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Universität Hannover - Seminar für Religionswissenschaft

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Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2004/05

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Vorlesungen

Prof. Dr. Dr. Peter Antes

Religionsgeschichte. Eine Überblicksvorlesung

TV 2, RelGes Do 11.00-12.30, Raum: Welfengarten 1, Hauptgebäude, F 107, Beginn: 21.10.2004

Pflichtveranstaltung für Studierende des B.A. im Einführungsmodul RelGes;
(auch für Studierende des Magisterstudiengangs, der Transformation und European Studies geeignet)

Ziel der Vorlesung ist es, einen ersten Überblick über die Geschichte des religiösen Denkens von den Anfängen der Menschheit bis zur Gegenwart zu bieten.

Die Vorlesung wird zum Erwerb der Credit-Points im B.A.-Studiengang durch eine Klausur abgeschlossen.

Literatur-Empfehlung:

Figl, Johann: Handbuch Religionswissenschaft. Religionen und ihre zentralen Themen. Darmstadt: Wiss. Buchgesellschaft 2003;
Grabner-Haider, Anton/Karl Prenner: Religionen und Kulturen der Erde. Ein Handbuch, hrsg. von, Darmstadt: UTB 2004

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 PD Dr. Dr. Ina Wunn

Anthropologische Konstanten religiösen Verhaltens

TV 2, Do. 16-18, Raum: Bismarckstr. 2/I 21, Beginn: 21.10.2004

Die Humanethologie  (die biologische Erforschung menschlichen Verhaltens)  ist in der Religionswissenschaft dann gefragt, wenn es um sogenannte Universalien geht; das sind religiöse Verhaltensweisen, die unabhängig von der zeitlichen und räumlichen Verbreitung einer oder mehrerer fraglicher Religionen immer wieder auftreten; als Beispiel seien nur die in der Ikonographie allgemein verbreitete Hornsymbolik oder die im Rahmen von Ritualhandlungen nicht seltenen Langknochenopfer genannt. Eine ganze Reihe religiös motivierter Verhaltensweisen und ihre Umsetzung in die Ikonographie lassen sich – dies ist zumindest die Ansicht ethologisch arbeitender Religionswissenschaftler – auf ererbte Verhaltensmuster zurückführen. Zu den Vertretern dieser Forschungsrichtung zählen keineswegs nur  zeitgenössische, innovationsfreudige Autoren des angloamerikanischen Sprachraumes, sondern auch Klassiker religionsgeschichtlicher Forschung wie Karl Meuli oder Walter Burkert.

Die Vorlesung möchte mit dieser Forschungsrichtung innerhalb der Religionswissenschaft bekannt machen, in ihre biologischen Grundlagen einführen, ihre Möglichkeiten und Grenzen deutlich machen.

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Tutorium / Basisseminar

Dr. Edith Franke durch Lida Froriep

Einführungskurs in die Religionswissenschaft

SE 2, Mi 11-13 Uhr (sowie 2 Blockveranstaltungen), Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 20.10.2004

Pflichtveranstaltung für Studierende des B.A. (Basismodul), auch für Studienanfänger des Magisterstudienganges empfohlen

Diese Veranstaltung richtet sich speziell an Studienanfänger. Neben einer allgemeinen Einführung in die Struktur des Studiums, sollen vor allem Basisinformationen zum Studium der Religionswissenschaft vermittelt und die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens (Literaturrecherche, Halten von Referaten, Schreiben von Hausarbeiten usw.) erlernt werden.

Im Rahmen des BA-Studienganges sind zu den wöchentlich stattfindenden Sitzungen zwei Blockveranstaltungen an Wochenenden vorgesehen, deren Termine in der ersten Seminarstunde abgesprochen werden. Der Kurs wird im BA-Studiengang mit einer Klausur abgeschlossen.

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Proseminare

 

Prof. Dr. Dr. Peter Antes

Grundkurs Hinduismus, Buddhismus, Islam 

SE 2, RelGes, Do 9-11, Raum: Welfengarten 1 A, Herrmann-Windel-Hörsaal; Beginn: 21.10.2004 

Pflichtveranstaltung für Studierende des B.A. im Einführungsmodul RelGes; auch für Studierende des Magisterstudienganges und der Transformation Studies geeignet

Ziel dieses Kurses ist es, die wichtigsten Grundkenntnisse zum Verstehen der Lehre und Praxis der drei genannten Religionen zu vermitteln. Es geht dabei darum, in uns fremde Denkwelten einzuführen, um Religionswissenschaft als Simultandolmetscherin in Sachen Religionen und Kulturen an drei konkreten Beispielen kennenzulernen.

Lit.-Empfehlung:

Clarke, Peter B.: Atlas der Weltreligionen. Entstehung. Entwicklung. Glaubensinhalte. Übersetzt von Leo Strohm. München: Frederking und Thaler, 1998;

Knott, Kim: Der Hinduismus. Eine kurze Einführung. Stuttgart: Reclam, 2000;

Keown, Damien: Der Buddhismus. Eine kurze Einführung. Stuttgart: Reclam, 2001;

Ruthven, Malise: Der Islam. Eine kurze Einführung. Stuttgart: Reclam, 2000.

21.10.2004 Einführung und die Lehre von der Wiedergeburt I

28.10.2004 Die Lehre von der Wiedergeburt II

04.11.2004 Erlösungswege und Erlösungsziel im Hinduismus

11.11.2004 Der Begriff Hinduismus und die religionsgeschichtliche Entwicklung Indiens

18.11.2004 Der moderne Hinduismus und der Hinduismus im Westen

25.11.2004 Leben und Lehre des Buddha

02.12.2004 Wiedergeburt und Erlösung im Theravada-Buddhismus

09.12.2004 Der Mahayana-Buddhismus

16.12.2004 Der Buddhismus im Westen

13.01.2005 Mohammed und der Koran

20.01.2005 Grundprobleme der islamischen Theologie (Gottes- und Menschenbild, göttliche Allmacht und menschliche Willensfreiheit, Jenseitsvorstellungen, Ethik, Recht)

27.01.2005 Richtungen innerhalb des Islam (Sunniten, Schiiten, Mystik, heutige Tendenzen)

03.02.2005 Der Islam im Westen

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Dr. Edith Franke

Einführung in die systematische Religionswissenschaft

SE 2, Fr 11-13 Uhr, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 22.10.2004

Pflichtveranstaltung für Studierende des B.A. im Einführungsmodul RelSys;

auch für Studierende des Magisterstudienganges geeignet

Ziel der Veranstaltung ist es, anhand ausgewählter Texte einen Einblick in Fragestellungen und Themen der systematischen Religionswissenschaft im 20. Jahrhundert zu geben. Dazu werden im Seminar Texte von Autoren unterschiedlicher Ausrichtungen als gemeinsame Lektüre und in Referaten bearbeitet.

Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, welche Religionsbegriffe den jeweiligen Theorien zugrunde liegen und welche Konsequenzen sich daraus für die Methodik der Religionsforschung ergeben.

Intensive eigenständige Lektüre während des Semesters wird erwartet.

Zum Erwerb der Credit-Points im B.A. Studiengang muss das Seminar (oder ein vergleichbares Seminar des SoSe 2005) mit einer Hausarbeit abgeschlossen werden.

Grundlagenliteratur:

Michaels, Axel: Klassiker der Religionswissenschaft. München: C.H.Beck, 1997;

Stolz, Fritz: Grundzüge der Religionswissenschaft. 3. Auflage, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2001.

Weiterführende Literatur:

Cancik, Hubert u.a. (Hg.): Handbuch religionswissenschaftlicher Grundbegriffe. Bd. 1-4. Stuttgart u.a.: Kohlhammer, 1988-1998;

Kehrer, Günter: Einführung in die Religionssoziologie. Stuttgart u.a.: WBG, 1988;

Zinser, Hartmut (Hg.): Religionswissenschaft. Eine Einführung. Berlin: Reimer, 1988.

22.10. 2004 Einführung in das Thema, Planung des Semesters

29.10.2004 Was ist Religionswissenschaft? Zu Gegenstand und Aufgaben von Religionswissenschaft

Religionsphänomenologie

05.11.2004 Rudolf Otto (1869-1937)

Gemeinsame Lektüre:

Otto, R.: Das Heilige. München 1987 (orig. Breslau 1917), 1-12.

Referatslektüre:

Otto, R.: Das Heilige. München 1987, 137-205;

Mensching, Gustav: Rudolf Otto und die Religionsgeschichte. In: Ernst Benz (Hg.): Rudolph Otto's Bedeutung für die Religionswissenschaft und die Theologie heute. Leiden, 1971, 49-69.

12.11.2004 Geradus van der Leeuw (1890-1950)

Gemeinsame Lektüre:

Leeuw, G. v.d.: Phänomenologie der Religion. 3. Auflage, Tübingen, 1956: V-XII und 3-9.

Referatslektüre:

Leeuw, G. v.d.: Einführung in die Phänomenologie der Religion, München, 1961; bes. 1-12;

Waardenburg, Jacques: G. v.d. Leeuw (1890-1950). In: Axel Michaels: Klassiker der Religionswissenschaft. München,  1997, 264-276.

19.11.2004 Mircea Eliade (1907-1986)

Gemeinsame Lektüre:

Eliade, M.: Das Heilige und das Profane. Vom Wesen des Religiösen. Frankfurt a. M. 1987 (orig.: Paris 1965), Einleitung: 13-20.

Referatslektüre:

Eliade, M.: Die Religionen und das Heilige. Elemente der Religionsgeschichte. Frankfurt a.M. 1986 (orig. Paris 1949), Vorwort und Kapitel I, 13-61;

Zwi Werblowsky, R. J.: In nostro tempore. In: Hans Peter Duerr (Hg.): Die Mitte der Welt. Aufsätze zu Mircea Eliade. Frankfurt a. M. 1984, 128-137.

26.11.2004 Wilfred Cantwell Smith (1916-2000)

Gemeinsame Lektüre:

Smith, W.C.  : Vergleichende Religionswissenschaft: wohin – warum? In: Mircea Eliade / Joseph M. Kitagawa (Hg.): Grundfragen der Religionswissenschaft: Acht Studien. Salzburg 1963 (engl. 1959), 239-256.

Referatslektüre:

Smart, Ninian : Scientific Phenomenology and Wilfred Cantwell Smith's Misgivings. In: Frank Whaling (Hg.): The World's Religious Traditions. Current Perspectives in Religious Studies. Essays in honour of W.C. Smith. New York 1986, 257-269.

03.12.2004 Zwischenbilanz: Chancen und Grenzen der Religionsphänomenologie

Religionsgeschichte und Systematische ReligionswissenschaFT

10.12.2004 Kurt Rudolph (geb. 1929)

Gemeinsame Lektüre:

Rudolph, K.: Inwieweit ist der Begriff "Religion" eurozentrisch? In: Ugo Bianchi (Hg.): The notion of 'Religion' in comparative research. IAHR September 1990. Rom 1994, 131-139.

Referatslektüre:

Rudolph, K.: Die "ideologiekritische" Funktion der Religionswissenschaft. In: Numen, 25, 1978, 17-39;

Rudolph, K.: Texte als religionswissenschaftliche "Quellen". In: Hartmut Zinser (Hg.): Religionswissenschaft. Eine Einführung. Berlin 1988, 38-54.

17.12.2004 Th. P. Van Baaren (1912-1989)

Gemeinsame Lektüre:

Baaren, Th. P. van: Systematische Religionswissenschaft. In: Nederlands Theologisch Tijdschrift, 24, 1970, 80-88.

Referatslektüre:

Baaren, Th. P. van: Menschen wie wir. Religion und Kultur der schriftlosen Völker. Gütersloh 1964, 34-47.

Religionsethnologie

14.01.2005 Bronislaw Malinowski (1884-1942)

Gemeinsame Lektüre:

Malinowski, B.: Magie, Wissenschaft und Religion: Tübingen 1973, 3-21.

Referatslektüre:

Malinowski, B.: Magie, Wissenschaft und Religion: Tübingen 1973, 22-74.

Religionssoziologie

21.01.2005 Emile Durkheim (1858-1917)

Gemeinsame Lektüre:

Durkheim, E.: Die elementaren Formen des religiösen Lebens. Frankfurt a. Main 1981 (orig. Paris 1968), Kapitel 1: 45-75.

Referatslektüre:

Kippenberg, H.-G.: Émile Durkheim (1858-1917). In: Axel Michaels: Klassiker der Religionswissenschaft. München, 1997, 103-120;

Durkheim, E.: Die elementaren Formen des religiösen Lebens. Frankfurt a. Main 1981, Einleitung: 17-41.

28.01.2005 Thomas Luckmann (geb. 1927)

Gemeinsame Lektüre:

Luckmann, Th.: Die sozialen Formen der Religion. In: Joachim Matthes: Religion und Gesellschaft. Einführung in die Religionssoziologie I. Reinbek 1967, 189-208.

Referatslektüre:

Luckmann, Th.: Die "massenkulturelle" Sozialform der Religion. In: Hans-Georg Soeffner: Kultur und Alltag. (Soziale Welt. Sonderband 6). Göttingen 1988, 37-48;

Luckmann, Th.: Die unsichtbare Religion. Frankfurt a. M. 1991, Nachtrag: 164-183.

04.02.2005 Abschlussdiskussion

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Dr. Gustav-Adolf Schoener

Religion und Magie in Goethes Faust

SE 2, Di 11-13, Raum: Schloßwender Str 5, Kesselhaus, Beginn: 19.10.2004

Ein Zeugnis frühneuzeitlicher und romantischer Religiosität und Esoterik ist Goethes „Faust“. Goethe hat sich dabei einer historischen Vorlage bedient: der „Historia von D. Johann Fausten“, die zuerst 1587 erschien und die Taten dieses, in die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts zu datierenden, berühmt-berüchtigten „Schwarzkünstlers“ beschreibt. Die „Historia“ wurde in vielen europäischen Ländern schnell bekannt, kommt in England durch Christopher Marlow als Theaterstück auf die Bühne und wird auch in Deutschland aufgeführt. Goethe formt schließlich aus dieser historischen Vorlage seine Faustgestalt, den bedingungslos um Erkenntnis ringenden Menschen. – In diesem Proseminar soll die klassische „Historia“ gelesen werden, als frühneuzeitliches Zeugnis der Auseinandersetzung zwischen einem im Umbruch befindlichen Christentum und der in allen gesellschaftlichen Schichten verbreiteten Magie. Vor allem aber werden Passagen aus „Faust I“ und aus „Faust II“ gelesen und auf ihre Interpretationsmöglichkeiten hinsichtlich religiöser, esoterischer, magischer und wissenschaftlicher Aussagen untersucht.

Von jedem Seminarteilnehmer mitzubringen: eine (möglichst kommentierte) Ausgabe von Goethes „Faust“ (Teil I und II). Empfehlenswert die Ausgabe von Erich Trunz (andere sind aber auch möglich).

Literatur - Faust-Ausgaben:

Gaier, Ulrich (Hg.): Johann Wolfgang Goethe, Faust: Der Tragödie Erster Teil. Stuttgart: Reclam, 2001;

Trunz, Erich (Hg): Goethe: Faust. Der Tragödie erster und zweiter Teil, Urfaust. München: Beck ,1996;

Goethe, Johann Wolfgang: Faust. Der Tragödie erster Teil; (Reclam Universal-Bibliothek: 1).  Stuttgart: Reclam, 1986.

Weitere Literatur:

Faivre, Antoine: Esoterik, ins Deutsche übersetzt von Peter Schmidt. Braunschweig: Aurum Verlag, 1996;

Schulz, Karlheinz: Goethe. Eine Biographie in 16 Kapiteln. Stuttgart: Reclam, 1999;

Füssel, Stephan: Historia von D. Johann Fausten : Text des Druckes von 1587;  mit den Zusatztexten der Wolfenbütteler Handschrift und der zeitgenössischen Drucke. (Universal-Bibliothek, 1516). Stuttgart: Reclam, 1988;

Henning, Hans (Hg): Historia von D. Johann Fausten. Neudruck des Faustbuches von Johann Spies 1587. Leipzig: Bibliographisches Institut,  1979.

19.10.2004 Semester-Planung

26.10.2004 Religion und Esoterik in der frühen Neuzeit.

02.11.2004 Die historische Faustgestalt.

09.11.2004 Goethes Leben und religiöse Sozialisation.

16.11.2004 Faust I: Einführung, Monolog, Faust und Wagner.

23.11.2004 Teufelspakte im Mittelalter.

30.11.2004 Faust I: Fausts Pakt mit Mephistopheles

07.12.2004 Faust I: Auerbachs Keller, Hexenküche.

14.12.2004 Faust I: Gretchen

21.12.2004 Video: Faust I. Verfilmung der Hamburger Inszenierung mit G. Gründgens.

11.01.2004 Faust II: Kaiserpfalz (Erster Akt).

18.01.2004 Faust II: Homunculus (Zweiter Akt).

25.01.2005 Faust II: Fausts Tod und Rettung.

01.02.2005 Abschlusssitzung

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PD Dr. Dr. Ina Wunn

Islam in Schwarzafrika – Geschichte und neuere Entwicklungen

SE 2, RelGes, Do 14-16, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 21.10.2004

Neben den traditionellen Religionen sind auch die großen monotheistischen Religionen, und hier vor allem der Islam, tief in der afrikanischen Religionsgeschichte verwurzelt. Islamische Reichsgründungen und das Bewusstsein der Zugehörigkeit zur islamischen Welt haben nicht nur in der Vergangenheit das politische Bild des Kontinents geprägt, sondern sind bis heute von großen Einfluss auf das Selbstverständnis vieler afrikanischer Staaten. Umgekehrt haben  einheimische religiöse Traditionen auch den Islam in den entsprechenden Gebieten geprägt und ihm ein eigenes, unverwechselbares Gesicht verliehen.

Das Erscheinungsbild des Islams in Schwarzafrika, seine Geschichte und neuere Entwicklungen sollen am Beispiel Westafrikas, des Sudans und Ostafrikas verdeutlicht werden.

Grundkenntnisse des Islam werden vorausgesetzt; ebenso die Bereitschaft, ein Referat zu übernehmen.

21.10.2004 Einführung in die Thematik, endgültige Festlegung der Themen  und Verteilung der Referate

28.10.2004 Geschichtliche Voraussetzungen: Die Eroberung des Maghrib und die Herrschaft der Almoraviden

Holt, P. M., Ann Lambton und Bernard Lewis (Hg.): The Cambridge History of Islam, Bd. 2 A, London u. a.: Cambridge University Press, 1970.

04.11.2004 Der alte Westsudan (z. B. Mali, Songhai)

Heine, Peter: Die westafrikanischen Königreiche Ghana, Mali und Songhai aus der Sicht der arabischen Autoren des Mittelalters, Dissertation. Münster: Philosophische Fakultät, 1971, S. 105 – 116;
Holt, P. M., Ann Lambton und Bernard Lewis (Hg.): The Cambridge History of Islam, Bd. 2 A, London u. a.: Cambridge University Press, 1970;
Kenny, Joseph: The Spread of Islam through North to West Africa: 7th through 19th century. 
Lagos: Dominican Publications, 2000;
Trimingham, J. Spencer: Islam in West Africa, Oxford: Clarendon Press 1962;
Ders., A History of Islam in West Africa, Oxford: Oxford University Press, 1962.

11.11.2004 Der westafrikanische Islam am Beispiel ausgesuchter westafrikanischer Völker (Wolof, Nupe)

Gamble, David P.: The Wolof of Senegambia. London: International. African Inst. 1957;
S. F. Nadel: Nupe Religion.
London : Routledge & Kegan Paul, 1954.

18.11.2004 Islam und Politik in Mali

Hock, Carsten: Fliegen die Seelen der Heiligen? Muslimische Reform und staatliche Autorität in Mali seit 1960. Berlin: Kock,  1999.

25.11.2004 1. Die Eroberung und Islamisierung Ägyptens; 2. Die Islamisierung Nubiens

Holt, P. M., Ann Lambton und Bernard Lewis (Hg.): The Cambridge History of Islam, Bd. 2 A, London u. a.: Cambridge University Press, 1970;
Halm, Heinz: Das Reich des Mahdi: der Aufstieg der Fatimiden. München: Beck, 1991.

 02.12.2004 Das Reich des Mahdi und seine religiöse Fundierung

Holt, P. M., Ann Lambton und Bernard Lewis (Hg.): The Cambridge History of Islam, Bd. 2 A. London u. a.: Cambridge University Press, 1970;
Birken, Andreas: Das Reich des Mahdi (Sudan) und Uman / Zangabar im 19. Jahrhundert. Wiesbaden: Reichert, 1987.

09.12.2004 Die Rolle der religiösen Orden in spät- und postkolonialer Zeit / Islamische Denker: Muhammad Taha

Voll, John O.: A History of the Khatmiyya Tariqah in the Sudan, Ph. D. thesis. University of Harvard, 1969;
Warburg, Gabriel: Islam, sectarianism, and politics in Sudan since the Mahdiyya. London: Hurst, 2003;
Taha, Mahmoud Mahamed: The Second Message of Islam. Translation and Introduction by Abdullahi Ahmed An Naim. New York: Syracuse University Press, 1987;
Krieger, Mark: Menschenrechte in arabo-islamischen Staaten. Frankfurt u. a.: Lang, 1999.

16.12.2004 Nordsudan - Südsudan: ein Religionskonflikt?

Johnson, Douglas: The root causes of Sudan’s civil wars, Oxford: Curry u.a., 2003;
Petterson, Donald: Inside Sudan: political Islam, conflict, and catastrophe. Bolder, Colo.: Westview Press, 2003.

13.01.2005 Ostafrika unter den Sultanen von Oman und Zanzibar: Islam, Sklaven und Elfenbein

Prins, A.H.J.: The Swahili-Speaking Peoples of Zanzibar and the East-African Coast. Oxford: Internat. African Inst., 1961.

20.01.2005 Ostafrika in der Kolonialzeit

Trimingham, J. S.: Islam in East-Africa. Oxford: 1964;
Harries, L. P.: Islam in East-Africa. 
London: 1954.

27.01.2005 Ostafrika und die islamische politische Emanzipation: Die Salafiya in Ostafrika (Shaikh al-Amin al-Mazrui, 1891 – 1949)

Trimingham, J. S.: Islam in East-Africa.  Oxford: Clarendon Press, 1964;
Harries, L. P.: Islam in East-Africa.  London: Universities' Mission To Central Africa, 1954;
Oded, Arye: Islam and Politics in Kenya. 
Boulder, Colo. u.a.: Rienner: 2002.

03.02.2005 Islam in Ostafrika heute

Hansen, Holger Bernt: Religion & politics in East Africa: the period since independence.  London u. a.: Currey u.a., 1995.

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Fachdidaktik

PD Dr. Dr. Bertram Schmitz

Das Menschenbild in den Religionen

SE 2, RelGes/RelSys, Di 16-18, Raum: Bismarckstraße 2, Raum 1/11, Beginn: 19.10.2004

Religionen werden von Menschen ausgeübt und getragen, - wie sieht die jeweilige Religion aber den Menschen selbst? Welche Konzepte des Menschseins, des allgemeinen oder auch des idealen liegen ihr zugrunde? Anhand von drei >Religionen<, die den westlichen Konzepten gegenüberstehen, dem Buddhismus, Hinduismus und Islam, wird aus unterschiedlichen Fragestellungen heraus das jeweilige Menschenbild erarbeitet. Es soll das je Spezifische innerhalb dieser Religionen dargestellt werden, um somit die unterschiedlichen Grundansätze des Menschenbildes zu zeigen.

Dieses Seminar kann auch von Magisterstudenten besucht werden. Eine besondere fachdidaktische Relevanz kommt diesem Thema aus zwei inhaltlichen Gründen zu: Es bietet im Unterricht einen direkten Anknüpfungspunkt, indem vom eigenen Menschenbild der Schüler ausgegangen und an dieses angeknüpft werden kann; es ermöglicht, die Grundlagen des persönlichen Selbstverständnisses eines Gliedes einer anderen Religion nachzuvollziehen.

Literaturempfehlungen:

Antes, Peter u. a.: Der Islam, Religion – Politik – Ethik, Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz: Kohlhammer, 1991;

Conze, Edward: Eine kurze Geschichte des Buddhismus. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1984;

Cook, Michael: Der Koran – Eine kurze Einführung, Stuttgart: Reclam, 2002.

Govinda, Lama Anagarika: Die psychologische Haltung der frühbuddhistischen Philosophie. Wien: Octopus Verlag, 1980;

Klimkeit, Hans-Joachim: Der Buddha – Leben und Lehre. Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz: Kohlhammer, 1990;

Mehlig, Johannes (Hrsg.): Weisheit des alten Indien, Band 2: Buddhistische Texte, München 1987;

Michaels, Axel: Der Hinduismus: Geschichte und Gegenwart. München: Beck, 1998;

Petzold, Matthias: Indische Psychologie, eine Einführung in traditionelle Ansätze und moderne Forschung. München [u.a.] : Psychologie-Verlags-Union, 1986;

Schneider, Ulrich: Einführung in den Buddhismus. Darmstadt: Primus-Verlag, 1992.

19.10.2004 Religiöse Menschenbilder als Antworten auf religionsgeschichtliche Fragen

Buddhismus

26.10.2004 Der Mensch im Kausalnexus als Produkt von Entstehensbedingen; der  Geburtenkreislauf und der Leitfaden vom bedingten Entstehen (Maha-Nidana-Suttam (DN 15)

02.11.2004 Der >ewige Buddha< - der transzendierte Mensch (die Trikaya-Lehre)

09.11.2004 Der Mensch als Ansammlung körperlicher und geistiger Bestandteile und der Mensch in seiner geistigen Innerlichkeit von der Ethik bis zum Speicherbewusstsein.

16.11.2004 Das Buddhasein und die Meditationshaltung

Leibvorstellung und Erlösung im Buddhismus und die buddhistische Ethik (die beiden Konzepte des Hinayana- und des Mahayanabuddhismus).

Hinduismus

30.11.2004 Das Situationsnetz der Geburt als Fadenkreuz der (selbstverantwortlichen aber auch für das >nächste Mal< veränderbaren) Gegebenheiten; die Gesellschaft in ihrer Differenziertheit

07.12.2004 Der ewige Dharma: das Weltengesetz als Bedingung des Menschsein.

14.12.2004 Der Mensch in der Liebesbeziehung (Bhakti) zu seiner Gottheit und die göttliche Gnade 

21.12.2004 Der Mensch als Gestaltwerdung, Spiel, Schöpfung oder Manifestation Gottes

11.01.2005 Der Mensch in der >Sinneskosmologie< - Das religiöse Samkhyamodel

Islam

18.01.2005 Der Mensch als Gott gegenüber verantwortliches (ethisches) Wesen

25.01.2005 Muhammad als Vorbild und Prototyp

01.02.2005 Der/die Betende, Pilgernde, sich Gott Überlassende

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Hauptseminare

 

Professor Dr. Karl-Fritz Daiber

Todesvorstellungen und Trauerrituale in den Weltreligionen

SE 2, RelSys, Di 9-11, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 19.10.2004

Eine wichtige Funktion von Religion ist die  Bearbeitung von kollektiven und individuellen Krisen, also auch von Sterben und Tod. Die Religionen stellen in ihren Lehren deutende Sinnorientierungen bereit. Vorstellungen für ein Leben nach dem Tod gehören im allgemeinen dazu . Sterbebegleitung und Trauerarbeit sind in besonderem Maße ritualisiert, also in Regelformen symbolischen Handelns festgelegt.

Das Seminar will die gegenwärtige Praxis analysieren und zu verstehen suchen. Die Arbeit ist konzentriert auf Weltreligionen, die in Hannover Gemeinden oder Gruppen haben. Zu ihnen sollen Kontakte aufgenommen werden. Im Rahmen der Analysen zum Christentum, soll es nicht nur um den Katholizismus und den Protestantismus gehen, sondern auch um die Orthodoxie und kleinere christliche Gruppierungen, etwa die Christengemeinschaft.

Literatur zur Einführung: 

Stephenson, Gunther: Leben und Tod in den Religionen: Symbol und Wirklichkeit. 3. Aufl.. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1997.

19.10.2004 Einführung

26.10.2004 Todesdeutungen im Christentum

02.11.2004 Katholische Rituale

09.11.2004 Protestantische Rituale

16.11.2004 Orthodoxe Rituale

23.11.2004 Tod und Sterben in der Anthroposophie und in der Christengemeinschaft

30.11.2004 Todesdeutungen im Islam

07.12.2004 Islamische Sterberituale

14.12.2004 Todesdeutungen im Judentum

21.12.2004 Jüdische Rituale

11.01.2005 Tod und Sterben im Buddhismus

18.01.2005 Tod und Sterben im Hinduismus

25.01.2005 Todesvorstellungen in Deutschland: Ergebnisse empirischer Projekte

01.02.2005 Tod, Sterben, Begräbnis: Erfahrungen bei säkularen Bestattungen

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Dr. Celalettin Kartal

Islam und Integration in Deutschland

Seminar für Religionswissenschaft, Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 02.11.04, Di. von 18:00 bis 19:30 Uhr.

Die Veranstaltung richtet sich u.a. an StudentInnen der Sozialwissenschaften, der interkulturellen Pädagogik, der Politik- und Religionswissenschaft, der Rechtswissenschaft, der Soziologie und der Geschichte jeweils im Grund- und Hauptstudium.

 Die nachfolgend genannte Literatur erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Zielsetzung des Seminars: Das interdisziplinäre Seminar erhebt nicht nur den Anspruch, schwerpunktmäßig interkulturelles Wissen, sondern auch interkulturelle Kompetenz zu vermitteln. Folglich stellt sich die Frage, wie diese Kompetenz überhaupt vermittelt werden soll. Die Vermittlung dieser notwendigen Sachkompetenz soll in Absprache mit der Referentin/dem Referenten, und zwar jeweils vor der einzelnen Sitzung (vgl. die Sitzungen 5, 6, 7, 10, 11), vorbereitet, dann mit den TeilnehmerInnen abgesprochen und schließlich durch geeignete Fälle bzw. Beispiele in der Veranstaltung „illustriert“ bzw. vermittelt werden. 

02. 11. 04: Einführung in die Thematik, Vergabe von Referaten und Hausarbeiten.

09. 11. 04: Theoretische Überlegungen und Modelle über den Begriff „Integration“ in Abgrenzung zur Assimilation.

(Zu diesem Thema können vor allem die unten angegebenen Quellen über die Länder Kanada, England, Frankreich, USA berücksichtigt werden).
Ziele der Sitzung:
erkennen, dass der Begriff Integration vielschichtig, aber nach wie vor umstritten geblieben ist / erkennen bzw. verstehen, dass viele Politiker in Deutschland, aber auch Wissenschaftler den Begriff „Integration“ jeweils unterschiedlich verstehen bzw. definieren / erkennen, dass die Immigrantenorganisationen bzw. ihre VertreterInnen zwischen Assimilation und Integration unterscheiden / erkennen, dass die unter 3 genannten länderspezifischen Integrations- bzw. Assimilationsmodelle nur historisch-politisch erklärt werden können / erkennen, dass Integration ein langwieriger und offener Prozess ist.

Katharina Demel / Josef Kohlbacher / Ursula Reeger: The Role of Language Skills in the Process of Labour Market Integration – The case of migrants in Vienna, in: migration 42, S. 53-88,  (eine sich vornehmlich auf Österreich konzentrierende Untersuchung mit Hinweisen auf Deutschland. Berücksichtigt vor allem die Rolle der Bildung bei der Integration von Migranten aus den Staaten Türkei, Polen etc. Gut leserlich. Standort: SoWi-Bibl.);

Ingrid Dress: Integration als Ziel der aktuellen Ausländerpolitik in der Bundesrepublik Deutschland, Hannover 1991;

Alexander Gauland: Geschichtslosigkeit als Leitkultur - Die Vorschläge der Süssmuth-Kommission ignorieren die Risiken der Einwanderung, in: Die Welt vom 03.08.2001.

16. 11. 04: Integrationspolitik in Großbritannien, in den Niederlanden und in der Republik Frankreich.

(Zu diesem Thema können auch die unten angegebenen Literaturquellen über die Länder Kanada, England, Frankreich, USA berücksichtigt werden).

Die Unterschiede in den o.g. Ländern erkennen, analysieren und vor allem in ihrer Folgenwirkung sowie Tragweite erfassen / Die dahinter stehende politische Auffassung verstehen und diese analysieren sowie interpretieren.

Florence Benoit-Rohmer: Die Ausländerpolitik Frankreichs, in: Klaus Barwig; Gisbert Brinkmann; Berholt Huber; Klaus Lörcher; Christoph Schumacher (Hrsg.), Vom Ausländer zum  Bürger, Baden-Baden 1994, S. 229-253;

Grete Brochmann: The European Streets of Gold and the Current Traps of Immigration Policies, in: Migration 39/40/41, S. 29-51 (Standort: SoWi-Bibl);

Die Informationen zur politischen Bildung, 1. Quartal 1999 (262): Großbritannien, wichtig sind die Seiten 32-44 (Standort: Landesbibliothek);

Dunmett, Ann: Mehrheiten und Minderheiten in Großbritannien, in: Klaus  Barwig u.a: (Hg), Vom Ausländer zum Bürger, Baden-Baden 1994, S. 266-273;

Entzinger, Han: Multikulturalismus im Wohlfahrtsstaat - Zuwanderungs- und Integrationspolitik in den Niederlanden, in: Albrecht Weber (Hg): Einwanderungsland Bundesrepublik Deutschland in der Europäischen Union, Osnabrück 1997;

Ralp Ghadban: Reaktionen auf muslimische Zuwanderung in Europa, in: Aus Politik und Zeitgeschichte (B 26/2003), S. 26-32 (Standort Königsworther Platz / Landesbibliothek);

Christian Harzig: Migrationspolitik im nordatlantischen Raum – Ein zeitgeschichtlicher Vergleich zwischen Kanada, Schweden und den Niederlanden, in: Sozial Geschichte Heft 3/2003, 63-84;

Jürgen Krönig: Im Gästehaus ihrer Majestät – Islamisten dürfen in Großbritannien unbehelligt zum Dschihad aufrufen – trotz schärfster Antiterrorgesetze, in: DIE ZEIT Nr. 2, S. 4;

Cécile Nijsten: Living as a Muslim in a Migration Country - Moroccan youngsters in the Netherlands, in: W.A.R. Shadid and P.S. Van Konigsveld (eds.): Political Participation and identities of Muslims in non-muslims states, S. 161-173.

W.A.R. Shadid; P.S. van Koningsveld, (eds.): The Integration of Islam and Hinduism in Western Europe, Kampen 1991 (Standort: Semesterapparat: Kartal)

dieselb. (eds.): Institutionalisation and Integration of Islam in the Netherlands, in: W.A.R. Shadid; P.S. van Koningsveld, S. 89-120.

23. 11. 04: Integrationspolitik und Integrationsverständnis in Kanada und in den USA.

(Siehe Thema Nr. 3)

Rainer Geißler: Multikulturalismus in Kanada – Modell für Deutschland, in: Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament vom 23. Juni 2003 (B 22/2003), S. 19-25 (informativ);

Informationen zur Politischen Bildung 211: Die Vereinigten Staaten von Amerika, Neudruck 1990, S. 30f.;

http://www.google.de/search?hl=de&q=USA+und+Einwanderungspolitik&spell=1;

http://www.google.de/search?hl=de&q=Kanada+und+die+Migrationspolitik&btnG=Suche&meta=

30. 11. 04: Darstellung und Kommentierung von „integrationskritischen Vorschriften“ des Koran sowie ihre Neuinterpretation.

Erkennen, dass die „Auslegung“ des Koran fortwährend stattfindet / Erkennen, dass „integrationskritische“ Vorschriften nur historisch verstanden werden können / Die für die Veranstaltung relevanten Unterschiede zwischen den Medina- und Mekka-Suren erfassen, erkennen bzw. unterscheiden / Erkennen, dass eine zeitgemäße Auslegung des Koran aufgrund der Spezifica des Islam [unterschiedliche Schulen und „Glaubensrichtungen“]  eine höchst sensible Angelegenheit ist.

Beyaz Belgin: Frauen in der islamischen Kultur, in: Tilman Hannemann; Peter Meier-Hüsing (Hrsg.): Muslime in Deutschland, Marburg 2000, S. 136-155 (konkret);

Christoph Burgmer: Das Islamische Recht in der Moderne, in: Der Islam in der Diskussion, Mainz 1996, S. 28-39 (konkret)

Fatima Grimm: Die Frau im Islam, in: Tilman Hannemann; Peter Meier-Hüsing (Hrsg.): Muslime in Deutschland, Marburg 2000, S. 127-135;

Ludwig Hagemann; Adel Theodor Khoury: Dürfen Muslime auf Dauer in einem nicht islamischen Land leben?, Würzburg 1997 (informativ).

Tilman Hannemann; Peter Meier-Hüsing (Hrsg.): Muslime in Deutschland, Marburg 2000;

Christoph Hauschild: Strukturen zur Integrationspolitik, in: ZAR 3/2004, S. 83-86 (Standort: Königsworther Platz); Gilles Kepel: Allah im Westen – Die Demokratie und die islamische Herausforderung, München 1996 (allgemein);

Abdul Hadi Christiani H. Hoffmann: Islam gegen Rassismus, in: Tilman Hannemann; Peter Meier-Hüsing (Hrsg.): Muslime in Deutschland, Marburg 2000, S. 82-86.

Navid Kermani: Das Heilige Phantasma – Auch islamische Gesellschaften brauchen Demokratie: Die Religion ist nicht die Ursache ihrer Probleme, in: DIE ZEIT Nr. 2, 2. Januar 2003, S. 5 (allgemein);

Philipp Lewis, Between Lord Ahmad and Ali G: Which Future for British Muslims?, in: Wasif Shadid/Sjoerd Koningsveld (Hrsg.), Religious Freedom and the Neutrality of the State: The Position of Islam in the European Union, Leuven 2002, S. 129-144 (allgemein);

Peter L. Münch-Heubner: Die Reform der Gesetzgebung, in: Reinhard C. Meier-Waiser / Rainer Glakow (Hrsg.): Die Islamische Herausforderung – Illusionen und Realitäten, München 2002, S. 123-157 (informativ);

Chibli Mallat: From Islamic to Middle Eastern Law A Restatment of the Field (Part 1), in: The American Journal of  Comparative Law 4/2003, 699-750 (allgemein / informativ)

Mathias Rohe: Der Islam – Alltagskonflikte und Lösungen, Freiburg; Basel; Wien 2001;

Weltreligionen Weltfrieden Weltethos, Stiftung Ethos für interkulturelle und interreligiöse Forschung, Bildung, Begegnung (Werbeschrift/informativ), S. 14f., vgl. auch www.weltethos.org;

Was ist Islam?, vgl. http:/members.tripod.de/trabzonarakli/islam/haptteil_islam.html

07. 12. 04: Darstellung der „wichtigsten“ muslimischen Dachverbände und Organisationen in Deutschland.

Die Vielschichtigkeit des Islam integrationspolitisch erfassen / Die Unterschiede und Zielrichtungen der wichtigsten muslimischen Dachverbände und ihre Strukturen sowie Schulen erkennen / Diskutieren warum sich verschiedene Dachverbände (auch) in Deutschland gebildet haben.

Siehe auch die Internetseiten von Islamrat, Zentralrat der Muslime, Islamische Religionsgemeinschaften Hessen (IRH) etc.

Muhammad Salim Abdullah: Muslime in Deutschland – Geschichte und Herausforderungen, in: Tilman Hannemann; Peter Meier-Hüsing (Hrsg.): Muslime in Deutschland, Marburg 2000, S. 63-81;

Valérie Amiraux: Turkisch Islam in Germany – Between Political Overdetermination and Cultural Affirmation, in: W.A.R. Shadid and P.S. Van Konigsveld (eds.): Political Participation and identities of Muslims in non-muslims states, S. 36-52.

Ozan Ceyhun (Hrsg.): Politik im Namen Allahs – Der Islamismus: Eine Herausforderung für Europa; September 2000 (Die Grünen im Europäischen Parlament);

Hans-Peter Raddatz: Dialog, Islampolitik und innere Sicherheit – Beobachtungen zu einem deutschen Dauerproblem, in: Reinhard C. Meier-Waiser / Rainer Glakow (Hrsg.): Die Islamische Herausforderung – Illusionen und Realitäten, München 2002, S. 74-100 (tendenziös);

Mathias Rohe: Der Islam – Alltagskonflikte und Lösungen, Freiburg; Basel; Wien 2001;

Was bedeutet milli görüs?, vgl. Internetseiten;

Was ist DITIB, vgl. Internetseiten;

Wer sind die Aleviten?, vgl. http://www.google.de/search?q=Wer+sind+die+Aleviten%3F&ie=UTF-8&oe=UTF-8&hl=de&btnG=Google-Suche&meta=;

W.A.R. Shadid; P.S. van Koningsveld (eds.): The Integration of Islam and Hinduism in Western Europe, Kampen 1991;

Martin Stempel: Islamische Organisationen im deutschen Recht, in: ZAR 3/1988, S. 108-115 (Standort Königsworther Platz);

Offene Türen – Religionsgemeinschaften in Nürnberg und Umgebung, herausgegeben von WCRP Nürnberg Weltkonferenz der Religionen für den Frieden (3. erweiterte Auflage), vgl. die Seiten 38 – 49.

14. 12. 04: Zielsetzungen bzw. Strategien der verschiedenen muslimischen Dachverbände und „Glaubensrichtungen“ zur gesellschaftspolitischen Integration in Deutschland.

Die politischen Grundsätze bzw. Programme der verschieden islamischen Organisationen  zur Kenntnis nehmen und analysieren / Verstehen lernen warum bisher in Deutschland weder Integration noch Assimilation massenhaft stattfinden konnten / Die politische Positionen der jeweiligen Organisation herausarbeiten, analysieren und integrationspolitisch interpretieren / Erkennen, warum die verschiedenen Dachorganisationen sich nicht vereinen können.

 Lutz Hoffmann: Feindbild Islam – Warum man hierzulande den Islam erfinden würde, wenn es ihn nicht schon gäbe, in: Tilman Hannemann; Peter Meier-Hüsing (Hrsg.): Muslime in Deutschland, Marburg 2000, S. 63-81 (informativ/lesenswert);

Stefan Luft: Droht die Gefahr islamisch geprägter Parallelgesellschaften in deutschen Städten?, in: Reinhard C. Meier-Waiser / Rainer Glakow (Hrsg.): Die Islamische Herausforderung – Illusionen und Realitäten, München 2002, S. 47 (tendenziös / informativ);

Ursula Spuler Stegemann: Die Islamische Charta und Probleme der Integration, in: Reinhard C. Meier-Waiser / Rainer Glakow (Hrsg.): Die Islamische Herausforderung – Illusionen und Realitäten, München 2002, S. 158-168;

Udo Steinbach: Probleme und Chancen eines gedeihlichen Zusammenlebens, in:  Tilman Hannemann; Peter Meier-Hüsing (Hrsg.): Muslime in Deutschland, Marburg 2000, S. 87-105 (allgemein);

Katrin Teschner: Die Charta ist mehr als ein Lippenbekenntnis – Mit einer Grundsatzerklärung zum deutschen Staat will der Zentralrat der Muslime Zeichen setzen und die Integrationsdebatte neu entfachen, in: Braunschweiger Zeitung Spezial Nr. 1/2002, S. 19-20.

Albrecht Weber: Religiöse Symbole in der Einwanderungsgesellschaft, in: ZAR 2/2004, S. 53-60 (allgemein / Standort Königsworther Platz);

Wichtig sind auch die entsprechenden Internetseiten.

 21. 12. 04: Die gegenwärtige „Integrationspolitik Deutschlands“.

 Die jeweiligen Unterschiede und Modelle zwischen der BR Deutschland und den o.g. Ländern (vgl. oben Themen zu 3 und 4) integrationspolitisch erkennen sowie politisch-historisch deuten / Das neueingeführte Konzept der Integrationspolitik („Aufenthaltsgesetz“) als einen politisch vorläufigen und wichtigen Kompromiss verstehen / Die Reichweite und die Defizite der Integrationsmaßnahmen, die mit dem neuen Aufenthaltsgesetz eingeführten worden sind, analysieren sowie diskutieren / Erkennen, dass Deutschland bislang keine Integration der traditionellen ImmigrantInnen betrieben hat / Erkennen und nachvollziehen, warum eine bestimmte, vielleicht noch liberalere gesellschaftliche Atmosphäre, die gegenwärtig wohl nur von den Grünen befürwortet werden dürfte, für die Integration der muslimischen ImmigratInnen erforderlich ist / Erkennen, dass der Prozess der Integration der ImmigrantInnen sich in Deutschland noch am Anfang befindet.

Baumann, Jochen: Staatsangehörigkeit und Citizenship - Das deutsche Staatsbürgerrecht im europäischen Vergleich, in: Blut oder Boden - Doppelpass, Staatsbürgerrecht und Nationsverständnis, Berlin 1999 (informativ);

Jan Bergmann: Vom Umgang des deutschen Rechtsstaates mit Islam, in: ZAR 4/2004, 135-141 (Standort: Königsworther Platz);

Berholt Huber, in: ZAR 2004, S. 86 (betr. Integrationskurse);

Kay Hailbronner: Reform des Zuwanderungsrechts – Konsens und Dissens in der Ausländerpolitik, in: Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament – Aus Politik und Zeitgeschichte vom 19.10.2001 (B 43/2001), S. 7-19;

Celalettin Kartal: Die „doppelte Staatsbürgerschaft“ als Integrationsfaktor in der Bundesrepublik Deutschland, in: Zeitschrift für Türkeistudien (ZfTS) – Journal for Studies on Turkey, 15. Jahrgang 2002, Heft 1+2, S. 221-239 (Standort SoWi-Bibliothek);

Integrationspolitik des Landes Niedersachsen Rainer Münz: Geregelte Zuwanderung - Eine Zukunftsfrage für Deutschland, in: Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament - Aus Politik und Zeitgeschichte vom 19.10.2001, S. 3-6;

Rita Süssmuth: Das Kopftuchverbot für Lehrerinnen in Schulen – Beabsichtigte Wirkungen und unbeabsichtigte Folgen, in: ZAR 1/2004, S. 3-4 (Standort Königsworther Platz);

Spracherwerb Deutsch ist nicht alles, in: Zeitschrift der Ausländerbeauftragten 4/2000, Dez., Jan., Febr.;

Hans Zehetmair: Voraussetzung und Wesen einer Kultur des Dialogs, in: Reinhard C. Meier-Waiser / Rainer Glakow (Hrsg.): Die Islamische Herausforderung – Illusionen und Realitäten, München 2002,

S. 12-22;

Faruk Sen: Der Islam in Deutschland – Herausforderung für die Integrationspolitik;  in: Reinhard C. Meier-Waiser / Rainer Glakow (Hrsg.): Die Islamische Herausforderung – Illusionen und Realitäten, München 2002, S. 23-46;

Sind Ausländer in Deutschland Menschen zweiter Klasse?, in: Braunschweiger Zeitung Spezial Nr. 1/2002, S. 26 auch S. 33 („Es gibt keine Chancengleichheit bei uns in Deutschland“).

11. 01. 05: Vorstellungen der verschiedenen Parteien und Gewerkschaften über die Integration der ZuwanderInnen in Deutschland.

Erkennen, wer, warum und welche Konzepte vorgeschlagen hat? Wer, welche Partei in der Integrationspolitik parlamentarische Initiativen seit 1998 eingeleitet, Position bezogen und Debatten geführt bzw. auch angeregt hat / Erkennen und verstehen, warum nur die rot-grüne Regierung eine Integrationspolitik einleiten konnte.

Wege zur Integrationspolitik – Den Wandel akzeptieren und ihn politisch gestalten, hrsg. Arbeitsgemeinschaft Kommunale Ausländervertretungen Niedersachsen, Postfach 44 60, 49034 Osnabrück (kann eventuell dort postalisch angefordert werden!);

Integration Eckpunkte für die Integration der Migrantinnen und Migranten in Niedersachsen, siehe http://www.google.de/search?hl=de&q=Integration+Eckpunkte+f%C3%BCr+die+Integration+von+Migranten&spell=1;

http://www.google.de/search?q=Gewerkschaften+und+Migrationspolitik&ie=UTF-8&oe=UTF-8&hl=de&btnG=Google-Suche&meta=

http://www.google.de/search?q=SPD+und+Migrationspolitik&ie=UTF-8&oe=UTF-8&hl=de&btnG=Google-Suche&meta=

http://www.google.de/search?q=CDU+und+Migrationspolitik&ie=UTF-8&oe=UTF-8&hl=de&btnG=Google-Suche&meta=

18. 01.05: Das neue „Aufenthaltsgesetz“ und seine integrationspolitischen Inhalte im Hinblick auf die muslimischen ZuwanderInnen. 

Insbesondere die Regelungen über die Integrationspolitik verstehen und analysieren sowie in ihrer politisch-gesellschaftlichen Tragweite erfassen / Das Gesetz als einen vorläufigen Schritt verstehen / Die hinter dem Gesetz stehenden jeweils spezifisch parteipolitischen Linien erkennen / Erkennen, dass mit diesem Gesetz möglicherweise ein Paradigmenwechsel in der Bundesrepublik Deutschland eingeleitet worden ist.

Reinhard Marx: Terrorismusvorbehalt des Zuwanderungsgesetzes, in: ZAR 8/2004, S. 275-282 (Standort: Königsworther Platz);

Günter Renner: Vom Ausländer zum Zuwanderungsrecht, in: ZAR 8/2004, S. 266-275 (wichtig / informativ / Standort: Königsworther Platz);

Karen Schönwälder: Kleine Schritte, verpasste Gelegenheiten, neue Konflikte – Zuwanderungsgesetz und Migrationspolitik, in: Blätter für deutsche und internationale Politik,  10/2004, 1205-1214;

Paradigmenwechsel wohin?, ZAR 8/2004,  S. 291-296 (Standort: Königsworther Platz).

25. 01. 05: Der Antidiskriminierungsentwurf und seine Grundsätze im Hinblick auf die muslimischen ZuwanderInnen.

Erkennen, warum die Verabschiedung eines Anti-Diskriminierungsgesetzes für Deutschland längst fällig und dringend geboten ist / Erkennen, dass konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Integration von Immigranten nicht zu letzt durch Beseitigung von Diskriminierungen erforderlich sind / Erkennen, dass es nicht integrationsförderlich ist, dass die Bundesrepublik Deutschland zwei EU-Antidiskriminierungsrichtlinien nicht fristgerecht umgesetzt hat und ein Vertragsverletzungsverfahren riskiert / Erkennen und verstehen, welche gesellschaftlichen Kräfte sich gegen die Verabschiedung des ADG entschieden wehren.

Jacob Joussen: Die Folgen der europäischen Diskriminierungsverbote für das kirchliche Arbeitsrecht, in: Recht der Arbeit – Zeitschrift für die Wissenschaft und Praxis des gesamten Arbeitsrechts 1/2003, S. 32-38;

Die Antidiskriminierungs-Richtlinien und das deutsche Staatskirchenrecht, Zeitschrift für Rechtspolitik mit Rechtspolitischer Umschau 9/2003, S. 318-322;

Günter Renner: Vom Ausländer zum Zuwanderungsrecht (siehe Thema Nr. 10);

Mühlenbruch, in: ZAR 2002, S. 144;

Bericht über die Koalitionsvereinbarung vom Oktober 2002, in: ZAR 2002, S. 378;

Bericht über Vertragsverletzungsverfahren, in: ZAR 2002, S. 292; 

Integrieren statt ausgrenzen Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Diskriminierung und Rassismus (Werbeschrift / informativ), eventuell über e-mail:fraktion@gruneebt.de bestellen.

 01. 02. 05: Ergebnisse bisheriger Überlegungen. 

(Kritik und Anregungen sind dringend erwünscht, werden selbstverständlich berücksichtigt und möglichst in die jeweilige Diskussion miteinbezogen. Alle Studenten werden gebeten, Kritik zu äußern und Vorschläge zu unterbreiten).

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Prof. Dr. Dr. Heinrich Schäfer

Was ist Religion? – religionssoziologische Perspektiven

SE 2, RelSys, Mo 14-18, 14-tägig, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 18.10.2004

„Dem Volke muss die Religion erhalten bleiben!“

(Kaiser Wilhelm der I., 1887)

Der Kaiser wird seine Gründe gehabt haben. Welche das auch immer gewesen sein mögen, sie haben mit dem zu tun, was er für das Spezifikum von Religion gehalten hat.

Was das Besondere von Religion sei – im Unterschied zu anderen kulturellen Praxisformen, wie etwa Kunst oder Verwaltung –, ist Thema dieses Seminars. Diese Frage ist weitgehend strittig. Um nur einen möglichen Fragehorizont zu nennen: Soll man Religion „substanzial“ verstehen, also über ihre Beziehung zum „Heiligen“, zu „Gott“, zu einem „höheren Wesen“ etc.? Aber ist dann der Buddhismus noch eine Religion? Oder soll man sie „funktional“ erklären, also über ihre gesellschaftlichen Funktionen wie Integration, Kompensation und Legitimation? Aber sind dann auch der historische Materialismus oder die Aufklärung eine Religion? Zudem lassen Theorien- und Methodenpluralismus den Versuch, Religion zu „definieren“, zunehmend als sinnlos erscheinen. (Platvoet: Pragmatics)

Dem entsprechend ist das Ziel der gemeinsamen Arbeit in diesem Seminar nur, verschiedene Möglichkeiten kennen zu lernen, sich aus soziologischer Sicht dem Phänomen Religion zu nähern. Wir werden bei der Lektüre darauf achten, welchen Begriff von Religion die Autoren mitbringen und entwickeln. Damit wird dann in der Diskussion etwas klarer werden, was  – wie und unter welchen Bedingungen – als Spezifikum von Religion gelten kann: denn, anders herum gesehen, ist es ja nicht sehr wahrscheinlich, dass Religion überhaupt kein Spezifikum hat. Weshalb würde sie sonst als Religion praktiziert?

Um eine allgemeine Übersicht auf den soziologischen Umgang mit Religion zu bekommen, empfehle ich, vor Beginn des Semesters einen oder zwei von den hier genannten Texten über Religionssoziologie zur Kenntnis zu nehmen:

Kippenberg: Religionssoziologie

Knoblauch: Religionssoziologie

Krech: Religionssoziologie

Ich verzichte darauf, schon jetzt einen genauen Arbeitsplan und die Lektüre festzulegen. Es lohnt sich mehr, in der ersten Sitzung die Interessen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auszuloten und das Pensum entsprechend zu gestalten. Gleichwohl scheint es mir sinnvoll, zu Beginn des Seminars Texte von soziologischen Klassikern zu lesen und erst später auf neuere Autoren zu kommen.

In der ersten Sitzung möchte ich gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Fragestellung des Seminars näher eingrenzen und im Blick auf ihre praktische Relevanz in den derzeitigen gesellschaftlichen Prozessen hin präzisieren, in denen Religion eine Rolle spielt. Auf dieser Grundlage können wir die Literatur auswählen, mit der wir uns im Laufe des Semesters beschäftigen werden.

In der Literaturliste schlage ich Texte vor, aus denen wir für das Seminar eine Auswahl treffen können. Weitere Anregungen von Teilnehmern nehme ich gern entgegen (HeinrichSchaefer@gmx.net).

Das Seminar findet Montags im Zwei-Wochen Rhythmus statt, je Termin 14:00 bis 18:00.
Nach Anzahl und Interesse der Teilnehmer sowie Möglichkeiten des religionswissenschaftlichen Seminars kann auch eine Verteilung auf größere Blöcke (z.B. Wochenenden) vorgenommen werden.

Die Termine sind folglich:

18.10.2004 / 1.11. / 15.11. / 29.11. / 13.12. / 10.1.2005 / 24.1.

Literatur:

Zur Vorbereitung:

Kippenberg, Hans G.: Religionssoziologie. In: Theologische Realenzyklopädie, Bd. xxix. Berlin/New York: de Gruyter, 1998.

Knoblauch, Hubert: Religionssoziologie. Berlin/New York: de Gruyter, 1999.

Krech, Volkhard: Religionssoziologie. Bielefeld: transcript, 1999.

Für das Seminar:

Ausgewählte Texte von Emile Durkheim, Karl Marx und Max Weber.

Berger, Peter L.: Der Zwang zur Häresie: Religion in der pluralistischen Gesellschaft. Freiburg: Herder, 1992;

oder

Berger, Peter L.: Zur Dialektik von Religion und Gesellschaft. Frankfurt: Fischer, 1973;

Bourdieu, Pierre: Das religiöse Feld. Texte zur Ökonomie des Heilsgeschehens. Konstanz: Universitätsverlag, 2000;

Daiber, Karl-Fritz/ Kristian Fechtner/Michael Haspel (Hg.): Religion in der Lebenswelt der Moderne. Stuttgart: Kohlhammer, 1998;

Gephart, Werner/Hans Waldenfels (Hg.): Religion und Identität. Frankfurt: Suhrkamp, 1999;

Luckmann, Thomas: Die unsichtbare Religion. Frankfurt: Suhrkamp, 1991;

Luhmann: Niklas: Die Religion der Gesellschaft. Frankfurt: Suhrkamp, 2000;

oder

Luhmann, Niklas: Funktion der Religion. 4. Auflage, Frankfurt: Suhrkamp, 1996

Maduro, Otto: Religion und gesellschaftliche Auseinandersetzungen. Fribourg: Exodus, 1986.

Mensching, Gustav: Soziologie der Religion. Bonn : Röhrscheid, 1968.

Platvoet, Jan/Arie Molendijk (Hg.): (Pragmatics) The pragmatics of defining religion. Contexts, concepts and contests. Leiden: Brill, 1999.

Schäfer, Heinrich: Praxis - Theologie - Religion. Frankfurt: Lembeck, 2004.

Simmel, Georg (Hg.): Gesammelte Schriften zur Religionssoziologie. Berlin: Duncker & Humblot, 1989. 

oder

Simmel, Georg: Die Religion. Frankfurt: Keip, ca. 1974 (Orig. = 1912)

Tyrell, Hartmann/Volkhard Krech/Hubert Knoblauch (Hg.): Religion als Kommunikation. Würzburg: Ergon-Verl., 1998.

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PD Dr. Dr. Bertram Schmitz

Buddhas Leben und Lehre anhand des „Großen Leitfadens vom vollständigen Erlöschen“ – Methoden einer Textanalyse und Textauswertung 

SE 2, RelGes/RelSys, Mo 11-13, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 18.10.2004

Der >Leitfaden< von der letzten Lebenszeit Buddhas, seinem Wirken und Sterben, sowie seinem Eingehen ins Nirvana und dem Beginn nicht nur der buddhistischen Meditationsgemeinschaft, sondern auch des Kultes um Buddha bildet das wohl authentischste Zeugnis über diese Person. Zusätzlich zum Informationswert über den >historischen Buddha< eignet sich dieser Quellentext aufgrund seiner formalen und inhaltlichen Vielgestaltigkeit in hohem Maße, verschiedene religionswissenschaftliche Forschungsmethoden darzustellen, wie z. B. die religionsgeschichtliche, die historisch-kritische, die textvergleichende, die religionsvergleichende, die phänomenologische u. a. m.

Die Lektüre des nicht allzu langen Sutras vor oder während des Seminars wird erwartet. Eine deutsche Übersetzung dieses Mahaparinirvanasutras bzw. Maha-parinibbana-suttanta, kurz MPS, oder auch DN 16 befindet sich in der unten genannten wissenschaftlichen Ausgabe von Waldschmidt, bzw. bei Dahlke, S 87-139, und sollte bereits vor Vorlesungsbeginn als Kopiervorlage im Semesterapparat zur Verfügung stehen. Der inhaltliche Überblick über dieses Sutra in der zweiten Sitzung bietet sich bereits als Referatsthema an.

Literaturempfehlung:

Dahlke, Paul: Buddha – Die Lehre des Erhabenen. München: Goldmann, 1966 (insb. S. 87-140);

Govinda, Lama Anagarika: Die psychologische Haltung der frühbuddhistischen Philosophie. Wien: Octopus Verlag, 1980;

Klimkeit, Hans-Joachim: Der Buddha – Leben und Lehre, Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz: Kohlhammer, 1990;

Schneider, Ulrich: Einführung in den Buddhismus. Darmstadt: Primus-Verlag, 1992 (insb. S. 23-49);

Waldschmidt, Ernst: Die Überlieferung vom Lebensende des Buddha. Eine vergleichende Analyse des Mahaparinirvanasutra und seiner Textentsprechungen. 2. Bde. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1944 und 1948 (= AGAW, 3. Folge, Nr. 29 und 30).

18.10.2004 Einführung in das Thema;

die Bedeutung des Mahaparinirvana – Sutras (MPS) für den Buddhismus 

25.10.2004 Überblick über den Inhalt des MPS 

Die historische Untersuchung des MPS (vgl. z. B. Klimkeit / Schneider)

01.11.2004 Das MPS im Umfeld der buddhistischen Lehrreden

15.11.2004 Thema: Biographie eines Religionsstifters

22.11.2004 Stil und Stereotypen im MPS, z. B. anhand persönlicher Begegnungen des Buddha

29.11.2004 Die Personen im Umkreis des Buddha

06.12.2004 Vergleiche von Buddhabegegnungen und Begegnungserlebnissen mit anderen Religionsgründern

13.12.2004 Der Tod des Religionsstifters und sein Verursacher

20.12.2004 Das historische >Missgeschick< in Kushinara und seine Parallelen in anderen Religionen; bzw. der Vegetarismus

10.01.2004 Die Beschreibung von Buddhas Eingang ins Nirvana aus der Sicht der buddhistischen Meditation

17.01.2005 Der textvergleichende Umgang mit parallelen Überlieferungen des MPS in Quellen-Sprachen oder anderen Biographien

24.01.2005 Die >hagiographische< Umsetzung des Lebens Buddhas in Buddhaghosa´s Buddhacaritam

31.01.2005 Reliquienkult - das Verhältnis von Reliquie, Totenreinheit und Unreinheit im Religionsvergleich

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Dr. Gustav-Adolf Schoener

Theosophie, Anthroposophie und verwandte Strömungen

SE 2, Di 14-16, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 19.10.2004

Esoterik und New-Age-Bewegung sind seit der Mitte des 20. Jahrhunderts fester Bestandteil moderner Formen von Religion. Dabei handelt es sich zwar um allseits bekannte, aber disparate und wissenschaftlich nur ungenau beschreibbare und abgrenzbare Strömungen in Europa und Nordamerika. Anders verhält es sich mit einem Teil dieser modernen religiösen Szene, der besonders im englischsprachigen Raum verbreiteten Theosophie und der Anthroposophie, die vornehmlich auf den deutschsprachigen Raum beschränkt ist. Ihre Entstehung, ihre Lehren und Organisationsformen, ihre Einflüsse auf die New-Age-Bewegung und die westliche Esoterik lassen sich religionswissenschaftlich recht genau nachvollziehen. Obwohl buddhistische und hinduistische Einflüsse unverkennbar sind, stehen die Theosophie, noch mehr die Anthroposophie, bewusst in der Tradition der europäischen Religionsgeschichte, besonders eines gnostisch verstandenen Christentums.

Literatur:

Bochinger, Christoph: „New Age“ und moderne Religion. Religionswissenschaftliche Studien. Gütersloh: Kaiser, Gütersloher Verlagshaus, 1994;

Faivre, Antoine: Theosophy, Imagination, Tradition. Studies in Western Esotericism. New York: State Univ. of New York Press  2000;

Holthaus, Stephan: Theosophie – Speerspitze des Okkultismus. Asslar: Schulte  Gerth, 1989;

Jayakar, Pupul: Krishnamurti – Leben und Lehre. Freiburg/Br: Bauer, 1992.

Kiersch, Johannes: Die Waldorfpädagogik. Eine Einführung in die Pädagogik Rudolf Steiners. Stuttgart: Freies Geistesleben, 1984.

Krishnamurti, Jiddu: Einbruch in die Freiheit. Frankfurt/M.: Ullstein, 1973;

Ruppert, Hans-Jürgen: Theosophie – unterwegs zum okkulten Übermenschen. Konstanz: F. Bahn, 1993.

In der Landesbibliothek stehen die 320 Bände der Gesamtausgabe Rudolf Steiners zur Verfügung, die vom Steiner Verlag in Dornach herausgegeben wird. Die für das Seminar wichtigsten sind:

- Mein Lebensgang, Bd. 28 der GA.

- Die Geheimwissenschaft im Umriss, Bd. 13 der GA.

- Theosophie, Bd. 9 der GA.

- Wie erlangt man Erkenntnis der höheren Welten, Bd. 10 der GA.

- Die Offenbarungen des Karma, Bd. 120 der GA.

- Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, Bd. 236 der GA.

- Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst, GA 27.

- Die Kernpunkte der sozialen Frage, Bd. 23 der GA.

- Das Markusevangelium, Bd. 139 der GA.

19.10.2004 Semester-Planung

26.10.2004 Theosophie als Religion der Gegenwart
(Grundzüge der Lehre)

02.11.2004 Helena Petrovna Blavatsky 

09.11.2004 Die ‘Theosophische Gesellschaft

16.11.2004 Die TG und die Weltreligionen

23.11.2004 Krishnamurti: Leben und Lehre.

30.11.2004 Rudolf Steiners Leben und die Gründung der Anthroposophischen Gesellschaft.

07.12.2004 Die Lehre in Grundzügen (Erkenntnislehre, Menschen- und Geschichtsbild). 

14.12.2004 Wiedergeburt und Karma
Persönliches und kollektives Karma.

21.12.2004 Krankheit und Heilung (Psychologie und Psychotherapie).

11.01.2004 Waldorfpädagogik.

18.01.2004 Beurteilung der modernen Zeitgeschichte und der Gesellschaft im 20. Jh.

25.01.2005 Das Christentum in Steiners Lehre.

01.02.2005 Abschlusssitzung

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PD Dr. Dr. Ina Wunn

Heil und Heilung im Islam – zur Situation erkrankter Muslime in den Krankenhäusern der Region Hannover

SE 2, RelGes/RelSys, Blockveranstaltung, Freitag, den 19.11. und Samstag, den 20 11. Von 11 – 17 Uhr, Raum: Im Moore 21. Seminarraum

Die enge Verknüpfung von Heil und Heilung zieht sich nicht nur wie ein roter Faden durch die Religionen, sondern beeinflusst im Alltag konkret Krankheitsverläufe und Genesungsaussichten. Das Seminar möchte diesen von der Migrationssoziologie thematisierten Problemkreis aus religionswissenschaftlicher Warte erschließen, indem es die Situation erkrankter Muslime in den Krankenhäusern der Region Hannover mit Hilfe der Methoden der empirischen Sozialforschung analysiert. Dies beinhaltet eine Einführung in die Thematik im Rahmen eines zweitägigen Blockseminars, in dem sowohl das Thema Heil und Heilung im Islam als auch geeignete Forschungsmethoden angesprochen werden. Anschließend sollen die SeminarteilnehmerInnen in kleinen Gruppen ein begrenztes Projekt planen und durchführen. Der Ablauf reicht von der Wahl und Eingrenzung der konkret zu untersuchenden Gruppe über die Erstellung von Fragestellungen, Klärung der methodischen Vorgehensweise über die Datenerhebung bis zur Auswertung und Präsentation der Ergebnisse (letzteres im SS 05). Das Seminar ist auf zwei Semester konzipiert. Die Teilnahme setzt die Bereitschaft zur aktiven Beteiligung an der praktischen Forschungsarbeit voraus.

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KOLLOQUIEN UND ANDERE VERANSTALTUNGEN

 

Dr. Edith Franke

Kolloquium für Examenskandidaten und Fortgeschrittene

CO 2, Fr. 14-16 Uhr, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 22.10.2004

Das Kolloquium dient der Vorstellung und Diskussion von laufenden bzw. beabsichtigten Magister- und Examensarbeiten. Die Vorhaben sollen in Form kurzer Arbeitspapiere dargelegt und gemeinsam im Hinblick auf methodische Durchführung und die theoretisch-systematische Kontextuierung besprochen werden.

Darüber hinaus können auch relevante aktuelle religionswissenschaftliche Publikationen diskutiert werden.

Interessierte Teilnehmer und Teilnehmerinnen setzen sich bitte mit der Seminarleiterin in Verbindung.

Die erste Sitzung findet am 22.10.2004 um 14 Uhr statt.

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Prof. Dr. Christiane Lemke / Dr. Jutta Joachim / Dr. Ines Katenhusen

Forschungskolloquium Europäische Integration

CO 2, Di 18-20, grundsätzlich 14-tägig, Schneiderberg 50, Raum V411, Programm und Beginn siehe Aushang.

In diesem Kolloquium werden neuere Forschungsansätze und Ergebnisse zur europäischen Entwicklung zur Diskussion gestellt. Europäische Integration soll dabei in ihren politischen, historischen und sozio-kulturellen Dimensionen behandelt werden. Das Kolloquium findet im Rahmen des Fachbereich-Schwerpunktes „European Studies“ statt und wird mit GastrefentInnen aus dem In- und Ausland durchgeführt.

Weitere Informationen sind den Websites zu entnehmen: www.gps.uni-hannover.de/europe

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