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Universität Hannover - Seminar für Religionswissenschaft

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Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2005/06

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Vorlesungen

Prof. Dr. Dr. Peter Antes

Religionsgeschichte. Eine Überblicksvorlesung

TV 2, RelGes, Do 11-13 h, Raum: Gebäude 1101, Welfengarten 1, Hörsaal F107, Beginn 20.10.2005,
Pflichtveranstaltung für Studierende des B.A. (Einführungsmodul Religionsgeschichte),
auch für Studierende des Magisterstudiengangs, der Transformation und European Studies geeignet

Ziel der Vorlesung ist es, einen ersten Überblick über die Geschichte des religiösen Denkens von den Anfängen der Menschheit bis zur Gegenwart zu bieten. Die Vorlesung wird zum Erwerb der Leistungspunkte im B.A.-Studiengang durch eine Klausur abgeschlossen.

Lit.-Empfehlung:

Handbuch Religionswissenschaft. Religionen und ihre zentralen Themen. Hrsg. v. Johann Figl. Darmstadt: Wiss. Buchgesellschaft 2003.
Religionen und Kulturen der Erde. Ein Handbuch. Hrsg. v. Anton Grabner-Haider u. Karl Prenner. Darmstadt: Wiss. Buchgesellschaft 2004.

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Prof. Dr. Dr. Peter Antes

3.2. Wollen alle Religionen dasselbe?

TV 2, RelSys, Do, 18-20 h, Raum: Gebäude 1208, Schlosswender Str. 5, Kesselhaus, Beginn: 20.10.2005,
Für Hörende aller Studiengänge sowie für Gasthörende geeignet.

Eine oft gehörte These lautet: Im Grunde sagen alle Religionen dasselbe. Die Vorlesung versucht, diese Aussage empirisch zu überprüfen und die Aussagen der großen Weltreligionen mit einander zu vergleichen, um am Ende die Frage, ob alle Religionen dasselbe sagen, zu beantworten.

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PD Dr. Dr. Bertram Schmitz

3.3. Von der einen Religion des Moses zu der Trias Judentum – Christentum – Islam

TV 2, RelGes/RelSys, Mi, 16-18 h, Raum: Gebäude 1208, Schlosswender Str. 5, Kesselhaus, Beginn: 19.10.2005.

Obwohl sich diese drei Religionen Judentum, Christentum und Islam in einem Spannungsverhältnis gegenüberstehen, berufen sich doch auf dieselbe Grundlage: die Religion des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs, die durch Moses ihre Ordnung erhalten hat („israelitische Religion“). Auf je ihre Weise verstehen sich alle drei Religionen als eigentliche Verwirklichung dieser einen Ordnung und berufen sich auf diesen gemeinsamen Ursprung.
Die Vorlesung zeichnet religionsgeschichtlich den Weg nach, wie sich die Aufspaltung dieser Moses-Religion zunächst in (rabbinisches) Judentum und Christentum vollzogen hat, zu der dann noch der Islam als dritte Weltreligion hinzutritt, der explizit diesen beiden Religionen gegenübersteht. Anhand der jeweiligen Entstehungsprozesse bzw. Neuformatierungen dieser drei Religionen wird dargelegt wie sie ihre eigene Identität herausbilden und sich dabei zunehmend rituell, theologisch und soziologisch voneinander abgrenzen. Besondere Aufmerksamkeit widmet die Vorlesung dem je exklusiven eigenständigen Zentrum (Tora, Jesus Christus, Koran), das bei der neuen Identitätsbildung den Mittelpunkt darstellt.

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Basismodul

Dr. Edith Franke durch Lida Froriep

Einführungskurs in die Religionswissenschaft

SE 2, Mi 11-13 h (sowie 2 Blockveranstaltungen), Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 19.10.2005,
Pflichtveranstaltung für Studierende des B.A. (Basismodul).

Diese Veranstaltung richtet sich speziell an Studienanfänger. Neben einer allgemeinen Einführung in die Struktur des Studiums, sollen vor allem Basisinformationen zum Studium der Religionswissenschaft vermittelt und die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens (Literaturrecherche, Halten von Referaten, Schreiben von Hausarbeiten usw.) erlernt werden. 

Die Blockveranstaltungen sind an zwei Samstagen vorgesehen. Der erste Termin ist der 29.10.2005, 11 Uhr c.t. Der zweite Termin wird in der ersten Seminarstunde abgesprochen. Der Kurs wird mit einer Klausur abgeschlossen.

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Proseminare

Prof. Dr. Dr. Peter Antes

Grundkurs Hinduismus, Buddhismus, Islam 

SE 2, RelGes, Do 9-11 h, Raum: Gebäude 1105, Welfengarten 1a, Herrmann-Windel-Hörsaal, Beginn: 20.10.2005,
Pflichtveranstaltung für Studierende des B.A. (Einführungsmodul Religionsgeschichte),
auch für Studierende des Magisterstudiengangs und der Transformation Studies geeignet.
Studien- und Prüfungsleistungen können nach Maßgabe des Leistungspunkte-Infoblatts und in Absprache mit dem Lehrenden erbracht werden.

Ziel dieses Grundkurses ist es, die wichtigsten Grundkenntnisse zum Verstehen der Lehre und Praxis der drei genannten Religionen zu vermitteln. Es geht dabei darum, in uns fremde Denkwelten einzuführen, um Religionswissenschaft als Simultandolmetscherin in Sachen Religionen und Kulturen an drei konkreten Beispielen kennen zu lernen.

Zum Erwerb von Leistungspunkten sind Referate und/oder Hausarbeiten vorgesehen.

Lit.-Empfehlung: 

Clarke, Peter B.: Atlas der Weltreligionen. Entstehung. Entwicklung. Glaubensinhalte. Übersetzt von Leo Strohm. München: Frederking und Thaler, 1998;
Knott, Kim: Der Hinduismus. Eine kurze Einführung. Stuttgart: Reclam, 2000;
Keown, Damien: Der Buddhismus. Eine kurze Einführung. Stuttgart: Reclam, 2001;
Ruthven, Malise: Der Islam. Eine kurze Einführung. Stuttgart: Reclam, 2000.

Termine:

20.10.2005            Einführung und die Lehre von der Wiedergeburt I

27.10.2005            Die Lehre von der Wiedergeburt II

03.11.2005            Erlösungswege und Erlösungsziel im Hinduismus

10.11.2005            Der Begriff Hinduismus und die religionsgeschichtliche Entwicklung Indiens

17.11.2005            Der moderne Hinduismus und der Hinduismus im Westen

24.11.2005            Leben und Lehre des Buddha

01.12.2005            Wiedergeburt und Erlösung im Theravada-Buddhismus

08.12.2005            Der Mahayana-Buddhismus

15.12.2005            Der Buddhismus im Westen

22.12.2005 bis 07.01.2006 Weihnachtspause

12.01.2006            Mohammed und der Koran

19.01.2006            Grundfragen) der islamischen Theologie (Gottes- und Menschenbild, göttliche Allmacht und menschliche Willensfreiheit, Jenseitsvorstellungen, Ethik, Recht)

26.01.2006            Richtungen innerhalb des Islam (Sunniten, Schiiten, Mystik, heutige Tendenzen)

02.02.2006            Der Islam im Westen

09.02.2006            Aktuelle Probleme des Zusammenlebens mit Muslimen

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Dr. Edith Franke

Einführung in die systematische Religionswissenschaft

SE 2, RelSys, Fr 11-13 h, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 21.10.2005,
Pflichtveranstaltung für Studierende des B.A. (Einführungsmodul Systematische Religionswissenschaft), auch für Studierende des Magisterstudiengangs geeignet.
Studien- und Prüfungsleistungen können nach Maßgabe des Leistungspunkte-Infoblatts und in Absprache mit der Lehrenden erbracht werden.

Ziel der Veranstaltung ist es, anhand ausgewählter Texte einen Einblick in Fragestellungen und Themen der systematischen Religionswissenschaft im 20. Jahrhundert zu geben. Dazu werden im Seminar Texte von Autoren unterschiedlicher Ausrichtungen als gemeinsame Lektüre und in Referaten bearbeitet.

Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, welche Religionsbegriffe den jeweiligen Theorien zugrunde liegen und welche Konsequenzen sich daraus für die Methodik der Religionsforschung ergeben.

Intensive eigenständige Lektüre während des Semesters wird erwartet.

Grundlagenliteratur:

Axel Michaels: Klassiker der Religionswissenschaft. Von Friedrich Schleiermacher bis Mircea Eliade. München: Beck 1997.
Fritz Stolz: Grundzüge der Religionswissenschaft. 3. durchges. Aufl. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2001.

Weiterführende Literatur:

Hubert Cancik u.a. (Hg.): Handbuch religionswissenschaftlicher Grundbegriffe. Bd. 1-4. Stuttgart u.a.; Kohlhammer 1988-1998.
Günter Kehrer: Einführung in die Religionssoziologie. Darmstadt: Wiss. Buchges. 1988.
Hartmut Zinser: (Hg.): Religionswissenschaft. Eine Einführung. Berlin: Reimer 1988.

Termine:

21.10.2005            Einführung in das Thema, Planung des Semesters

28.10.2005            Was ist Religionswissenschaft? Zu Gegenstand und Aufgaben von Religionswissenschaft

Religionsphänomenologie

04.11.2005            Rudolf Otto (1869-1937)

Gemeinsame Lektüre:

R. Otto: Das Heilige. Über das Irrationale in der Idee des Göttlichen und sein Verhältnis zum Rationalen. München: Beck 1979 (orig. Breslau 1917), 1-12.

Referatslektüre:

R. Otto: Das Heilige. München 1979, 137-205.

Gustav Mensching: „Rudolf Otto und die Religionsgeschichte“ in: Ernst Benz (Hg.): Rudolf Otto's Bedeutung für die Religionswissenschaft und die Theologie heute. Leiden: Brill 1971, 49-69.

11.11.2005            Geradus van der Leeuw (1890-1950)

Gemeinsame Lektüre:

G. v.d. Leeuw: Phänomenologie der Religion. 4. Aufl. Nachdr. d. 2., durchges. u. erw. Aufl. Tübingen: Mohr 1977, 3-17.

Referatslektüre:

G. v.d. Leeuw: Einführung in die Phänomenologie der Religion. Darmstadt: Wiss. Buchges. 1961.

Und Aufsatz zu v.d. Leeuw in: Michaels 1997.

18.11.2005            Mircea Eliade (1907-1986)

Gemeinsame Lektüre:

M. Eliade: Das Heilige und das Profane. Vom Wesen des Religiösen. Hamburg: Rohwolt 1957 (orig.: Paris 1965), Einleitung: 13-20.

Referatslektüre:

M. Eliade: Die Religionen und das Heilige. Elemente der Religionsgeschichte. Frankfurt a.M.: Insel 1986 (orig. Paris 1949), Vorwort und Kapitel I, 13-61.

R. J. Zwi Werblowsky: “In nostro tempore” in: Hans Peter Duerr (Hg.): Die Mitte der Welt. Aufsätze zu Mircea Eliade. Frankfurt a. M. Suhrkamp: 1984, 128-137.

25.11.2005            Wilfred Cantwell Smith (1916-2000)

Gemeinsame Lektüre:

W.C. Smith: „Vergleichende Religionswissenschaft: wohin – warum?“ in: Mircea Eliade und Joseph M. Kitagawa (Hg.): Grundfragen der Religionswissenschaft: Acht Studien. Salzburg: Müller 1963 (engl. 1959), 239-256.

Referatslektüre:

Ninian Smart: “Scientific Phenomenology and Wilfred Cantwell Smith's Misgivings” in: Frank Whaling (Hg.): The World's Religious Traditions. Current Perspectives in Religious Studies. Essays in honour of W.C. Smith. Edinburgh : T. & T. Clark, 1984, 257-269.

02.12.2005            Zwischenbilanz: Chancen und Grenzen der Religionsphänomenologie

Religionsgeschichte und Systematische Religionswissenschaft

09.12.2005            Kurt Rudolph (geb. 1929)

Gemeinsame Lektüre:

K. Rudolph: „Inwieweit ist der Begriff „Religion" eurozentrisch?“ in: Ugo Bianchi (Hg.): The notion of 'Religion' in comparative research. SeIected proceedings of the XVIth Congress of the IAHR, Rome, 3rd-8th September 1990. Rom: „L’Erma“ di Bretschneider 1994, 131-139.

Referatslektüre:

K. Rudolph: Die „ideologiekritische" Funktion der Religionswissenschaft. In: Numen. 25, 1978, 17-39.

K. Rudolph: „Texte als religionswissenschaftliche „Quellen"“ In: Hartmut Zinser (Hg.): Religionswissenschaft. Eine Einführung. Berlin 1988, 38-54.

16.12.2005            Th. P. Van Baaren (1912-1989)

Gemeinsame Lektüre:

Th. P. van Baaren: „Systematische Religionswissenschaft“ in: Nederlands Theologisch Tijdschrift, 24, 1970, 80-88.

Referatslektüre:

Th. P. van Baaren: Menschen wie wir. Religion und Kultur der schriftlosen Völker. Gütersloh 1964, 34-47.

13.01.2006            Zwischenbilanz: Aufgaben systematischer Religionswissenschaft

Religionsethnologie

20.01.2006            Bronislaw Malinowski (1884-1942)

Gemeinsame Lektüre:

B. Malinowski: Magie, Wissenschaft und Religion und andere Schriften. Frankfurt a. M.: Fischer 1973, 3-21.

Referatslektüre:

B. Malinowski: Magie, Wissenschaft und Religion, 22-74.

Religionssoziologie

27.01.2006            Emile Durkheim (1858-1917)

Gemeinsame Lektüre:

E. Durkheim: Die elementaren Formen des religiösen Lebens. Frankfurt a. Main: Suhrkamp 1994 (orig. Paris 1968), Kapitel 1: 45-75.

Referatslektüre:

H.-G. Kippenberg: „Emile Durkheim“ In: Michaels 1997.

E. Durkheim: Die elementaren Formen des religiösen Lebens. Frankfurt a. M. 1994, Einleitung: 17-41.

03.02.2006            Thomas Luckmann (geb. 1927)

Gemeinsame Lektüre:

Th. Luckmann: „Die sozialen Formen der Religion“ in: Joachim Matthes: Religion und Gesellschaft. Einführung in die Religionssoziologie I. Reinbek: Rohwolt 1967, 189-208.

Referatslektüre:

Th. Luckmann: „Die „massenkulturelle" Sozialform der Religion“ in: Kultur und Alltag. Hg. v. Hans-Georg Soeffner. (= Soziale Welt. Sonderband 6). Göttingen: Schwartz 1988, 37-48.

Th. Luckmann: Die unsichtbare Religion. Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1991, Nachtrag: 164-183.

10.02.2006            Abschlussdiskussion

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Dr. Gustav-Adolf Schoener

Griechische Religion – Teil I

SE 2, RelGes, Di, 14-16 h, Raum: Gebäude 1208, Schlosswender Str. 5, Kesselhaus,
Beginn: 18.10.2005,
B.A.-Vertiefungsmodul Religionswissenschaft oder Religionsgeschichte,
Studien- und Prüfungsleistungen können nach Maßgabe des Leistungspunkte-Infoblatts und in Absprache mit dem Lehrenden erbracht werden.

Die griechische Religion ist eine polytheistische Religion mit einer kaum überschaubaren Vielzahl von Kulten und Göttergestalten. Von etwa 2000 v.Chr. bis in das 4. Jahrhundert n.Chr. war sie ein bestimmender Faktor im Mittelmeerraum und im Orient. Von Judentum und frühem Christentum unterscheidet sie sich vor allem dadurch, dass sie weder einen Religionsstifter, noch einen herrschenden Priesterstand oder einen festgelegten Kanon heiliger Schriften kennt. Stattdessen waren es Dichter und Philosophen, die der griechischen Religion ihr Profil gaben. Neben den mystischen Praktiken in den Mysterien war die griechische Religion auch eine ausgesprochen diesseitsbezogene Religion, eng mit der Natur, mit dem Alltagsleben, dem Wettkampf und Spiel verknüpft. In diesem Proseminar soll ein Einblick in die verschiedenen Facetten der griechischen Religion gegeben werden.

Lexika:

Der Neue Pauly: Enzyklopädie der Antike, Hg.: Hubert Cancik, Suttgart 1996ff.
Roscher, Wilhelm H.: Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Hildesheim 1965ff.
Yalouris, Nicolaos (Hg.): Lexicon iconographicum mythologiae classicae.
Zürich: Artemis 1981ff.

Literatur:

Muth, Robert: Einführung in die griechische und römische Religion. 2., durchges. Und erw. Aufl. Darmstadt: Wiss. Buchges.1998.
Nilsson, Martin P.: „Die Religion Griechenlands bis auf die griechische Weltherrschaft“ in: Handbuch der Altertumswissenschaft. 4. Aufl., 2., unveränd. Nachdr. der 1967 erschienenen 3., durchges. und erg. Aufl. - München : Beck 1992.
Burkert, Walter: Griechische Religion der archaischen und klassischen Epoche. Stuttgart: Kohlhammer 1977.
Cancik, Hubert: „Griechische und römische Religion“ in: Geschichte – Tradition – Reflexion. Bd. 2, Tübingen: Mohr 1996.

Termine:

18.10.2005            Semester-Planung und Einführung

25.11.2005            Die griechische Gesellschaft

01.11.2005            Vorgeschichtliche Zeit

08.11.2005            Minoische und mykenische Religion

15.11.2005            Die „Dunklen Jahrhunderte“ und die homerische Religion

22.11.2005            Götterwelt der archaischen Zeit

29.11.2005            Der Kult in archaischer Zeit

06.12.2005            Mysterienreligionen

13.12.2005            Tod- und Jenseitsvorstellung

20.12.2005            Orakelstätten

10.01.2006            Religion der Dichter der klassischen Zeit

17.01.2006            Religion der Philosophen der archaischen Zeit (Naturphilosophie)

24.01.2006            Religion der Philosophen der klassischen Zeit (Höhlengleichnis)

31.01.2006            Moderne Interpretationen des griechischen Mythos

07.02.2006            Abschluss-Sitzung

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PD Dr. Dr. Ina Wunn

Der Islam in Niedersachsen

SE 2, RelGes, Mo 9-11 h, Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 17.10.2005,
B.A.-Vertiefungsmodul Religionsgeschichte, Religionswissenschaft sowie Modul Religionen im lokalen Kontext,
Studien- und Prüfungsleistungen können nach Maßgabe des Leistungspunkte-Infoblatts und in Absprache mit der Lehrenden erbracht werden.

Niedersachsen bietet spätestens seit den Migrationswellen der neunzehnhundertsiebziger Jahre ein Bild religiöser Vielfalt, in dem neben den alteingesessenen Religionsgemeinschaften die unterschiedlichen muslimischen Gruppierungen einen breiten Raum einnehmen. Insgesamt leben in Niedersachsen inzwischen zwischen 200.000 und 230.000 Muslime aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern, wobei die türkeistämmigen Migranten mit mehr als 50 Prozent den bei weitem größten Anteil stellen. Wenn allerdings im öffentlichen Diskurs die Islamfrage gern auf das Thema Migration und hier besonders auf in Deutschland lebende Türken verengt wird, geht eine solche Diskussion an einem wichtigen Abschnitt der Geschichte des Islam in Deutschland, nämlich am deutschen Islam vorbei. Entsprechend der sehr unterschiedlichen nationalen Herkunft der Muslime, den verschiedenen Ethnien und Kulturen spiegelt die Vielfalt der Moscheegemeinden das gesamte Spektrum der muslimischen Ökumene; den Schwerpunkt bilden solche türkisch-osmanischer Richtung. Neben Sunniten der unterschiedlichen Rechtsordnungen finden sich in Niedersachsen Aleviten, Schiiten der verschiedenen Richtungen sowie Vertreter der Ahmadiyya.

Im Rahmen des Seminars wollen wir nicht nur diese unterschiedlichen Richtungen innerhalb des Islam von einer theoretischen Seite her kennen lernen, sondern auch einen Blick in den gelebten Alltag der unterschiedlichen Moscheegemeinden tun, sowie etwas über Organisationen, Dachverbände und die Frage der politischen Partizipation erfahren.

Termine

17.10.2005            Einführung in die Thematik und Verteilung der Referate

24.10.2005            Zur Auffrischung I: Die religiöse Organisation im Islam

Ruthven, Malise: Der Islam. Eine kurze Einführung. Universal-Bibliothek-Nr. 18057. Stuttgart: Reclam 2000, S. 21 ff. 

31.10.2005            Zur Auffrischung II: Sunna und Schia

Schimmel, Annemarie: „Kompass Islam“ in: Kompass Weltreligionen. Hannover: LVH 1998.

07.11.05            Zur Einführung: Der Islam in Deutschland

Tilman Hannemann und Peter Meier-Hüsing (Hg.): Deutscher Islam – Islam in Deutschland. Beiträge und Ergebnisse der 1. Bremer Islam-Woche. Marburg: Diagonal 2000.
Marfa Heimbach: Die Entwicklung der islamischen Gemeinschaft in Deutschland seit 1961. Berlin: Schwarz 2001.

14.11.2005            Der offizielle türkische Islam – die DITIB-Moscheen

Meng, Frank: Islamistische Orientierungen und gesellschaftliche Integration in der zweiten Migrantengeneration. Bremen 2004.

21.11.2005            Die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs

Meng, Frank: Islamistische Orientierungen und gesellschaftliche Integration in der zweiten Migrantengeneration. Bremen 2004.

28.11.2005            Die Schiiten: Islamisches Zentrum Salman Farsi Moschee

05.12.2005            Die Aleviten: Alevitischer Kulturverein und alevitischer Bund

Karin Vorhoff: Zwischen Glaube, Nation und neuer Gemeinschaft. Alevitische Identität in der Türkei der Gegenwart. Berlin: 1995.

Ismail Kaplan: Das Âlevitentum. Eine Glaubens- und Lebensgemeinschaft in Deutschland. Köln: AABF 2004. 

Anton Josef Dierl: Geschichte und Lehre des anatolischen Alevismus-Bektaşismus. Frankfurt: Dagyeli 1985.

12.12.2005            Ahmadiyya: Die Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde

Hiltrud Schröter: Ahmadiyya-Bewegung des Islam. Frankfurt/Main: Hänsel-Hohenhausen  2002.

19.12.2005            Diskussion mit dem Vertreter einer der genannten Moscheegemeinden I

09.01.2006            Diskussion mit dem Vertreter einer der genannten Moscheegemeinden II

16.01.2006            Die Dachverbände: die Türkisch-Islamische Anstalt für Religion , die Türkisch-islamische Union, der Verband der islamischen Kulturzentren (Süleymancilar), die Jama’at un-Nur (Nurculuk), die IGMG: Islamische Gemeinschaft Milli Görüs)

23.01.2006            Koordinierungsinstanzen und politische Ansprechpartner: Islamrat, Zentralrat der Muslime, Schura Niedersachsen

30.01.2006            Das Zentralinstitut Islam-Archiv-Deutschland in Soest

06.02.2006            Abschlussbesprechung: Der organisierte Islam in Niedersachsen

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Fachdidaktik

PD Dr. Dr. Bertram Schmitz

Koran und Bibel

SE 2, RelSys/RelGes, Di 16-18 h, Raum:Gebäude 1105, Welfengarten 1a, Herrmann-Windel-Hörsaal, Beginn: 18.10.2005,
B.A.-Modul Fachdidaktik A oder B,
Studien- und Prüfungsleistungen können nach Maßgabe des Leistungspunkte-Infoblatts und in Absprache mit dem Lehrenden erbracht werden.

Der Islam steht in enger religionsgeschichtlicher Beziehung zu Judentum und Christentum. Die Verbindung zwischen diesen drei Religionen wird besonders deutlich, wenn man ihre zentralen Schriften, den Koran, bzw. die Bibel, einander gegenüber stellt: so enthält der Koran kaum eine Geschichte, kaum eine religiöse Fragestellung, kaum ein literarische Gestaltung, die nicht ihre Entsprechung in den biblischen Schriften fände. Dennoch steht mit dem Koran ein in sich geschlossenes eigenständiges Werk als Grundlage des Islam gegenüber, in dessen neuem Kontext diese Elemente auch eine neue spezifische Bedeutung erhalten. Gerade diese Ambivalenz: „scheinbar gleich und doch oft entscheidend anders“ zeigt die Notwendigkeit einer wissenschaftlichen Bearbeitung. Darüber hinaus enthält der Text des Korans zahlreiche Anspielungen auf biblische Texte, deren genaue Kenntnis er – religionsgeschichtlich gesehen – voraussetzt; diese Anspielungen werden ebenfalls Thema des Seminars sein.

Aufgrund seiner Anlage und Thematik ist dieses Seminar allgemein für Studierende der Religionswissenschaft wie auch speziell der Fachdidaktik vorgesehen. Die Bereitschaft zu eigenständigem Arbeiten wird vorausgesetzt.

Literatur:

Paret, Rudi: Der Koran. Stuttgart: Kohlhammer 21977. Bd. 1: Übersetzung; Bd. 2: Kommentar und Konkordanz.

Khoury, Adel Theodor: Der Koran – arabisch-deutsch. Übersetzt und kommentiert. Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus 2004.

Thyen, Johann-Dietrich: Bibel und Koran. Eine Synopse gemeinsamer Überlieferungen. Köln: Böhlau 32000.

Speyer, Heinrich: Die biblischen Erzählungen im Qoran. Nachdruck, Darmstadt: Wiss. Buchges.1961.

Gnilka, Joachim: Bibel und Koran – Was sie verbindet, was sie trennt. Freiburg: Herder 2004.

Beltz, Walter: Sehnsucht nach dem Paradies. Berlin: Der Morgen 1979.

Kratz, Reinhard G. u. Nagel, Tilman: Abraham, unser Vater – Die gemeinsamen Wurzeln von Judentum, Christentum und Islam. Göttingen: Wallstein 2003.

Termine:

18.10.2005            Einführung in das Thema und Vergabe von Referaten

25.10.2005            Der Kosmos und die Schöpfung

01.11.2005            Adam und die Sünde

08.11.2005            Noah und die Sintflut (Nuh)

15.11.2005            Abraham (Ibrahim)

22.11.2005            Josef (Yusuf)

29.11.2005            Moses (Musa)

06.12.2005            Der Bund Gottes mit dem Volk Israel

13.12.2005            Die Lebensordnung Gottes

20.12.2005            David und Salomon (Daud und Sulaiman)

10.01.2006            Jesus als Gesandter und Prophet (Isa)

17.01.2006            Die Prophetenzitate

24.01.2006            Die Jesus-Zitate

31.01.2006            Was zwischen den Koranzeilen steht

07.02.2006            Zusammenfassende Betrachtung

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Hauptseminare

 

Professor Dr. Dr. Peter Antes

Neue Forschungsansätze in der Religionswissenschaft II

SE 2, RelSys, Do 16-18 h, Raum: Gebäude 1105, Welfengarten 1a, Herrmann-Windel-Hörsaal, Beginn: 20.10.2005,
B.A.-Vertiefungsmodule Systematische Religionswissenschaft oder Interdisziplinäre Zugänge religionswissenschaftlicher Forschung,
Studien- und Prüfungsleistungen können nach Maßgabe des Leistungspunkte-Infoblatts und in Absprache mit dem Lehrenden erbracht werden.

Die Frage nach wissenschaftlichen Methoden bei der Erforschung von Religionen und religiösen Phänomenen beschäftigt die Religionswissenschaft immer wieder. Das Seminar wird sich mit dem 2. Band des zweibändiges Werkes "New Approaches to the Study of Religion" beschäftigen. Der Verlaufsplan für den Seminarablauf wurde in der Sitzung am 20.10.2005 festgelegt.

Lit.: The New Approaches to the Study of Religion, ed. by Peter Antes, Armin W. Geertz and Randi R. Warne, Berlin-New York: de Gruyter, Bd 2: Textual, Comparative, Sociological, and Cognitive Approaches, 2004

20.10.2005 Einführung und Festlegung des Verlaufsplanes
27.10.2005 Alan Williams S. 13-47 (Problem of Translation)
3.11.2005 Gordon D. Newby S. 45-57 (Use of Electronic Media)
10.11.2005 Dawne McCance S. 59-71 (Literary Theory)
17.11.2005 Ronald Grimes S. 109-136 (Performance Theory/Ritual)
24.11.2005 Rosalind J.J. Hackett S. 165-183 (Human Rigths)
1.12.2005 Liliane Voyé S. 195-223 (Sociology of Religion 1980ff)
8.12.2005 Karel Dobbelaere S. 229-249 (Secularization Theory)
15.12.2005 Steven Vertovec S. 275-296 (Religion and Diaspora)

22.12.2005 - 7.1.2006 Weihnachtspause

12.1.2006 Alf G. Linderman S. 305-317 (Religion in the Media)
19.1.2006 Winnifred Fallers Sullivan S. 321-340 (Religion & Law)
26.1.2006 Armin W. Geertz S. 347-385 (Cognitive Approaches)
2.2.2006 Justin L. Barrett S. 401-416 (Cognitive Science of
Religion)
9.2.2006 David A. Warburton S. 419-453 (Psychoanalyzing Prehistory) 

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Prof. Dr. Dr. Peter Antes durch Autonomes Seminar (Lida Froriep/Steffen Führding)

Theorie und Methodik der Religionswissenschaft

SE 2, RelSys, Mo 14.00-16.00 Uhr (s.t.), Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 17.10.2005, Ende: 09.01.2006.

Allgemeines:

Das autonome Seminar richtet sich an Studierende, die sich für Fragen der Theorie und Methodik in der Religionswissenschaft interessieren. Gemeinsam wollen wir uns mit wissenschaftstheoretischen Texten/Ansätzen im Bereich der Religionswissenschaft auseinandersetzen. Dabei soll gemeinsam erarbeitet werden, was die Autoren/innen unter Religion und Religionswissenschaft verstehen, welche Aufgaben sie der Religionswissenschaft zuschreiben und welche Methoden sie für die religionswissenschaftliche Arbeit vorschlagen. Ziel ist es zum einem einige Ansätze kennen zu lernen und zum anderen einen eigenen Standpunkt zu entwickeln oder zu konkretisieren.

Ablauf:

Wir werden in der ersten Sitzung gemeinsam den Verlauf des Seminars besprechen und die zu bearbeitenden Texte auswählen. Um die Auswahl zu erleichtern werden einige Texte kurz vorgestellt. Auch ihr könnt euch überlegen, was ihr gerne lesen würdet und den Text oder die Texte kurz (5 Minuten) in der ersten Sitzung vorstellen.

Für Nachfragen und zur Absprache könnt ihr euch melden unter: hiwi@mbox.rewi.uni-hannover.de (eindeutigen Betreff bitte nicht vergessen).

Zu Beginn des Semesters sollen zunächst klassische Ansätze aus den Bereichen Religionsphänomenologie, -soziologie, -psychologie und -anthropologie knapp rekapituliert werden. Sie bilden die Grundlage und den Hintergrund für die dann zu erarbeitenden neueren und aktuellen Ansätze.

Um es nicht zu theoretisch zu machen wäre es denkbar, die einzelnen Theorien an einem konkreten religionsgeschichtlichen Beispiel zu veranschaulichen. Hierüber können wir auch in der ersten Sitzung diskutieren.

Voraussetzung:

Voraussetzung zur Teilnahme ist die Bereitschaft sich intensiv mit den vereinbarten Texten auseinander zusetzen. Zudem ist es wünschenswert, dass die Teilnehmer/innen in ihrem bisherigen Studium bereits die Einführung in die systematische Religionswissenschaft besucht haben.

Formalien:

Nach Absprache ist der Erwerb eines Leistungsnachweises möglich.

Erste Literaturvorschläge zur Einführung:

Antes, Peter; Geertz, Armin W.; Warne, Randi R. (Hg.): New Approaches to the Study of Religion, Bd. 1, Berlin, New York: de Gruyter 2004.

Hock, Klaus: Einführung in die Religionswissenschaft. Darmstadt: Wiss. Buchges. 2002.

Jensen, Tim; Rothstein, Mikael (Hg.): Secular Theories on Religion. Current Perspectives. Kopenhagen: Museum tusculanum Press 2000.

Liessmann, Konrad; Zenaty, Gerhard: Vom Denken. Einführung in die Philosophie. Wien: Braumüller ³1998.

Michaels, Axel: Klassiker der Religionswissenschaft. Von Friedrich Schleiermacher bis Mircea Eliade. München: Beck 1997.

Schülein, Johann August; Reitze, Simon: Wissenschaftstheorie für Einsteiger. Wien: WUV 2002.

Stolz, Fritz: Grundzüge der Religionswissenschaft. 3. Auflage, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2001.

Waardenburg, Jacques: Classical Approaches to the Study of Religion. Aims, Methods and theories of Research. Introduction and Anthology. New York, Berlin: de Gruyter 1999.

Whaling, Frank (Hg.): Theory and Method in the Studies of Religion. Contemporary Approaches to the Study of Religion. Berlin, New York: de Gruyter 1995.

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Prof. Dr. Karl-Fritz Daiber

Sozialgestalten von Religion: Kirchen und Gemeinden, Mönchs- und Nonnengemeinschaften, Sekten, Religion in Dienstleistungszentren, Religion ohne eigene Sozialgestalt

SE 2, RelSys, Di 9-11 h, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 18.10.2005,
B.A.-Vertiefungsmodul Systematische Religionswissenschaft oder Religionswissenschaft,
Studien- und Prüfungsleistungen können nach Maßgabe des Leistungspunkte-Infoblatts und in Absprache mit dem Lehrenden erbracht werden.

Religionssoziologisch gesehen kommt den sozialen Manifestationen von Religion eine grundlegende Bedeutung zu. Dabei wird vorausgesetzt, dass Religionen nicht allein in ausdifferenzierten Sozialgestalten in Erscheinung treten, sondern „kulturintegriert“, wie etwa der Konfuzianismus im älteren China, ausschließlich volksreligiös verankert oder, vor allem in modernen und sich modernisierenden Gesellschaften, in Gestalt individueller Religiosität.
Im Seminar soll es im wesentlichen um ausdifferenzierte Sozialformen von Religion gehen.
In einem ersten Arbeitsschritt werden religiöse Ideensysteme selbst untersucht: Was tragen sie zur Ausbildung religiöser Sozialität bei?
Im zweiten Abschnitt geht es um die wissenschaftliche Erfassung religiöser Sozialgestalten: Welche Typologien werden zur Verfügung gestellt?
Im dritten Abschnitt des Seminars wird untersucht, wie sich gesellschaftliche Rahmenbedingungen auf die Ausbildung von Sozialgestalten der Religionen auswirken.

Literatur zur Einführung:

Günter Kehrer: Einführung in die Religionssoziologie. Darmstadt: Wiss. Buchges. 1988.

Volkhard Krech: Religionssoziologie. Bielefeld: Transcript 1999.

Termine:

Sozialformen der Religion in den Ideensystemen

18.10.2005            Die Kirche im Christentum

25.10.2005            Gemeinden im Christentum

01.11.2005            Die muslimische Umma

08.11.2005            Der Sangha als Gemeinschaftsform im Buddhismus

Religionssoziologische Typologien

15.11.2005            Kirche und Sekte bei Weber und Troeltsch

22.11.2005            Mystik bei Troeltsch

29.11.2005            Die Typologie von Yinger

06.12.2005            Kulte und Sekten bei Stark/Bainbridge

Rechtliche Rahmenbedingungen für die Gestaltung religiöser Sozialität

13.12.2005            In Deutschland: Christliche Religion

20.12.2005            In Deutschland: Nichtchristliche Religionen

10.01.2006            In den USA

17.01.2006            In der Türkei

24.01.2006            In Indonesien

31.01.2006            In Japan

07.02.2006            Gesellschaftliche Differenzierung und Religionsrecht – eine Systematisierung

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Dr. Edith Franke

Zwischen Anpassung und Selbstbehauptung – Religiöse Minderheiten im islamisch geprägten Indonesien

SE 2, RelSys/RelGes, Fr 9-11 Uhr, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 21.10.2005,
B.A.-Vertiefungsmodule Religionsgeschichte, Systematische Religionswissenschaft, Religionswissenschaft sowie Modul Religionen im lokalen Kontext,
Studien- und Prüfungsleistungen können nach Maßgabe des Leistungspunkte-Infoblatts und in Absprache mit der Lehrenden erbracht werden.

Dass im islamisch geprägten Indonesien der Geburtstag Buddhas ebenso wie eine Reihe von Feiertagen aus anderen religiösen Traditionen als nationale Feiertage begangen werden, ist nur vor dem Hintergrund der spezifischen historischen und gesellschaftlichen Situation dieses Landes zu verstehen. Trotz einer überwältigenden Mehrheit von mehr als 80% Muslimen findet sich in Indonesien eine breite Palette religiöser Minderheiten und ist der Staat weder islamisch noch rein säkular verfasst. Mit der Pancasila bietet der indonesische Staat ein spezifisches Modell zur Regulierung religiöser Pluralität: Es wird zum einen ein gewisser Freiraum gewährt, zum anderen werden Religionen aber auch auf eine monotheistische Ausrichtung festgelegt. Dies hat vielfältige Auswirkungen auf die religiösen Gemeinschaften, die sich einerseits anpassen müssen, um eine staatliche Anerkennung zu erhalten, die aber gleichzeitig auch verschiedene Strategien der Selbstbehauptung entwickelt haben.

In diesem Seminar sollen vor dem Hintergrund der historischen und staatlichen Rahmenbedingungen Besonderheiten der religiösen Gegenwartskultur in Indonesien untersucht werden. Dabei stehen die Wechselwirkung der Religionen untereinander aber auch der Einfluss der staatlichen Politik auf die Religionsgemeinschaften im Mittelpunkt.

Eine Liste mit möglichen Referatsthemen und Terminen wird ausgehängt.

In der ersten Sitzung erfolgt die genaue Planung des Semesters und die Vergabe von Referaten und Hausarbeiten.

Literatur:

Abdurrahman Masud, Alef Theria Wasim, Edith Franke / Michael Pye (Hg.): Religious Harmony: Problems. Practice and Education. Proceedings der regionalen IAHR Tagung in Yogyakarta und Semarang, Sept.-Oktober 2004. Yogyakarta, Indonesien: Oasis Verlag 2005.

Bechert, Heinz: "Buddhismus im heutigen Java und Bali." In: Internationales Asienforum 19 (1988), S. 17-33.

Becker, Dieter: Die Kirchen und der Pancasila-Staat. Indonesische Christen zwischen Konsens und Konflikt. Hrsg. v. Deutsche Gesellschaft für Missionswissenschaft u.a. Bd. 1, Missionswissenschaftliche Forschungen. Erlangen: Verlag der Ev.-Luth. Mission Erlangen 1996.

Brakel, Lode Frank: "Der Islam und lokale Traditionen – synkretistische Ideen und Praktiken. Indonesien." In: Der Islam in der Gegenwart. Hrsg. v. Werner Ende und Udo Steinbach, 736-747. München: C.H. Beck 1996.

Dahm, Bernhard: "Multireligiosität in Indonesian." In: Multireligiosität im vereinten Europa. Historische und juristische Aspekte. Hrsg. v. Hartmut Lehmann, 201-214. Göttingen: Wallstein 2003.

Fox, James J.: Hg. Religion and Ritual. Bd. 9, Indonesian Heritage. Singapore, Jakarta: Didier Millet, Archipelago Press 1999. 

Franke, Edith: "Agama-Buddha – Zur Präsenz und Positionierung des Buddhismus in Indonesien." In: Norm und Praxis in der asiatischen Religionsgeschichte unter besonderer Berücksichtigung des Buddhismus, hg. von Max Deeg, Oliver Freiberger und Christoph Kleine. Uppsala: Universitätsverlag Uppsala 2005.

Franke, Edith: „Zwischen Integration und Konflikt. Religiöse Pluralität in Indonesien.” In: Religionen Nebeneinander, hg. von Edith Franke und Michael Pye. Münster: Lit-verlag 2005.

Geertz, Clifford:. The Religion of Java. Chicago, London: University of Chicago Press 1960.

Hefner, Robert W.: Civil Islam. Muslims and Democratization in Indonesia. Princeton: Princeton University Press 2000.

Howell, Julia Day: "Indonesia: Searching for Consensus." In: Religions and Societies: Asia and the Middle East. Hrsg. v. Carlo Caldarola, 497-548. Berlin, New York, Amsterdam: Mouton 1982.

Kipp, Rita Smith und Susan Rodgers: Hg. Indonesian Religions in Transition. Tucson, Arizona: University of Arizona Press 1987.

Kobong, Theodorus: Evangelium und Tongkonan. Eine Untersuchung über die Begegnung zwischen christlicher Botschaft und der Kultur der Toraja. Hamburg: Verlag an der Lottbek 1989.

Magnis-Suseno, Franz: Neue Schwingen für Garuda. Indonesien zwischen Tradition und Moderne. München: Kindt 1989. 

Ramstedt, Martin (Hg.): Hinduism in modern Indonesia : A minority religion between local, national, and global interests, IIAS Asian studies series. London, New York: RoutledgeCurzon 2004.

Steenbrink, Karel: Catholics in Indonesia. A documented History. Leiden: KITLV 2003.

Suryadinata, Leo, Evi Nurvidya Arifin und Evi Ananta: Indonesia’s Population. Ethnicity and Religion in a Changing Political Landscape. Bd. 1, Indonesia’s Population Series. Singapore: ISEAS 2003.

Termine:

21.10. 2005            Einführung in das Thema, Planung des Semesters

28.10.2005            Zum Verhältnis von Staat und Religion in Indonesien

04.11.2005            Islam in Indonesien – Religion der Mehrheit?

11.11.2005            Kejawen – eine mystisch geprägte Facette des Islam 

18.11.2005            Historische Bedeutung des Hinduismus und Buddhismus

25.11.2005            Agama Hindu – der Hinduismus im heutigen Bali

02.12.2005            Buddhismus im gegenwärtigen Indonesien

09.12.2005            Konfuzianismus als eine „Facette des Buddhismus“ im heutigen Indonesien

16.12.2005            Geschichte und Gegenwart des Katholizismus in Indonesien

13.01.2005            Evangelisches Christentum in Indonesien

20.01.2005            Zur Bedeutung lokaler religiöser Traditionen für die heutige religiöse Landschaft

27.01.2006            Aluk todolo – Lokale Tradition und Christentum in Sulawesi

3.02.2006            Positionierung neuer Religionen in Indonesien

10.02.2006            Abschlussdiskussion

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Dr. Edith Franke durch Autonomes Seminar (Felix Kostrzewa)

Was ist Esoterik?

SE 2, RelSys, Do 14-16 h, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 20.10.2005.

Ein Begriff geistert (sic!) durch viele alltägliche Diskussionen und zahlreiche Debatten. Jeder kennt das Wort. Jeder hat eine Vorstellung von seiner Bedeutung. Aber wie schwer fällt selbst der Religionswissenschaft eine Begriffsdefinition und inhaltliche Deutung, insbesondere wenn wir weltanschauliche Voranahmen vermeiden wollen?

Das Seminar bietet die Möglichkeit der Klärung von verschiedenen Perspektiven aus an. Zum Beispiel können durch die Analyse von Vertretern und Strömungen der esoterischen Szene Einblicke gewonnen werden, genauso wie wissenschaftliche Meinungen zum Thema diskutiert werden sollen.

Die endgültige Planung wird sich an den Forschungsinteressen der Teilnehmenden orientieren.

Fortgeschrittene bzw. Vorgebildete sind ebenso eingeladen wie interessierte Studierende, die sich noch nicht mit dieser Thematik  bzw. den Neuen Religiösen Bewegungen befasst haben.

Die Literatur des Handapparats wird in der ersten Sitzung vorgestellt.

Nach Absprache ist der Erwerb eines Leistungsnachweises möglich.

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Dr. Celalettin Kartal

Turkey’s EU-membership negotiations – Background to a case of an unequal relationship

SE 2, RelSys/RelGes, Di 18.00-19.30 Uhr, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 18.10.2005,
B.A.-Vertiefungsmodul Religionsgeschichte oder Interdisziplinäre Zugänge religionswissen-schaftlicher Forschung, Studien- und Prüfungsleistungen können nach Maßgabe des Leistungspunkte-Infoblatts und in Absprache mit dem Lehrenden erbracht werden.

The seminar will focus on the ethnic and religious issues of minorities in Turkey, the subject of secularism, the relationship between Islam and democracy and Turkey’s desire to be an official member of the EU.

Seminar objectives: Discussing the case of Turkey as an Islamic country; preparing students in order to make sure they are capable of reflecting upon their own political views (often Western oriented in nature); instructing students in order to increase their knowledge regarding intercultural societies in Europe.

Students from different disciplines are welcome, previous knowledge is not necessary, but regular attendance is strongly recommended.

Seminar contents: There is no doubt that the case of Turkey is, in comparison to all other candidates who have ever joined the EU, the most controversial one. A number of politicians have therefore predicted that if Turkey becomes a member of the EU, the EU will destroy itself. Consequently, Islam will become a major religion and the unique project or the vision of Europe will collapse forever. Some European governments have even declared that if Turkey meets all the preconditions of an applying candidate they will still call a referendum to avoid accepting Turkey as a full member. In addition, there are many nationalistic protagonists within Turkey who are keen to avoid membership. It’s obvious that both sides have prejudices, which will provide material for a controversial discussion in this seminar.

The seminar will focus on the first tentative attempt of the Ottoman Empire as an Islamic state to adopt the Western way of modernism. In addition, we will investigate the military elite, which created a nation-state and abolished the former Islamic Caliphate in order to separate religion from the state. In the second stage we will briefly study prevalent prejudices against Turkish Muslims. After that, we will discuss the difficulties experienced by Turkey, particularly with its neighbouring countries, which need to be resolved urgently. Furthermore, we have to address the future EU-borders. Will they be based on new perspectives that include all races or just a “Christian secular culture”? Are the borders of the EU political, geographical, religious or economic? The last point should lead to the major domestic problems of Turkey (lectures 9-14). In this context we will investigate the secular fraction, the anti-Western attempts and nationalistic protagonists including the difficulties of Turkey to present itself as a suitable candidate for the EU.

Reader for the seminar...

References:

A list of sources can be found online www.economist.com/surveys

A country guide to Turkey can be found at Economist.com/Turkey.

Tariq Ali: The Clash of Fundamentalism - Crusades, Jihads and Minority. London; New York: Verso 2002.

Peter Alfred Andrews: Ethnic Groups in the Republic of Turkey. comp. and ed. by Peter A. Andrews with the assistance of Rüdiger Benninghaus. (= Beihefte zum Tübinger Atlas des Vorderen Orients : Reihe B, Geisteswissenschaften 60[,1]).

Mishal Fahm al-Sulami: The West and Islam – Western Liberal Democracy versus the System of Shura. King Abdulaziz University, Saudi-Arabia. Roudledge Curzon.

Masami Arai: Turkish Nationalism in the Young Turk Era. Leiden: Brill 1992.

Peter Baltakians: The Burnings Tigris – A History of the Armenian Genocide. USA Pimlico 2004.

Reinhold Bocklet: „Die Europäische Union und die Türkei“. In: Zeitschrift für Politik, Heft 2, Juni 2004, S. 155-173.

Ernst-Wolfgang Böckenförde: „Europäische Union – Nein zum Beitritt der Türkei“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.12.2004, Nr. 289 / Seite 3.

Yucel Bozdaglioglu: Turkish Foreign Policy and Turkish Identity – A Constructivist Approach. New York: Routledge: 2003.

Ali Carkoglu and Barry Rubin: Turkey and the European Union – Domestic Politics, Economy Integration and International Dynamics. London: Frank Cass 2003.

Tomuschat Christian: “Constitution of Republic of Turkey” in: Report Council of Europe. Strasbourg 21.12.1982.

Katerina Dalacoura: Islam Liberalism and Human Rights. Implications for international relations. London: Tauris 1998.

ecoi.net – Schwerpunktländer => Türkei => Aktuelle Themen (EU Beitritt Entwicklung).

„EU-Erweiterung – Wo liegen die Grenzen Europas?“ In: Blickpunkt Bundestag / Deutscher Bundestag: Forum der Demokratie 3/2004, S. 44-49.

Uriel Heyd: Foundations of Turkish Nationalism. The Life and Teachings of Ziya Gökalp. London: Luzac 1950.

Celalelettin Kartal: Der Rechtsstatus der Kurden im Osmanischen Reich und in der modernen Türkei. Der Kurdenkonflikt, seine Entstehung und völkerrechtliche Lösung. Hamburg: Kovac 2002 (Diss.)

Celalettin Kartal: “Islam und Menschenrechte – Konturen des Konzepts vom Koran und der Scharia im Vergleich der UN-Konventionen” in: Kritische Justiz 4/2003, S. 382-400.

Caglar Keyder: “The Turkish Bell Jar”. In: New Left Review, 28 July/August 2004, p. 65-84.

Marian Kent (ed.):The Great Powers and the End of the Ottoman Empire. London_ Allen 1984.

Maxime Lefebure: „Ist ein politisches Europa noch möglich?“ in: Internationale Politik und Gesellschaft (IPG) 2/2004, S. 31-52.

David Little, John Kelsay and Abdoulaziz A. Sachedina: Human Rights and the Conflict of Cultures. Western and Islamic Perspectives on Religious Liberty. Columbia University Press 1993.

“Looking to Europe – A survey of Turkey” in: The Economist March 19th 2005, p. 3-18.

Ann Elizabeth Mayer: Islam and Human Rights – Tradition and Politics, London: Boulder Westview Press 1991.

David McDowall: The Kurds. A Nation Denied. Great Britain 1992 (Minority Rights Publications).

David McDowall: A modern history of the Kurds. London, New York: Tauris 1996.

Menter }ahinler: The Origin Effect and Currency of Kemalism. Anadolu Verlag.

Bobby Sayyid: A Fundamental Fear. Euro-centrism and the emergence of Islamism. London: Zed Books 1997.

Wolfgang Schäuble: “Talking Turkey: Is Europe Ready for a Muslim Member? A Still-European Union” in: Foreign Affairs, November/December 2004, p. 134-136.

Shadid, W.A.R.; Koningsveld, P.S. van (eds.): The Integration of Islam and Hinduism in Western Europe, Kampen: Kok Pharos Publ. House 1991.

Shadid, W.A.R.; Koningsveld, P.S. van (eds.): Political Participation and Identities of Muslims in Non-Muslim States, Kampen: Kok Pharos Publ. House 1996.

David Shankland: The Alevis in Turkey The Emergence of Secular Islamic Tradition. London: RoudledgeCurzon 2003.

Mehmet Ugur/Nergis Canefe: Turkey and European Integration. Prospects and Issues in the Post-Helsinki Era. London: Routledge 2004.

Itzchak Weismann: The Naqshbandiyya. Orthodoxy and Activism in a Worldwide Sufi Tradition. University of Haifia, Israel, RioudledgeCurzon 2005.

Lectures:

18.10.2005            A brief introduction to the seminar; allocating the themes and seminar papers including additional tasks.

The attempt of the Ottoman Empire to adapt the Western way of modernism

25.10.2005            The Ottoman Empire as an Islamic country and its period of decline

01.11.2005            The creation of Turkey as a nation-state, and the abolition of the Islamic Caliphate in order to separate state and religion, including its history

"Prejudices" against Turks

08.11.2005            Possible prejudices against Turkish Muslims in the Western World

15.11.2005            The difficulties experienced by Turkey with neighbouring countries such as Greece, Bulgaria, Cyprus; as well as non-European people, such as Armenians, Arabs, Persians, Kurds, etc.

Islamic Turkey and the EU

22.11.2005            The demands of Turkey as an Islamic country to be a full member of the EU, the anti-Western faction and the nationalistic faction as obstacles to develop the political process in Turkish society

29.11.2005            The EU as a unique vision and/or ambitious project: What is the EU? What will be the future boundary of the EU?

The geographical dimension for Turkey as an outpost or bridgehead for Western European and/or American Interests

06.12.2005            The significance of Turkey as an outpost or bridgehead for US strategic plans and/or NATO

The problems/difficulties of Turkey as an Islamic state in becoming a full member of the EU

13.12.2005            The preconditions for membership (Copenhagen Criteria) and the agreement between the EU and the Republic of Turkey on 17th December 2004

20.12.2005            The issue of human rights and minority protection in modern day Turkey

10.01.2006            The position of Christian minorities in Turkey, particular Assyrians, Greeks and Armenians

17.01.2006            The position of secular factions as a “religious minority” in Turkey (Alevites)

24.01.2006            The status of Muslim minorities (Kurds, etc.)

31.01.2006            The position of women in Turkey as an Islamic Society

07.02.2006            Summary and critique

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Prof. Dr. Dr. Heinrich Schäfer

Max Weber und die Religion

SE 2, RelSys, Mo 14-18h, 14-tägl. und ein Blockseminar Fr/Sa, 27./28.01.2006, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn 16.01.2006,
B.A.-Vertiefungsmodul Systematische Religionswissenschaft, Religionswissenschaft oder Interdisziplinäre Zugänge religionswissenschaftlicher Forschung,
Studien- und Prüfungsleistungen können nach Maßgabe des Leistungspunkte-Infoblatts und in Absprache mit dem Lehrenden erbracht werden.

Religiös oder magisch motiviertes Handeln ist,
in seinem urwüchsigen Bestande,
diesseitig ausgerichtet.
Max Weber

Max Weber ist eine der „Kolossalfiguren“ der Wissenschaft von der Religion. Schriften wie Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus haben weit über die Religionssoziologie hinaus gewirkt und unsere Vorstellung von der Entstehung der modernen Welt beeinflusst. In diesem Seminar soll es darum gehen, einen Einblick in Webers religionssoziologische Theoriebildung zu bekommen. Dazu möchte ich mich auf seine Ausführungen in dem posthum herausgegebenen Werk Wirtschaft und Gesellschaft (Kapitel V) konzentrieren. Die erstgenannte Studie sowie die berühmte Wirtschaftsethik der Weltreligionen laufen im Hintergrund mit oder können bei Interesse in Teilen hinzugezogen werden, sind aber nicht Hauptgegenstand des Interesses.

Leitendes Interesse der Weber-Lektüre ist die Frage nach der Art der Beziehung zwischen gesellschaftlichem Leben im Allgemeinen und der Religion im Besonderen. Oft heißt es, Weber habe eine „Eigengesetzlichkeit“ der „religiösen Sphäre“ behauptet. Er habe sich damit gegen die marxistische Behauptung abgrenzen wollen, die religiöse Praxis sei durch die Ökonomie determiniert. Die Frage, wie stark und auf welche Weise religiöses Handeln sich nach einer eigenen Logik organisiert und/oder abhängig ist von den ökonomischen, politischen und sozialen Strukturen einer Gesellschaft ist von zentraler Bedeutung für die Religionssoziologie. Um nur ein Beispiel zu nennen: Lässt sich eine islamistische Bewegung aus der Logik des Islam hinreichend erklären, oder ist es notwendig, auch die soziale Lage der betroffenen Bevölkerung mit zu beachten? Gegen die These von der „Eigengesetzlichkeit“ stellen wir (mit Bourdieu) folgende Gegenthese auf: Weber behauptet de facto nur eine relative Unabhängigkeit des religiösen Feldes von sonstigen gesellschaftlichen Praxisfeldern und erschließt darüber hinaus das religiöse Handeln einer soziologischen Analyse, die eben doch von der gesellschaftlichen Gesamtsituation ausgeht.

Es versteht sich von selbst, dass diese Leitfrage unsere Weber-Lektüre nicht „sterilisieren“ soll. Wir werden den großen empirischen Reichtum der weberschen Ausführungen gebührend würdigen. Die Leitfrage ermöglicht es uns gleichwohl, unsere Arbeit an einer Grundfrage der Religionssoziologie überhaupt auszurichten.

Aufbau des Seminars

1. Phase:            Kennenlernen des Grundansatzes weberscher Soziologie, orientiert an Wirtschaft und Gesellschaft (= WuG), Kapitel I: Soziologische Grundbegriffe.

2. Phase:            Zur Entstehung der Religionen, orientiert an WuG, Kapitel V, § 1 (und evtl. 3).

3. Phase:            Zur inneren Dynamik der religiösen Sphäre, orientiert an WuG, Kapitel V, §§ 2, 4, 5 (evtl. 6).

4. Phase:             Zum Verhältnis zwischen sozialen Strukturen und religiöser Praxis, orientiert an WuG, Kapitel V, §§ 7, 8, (evtl. 9,) 10, 11 (evtl. 12). 

(5. Phase: Evtl. bei Interesse: Vertiefung der Religionssoziologie Webers durch den Zusammenhang zur Herrschaftssoziologie, insbesondere dem Begriff des Charisma, orientiert an WuG, Kapitel IX, 1. Abschnitt, § 1, 5. Abschnitt und 6. Abschnitt.)

6. Phase:            Zusammenfassende Diskussion.

Zur Vorbereitung auf das Seminar können Sie folgende Literatur konsultieren (Angaben siehe Literaturliste):

Artikel „Max Weber“ in Michaelis: Klassiker,
Kapitel „Max Weber“ in Knoblauch: Religionssoziologe,
„Eine Interpretation der Religion nach Max Weber“, in Bourdieu: Das religiöse Feld.

Termine:

Leider kann ich das Seminar nur im Januar und/oder Februar 2006 durchführen und muss eine Kombination aus vierstündigen Sitzungen (Montag nachmittags) und einem Block (Freitag/Samstag) vorschlagen:

Mo, 16.01.2006, 14-18 Uhr

Mo, 23.01.2006, 14-18 Uhr

Fr, 27.01.2006, 14-18 Uhr

Sa, 28.01.2006, 9-13 und 14-18 Uhr

Mo, 30.01.2006, 14-18 Uhr

Mo, 06.02.2006, 14-18 Uhr

Sollten sich unter den Interessenten dringende und miteinander versöhnbare Änderungswünsche ergeben, so können wir die in der ersten Sitzung koordinieren.

 Quellenliteratur:

Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. Grundriß der verstehenden Soziologie. 5., rev. Aufl., Studienausg., 19.-23. Tsd. Tübingen: Mohr 1985;

Evtl. zusätzlich:

Weber, Marianne (Hrsg.) Gesammelte Aufsätze. 7 Taschenbuchbände. Max Weber. Bd. 1: Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie. Tübingen: Mohr 1988.

Sekundärliteratur

Michaels, Axel: Klassiker der Religionswissenschaft. München: Beck 1997.

Kapitel „Weber“ in Hubert Knoblauch: Religionssoziologie. Berlin: de Gruyter 1999.

„Eine Interpretation der Religion nach Max Weber“, in Pierre Bourdieu, hrsg. v. Stephan Egger: Das religiöse Feld. Texte zur Ökonomie des Heilsgeschehens Konstanz: Universitätsverlag 2000.

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Dr. Gustav-Adolf Schoener

Geschichte der Astrologie

SE2, RelSys/RelGes, Di 11-13 h, Raum: Gebäude 1208, Schlosswender Str. 5, Kesselhaus, Beginn: 18.10.2005,
B.A.-Vertiefungsmodul Religionsgeschichte, Systematische Religionswissenschaft oder Religionswissenschaft,
Studien- und Prüfungsleistungen können nach Maßgabe des Leistungspunkte-Infoblatts und in Absprache mit dem Lehrenden erbracht werden.

Judentum, Christentum und Islam stehen mit ihren monotheistischen Implikationen seit ihren jeweiligen Anfängen und fortlaufend bis in die Gegenwart in ständiger Auseinandersetzung mit naturreligiösen, magischen und polytheistischen Strömungen. Einen nicht unerheblichen Einfluss übte die Astrologie auf alle drei Religionen aus. Als umfassendes und eigenständiges naturreligiöses Erklärungsmodell ist sie älter als Judentum und Christentum, wird von ihnen häufig abgelehnt, häufig aber auch rezipiert und genutzt. Anwendung fand sie in der antiken und mittelalterlichen Medizin, in der Deutung von Naturereignissen, von politischen Entwicklungen, hatte großen Einfluss auf Kunst und Literatur, diente auch zur Klärung theologischer Fragen und Streitigkeiten. Und so war die Astrologie Weltdeutungssystem mit ganz eigenem polytheistischen Charakter, aber doch auch in den Diensten besonders jüdischer und christlicher Anliegen – gleichsam an der Trennlinie zwischen Monotheismus und Naturreligion.

In diesem Seminar soll ein Überblick über die Geschichte der europäischen Astrologie gegeben werden, von ihren Anfängen bis in die Frühe Neuzeit. Im SoSe 2006 wird sich ein Seminar zur Astrologie in der Moderne anschließen.

Grundlegende Literatur:

Stuckrad, Kocku von: Geschichte der Astrologie. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. München: Beck 2003.

Knappich, Wilhelm: Geschichte der Astrologie. 2., erg. Aufl. mit einer Vorbemerkung zur Neuaufl. und Erg. der Bibliogr. von Bernward Thiel. Frankfurt am Main: Klostermann, 1988.

Schoener, Gustav-Adolf: Astrologie als Religion und Erfahrungswissenschaft.

REMID-Schriftenreihe Bd.9, Marburg: REMID 2002. (Ausführlicher: “Astrology between Religion and the Empirical” in: Esoterica - The Journal. Volume IV, East Lansing/MI 2002, S. 29-60).

Weitere Gesamtüberblicke:

Boll, Franz: Sternglaube und Sterndeutung. Die Geschichte und das Wesen der Astrologie. Mit einem bibliograph. Anh. von Hans Georg Gundel. 6., durchges. Aufl. Sonderausg. Repr. Nachdr. der 5. durchges. Aufl. Stuttgart 1966. Darmstadt : Wiss. Buchges., 1974 (Erstausgabe Leipzig: Teubner 1926).

Peukert, Will-Erich: Astrologie. Geschichte der Geheimwissenschaften Bd. I, Stuttgart: Kohlhammer 1960.

Kiesewetter, Carl: Die Geheimwissenschaften. Eine Kulturgeschichte der Esoterik. Leipzig 1895.

Voss, Gerhard: Astrologie christlich. Regensburg: Pustet ³1996.

Zur antiken Astrologie:

Artikel „Planeten“ in: RE (Paulys Realenzyklopädie des klassischen Altertums). II. Reihe, Bd. 10, Stuttgart 1950, S. 2017-2185.

Bezold, Carl: Astronomie, Himmelsschau und Astrallehre bei den Babyloniern. Heidelberg: Carl Winter’s Universitätsbuchhandlung 1911.

Boll, Franz: Sphaera. Neue griechische Texte und Untersuchungen zur Geschichte der Sternbilder.  Mit einem Beitr. von Karl Dyroff. Reprograf. Nachdr. d. Ausg. Leipzig: Teubner 1903. Hildesheim : G. Olms 1967.

Bochinger, Christoph: ‚New Age’ und moderne Religion. 2., durchges. und korrigierte Aufl. Gütersloh : Kaiser 1995, S. 308-370.

Colpe, Carsten: Weltdeutungen im Widerstreit. Berlin: de Gruyter 1999.

Falkenstein, Adam: „Wahrsagung in der sumerischen Überlieferung“ in: La divination en Mésopotamie ancienne et dans les régions voisines. Paris: Presses de univ. de France 1966.

Gundel, Wilhelm: Sterne und Sternbilder im Glauben des Altertums und der Neuzeit. Nachdr. d. Ausg. Bonn u. Leipzig 1922. Hildesheim: Olms 1981.

Gundel, W u. Gundel, H. G.: Astrologumena. Die astrologische Literatur in der Antike und ihre Geschichte. Wiesbaden: Steiner 1966.

Hübner, Wolfgang: Zodiacus Christianus. Jüdisch-christliche Adaptionen des Tierkreises von der Antike bis zur Gegenwart. Königstein/Ts.: Hain 1983.

Jastrow, Morris: Die Religion Babyloniens und Assyriens, Bd.I und II, Gießen: Ricker’sche 1912.

Manilius, Marcus. Astronomica – Astrologie. Hrsg. v. Wolfgang Fels, Universal-Bibliothek Reclam 8634. Stuttgart: Reclam 1990.

Molnar, Michael R.: The Star of Bethlehem: The Legacy of the Magi. Rutgers University Press: 1999.

Neugebauer, Otto: Greek Horoscopes. Philadephia: American Philosophical Society 1959.

Ptolemäus, Claudius. Tetrabiblos. Neudruck der Übersetzung von Philipp Melanchthon 1553: Berlin 1923. Neudruck der Aufl. von 1923: Mössingen 1995.

Riess, Ernestus: Nechepsonis et Petosirides fragmenta magica. Göttingen 1892.

Rochberg-Halton, Francesca: Aspects of Babylonian celestial divination: The lunar eklipse tablets of Enuma Anu Enlil. Archiv für Orientforschung, Beiheft 22, Horn: Ferdinand Berger 1988.

Sachs, Abraham J.: „Babylonian horoscopes“ in: Journal of Cuniform studies, Vol. 6, Boston 1952, S. 49-75.

Soldt, Wilfried H. van: Solar omens of Enuma Anu Enlil. Tablets 23-29. Leiden 1995.

Seidl, Ursula: Die Babylonischen Kudurru-Reliefs. Symbole Mesopotamischer Gottheiten. Freiburg, Schweiz: Univ.-Verl. 1989.

Stuckrad, Kocku von: Das Ringen um die Astrologie. Jüdische und christliche Beiträge zum antiken Zeitverständnis. Berlin: de Gruyter 2000.

Winckler, Hugo: „Himmels- und Weltbild der Babylonier als Grundlage der Weltanschauung und Mythologie aller Völker“ in: Der Alte Orient. Hrsg v. d. Vorderasiatisch-Ägyptischen Gesellschaft, Bd. 3, H. 2/3, Leipzig 21903.

Zu Mittelalter und Früher Neuzeit:

Anrich, Elsmarie: Groß göttlich Ordnung. Thomas von Aquin, Paracelsus, Novalis und die Astrologie. Tübingen: Hohenrain ²1989.

Bezold, Friedrich von: „Astrologische Geschichtskonstruktionen im Mittelalter“ in: Aus Mittelalter und Renaissance – Kulturgeschichtliche Studien. München: Oldenbourg 1918.

Curry, Patrick: Astrology, Science and Society: Historical Essays. Woodbridge: Boydell 1987.

Lemay, Richard: Abu Ma'shar and Latin Aristotelianism in the twelfth century. The recovery of Aristotle's natural philosophy through Arabic astrology. Beirut 1962.

Garin, Eugenio: Astrologie in der Renaissance. Frankfurt/M.: Campus 1997.

Füssel, Stephan: „Astronomie und Astrologie in der Frühen Neuzeit“ in: Pirckheimer-Jahrbuch 5, 1989/90, Nürnberg: Carl 1990.

Fischer, Hubertus: „Grammatik der Sterne und Ende der Welt. Die Sintflutprognose von 1524“ in: Soziale Welt. Zeitschrift für Wissenschaft und Praxis des sozialen Lebens. Sonderband 6: Kultur und Alltag. Göttingen: Schwartz 1988, S. 191-225.

Talkenberger, Heike: Sintflut. Prophetie und Zeitgeschehen in Texten und Holzschnitten astrologischer Flugschriften 1488-1528. Tübingen: Niemeyer 1990.

Thomas de Aquino: Opera omnia XXII, questiones de disputate de veritate, Vol. I, Rom 1975.

Zambelli, Paola: ‚Astrologi hallucinati’ – Stars and the End of the World in Luther’s Time. Berlin: de Gruyter 1986.

Warburg, Aby: „Heidnisch-antike Weissagungen in Wort und Bild zu Luthers Zeit“ in: Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Bd. 19, Heidelberg 1920.

Termine:

18.10.2005 - Semester-Planung

25.10.2005 - Zur Terminologie: Prophetie, Mantik, Divination

01.11.2005 - Sumerisch-babylonische Astralreligion

08.11.2005 - Babylonische Omendeutung

15.11.2005 - Ägyptische Astrologie

22.11.2005 - Astrologie im Hellenismus und in der römischen Kaiserzeit

29.11.2005 - Astrologische Spuren im Alten und Neuen Testament

06.12.2005 - Frühchristliche Autoren zur Astrologie

13.12.2005 - Islamische Astrologie im Mittelalter

04.12.2005 - Kunst, Literatur, Religion – Astrologie in der Renaissance

10.01.2006 - Die Prognosen für die Jahre 1484 und 1524

17.01.2006 - Luther und Melanchthon im Streit

24.01.2006 - Einzelne astrologische Schriften der Frühen Neuzeit (Johann Carion)

31.01.2006 - Johannes Keplers naturwissenschaftliche Rechtfertigung der Astrologie

07.02.2006 - Abschluss-Sitzung

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PD Dr. Dr. Ina Wunn

Victor Witter Turners Afrika: Ein Wald der Symbole

SE 2, RelSys, Mo 11-13 h, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 17.10.2005,
B.A.-Vertiefungsmodul Systematische Religionswissenschaft, Religionswissenschaft oder Interdisziplinäre Zugänge religionswissenschaftlicher Forschung,
Studien- und Prüfungsleistungen können nach Maßgabe des Leistungspunkte-Infoblatts und in Absprache mit der Lehrenden erbracht werden.

Ohne Victor Witter Turner wäre die moderne Ritualforschung nicht denkbar; ebenso wenig wäre aber auch das Bild Afrikas und seiner Religionen in seiner Vielschichtigkeit und Komplexität vollständig ohne die Arbeiten dieses bedeutenden Kulturwissenschaftlers. Wenn Leo Frobenius, der große Ethnologe der letzten Jahrhundertwende, Afrika seine Würde zurückgegeben hat, gilt dies ebenso für Turner.

Das Seminar möchte in die wichtigsten Arbeiten Turners einführen, aber auch ein Stück  jenes geheimnisvollen traditionellen Afrikas vorstellen, das heute nur noch an wenigen unzugänglichen Plätzen zu finden und unwiederbringlich zum Aussterben verurteilt ist.

Termine:

17.10.2005 - Einführung in die Thematik und Verteilung der Referate

24.10.2005 - Victor Witter Turner: Leben und Werk

Bräunlein, Peter J.: „Victor Witter Turner“ in: Axel Michels (Hg.): Klassiker der Religionswissenschaft. München: Beck 1997, S. 324-341. (Dort weitere Literatur, vor allem auch Hinweise auf ein schlägige Sekundärliteratur zu Turners Werken.)

31.10.2005 - Zur Auffrischung: Arnold van Gennep: Übergangsrituale

Gennep, Arnold van: Übergangsriten (Les Rites de Passage). Studienausg. Frankfurt/Main: Campus 1999.

07.11.2005 - Das Werk: Schism and Continuity in an African Society

14.11.2005 - Muchona the Hornet, Interpreter of Religion 05

21.11.2005 - Chihamba the White Spirit: A Ritual Drama of the Ndembu

28.11.2005 - Betwixt and Between: The Liminal Period in Rites de Passage

05.12.2005 - The Forest of Symbols: Aspects of Ndembu Ritual

12.12.2005 - The Ritual Process: Structure and Anti-Structure

19.12.2005 - Dramas, Fields, and Metaphors: Symbolic Action in Human Society

09.01.2006 - Revelation and Divination in Ndembu Ritual

16.01.2006 - Body, Brain, and Culture

23.01.2006 - Process, System, and Symbol: A New Anthropological Synthesis

30.01.2006 - Death and the Dead in the Pilgrimage Process.

Alternativ: Neue Wege in der Ritualforschung

06.02.2006 - Abschlussbesprechung: Die Bedeutung Turners für die sogenannte Kulturwissenschaft

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KOLLOQUIEN

 

Dr. Edith Franke

Kolloquium für Examenskandidaten und Fortgeschrittene

CO 2, Fr. 14-16 Uhr, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 04.11.2005.

Das Kolloquium dient der Vorstellung und Diskussion von laufenden bzw. beabsichtigten Magister- und Examensarbeiten. Die Vorhaben sollen in Form kurzer Arbeitspapiere dargelegt und gemeinsam im Hinblick auf methodische Durchführung und die theoretisch-systematische Kontextuierung besprochen werden.

Darüber hinaus können auch relevante aktuelle religionswissenschaftliche Publikationen diskutiert werden.

Interessierte Teilnehmer und Teilnehmerinnen setzen sich bitte mit der Seminarleiterin in Verbindung.

Die erste Sitzung findet am 04.11.2005 um 14 Uhr statt.

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FACHRELEVANTE VERANSTALTUNGEN ANDERER FÄCHER

Neben den in diesem Vorlesungsverzeichnis angegebenen Lehrveranstaltungen gibt es auch noch in anderen Fächern Lehrveranstaltungen, die für unser Fach von großem Interesse sind, z.B.

Dr. Clara Nina Tiesler

Vor und nach dem 11. September: Neue Islamische Präsenz, Europäische MuslimInnen and aktuelle Debatten

Am Institut für Soziologie und Sozialpsychologie, siehe das kommentierte Vorlesungsverzeichnis des Instituts, erhältlich im Moore 21, Vorderhaus, 2. Stock und am Schneiderberg 50, 1. Stock, im Internet ist es abrufbar unter www.ish.uni-hannover.de.

Auch diese Veranstaltungen können besucht werden, und es können Leistungsnachweise erworben werden, die für das Magisterstudium der Religionswissenschaft anerkannt werden.

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FÄCHERÜBERGREIFENDER BACHELOR

Basismodul

Einführung in die Religionswissenschaft (Dr. Franke durch Froriep)

SE 2, Mi 11-13 h, Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 19.10.2005.

Einführungsmodul Religionsgeschichte

Religionsgeschichte. Eine Überblicksvorlesung (Prof. Dr. Dr. Antes) TV 2, Do 11-13 h, Gebäude 1101, Welfengarten 1, Hörsaal F107, Beginn: 20.10.2005.

Grundkurs Hinduismus, Buddhismus, Islam (Prof. Dr. Dr. Antes)

SE 2, Do 9-11 h, Gebäude 1105, Welfengarten 1a, Herrmann-Windel-Hörsaal.

Einführungsmodul Systematische Religionswissenschaft

Einführung in die systematische Religionswissenschaft (Dr. Franke),

SE 2, Fr 11-13 h, Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 21.10.2005.

Methodenmodul

entfällt in diesem Semester

Bachelorarbeit

entfällt in diesem Semster

Vertiefungsmodul Religionsgeschichte

Religiöse Minderheiten im islamisch geprägten Indonesien (Dr. Franke)

SE 2, Fr 9-11 h, Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 21:10.2005.

Turkey's EU-membership negotiations (Dr. Kartal)

SE 2, Di, 18.00-19.30 Uhr, Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 18.10.2005.

Griechische Religion – Teil I (Dr. Schoener)

SE 2, Di 14-16 h, Gebäude 1208, Schlosswender Str. 5, Kesselhaus, Beginn: 18.10.2005.

Geschichte der Astrologie (Dr. Schoener)

SE 2, Di 11.13 h, Gebäude 1208, Schlosswender Str. 5, Kesselhaus, Beginn: 18.10.2005.

Der Islam in Niedersachsen (PD Dr. Dr. Wunn)

SE 2, Mo 9-11 h, Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 17.10.2005.

Vertiefungsmodul Systematische Religionswissenschaft

Neue Forschungsansätze in der Religionswissenschaft II (Prof. Dr. Dr. Antes)

SE 2, Do 16-18 h, Wefengarten 1a, Herrmann-Windel-Hörsaal, Beginn: 20.10.2005.

Sozialgestalten von Religion (Prof. Dr. Daiber)

SE 2, Di 9-11 h, Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 18.10.2005

Religiöse Minderheiten im islamisch geprägten Indonesien (Dr. Franke)

SE 2, Fr 9-11 h, Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 21:10.2005.

Max Weber und die Religion (Prof. Dr. Dr. Schäfer)

SE 2, Mo 14-18 Uhr, 14-tägl. und ein Blocksem. Fr/Sa, 27./28.01.2006, Beginn: 16.01.2006.

Geschichte der Astrologie (Dr. Schoener)

SE 2, Di 11.13 h, Gebäude 1208, Schlosswender Str. 5, Kesselhaus, Beginn: 18.10.2005.

Victor Witter Turner Afrika: Ein Wald der Symbole (PD Dr. Dr. Wunn)

SE 2, Mo 11-13 h, Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 17.10.2005.

Vertiefungsmodul Religionswissenschaft

Sozialgestalten von Religion (Prof. Dr. Daiber)

SE 2, Di 9-11 h, Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 18.10.2005

Religiöse Minderheiten im islamisch geprägten Indonesien (Dr. Franke)

SE 2, Fr 9-11 h, Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 21:10.2005.

Max Weber und die Religion (Prof. Dr. Dr. Schäfer)

SE 2, Mo 14-18 Uhr, 14-tägl. und ein Blocksem. Fr/Sa, 27./28.01.2006, Beginn: 16.01.2006

Geschichte der Astrologie (Dr. Schoener)

SE 2, Di 11.13 h, Gebäude 1208, Schlosswender Str. 5, Kesselhaus, Beginn: 18.10.2005.

Der Islam in Niedersachsen (PD Dr. Dr. Wunn)

SE 2, Mo 9-11 h, Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 17.10.2005.

Victor Witter Turner Afrika: Ein Wald der Symbole (PD Dr. Dr. Wunn)

SE 2, Mo 11-13 h, Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 17.10.2005.

Vertiefungsmodul Interdisziplinäre Zugänge religionswissenschaftlicher Forschung

Neue Forschungsansätze in der Religionswissenschaft II (Prof. Dr. Dr. Antes)

SE 2, Do 16-18 h, Wefengarten 1a, Herrmann-Windel-Hörsaal, Beginn: 20.10.2005.

Turkey's EU-membership negotiations (Dr. Kartal)

SE 2, Di, 18.00-19.30 Uhr, Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 21.10.2005.

Max Weber und die Religion (Prof. Dr. Dr. Schäfer)

SE 2, Mo 14-18 Uhr, 14-tägl. und ein Blocksem. Fr/Sa, 27./28.01.2006, Beginn: 16.01.2006.

Victor Witter Turner Afrika: Ein Wald der Symbole (PD Dr. Dr. Wunn)

SE 2, Mo 11-13 h, Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 17.10.2005.

Modul Berufsorientierung

entfällt in diesem Semester

Modul Religionen im lokalen Kontext

Der Islam in Niedersachsen (PD Dr. Dr. Wunn)

SE 2, Mo 9-11 h, Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 17.10.2005.

Religiöse Minderheiten im islamisch geprägten Indonesien (Dr. Franke)

SE 2, Fr 9-11 h, Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 21:10.2005.

Modul Fachdidaktik A oder B

SE 2, Koran und Bibel (PD Dr. Bertram Schmitz)

Di 16-18 h, Gebäude 1105, Welfengarten 1a, H-W-Hörsaal. Beginn: 18.10.2005.

Modul praktische Philosophie

Das kommentierte Vorlesungsverzeichnis des Philosophischen Seminars ist erhältlich Im Moore 21, Hinterhaus, 3. Stock, Mo-Do 10-16h, oder im Internet unter www.philosem.uni-hannover.de.

Hans Jonas: Organismus und Freiheit (Dr. Kiesow, Philosophisches Seminar)

SE 2, Zeit und Ort wird noch bekanntgegeben.

Texte zur Moralphilosophie I: Cicero und Seneca (Dr. Paprotny, Philos. Seminar)

SE 2, Fr 11-13 h, Ort wird noch bekanntgegeben.

Geschichte der Staatsphilosophie I (Prof Dr. Wittkau-Horgby, Philos. Seminar)

TV 2, Do, 10-12 h, Ort wird noch bekanntgegeben.

Modul Bildungssysteme und Sozialisationsprozesse

Das kommentierte Vorlesungsverzeichnis des Instituts für Soziologie und Sozialpsychologie ist erhältlich Im Moore 21, Vorderhaus, 2. Stock oder am Schneiderberg 50, 1. Stock, oder im Internet unter www.ish.uni-hannover.de.

Verantwortlicher: Dr. Lähnemann, Institut für Soziologie und Sozialpsychologie

Basismodul Kulturanthropologie und Weltgesellschaft

Verantwortlicher: Prof. Gabbert, Institut für Soziologie und Sozialpsychologie

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