aber die megalithischen Grabanlagen, die vor allen Dingen dem westlichen Mittelmeerraum, West- und Nordeuropa ein charakteristisches Gepräge verleihen.

Die Vorlesung rekonstruiert die Entstehung dieser Religion in Anatolien und verfolgt ihre weitere Entwicklung in Südost- , Mittel- und Nordwesteuropa.

Einführende Lektüre:

Cunliffe, Barry (Hg.): Illustrierte Vor- und Frühgeschichte Europas. Frankfurt/M.: Campus, 1996;

Gimbutas, Marija: Die Zivilisation der Göttin. Frankfurt: Zweitausendeins, 1995 (mit kritischer Distanz!);

Hodder, Ian: The Domestication of Europe, Structure and Contingency in Neolithic Societies. Oxford u.a.: Blackwell, 1990.

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Proseminare

 

Prof. Dr. Dr. Peter Antes

Einführung in das Judentum

SE 2, RelGes / Judentum, Do 9-11, Raum: Gebäude 1208, Schloßwender Str. 5, Kesselhaus
(Hofgebäude Architektur), Beginn: 22.04.2004

Das Seminar hat als Ziel, einen ersten Einblick in die vielfältigen Strömungen des Judentums in Geschichte und Gegenwart sowie die zentralen Aspekte der Lehre und des religiösen Lebens zu bieten.

Literatur:

Grübel, Monika: Judentum. Köln: DuMont 1996 (DuMont-Taschenbücher, 505; DuMont Schnellkurs)

Baumann, Arnulf H (Hg.): Was jeder vom Judentum wissen muß. Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus G. Mohn 1983 (GTB Siebenstern 1063);

Sigal, Phillip: Judentum. Stuttgart u.a.: Kohlhammer 1986 (Urban-Tb 359);

Lapide, Pinchas: Mit einem Juden die Bibel lesen. Stuttgart: Calwer Verl. - München: Kösel 1982.

Dazu dann die üblichen Nachschlagewerke wie z.B.:

Tworuschka, Monika u. Udo (Hg.): Bertelsmann Handbuch Religionen der Welt. Grundlagen, Entwicklung und Bedeutung in der Gegenwart. Gütersloh u.a.:  Bertelsmann, 1992;

Dictionnaire des religions,

Encyclopaedia of Religion,

Lexikon für Theologie und Kirche (3., völlig neu bearbeitet Aufl.),

Religion in Geschichte und Gegenwart (4., völlig neu bearbeitete Aufl.) und Theologische Realenzyklopädie.

 Vgl. auch:

http://philtar.ucsm.ac.uk/encyclopedia/introd.htm

www.multifaithnet.org

22.04.2004 Einführung und Festlegung des endgültigen Verlaufsplanes

29.04.2004 Die jüdische Religion von den Anfängen bis zur Zerstörung des Tempels im Jahre 70 u.Z.

06.05.2004 Religiöse Gruppierungen im Judentum zur Zeit Jesu (Sadduzäer-Pharisäer-Essener-Zeloten)

13.05.2004 Das rabbinische Zeitalter

27.05.2004 Judentum in der Diaspora (in Europa und unter dem Islam)

10.06.2004 Aufklärung, Emanzipation und Antisemitismus (einschließlich Holocaust/Shoa)

17.06.2004 Innerjüdische Strömungen in der Gegenwart

24.06.2004 Jüdisches Leben - von der Geburt bis zum Tod

01.07.2004 Das jüdische Gottes- und Menschenbild

08.07.2004 Jüdische Mystik (Kabbalah)

15.07.2004 Judentum und der Staat Israel

22.07.2004 Fazit und Ausblick

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Prof. Dr. Dr. Peter Antes

Einführung in das Christentum

SE 2, RelGes / Christentum, Do 11-13, Raum: Welfengarten 1 A, Hermann-Windel-Hörsaal, Beginn: 22.04.2004

Ziel des Seminars ist es, an Hand eines geschichtlichen Überblickes sowie einiger thematischer Schwerpunkte in die Geschichte des Christentums sowie in Glauben und Handeln der Christen einzuführen.

Literatur-Empfehlung:

Antes, Peter: Mach's wie Gott, werde Mensch. Das Christentum. Düsseldorf: Patmos, 1999;

Beinert, Wolfgang: Das Christentum. Atem der Freiheit. Freiburg-Basel-Wien: Herder, 2. Aufl. 2000;

Biser, Eugen: Die Entdeckung des Christentums. Der alte Glaube und das neue Jahrtausend. Freiburg-Basel-Wien: Herder, 2000;

Fischer, Helmut: Christentum. Köln: DuMont, 2001 (DuMont-Taschenbücher, 525; DuMont Schnellkurs);

Antes, Peter (Hg.): Christentum und europäische Kultur. Eine Geschichte und ihre Gegenwart. Freiburg-Basel-Wien: Herder, 2002.

Dazu dann die üblichen Nachschlagewerke wie z.B.:

Tworuschka, Monika u. Udo (Hg.): Bertelsmann Handbuch Religionen der Welt. Grundlagen, Entwicklung und Bedeutung in der Gegenwart. Gütersloh u.a.: Bertelsmann Lexikon Verlag, 1992;

Dictionnaire des religions;

Encyclopaedia of Religion;

Lexikon für Theologie und Kirche (3., völlig neu bearbeitet Aufl.);

Religion in Geschichte und Gegenwart (4., völlig neu bearbeitete Aufl.) und Theologische Realenzyklopädie.

Vgl. auch:

http://philtar.ucsm.ac.uk/encyclopedia/introd.htm

www.multifaithnet.org

22.04.2004 Einführung und Festlegung des endgültigen Verlaufsplanes

29.04.2004 Die Anfänge in Palästina

06.05.2004 Die Hellenisierung des Christentums

13.05.2004 Von der verfolgten Kirche zur Staatsreligion

27.05.2004 Die ersten vier Konzilien und die daraus folgenden Schismen

10.06.2004 Das christliche Europa im Mittelalter (der orthodoxe Osten und die lateinische Westkirche)

17.06.2004 Reformation und Gegenreformation

24.06.2004 Europäische Expansion und christliche Mission

01.07.2004 Christentum und Moderne

08.07.2004 Das christliche Gottes- und Menschenbild

15.07.2004 Christliche Lebensführung

22.07.2004 Fazit und Ausblick

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Dr. Gustav-Adolf Schoener

Religion und Riten

SE 2, RelSys, Di 14-16, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 20.04.2004

„Ritus“ ist einer der Schlüsselbegriffe für das Verständnis von Religion und er bezeichnet in den Naturreligionen neben dem erzählerischen Mythos ihre praktische Seite. Aber auch in den Religionen der Gegenwart und in der säkularisierten Gesellschaft haben Riten einen zentralen Stellenwert. - Besonders die „Übergangsriten“ sind seit der gleichlautenden Abhandlung Arnold van Genneps (in dt. Übersetzung) in den Blickpunkt religionswissenschaftlichen Interesses gerückt. In diesem Proseminar sollen die Übergangsriten als ein möglicher Zugang zum Verständnis von Religionen behandelt werden. Dabei soll so verfahren werden, dass Genneps Abhandlung systematisch gelesen und wichtige Literatur aus der ethnologischen Forschung hinzugezogen wird.

Literatur:

Durkheim, Emile: Die elementaren Formen des religiösen Lebens. Frankfurt/M.: Suhrkamp, 1981;

Gennep, Arnold van: Übergangsriten (Les rites de passage). Frankfurt/M.: Campus,1986;

Herlyn, Gerrit: Ritual und Übergangsritual in komplexen Gesellschaften – Sinn und Bedeutungszuschreibungen zu Begriff und Theorie. Hamburg: Lit, 2002;

Turner, Victor: Das Ritual – Struktur und Antistruktur. Frankfurt/M.: Campus, 1989.

20.04.2004 Semester-Planung

27.04.2004 Ritus, Mythos und Religion

04.05.2004 Klassifizierung der Riten (Gennep 13-24)

11.05.2004 Räumliche Übergänge (Gennep 25-33)

18.05.2004 Emile Durkheim

25.05.2004 Individuen und Gruppen (Gennep 34-46)

08.06.2004 Geburt, Eheschließung, Tod als Übergänge (Gennep 56-69, 114-141, 142-159)

15.06.2004 Initiationsriten (Gennep 70-113)

22.06.2004 Weitere Übergangsrituale (Gennep 160-180)

29.06.2004 Struktur der Übergangsriten bei Victor Turner

06.07.2004 Säkulare Übergangsriten

13.07.2004 Riten in der modernen Gesellschaft

20.07.2004 Abschlusssitzung

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PD Dr. Dr. Ina Wunn

Aby Warburg

Se 2, RelSys, Do 14 - 16, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 22.04.2004

Aby Moritz Warburg (1866 - 1929), Kunsthistoriker und Kulturwissenschaftler, befasste sich mit dem Nachleben der Antike in der neueren europäischen bildenden Kunst und verlieh durch das Einbeziehen vielfältiger kultureller Aspekte der Kunstwissenschaft eine neue Dimension. Obwohl er bereits zu Lebzeiten als anerkannte Kapazität für die Kunst der Renaissance galt, blieb seine Wirkung doch zunächst auf einen engen Spezialistenkreis beschränkt. Erst im Zuge der heutigen Warburg-Renaissance richtete sich das Interesse der Kulturwissenschaften, besonders der Religionswissenschaft auf die Arbeiten dieses außergewöhnlichen Denkers. Dabei liegt seine Bedeutung nach heutigem Ermessen nicht allein auf dem Gebiet der Ikonologie, auch wenn seine stark von der Psychologie und Kulturanthropologie beeinflusste Methode einen völlig neuen und sehr viel intensiveren Zugang zu den stark verschlüsselten Bildwerken der Renaissancekünstler erlaubte. Heute ist es vor allem Warburgs Interesse an den Formen der Kommunikation kultureller Inhalte und der schrittweisen Transformation ihrer Symbolisierungen, die ihn zum Exponenten eines neuen Forschungszweiges innerhalb der Kulturwissenschaften macht.

Anforderungen: Die komplexe Materie macht ein regelmäßiges Mitarbeiten unumgänglich; die Lektüre der für die jeweilige Sitzung relevanten Texte ist daher obligatorisch. Darüber hinaus wird die Bereitschaft vorausgesetzt, ein Referat zu übernehmen.

22.04.2004 Einführung in die Thematik durch die Dozentin: Warburg, Übersicht über Leben und Werk

29.04.2004 Der geistesgeschichtliche Hintergrund: Stand der kunstgeschichtlichen Forschung (Vasari,    Winckelmann, Burckhardt)

06.05.2004 Der geistesgeschichtliche Hintergrund: Hermann Usener

13.05.2004 Der geistesgeschichtliche Hintergrund: Charles Darwin (Expression of Emotions in Men and Animals), Karl Lamprecht

27.05.2004 Warburgs Schriften: Die Rezeption der Antike im Florentiner Bürgertum der Frührenaissance

10.06.2004 Warburgs Schriften: Wechselwirkung zwischen flämischer und norditalienischer Kultur

17.06.2004 Warburgs Schriften: Olympische Gottheiten und die Dämonen der Astrologie

24.06.2004 Warburgs Schriften: Psychologie des menschlichen Ausdrucks (Schlangenritual, Mnemosyne)

01.07.2004 Schüler und Nachfolger: Gertrud Bing, Edgar Wind

08.07.2004 Schüler und Nachfolger: Carl Georg Heise, Fritz Saxl

15.07.2004 Schüler und Nachfolger: Ernst Gombrich, Erwin Panofsky

22.07.2004 Abschlusssitzung: Warburg und seine Bedeutung für die Religionswissenschaft (Diskussion, kein Referat)

Literatur:

Böhme, Hartmut: Aby M. Warburg (1866 - 1929), in: Axel Michaels (Hg.), Klassiker der Religionswissenschaft. Von Friedrich Schleiermacher bis Mircea Eliade. München: Beck, 1997, S. 133-156;

Ferretti, Silvia; Cassirer, Panofsky: Warburg: Symbol, Art and History. New Haven – London: Yale University Press, 1989;

Forster, Kurt W., Introduction, In: Warburg, Aby The Renewal of Pagan Antiquity. Los Angeles: Getty Research Institute,1999, S. 1-75;

Ginzburg, Carlo: From Aby Warburg to E. H. Gombrich: A Problem of Method, in: ders., Clues, Myths, and the Historical Method. Baltimore: Hopkins University Press, 1989, S. 17 – 59;

Gombrich, Ernst H.: Aby Warburg: An Intellectual Biography, with a Memoir of the History of the Library by F. Saxl. London: Warburg Institute, 1970; Chicago: University of Chicago Press 1986;

Kultermann, Udo: Geschichte der Kunstgeschichte: Der Weg einer Wissenschaft. überarbeitete und erweiterte Neuauflage, München: Prestel, 1990;

Warburg, Aby: A Lecture on Serpent Ritual, in: Journal of the Warburg Institute, II, 1938 - 39, S. 222 – 292;

Warburg, Aby: Ausgewählte Schriften und Würdigungen. Hg. Dieter Wuttke und Carl Georg Heise, Baden-Baden: Koerner, 1980;

Warburg, Aby: Die Erneuerung der heidnischen Antike. Kulturwissenschaftliche Beiträge zur Geschichte der europäischen Renaissance, 2 Bde., Hg. Gertrud Bing, Berlin: Teubner, 1932.

Weitere Literatur in:

Wuttke, Dieter: Aby M. Warburg-Bibliographie 1866 - 1995. Werk und Wirkung; mit Annotationen, Baden-Baden: Koerner, 1998.

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Fachdidaktik

PD Dr. Dr. Bertram Schmitz

Religiöse Gegenstände und Symbole

SE 2, RelGes, RelSys, Mo 16-18, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn 19.04.04 (auch für den Magisterstudiengang geeignet)

Religionen werden nicht nur durch digital vermittelte >Lehren< konstituiert, sondern finden ihre Gestaltung auch analog in Gegenständen, Klängen und Gesten. In diesem Seminar werden Religionen durch Gegenstände erarbeitet, die in ihnen eine zentrale Bedeutung einnehmen. Mit Hilfe dieses Grundansatzes findet eine Rückkopplung statt: Einerseits wird die Bedeutung untersucht, die diesem je unverwechselbaren und spezifischen Gegenstand innerhalb seiner Religion zukommt, anderseits wird die Religion gerade anhand dieses Gegenstandes erarbeitet: Wie sieht der Gegenstand aus, welche Symbolik verbindet sich mit dem Gegenstand, was ist seine Geschichte, was seine gegenwärtige Bedeutung, wie kann er religionswissenschaftlich erfasst werden, was ist seine Stellung innerhalb der Religion und wie lässt sie sich von gerade diesem Gegenstand aus verstehen. Vom vermittelnden Standpunkt aus gesehen erhält >Religion< an diesem Gegenstand aufgezeigt ein hohes Maß an Anschaulichkeit und er lässt den je eigenen Charakter einer Religion erfahren. Dieses fachdidaktische Seminar kann auch von Magisterstudenten mit Gewinn besucht werden.

Die unten genannte Liste der Gegenstände versteht sich als Vorschlag; es können gerne auch andere zentrale religiöse Gegenstände durch ein Referat vorgestellt werden, wie z. B. der Donnerkeil (vajra), das Mandala oder andere hinduistische bzw. buddhistische Symbolgegenstände.

Literaturempfehlung:

Chebel, Malek/Laziz Hamani: Symbole des Islam. Augsburg: Bechtermünz, 1999;

Le Gall, Robert/Laziz Hamani: Symbole der katholischen Kirche. Augsburg: Bechtermünz, 1999;

Ouaknin, Marc-Alain/Laziz Hamani: Symbole des Judentums. Augsburg: Bechtermünz, 1999.

Als Überblick eignet sich aufgrund der Fülle des gebotenen Materials:

Heiler, Friedrich: Erscheinungsformen und Wesen der Religion. Stuttgart: Kohlhammer 1961.

19.04.2004 Überblick über den Seminarverlauf; Festlegung der zu behandelnden religiösen Symbole und Gegenstände

Islam:

26.04.2004 Der Koran als religiöser Gegenstand und religiösen Symbol

(Kermani, Navid: Gott ist schön – Das ästhetische Erleben des Koran. München: Beck 1999)

03.05.2004 Die Wahlfahrt

(Nomachi, Ali Kazuyoshi: Mekka. München: Frederking & Thaler 1997; Parker, Ann / Avon Neal: Die Kunst des Hadsch. München: Frederking & Thaler 1995; des weiteren kann eine VCD zur Verfügung gestellt werden)

Christentum:

10.05.2004 Kelch und Abendmahl

(Evangelisches Gottesdienstbuch – Agende für die Evangelische Kirche der Union und für die Vereinigten Evanlisch-Lutherische Kirche Deutschlands. Hrsg: VELKD, Berlin: Lutherisches Verlagshaus u.a. 2000; Kalb, Friedrich: Grundriss der Liturgik, Eine Einführung in die Geschichte , Grundsätze und Ordnungen des lutherischen Gottesdienstes. München: Claudius 1965)

17.05.2004 Christusdarstellung und Christussymbolik

(Schönborn, Christoph: Die Christus-Ikone, eine theologische Hinführung. Schaffhausen: Novalis 1984; Härle, Wolfgang: Dogmatik. Berlin/New York: de Gruyter 1995, 303 – 357)

24.05.2004 Das Neue Testament bzw. die Bibel als Gegenstand und als >Heiliger Text<

(Heiler, s. o; Aland, Kurt / Barbara Aland: Der Text des Neuen Testaments, Einführung in die wissenschaftliche Ausgaben sowie in Theorie und Praxis der modernen Textkritik. Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft 1982; Lang, Bernhard: Das tanzende Wort. Intellektuelle Rituale im Religionsvergleich. München: Kösel 1984, 15-48)

Hinduismus:

07.06.2004 Nataraj - Tanzender Shiva:

(Gonda, Jan: Die Religionen Indiens I, bzw. spezifisch: II – Der jüngere Hinduismus. Stuttgart u.a.: Kohlhammer 1963, 188-252; Keilhauer, Anneliese/Peter Keilhauer: Die Bildsprache des Hinduismus. Köln: DuMont 1983)

14.06.2004 >Om< als heiligte Silbe und die Theorie des Mantras

(Bharati, Agehananda: Die Tantra-Tradition. Freiburg: Aurum 1977; Chandrasekharendra Saraswati: Hindu – Dharma, The Universal Way of Life. Mumbai: Bharatiya Vidya Bhavan 2000; Tonbeispiele und weiteres Anschauungsmaterial kann gestellt werden)

Judentum

21.06.2004 Menora

(Vries, Simon Ph. de: Jüdische Riten und Symbole. Wiesbaden: Fourier 1981; Die Bibel: >Makkabäer<; Hilton, Michael: “Wie es sich christelt, so jüdelt es sich”, 2000 Jahre christlicher Einfluss auf das jüdische Leben. Berlin: JVB 2000)

Buddhismus

28.06.2004 Das >Lebensrad< (Bhavacakra)

(Essen, Gerd-Wolfgang/Tsering Tashi Thingo: Die Götter des Himalaya, Buddhistische Kunst Tibets. München: Prestel 1989)

05.07.2004 Der Stupa

(Glauche, Johannes W.: Der Stupa, Kultbau des Buddhimsus. Köln: DuMont 1995; Forman, Bedrich: Borobudur, Das buddhistische Heiligtum, Abbild der geistigen Welt. Prag: Artia 1980)

12.07.2004 >Dhyanasana<, - Der meditierende Buddha

(Govinda, Lama Anagarika: Die psychologische Haltung der frühbuddhistischen Philosophie und ihres systematische Darstellung nach der Tradition des Abhidhamma. Wien: Octopus 1980; Seckel, Dietrich: Kunst des Buddhismus. Baden-Baden: Seckel 1980; Matics, Kathleen I.: Gestures of the Buddha. Bangkok: Chulalongkorn Press 2001; Hallade, Madeleine: Indien, Gandhara – Begegnung zwischen Orient und Okzident. 2. Auflage Herrsching: Pawlak 1976).

19.07.2004 Schlusssitzung

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Hauptseminare

 

Prof. Dr. Karl-Fritz Daiber

Der Konfuzianismus:

Religion – Philosophie – Alltagsethik – Staatsideologie

SE 2, RelGes, Di 9 – 11 Uhr, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 20.04.2004

Der Konfuzianismus ist dasjenige Ideensystem, das die nordostasiatischen Kulturen am stärksten beeinflusst hat. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat er seine öffentliche und gesellschaftsintegrierende Funktion weitgehend verloren, ist aber im Rahmen der philosophischen Diskussion wie der Ritualisierung des Alltags wichtig geblieben. Ob er als Religion zu gelten hat, ist umstritten. In China wird er eher als Philosophie wahrgenommen, in Südkorea zählt er zu den anerkannten Religionen. Das Seminar wird sich unter religionssoziologischen Gesichtspunkten speziell auch mit dieser Frage auseinandersetzen. Im einzelnen geht es um die Lehrtraditionen, die kulturellen Wirkungen des Konfuzianismus sowie um seine Sozialverfassung in der Volksrepublik China, in Taiwan, Japan und Südkorea.

20.04.2004 Einführung in die Problemstellungen

27.04.2004 Die religiöse Situation Chinas zur Zeit des Konfuzius

04.05.2004 Leben, Lehre und Schriften des Konfuzius

11.05.2004 Die ersten Philosophen in der Nachfolge des Konfuzius

18.05.2004 Neokonfuzianismus des 12. Jahrhunderts

25.05.2004 Neokonfuzianismus im 20. Jahrhundert und in der Gegenwart

08.06.2004 Konfuzianismus und alltagsweltliche Riten

15.06.2004 Konfuzianismus als Wirtschaftsethik

22.06.2004 Die konfuzianische Gelehrten- und Beamtenklasse in der Kaiserzeit

29.06.2004 Konfuzianismus als Staatsreligion

06.06.2004 Konfuzianismus in der Volksrepublik China und Taiwan

13.06.2004 Konfuzianismus in Japan

20.07.2004 Konfuzianismus in Südkorea

Literatur zur Einführung:

Ess, Hans van: Der Konfuzianismus. München: Beck, 2003.

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Dr. Edith Franke

Modelle religiöser Pluralität im interkulturellen Vergleich

RelGes/RelSys, Fr. 11-13 Uhr, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 23.04.2004

Das Konflikt- und Integrationspotential von Religionen in politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen und ihre Bedeutung im Hinblick auf das Zusammenleben von Menschen in religiös und kulturell pluralen Gesellschaften steht gegenwärtig immer wieder im Blickpunkt des Interesses und wird auch in einer breiteren Öffentlichkeit thematisiert. Es ist daher wichtig, Modelle religiöser Pluralität, wie sie in verschiedenen Kulturen entwickelt worden sind, zur Kenntnis zu nehmen und zu analysieren.

Ziel des Seminars ist es, anhand von ausgewählten Beispielen (Deutschland, USA, Indonesien) verschiedene Modelle für die Handhabung religiöser Pluralität kennen zu lernen und sie sowohl in ihrer historischen Entwicklung als auch in der aktuellen Ausformung und Problematik zu untersuchen. Schwerpunkt wird dabei jeweils das Verhältnis von Staat und Religion sein sowie der Umgang mit religiösen Minderheiten.

Empfohlene Literatur:

Caldarola, Carlo (Hg.): Religions and Societies: Asia and the Middle East. (Religion and Society 22) Berlin / New York / Amsterdam: De Gruyter. 1982.

Corbett, Michael / Julia Corbett: Politic and Religion in the United States. New York / London: Garland. 1999.

Daiber, Karl-Fritz: Religion unter den Bedingungen der Moderne. Die Situation in der Bundesrepublik Deutschland. Marburg: Diagonal, 1995.

Darmaputera, Eka: Pancasila and the Search for Identity and Modernity in Indonesian Society. A Cultural and Ethical Analysis. Leiden / New York / Kopenhagen / Köln: E.J. Brill, 1988.

Draguhn, Werner (Hg.): Der Einfluß des Islams auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Südostasien. (Mitteilungen des Instituts für Asienkunde Hamburg. Nummer 133). Hamburg: IFA, 1983.

Fuller, Robert C.: Spiritual, but not religious. Understanding unchurched America. Oxford / New York: Oxford University Press, 2001.

Gabriel, Karl (Hg.): Religiöse Individualisierung oder Säkularisierung. Gütersloh: Kaiser, Gütersloher Verlagshaus, 1996.

Gantke, Wolfgang u.a. (Hg.): Religionsbegegnung und Kulturaustausch in Asien. Studien zum Gedenken an Hans-Joachim Klimkeit. Wiesbaden: Harrassowitz, 2002.

Heelas, Paul u.a. (Hg.): Religion, Modernity and Postmodernity. Oxford: Blackwell Publishers, 1998.

Hutson, James H.: Religion and the Founding of the American Republic. Washington DC: Library of Congress, 1998.

Lehmann, Hartmut (Hg.): Multireligiosität im vereinten Europa. Historische und juristische Aspekte. Göttingen: Wallstein, 2003.

Ramage, Douglas E.: Politics in Indonesia. Democracy, Islam and the Ideology of Tolerance. London / New York: Routledge, 1995.

23.04.2004 Einführung in das Thema und Planung des Semesters

30.04.2004 Religiöser Pluralismus – ein Phänomen der Moderne? Zur Klärung des Begriffs

07.05.2004 Religiöser Pluralismus in der Geschichte Deutschlands

14.05.2004 Das Verhältnis von Staat und Religionen in der Bundesrepublik Deutschland (seit 1945)

21.05.2004 Religiöse Minderheiten in Deutschland

28.05.2004 Religiöser Pluralismus in der Geschichte der USA

11.06.2004 Das Verhältnis von Staat und Religionen in den USA

18.06.2004 Religiöse Minderheiten in den USA

25.06.2004 Religiöser Pluralismus in der Geschichte Indonesiens

02.07.2004 Zum Verhältnis von Staat und Religionen in Indonesien (seit 1945)

09.07.2004 Religiöse Minderheiten in Indonesien

16.07.2004 Probleme und Chancen unterschiedlicher Umgangsweisen mit religiöser Pluralität im Vergleich

23.07.2004 Abschlussdiskussion

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Dr. Celalettin Kartal

Demokratie im Irak - Die Rolle der Religion(en) bei der Neuformierung der irakischen Gesellschaft

SE 2, RelSys, Do 18.30 – 20.00, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 22.04.2004

Eignet sich der Irak mit seinen zahlreichen Minoritäten und Völkern für eine Neustrukturierung, oder wird die politische Entwicklung doch am Ende so verlaufen, wie in Afghanistan? Lässt sich im Irak als Teil der islamischen Welt eine Demokratie westlichen Typs von oben verordnen? In diesem Seminar geht es also darum das abstrakte Verhältnis des Islam zur Demokratie zu reflektieren, die nicht-muslimischen und die christlichen Minderheiten sowie ihre Vorstellungen und Forderungen von dem neuen Irak kennen zulernen. Die Schwierigkeiten im Prozess des nation-building zu analysieren und die konstruktive oder destruktive Rolle der islamischen Religion für den neuen Irak zu bestimmen.

Einstiegsliteratur:

Antes, Peter: Der Islam: Religion - Politik – Ethik. Stuttgart; Berlin; Köln: Kohlhammer, 1981;

Heine, Peter: Schauplatz Irak - Hintergründe eines Weltkonflikts. Freiburg: Herder, 2002;

Ibrahim, Ferhad: Konfessionalismus und Politik in der arabischen Welt - Die Schiiten im Irak. Münster: Lit-Verlag, 1997;

Kartal, Celalettin: Islam  und Menschenrechte - Konturen des Konzepts vom Koran und der Scharia im Vergleich der UN-Konventionen, in: Kritische Justiz 4/2003, S. 382-400;

22.04.2004 Vergabe der Referate / Einführung in die Thematik

29.04.2004 Das abstrakte Verhältnis des Islam zur Demokratie

06.05.2004 Demokratische Ansätze in der islamischen Welt

13.05.2004 Das Baahs-Regime, seine Ideologie und die Rolle der islamischen Religion im alten Irak

27.05.2004 Die schiitische Konfession, ihre Historie und ihre Schwächen im alten Irak

10.06.2004 Die Schiia als die neue Macht im gegenwärtigen Irak: Großajatollahs und säkulare Schiiten im Irak - Ihre Ziele und Vorstellungen

17.06.2004 Die kurdischen Sunniten im Irak - Separatismus oder Föderalismus?

24.06.2004 Die schiitischen Turkmenen - ihre Vorstellungen, Erwartungen und Forderungen im neuen Irak

01.07.2004 Die christlichen Minderheiten im Irak ihre Rolle und Partizipationsmöglichkeiten im alten und neuen Irak

08.07.2004 Die Rolle der Religion(en) im neuen Irak - konstruktiv oder destruktiv für den Prozess des künftigen nation-building und Demokratie

15.07.2004 Das Schicksal des  neuen Iraks - demokratisch oder theokratisch?

22.07.2004 Schlusssitzung: Kritik und Anregungen

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Prof. Dr. Dr. Heinrich Schäfer

Die Pfingstbewegung weltweit

SE 2, RelGes / RelSys, Mo 9.15-12.45, 14-tägig, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 19.04.2004

Die Pfingstbewegung ist zu einem entscheidenden Faktor im Christentum und für das Verhältnis des Christentums zu anderen Religionen geworden. In Europa, vor allem in Deutschland, wird diese Tatsache bisher noch kaum wahrgenommen; wahrscheinlich aufgrund der relativ stabilen öffentlichen Präsenz der etablierten Kirchen. Überall sonst auf dem Globus hat die Pfingstbewegung eine wahrhafte Revolution in der christlichen Religion entfacht und beeinflusst stark deren Haltung gegenüber anderen Religionen.

Ziel des Seminars ist es, diese religiöse Bewegung als einen solchen Faktor im globalen Christentum in den Blick zu bekommen und sie im Blick auf ihre inneren Strukturen und äußeren Wirkungen besser zu verstehen. Zunächst werden wir die Rahmenbedingungen beleuchten anhand einer Arbeit von Phillip Jenkins über neuere Veränderungen im Christentum sowie einer kurzen Übersicht über die Entwicklung der Weltreligionen. Dann werden wir die Pfingstbewegung (inkl. Charismatiker) anhand neuerer Literatur untersuchen. Eventuell wird der Besuch eines pfingstlichen Gottesdienstes in Hannover organisiert, um einen besseren Eindruck der spezifischen Frömmigkeitsform zu bekommen.

Als vorbereitende Lektüre – zum “Einlesen”, nicht obligatorisch – empfehle ich (in Kurztiteln, vgl. Literaturverzeichnis):

Jenkins: Christianity.

Anderson: Christianity.

Es empfiehlt sich auch, in der Vorbereitung und während des Seminars das folgende Lexikon zu konsultieren: Burgess, Stanley M./Maas, Eduard M. van der (Hg.): New International Dictionary of Pentecostal and Charismatic Movements. Grand Rapids, MI: Zondervan, 2002.

Das Seminar findet Montags im Zwei-Wochen Rhythmus statt, je Termin 9:15 bis 10:45 und 11:15 bis 12:45. Nach Anzahl und Interesse der Teilnehmer sowie Möglichkeiten des religionswissenschaftlichen Seminars kann auch eine Verteilung auf größere Blöcke (z.B. Wochenenden) vorgenommen werden. Die Vorstellung von Literatur wird teilweise in Referaten erfolgen. Eine Sitzung wird vorläufig für die Aufarbeitung eines Besuchs in einer Pfingstgemeinde freigehalten.

19.04.2004 Einführung

1. Standortbestimmung und Einführung in die Thematik

Zur Vorbereitung: Hauchler: Trends und Jenkins: Christianity.

2. Die “neue Christenheit” (Jenkins) als Rahmenbedingung I

Zur Vorbereitung: Jenkins: Christendom.

03.05.2004 Die “neue Christenheit” (Jenkins) als Rahmenbedingung II

Zur Vorbereitung: Jenkins: Christendom.

17.05.2004 Die Geschichte der Pfingstbewegung

Zur Vorbereitung:

Hollenweger: Enthusiastisches Christentum S. 3-74; Schäfer: Protestantismus S. 58-90.

07.06.2004 Transnationale Pfingstbewegung (in Afrika)

Zur Vorbereitung: Corten/Marshall: Babel, oder Coleman: Globalisation. (Ergänzend zur Information Hollenweger: Char.-pfingstl. Christentum 71-100.)

21.06.2004 Die Welt als Pfarrei: David Martin

Zur Vorbereitung: Martin: Pentecostalism.

05.07.2004 Religiöse Revolution: Lateinamerika

Zur Vorbereitung: Shaull/ Cesar: Pentecostalism (nur erster Teil von Cesar); Bergunder: Pfingstbewegung; Schäfer: Modernisierung.

19.07.2004 Pfingstliche Frömmigkeit und gesellschaftlicher Kontext

Entweder Aufbereitung eines Besuchs in einer Pfingstkirche plus Dayton: Roots.

Oder Erarbeitung zentraler Elemente der praktischen Logik pfingstlicher Kirchen im Rahmen der kulturellen Handlungsbedingungen der Globalisierung anhand der bisher gelesenen Literatur. (Ergänzend zur Orientierung Beck: Globalisierung und Hauchler: Trends.)

Literatur:

Anderson, Robert M.: Art. Pentecostal and Charismatic Christianity. In: Mircea Eliade (Hg.): The Encyclopedia of Religion. Vol.11. New York, NY: Macmillan, 1987. S.229-235;

Beck, U.: Was ist Globalisierung? Irrtümer des Globalismus - Antworten auf Globalisierung. Frankfurt: Suhrkamp, 1997;

Bergunder, Michael(Hg.:) Pfingstbewegung und Basisgemeinden in Lateinamerika: Die Rezeption befreiungstheologischer Konzepte durch die pfingstliche Theologie. (Weltmission heute; 39). Hamburg: EMW, 2000;

Burgess, Stanley M./ Eduard M. van der Maas (Hg.): New International Dictionary of Pentecostal and Charismatic Movements, überarbeitete und erweiterte Auflage. Grand Rapids, MI: Zondervan, 2002;

Coleman, Simon: The globalisation of charismatic Christianity. Spreading the gospel of prosperity. Cambridge: Cambridge University Press, 2000;

Corten, André/Ruth Marshall Fratani (Hg.): Between Babel and Pentecost. Transnational Pentecostalism in Africa and Latin America. London : Hurst, 2001;

Cox, Harvey G.: Fire from heaven. The rise of Pentecostal spirituality and the reshaping of religion in the twenty-first century. Reading, Mass.: Addison-Wesley Publishing Company, 1995;

Hauchler, Ingomar (Hg.): Globale Trends 1996. Frankfurt: Fischer, 1995, S. 420-443 (Kapitel “Religionen”);

Hollenweger, Walter J.: Enthusiastisches Christentum. Die Pfingstbewegung in Geschichte und Gegenwart. Wuppertal/Zürich: Brockhaus/Zwingli, 1969;

Hunt, Stephen (Hg.): Charismatic Christianity. Sociological perspectives. Basingstoke: Macmillan, 1999;

Jenkins, Phillip: The next Christendom. The coming of global Christianity. Oxford: Oxford Univ. Pr., 2002;

Jenkins, Phillip: The next Christianity. In: The Atlantic Monthly. October 2002, S. 53-68;

Martin, David: Pentecostalism: the world their parish. Oxford : Blackwell, 2002;

Schäfer, Heinrich: Protestantismus in Zentralamerika. Christliches Zeugnis im Spannungsfeld von US-amerikanischem Fundamentalismus, Unterdrückung und Wiederbelebung indianischer Kultur. Frankfurt: Lang, 1992;

Schäfer, Heinrich: Modernisierung und Identitätskonstruktion. Zum Protestantismus in Zentralamerika. In: Sabine Kurtenbach/Werner Mackenbach/Günther Maihold/Volker Wünderich (Hg.): Zentralamerika heute. Frankfurt: Vervuert, 2004.  (in Vorb.); 

Shaull, Richard/Waldo Cesar: Pentecostalism and the future of the Christian churches. Promises, limitations, challenges. Grand Rapids, Mich.: Eerdmans, 2000;

Hollenweger, Walter J.: Charismatisch-pfingstliches Christentum. Herkunft, Situation, ökumenische Chancen. Göttingen: V&R, 1997.

Einige Seiten im Internet:

HOLLENWEGER CENTER for the Interdisciplinary Study of Pentecostal and Charismatic Movements:

http://casnws.scw.vu.nl/PentecoStudies/

Penteco-Studies: http://casnws.scw.vu.nl/PentecoStudies/journal/contents.html

Forum Freikirchlicher Pfingstgemeinden: http://www.pfingstbewegung.de/

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PD Dr. Dr. Bertram Schmitz

Der shivaitische Hinduismus anhand des Shivajnanasiddhiyar als Hinführung zum Verständnis des klassischen hinduistischen religiösen Denkens

SE 2, RelGes, Mo 14-16, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn 19.04.04

Das im 13. Jahrhundert verfasste Shivajnanasiddhiyar des Arunanti bildet gewissermaßen eine „Summa“ des shivaitischen Hinduismus: Arunanti stellt in diesem Werk nicht nur seine eigene shivaitische Lehrposition dar und verwendet in dabei ausführlicher und tiefgreifender Weise die grundlegenden Elemente der indischen religiösen Philosophie, sondern er verteidigt seine Position in einer konzentrischen Apologetik zunächst gegen andere shivaitische Lehrmeinungen, danach gegen andere orthodoxe hinduistische Schulen und argumentiert schließlich gegen die nicht – orthodoxen Meinungen. Auf diese Weise wird in seinem Werk das gesamte hinduistische – buddhistische Feld, das ihm zur Verfügung stand, angegangen und bearbeitet. Die von H. W. Schomerus geleistete Übersetzungsarbeit dieses Opus ermöglicht, den Hinduismus in seinen Lehren aus einer Innensicht heraus – punktuell aber umfassend – kennen zu lernen und religionsgeschichtlich einzuordnen. Aufgrund dieses spezifischen Charakters des Shivajnanasiddhiyar wird – abgesehen von einem ausführlichen allgemeinen Einblick in die indische Philosophie und Denkweise – die kursorische Lektüre dieses einen Werks völlig hinreichend sein. Zwar sind die ersten Sitzungsthemen des Seminars als Hinführung zu Arunantis Werk eher festgelegt, doch gestaltet sich die weitere Themenauswahl aus Arunantis Werk im einzelnen vorrangig nach Interessenlage der Teilnehmenden.

Literaturempfehlung:

Glasenapp, Helmuth v.: Die Philosophie der Inder, Eine Einführung in ihre Geschichte und ihre Lehren. Stuttgart: Kröner, 1985;

Schomerus, Hilko Wiardo: Arunantis Shivajnanasiddhiyar, die Erlangung des Wissens um Shiva oder um die Erlösung. Beiträge der Südasienforschung 49 (2 Bde), Wiesbaden: Steiner 1981;

Frauwallner, Erich: Aus der Philosophie der sivaitischen Systeme, Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Vorträge und Schriften, Heft 78; Berlin: Akademie-Verlag, 1962;

Schneider, Ulrich: Einführung in den Hinduismus. Darmstadt: Wiss. Buchbesellschaft, 1989.

19.04.2004 Überblick über den Seminarverlauf; Festlegung der einzelnen Themen

26.04.2004 Der Beginn der hinduistischen Philosophie

03.05.2004 Grundgedanken der Upanishaden Das (areligiöse) Samkhya – System

10.05.2004 Das religiöse Samkhya – System als Voraussetzung hinduistischer Religionsgestaltung

17.05.2004 Die shivaitische Philosophie

24.05.2004 Bedeutung und Aufbau des Shivajanansiddiyar; die Zeit des Arunanti

07.06.2004 Gemeinsame Lektüre der Seiten 21 - 29

14.06.2004 Die Erkenntnistheorie

21.06.2004 Das Gottesverständnis

28.06.2004 Der Kosmos

05.07.2004 Weitere Themen aus dem Teil der >eigenen Meinung< (Svapaksha)

12.07.2004 Beispiele aus der Wiederlegung >fremder Meinungen< (Parapaksha)

19.07.2004 Weiter Beispiele aus dem >Parapaksha< und abschließende Zusammenfassung

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Dr. Gustav-Adolf Schoener

Mystik im Christentum

SE 2, RelGes/RelSys, Di 11-13 Uhr, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 20.04.2004

Wie das Judentum (WS 03/04) so kennt auch das Christentum eine eigene und bei aller Vielfalt auch sehr spezifische Mystik. Sie begleitet die Geschichte des Christentums als reformierender und individualisierender Faktor, stellt der mächtigen „äußeren“ Welt-Kirche Weltentsagung, Askese, „innere“ Gotteserkenntnis entgegen, übt aber dennoch starken Einfluss auf politische und kulturelle Entwicklungen aus (Reformation), inspiriert die europäische Kunst, Architektur, Musik, Literatur, Philosophie und nicht zuletzt – über das monastische Leben des „ora et labora“ - auch die Arbeits- und Sozialwelt der modernen Gesellschaft. – Dennoch bleibt sie ganz im Zentrum der christlichen Lehre und beschreibt die innere Gotteserfahrung vom Neuen Testament, von Kreuz und Dreieinigkeit her. Romantische Gefühls- und Liebesmystik, strenge rationale Analyse, asketische Leidensmystik, aber auch spontane Visionen zeigen die Vielfalt christlich-mystischer Wege, die in diesem Seminar an Beispielen erarbeitet werden sollen.

Grundlegende Literatur:

Dinzelbacher, Peter: Christliche Mystik im Abendland – Ihre Geschichte von den Anfängen bis zum Ende des Mittelalters. München:  Schöningh,1994

Dinzelbacher, Peter: Wörterbuch der Mystik. Stuttgart: Kröner, 1998.

Ruhbach, Gerhard/Josef Sudbrack: Christliche Mystik – Texte aus zwei Jahrtausenden. München: Beck, 1989.

Weitere Literatur:

Diers, Michaela: Vom Nutzen der Tränen. Über den Umgang mit Leben und Tod im MA und heute.  Köln: DuMont, 1994.

Haas, Alois M.: Mystik als Aussage - Erfahrungs-, Denk- und Redeformen christlicher Mystik.  Frankfurt/M.: Suhrkamp, 1996.

Kochanek, Hermann (Hg): Die Botschaft der Mystik in den Religionen der Welt. München: Kösel, 1998.

Ruhbach, Gerhard/Josef Subrack: Große Mystiker – Leben und Wirken.  München: Beck, 1984.

Sudbrack, Josef: Mystik – Sinnsuche und die Erfahrung des Absoluten. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2002.

Sloterdijk, Peter (Hg): Mystische Zeugnisse aller Zeiten und Völker. München: Diederichs, 1993.

TRE Bd.23, „Mystik“, 533-592.

20.04.2004 - Semester-Planung

27.04.2004 - Grundlagen christlicher Mystik (Alte Kirche)

04.05.2004 - Märtyrer und Eremiten

11.05.2004 - Augustinus, Dionysos Areopagita (Frühes Mittelalter)

18.05.2004 - Gregor I., Johannes Scotus Eriugena (Hochmittelalter)

25.05.2004 - Bernhard v. Clairveaux, Hugo von St.Viktor

08.06.2004 - Hildegard von Bingen (Spätmittelalter)

15.06.2004 - Franz von Assisi, Thomas von Aquin

22.06.2004 - Beginen (14. Jahrhundert)

29.06.2004 - Meister Eckhart, Heinrich Seuse, Johannes Tauler, Jan van Ruysbroek                         Brigitta v. Schweden, Katharina von Siena (19. Jahrhundert)

06.07.2004 - Bernadette Soubirous, Theophan der Rekluse (20. Jahrhundert)

13.07.2004 - Simone Weil

20.07.2004 - Abschlusssitzung

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KOLLOQUIEN UND ANDERE VERANSTALTUNGEN

Dr. Edith Franke

Kolloquium für Examenskandidaten und Fortgeschrittene

CO 2, Fr. 15-17 Uhr, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 23.04.2003

Das Kolloquium dient der Vorstellung und Diskussion von laufenden bzw. beabsichtigten Magister- und Examensarbeiten. Die Vorhaben sollen in Form kurzer Arbeitspapiere dargelegt und gemeinsam im Hinblick auf methodische Durchführung und die theoretisch-systematische Kontextuierung besprochen werden.
Darüber hinaus können auch relevante aktuelle religionswissenschaftliche Publikationen diskutiert werden.
Interessierte Teilnehmer und Teilnehmerinnen setzen sich bitte mit der Seminarleiterin in Verbindung. Die erste Sitzung findet am 23.4.2004 um 15 Uhr statt.

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Prof. Dr. Christiane Lemke / Dr. Jutta Joachim / Dr. Ines Katenhusen

Forschungskolloquium Europäische Integration

CO 2, Di 18-20, grundsätzlich 14-tägig, Schneiderberg 50, Raum V411, Programm und Beginn siehe Aushang.

In diesem Kolloquium werden neuere Forschungsansätze und Ergebnisse zur europäischen Entwicklung zur Diskussion gestellt. Europäische Integration soll dabei in ihren politischen, historischen und sozio-kulturellen Dimensionen behandelt werden. Das Kolloquium findet im Rahmen des Fachbereich-Schwerpunktes „European Studies“ statt und wird mit GastrefentInnen aus dem In- und Ausland durchgeführt.

Weitere Informationen sind den Websites zu entnehmen: www.gps.uni-hannover.de/europe

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Aufbaustudiengang Europäische Integration / European Studies

Seminarprogramm für das Sommersemester 2004

Das Programm kann bei der Koordinatorin (Dr. Ines Katenhusen, Tel.: 762-19165; e-mail: Katenhusen@ipw.uni-hannover.de)erfragt werden.

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Forschungskolloquium Transformation Studies (ehemals Peripherie und Zentrum)

CO 2, Mo 18-20, Historisches Seminar, Raum B108, (Programm siehe Aushang), Beginn voraussichtlich 03.05.2004

Oberthema: „Cultural Studies im internationalen Kontext“

Bitte entnehmen Sie das Veranstaltungsprogramm den Aushängen oder http://www.transformation-studies.de. Das Kolloquium ist das zentrale Diskussionsforum, zu dem Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland geladen werden. Für TrS-Studierende ist die Teilnahme obligatorisch. Gäste sind herzlich willkommen.

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Symposium der Studierenden der Religionswissenschaft 2004

20.05.2004 – 23.05.2004, Universität Hannover

Das 11. Symposium der Studierenden der Religionswissenschaft wird 2004 vom 20 bis 23. Mai durch den Fachrat Religionswissenschaft der Universität Hannover unter der Schirmherrschaft des Seminars für Religionswissenschaft in Hannover ausgerichtet.

Wie jedes Jahr gibt es die Gelegenheit Vorträge zu halten, zu diskutieren, nette Menschen kennen zu lernen und Spaß zu haben. Die Vorträge sollten eine Länge von 30 Minuten nicht übersteigen, wobei die Wahl des Themas ganz bei Euch liegt. Vielfältigkeit und Umfang des Vortragsprogramms liegen in Eurer Hand.

Darüber hinaus werden wir einen Vormittag darauf verwenden über hochschulpolitische Themen zu debattieren. Ziel soll es sein Ideen und Konzepte für die Zukunft unseres Faches in Zeiten der Einführung gestufter Studiengänge standortübergreifend zu entwickeln und gemeinsam zu vertreten. Wir freuen uns über Eure Vorschläge.

Weitere Informationen findet Ihr unter www.Fachrat-Religionswissenschaft.de.

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„Afrika im Kontext: Weltbezüge in Geschichte und Gegenwart“

Internationale Tagung vom 02.06. – 06.06.2004, Universität Hannover

Die Vereinigung der Afrikanisten in Deutschland (VAD e.V.) wird ihre zweijährig stattfindende internationale Tagung unter dem Titel „Afrika im Kontext: Weltbezüge in Geschichte und Gegenwart“ in der Universität Hannover abhalten. Die Tagung ist das wichtigste interdisziplinäre Forum für eine zentrale Präsentation der auf Afrika bezogenen Forschung im deutschsprachigen Raum. Die letzten Fachtagungen fanden in Bayreuth (1998), Leipzig (2000) und Hamburg (2002) statt. Es werden etwa 500 Teilnehmende aus der Wissenschaft aber auch Praktikerinnen und Praktiker der Entwicklungspolitik, dem Auswärtigen Amt, sowie Journalistinnen und Journalisten erwartet.

Unter der Leitung von Prof. Peter Antes (Universität Hannover) und PD Dr. Roman Loimeier (Universität Bayreuth) wird sich eine von sechs Sektionen mit zahlreichen nationalen und internationalen Gästen mit einem religionswissenschaftlichen Schwerpunkt beschäftigen:

Afrikanische Religionsentwicklung im Kontext

Religion ist eine der größten Motoren für den gesellschaftlichen Wandel, Gemeinschaftsbildung und nationale Entwicklung in Afrika und darüber hinaus. Sie ist auch ein wesentliches Thema öffentlicher Diskurse sowie eine Grundlage für die Interpretation der Vergangenheit und auf diese Weise verknüpft mit einer Vielfalt lokaler, regionaler, nationaler und transnationaler Prozesse. Die Sektion beabsichtigt, aus vergleichender, historischer und zeitgenössischer Perspektive Aspekte von Religion zu fassen, die unterschiedliche Religionen gemeinsam charakterisieren. Muslimische, christliche und afrikanische religiöse Bewegungen scheinen zunächst durch eine Anzahl gemeinsamer Merkmale gekennzeichnet, zum Beispiel durch die Übersetzung und Popularisierung heiliger Texte, den Umgang mit neuen Medien oder durch ihre Opposition zu etablierten sozialen Kräften. Es soll erörtert werden, unter welchen methodischen Voraussetzungen es möglich ist, Konzepte eines transreligiösen Vergleiches zu entwickeln.

Weitere Informationen zur Tagung, das genaue Programm sowie Hinweise zur Anmeldung finden Sie unter www.vad-ev.de.