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Proseminare
Prof.
Dr. Dr. Peter Antes
Einführung in die islamische Mystik (Lektürekurs)
SE 2, Do 11-13, Raum: siehe
Aushang, Beginn: 24.10.2002
Der Islam wird in der öffentlichen Wahrnehmung heute
meistens mit der Scharia und dem religiösen Fundamentalismus
identifiziert. Die "Innenseite" dieser Religion dagegen
kommt selten zur Sprache. Das Seminar will daher anhand von Texten (in
Übersetzung) in die Vorstellungen vom Satan, von der Triebseele und
vom Menschen in der islamischen Mystik sowie danach systematisch in
den mystischen Weg einführen und auf diese Weise einen ganz anderen
Islam darstellen als den der "Außenseite" mit Gesetz und
Vorschriften.
Literaturempfehlung:
Antes, Peter: Art. Islam. III. Mystik, in Lexikon für
Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger, hrsg. von Walter
Kasper ..., Freiburg i. Br. - Basel - Rom - Wien: Herder, 3. völlig
neu bearbeitete Aufl. Bd. 5 (1996) col. 624f;
Gramlich, Richard: Die schiitischen Derwischorden Persiens, Teil
II: Glaube und Lehre, Wiesbaden 1976;
Schimmel, Annemarie: Mystische Dimensionen des Islam, Köln
1985 (auch als Taschenbuch);
Schimmel, Annemarie: Sufismus und Volksfrömmigkeit, in
Annemarie Schimmel u.a.: Der Islam III. Islamische Kultur -
zeitgenössische Strömungen - Volksfrömmigkeit, Stuttgart -
Berlin - Köln 1990 S. 157-266.
Textvorlage für die Lektüre:
Gramlich, Richard: Islamische Mystik. Sufische Texte aus
zehn Jahrhunderten, Stuttgart - Berlin - Köln 1992 (im Folgenden
zit. Gramlich, Mystik).
Einführung und Festlegung des endgültigen Verlaufsplanes
31.10.2002 - Sufitum (Gramlich,
Mystik S. 23f)
07.11.2002- Der Satan
(Gramlich, Mystik S. 41-45)
14.11.2002- Die Triebseele
(Gramlich, Mystik S. 35f)
21.11.2002 - Die mystische Erkenntnismethode (Gramlich, Mystik S. 22f; 15-17; 115-117; 270-272)
28.11.2002 - Mystisches Grundvokabular (Gramlich, Mystik S. 50-65; 95-99; 103-110; 268f)
05.12.2002 - Novizentum und Sitten (Gramlich, Mystik S. 80-94; 223-229; 302-309)
12.12.2002 - Erzählungen über Mystiker (Gramlich, Mystik S. 80-84; 147-150)
19.12.2002 - Die Gottesfreunde
(Gramlich, Mystik S. 29-37; 180-183)
Weihnachtspause
09.01.2003 - Der Beginn des mystischen Weges (Gramlich, Mystik S. 24-28)
16.01.2003 - Aufstieg und Vervollkommnung im mystischen Weg (Gramlich, Mystik S. 28-35)
23.01.2003 - Der vollkommene Mensch
(Gramlich, Mystik S. 260-268)
30.01.2003 - Die
Entwerdung
(Gramlich, Mystik S. 17-22; 139f)
06.02.2003 - Fazit und Ausblick
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Dr.
Edith Franke
Einführung in die Religionswissenschaft: Hinduismus,
Buddhismus, Islam
SE 2, Fr 11-13, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn:
25.10.2002
Ziel des Seminars ist es, grundlegende Kenntnisse in drei großen
religiösen Traditionen, Hinduismus, Buddhismus und Islam zu
vermitteln und einen Einblick in das Selbstverständnis des Fachs
Religionswissenschaft zu geben. Darüber hinaus sollen auch praktische
Probleme des Studiums behandelt werden und eine Einführung in die
Technik wissenschaftlichen Arbeitens erfolgen.
Die Unterrichtsmethoden umfassen u.a. Referate, schriftliche
Hausarbeiten und Literaturrecherchen ebenso wie die Lektüre
grundlegender Literatur und qualifizierte Diskussionen. Wie die
erfolgreiche Teilnahme abgeschlossen werden kann, ist ebenso wie die
Verteilung der Referate Thema der ersten Sitzung.
Allgemeine Literaturhinweise zur Einführung:
Antes, Peter (Hg.): Die Religionen der Gegenwart:
Geschichte und Glauben. München 1996;
Clarke, Peter B.: Atlas der Weltreligionen. Entstehung,
Entwicklung, Glaubensinhalte. 3. Auflage München 1998;
Lott, Jürgen (Hg.): Sachkunde Religion II. Stuttgart u.a.
1985;
Smart, Ninian: Atlas der Weltreligionen. Köln 2000;
Stolz, Fritz: Grundzüge der Religionswissenschaft. Göttingen
3. Auflage 2001.
Weitere Literaturempfehlungen können der im Seminar für
Religionswissenschaft erhältlichen einführenden Literaturliste
entnommen werden.
25.10.2002
- Semesterplanung und
allgemeine Einführung: Was ist Religionswissenschaft?
01.11.2002
- Wissenschaftliche
Arbeitsweisen: Bibliographieren, Technik der Nachweise etc.
08.11.2002
- Gegenstand und Aufgabe
der Religionswissenschaft
15.11.2002
- Glaubensgrundlagen der
großen Religionen - Die Lehre von der Wiedergeburt und Einmaligkeit
des Lebens
22.11.2002
- Hinduismus I: Die
Problematik des Begriffs "Hinduismus"
29.11.2002
- Hinduismus II: Erlösungswege
und Erlösungsziele im Hinduismus
06.12.2002
- Hinduismus III: Moderner
Hinduismus
13.12.2002
- Buddhismus I: Der
historische Buddha und seine Lehrr
20.12.2002
- Buddhismus II: Theravada
und Mahayana Buddhismus
Weihnachtspause
10.01.2003
- Buddhismus III:
Buddhismus im Westen
17.01.2003
- Islam I: Mohammed und der
Koran
24.01.2003
- Islam II: Sunniten und
Schiiten
31.01.2003
- Islam III: Gegenwärtige
Tendenzen im Islam: Zwischen Islamisierung und Verwestlichung
Abschlußsitzung:
Was ist Religion?
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Dr.
Dr. Bertram Schmitz
Der Hinduismus aus der Sicht gegenwärtiger hinduistischer
Autoritäten und deren religionshistorischen Grundlagen
SE 2, Do 14-16, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn
24.10.2002
Auch wenn der Hinduismus als eine der vielgestaltigsten
Religionen oder gar als ein Konglomerat von Religionen gilt, so sind
es doch einzelne Autoritäten, die das Selbstverständnis dieser
Religion und ihrer Lehrmeinungen in der Gegenwart prägen und als
authentische Glaubenszeugen ihre Position innerhalb der eigenen und
gegenüber anderen Religionen vertreten und verteidigen. Auf welche
Tradition stützen sie sich und wie aktualisieren sie ihre Religion
dem gegenwärtig lebenden Hindu? Am Beispiel des Pujyashri
Candrasekharendra Sarasvati Svami, der von 1907 bis in das letzte
Jahrzehnt hinein als eine solche bedeutsame Autorität, als der 68.
Shankaracharya von Kanchi, den traditionellen Hinduismus lehrte
und lebte soll ein solches authentisches Zeugnis in seinem Kontext und
seinen religionsgeschichtlichen Grundlagen untersucht und westlichen
Hinduismuslehrbüchern gegenübergestellt werden. Auf diese Weise wird
auch eine Einführung in Zentralthemen des Hinduismus insgesamt
gegeben. – Im Verlaufsplan ist vorgesehen, abwechselnd Themen der
gegenwärtigen Hinduismusinterpretation insbesondere dieses
Shankaracharya und dann deren religionsgeschichtliche Grundlage zu
behandeln. Die Schwerpunktthemen des Verlaufsplans sind vorläufig und
können auf Wunsch der Teilnehmenden geändert werden.
Literatur:
Aiyer, Bala N., Principals
and Practice of Hindu Religion, Mumbai 1999;
Glasenapp, Helmuth v.: Die Philosophie der Inder - Eine Einführung
in ihre Geschichte und ihre Lehren, Stuttgart 1985;
Gonda, Jan: Die Religionen Indiens, Bd. 1, 1978 (Religionen der
Menschheit Bd. 11);
Michaelis, Axel: Der Hinduismus - Geschichte und Gegenwart, München
1998;
Pujyashri Candrasekharendra Sarasvati Svami, Hindu - Dharma, The
Universal Way of Life, Mumbai (Indien) 2000.
24.10. 2002 - Einführung in das Thema und Festlegung des
Verlaufplans
31.10. 2002 - „Religion im Spannungsfeld zur modernen
Gesellschaft“ (aus der Sicht des
Shankaracharya)
07.11. 2002 - Übersicht
über die indische religiöse Literatur
14.11.2002 - „Das Familienleben und der Sinn des
Rollenverhaltens“
21.11.2002 - Hinduistischer Kontext und Quellengrundlage
28.11.2002 - „Die
Gesellschaftsordnung und die Unterschiedlichkeit der Menschen“
05.12.2002 - Hinduistischer Kontext und Quellengrundlage
12.12.2002 - „Das Leben eines Brahmanen / Priesters“
19.12.2002 - Hinduistischer
Kontext und Quellengrundlage
09.01.2003 - „Opferrituale"
16.01.2003 - Hinduistischer Kontext und Quellengrundlage
23.01.2003 - „Der Sinn und die Bestimmung des Lebens und
der Religion“
30.01.2003 - Hinduistischer
Kontext und Quellengrundlagen
06.02.2003 - „Die Überlegenheit
des Hinduismus“
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Dr.
Gustav-Adolf Schoener
Wie
entsteht Religion? – Antworten einiger Klassiker Teil II
SE
2, Di 14-16, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 22.10.2002
Dieses Seminar führt die im SS 2002 begonnene Darstellung
der Klassiker der Religionswissenschaft fort. Während im
vorangegangenen Semester einige Hauptvertreter der Gründergeneration
Beachtung fanden und je nach ihrer Antwort auf die Frage nach der
Entstehung von Religion anthropologische, soziologische und
empirisch-ethnologische Ansätze lieferten, sollen nun Vertreter mit
theologischen und religionsphänomenologischen Ansätzen zu Wort
kommen. Im Unterschied zur erstgenannten Forschergruppe stehen hier
weniger strenge wissenschaftliche Methoden und eher die Frage nach dem
menschlichen Erleben im Vordergrund. Der Rahmen ist hier weiter
gesteckt und nicht in allen Fällen können die Vertreter im strengen
Sinne als Religionswissenschaftler bezeichnet werden. Ihre
Forschungsergebnisse und ihre Methoden lassen aber keinen Zweifel
daran, daß sie für das Fachgebiet Religionswissenschaft Wichtiges
beigetragen haben.
Grundlagenliteratur:
Cancik, Hubert: Feststellung und Festsetzung
religionswissenschaftlicher Grundbegriffe, in: HrwG (Handbuch
religionswissenschaftlicher Grundbegriffe) Bd. I, 19-25;
Girard, René: Das Ende der Gewalt – Analyse des Menschheitsverhängnisses,
Freiburg/Br. 1983;
Gladigow, Burkhard: Gegenstände und wissenschaftlicher Kontext von
Religionswissenschaft, in: HrwG Bd. I, 26-40;
Kehrer, Günter: Artikel „Religion, Definition von“, in:
HrwG Bd. IV, 418-425;
Kohl, K.-H.: Geschichte der Religionswissenschaft, in: HrwG
Bd. I, 217-262;
Michaels, Axel (Hg.): Klassiker der Religionswissenschaft, München
1997.
Weiterführende Literatur wird zu Beginn des Seminars
angegeben.
22.10.2002 - Einführung
29.10.2002 - Theologische,
religionsphänomenologische und kunstgeschichtliche Beiträge zur
Religionswissenschaft.
05.11.2002 - Friedrich
Schleiermacher (1768-1834)
12.11.2002 - Nathan Söderblom
(1866-1931)
19.11.2002 - Wilhelm
Schmidt (1868-1954)
26.11.2002 - Rudolf
Otto (1859-1957)
03.12.2002 - Mircea
Eliade (1907-1986)
10.12.2002 - Gerardus
van der Leeuw (1890-1950)
17.12.2002
- Victor Witter Turner (1920-1983)
07.01.2003 - Sigmund
Freud (1856-1939)
14.01.2003 - René
Girard
21.01.2003
- Carl Gustav Jung (1875-1961)
28.01.2003 - Abraham
Maslow
04.02.2003 - Abschlußsitzung
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FACHDIDAKTIK
Dr.
Dr. Bertram Schmitz
Das religiöse Leben im Judentum und Islam
SE 2, Do 16-18, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn
24.10.2002
Die beiden Nachbarreligionen Judentum und Islam zeichnen sich
dadurch aus, daß über die Feiertage hinaus auch für das Verhalten
im Alltag z. B. durch Speise- oder Verhaltensvorschriften Weisungen
gegeben sind. In welcher Weise soll das religiöse Leben durch diese
Weisungen gestaltet werden? Wie sehen sie im Einzelnen aus? Was ist
ihre Grundlage in Überlieferung und Tradition innerhalb dieser
Religionen? Beide Religionen werden in diesem Seminar dargestellt, auf
ihre Grundlagen hin untersucht und – soweit dies sinnvoll ist auch
mit dem Christentum, als schon bekanntem Element – einander gegenübergestellt.
Als Methoden der Vermittlung sollen z. B. die humorvolle
Kurzgeschichte als Impuls und der Umgang mit rituellen Handlungen als
erfahrbares Nachvollziehen verwendet werden.
Literatur:
Antes, Peter: Der Islam, Religion - Ethik - Politik,
Stuttgart etc. 1991, 58-97;
DeVries, S. Ph.: Jüdische Riten und Symbole, Wiesbaden 1981;
Ende, Werner / Steinbach, Udo (Hg): Der Islam in der Gegenwart,
München 1984.
Fohrer, Georg: Glaube und Leben im Judentum, Wiesbaden 1985;
Ganzfried, Schelomo: Kizzur Schulchan Aruch, 2 Bde., Basel
1988;
Gätje, Helmut: Koran und Koranexegese, Zürich / Stuttgart
1971, 248-282;
Kolatch, Alfred J.: Jüdische Welt verstehen, Sechshundert Fragen
und Antworten, Wiesbaden 1997;
24.10.2002 - Einführung in das Thema und Festlegung des
Verlaufplans
31.10.2002 - Die Feier
der Geschichte und Identität der eigenen Religion im Judentum
07.11.2002 - Die
Feier der Geschichte und Identität der eigenen Religion im Islam
14.11.2002 - Quellenlage im Judentum und Islam zum religiösen
Leben
21.11.2002 - Weisungen
für das Essen im Judentum
28.11.2002 - Weisungen
für das Essen im Islam
05.12.2002 - Die alltägliche
Beziehung zu Gott im Ritual I
12.12.2002 - Die alltägliche Beziehung zu Gott im Ritual II
19.12.2002 - Die religiöse
Erziehung der Kinder
09.01.2003 - Das beständige
Lernen der Erwachsenen
16.01.2003 - Der religiöse
Jahreslauf
23.01.2003 - Das
mitmenschliche Verhalten in der Gesellschaft
30.01.2003 - Die
Aufgaben in der Familie
06.02.2003 - Der individuelle und situationsbedingte Umgang
mit den Weisungen
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HAUPTSEMINARE
Prof.
Dr. Dr. Peter Antes
Weltreligionen im Internet
SE 2, Do 9-11, Raum: Multimediaseminarraum, Appelstraße 4,
Beginn: 24.10.2002
Das Internet gehört heute zusammen mit den Printmedien zu
den wichtigsten Informationsquellen für die wissenschaftliche
Forschung. Dies gilt auch für die Religionswissenschaft, weil in
zunehmendem Maße die Religionen, insbesondere die großen
Weltreligionen, dieses Medium zur Selbstdarstellung nutzen und auf
diese Weise aktuelle Informationen bereit stellen, die in die
gegenwartsbezogene religionswissenschaftliche Forschung einbezogen
werden müssen.
Das Seminar will hierzu eine erste Einführung bieten, um
einerseits die Relevanz dieser Informationen für die Forschung
deutlich zu machen und andererseits Orientierungshilfen für den
kritischen Umgang damit zu erarbeiten.
Literatur:
Eisele, Markus (Hrsg.): Internet-Guide Religion, Gütersloh,
2. aktualisierte Auflage 2001 (GTB 936).
24.10.2002 - Einführung und Festlegung des endgültigen
Verlaufsplanes
31.10.2002 - Hinduismus
(Die Religion des Hinduismus, Gurus und Neohinduismus)
07.11.2002 - Buddhismus
(Die Religion des Buddhismus, Richtungen und Sekten, Buddhismus in
Europa/Deutschland)
14.11.2002 - Erstes
Fazit und Erstellung eines Kriterienkataloges zur Beurteilung der
Selbstdarstellungen durch Religionen (Ort: Seminarraum, Im Moore 21)
21.11.2002 - Judentum
(allgemeine Informationen, jüdisches Leben in Deutschland, Kabbalah,
jüdisch-christlicher Dialog)
28.11.2002
- Islam (Die Religion des Islam)
05.12.2002 - Islam in Deutschland
(dazu u.a. auch http://www.Muslim-Markt.de)
12.12.2002 - Islam -
weltweit und insbesondere in Europa
19.12.2002 - Islam:
Sufismus, Bahai, Aleviten, Drusen und Ismailiten
Weihnachtspause
09.01.2003 - Christentum:
Die katholische Kirche (Lehre, Organisation, rel. Leben)
16.01.2003 - Christentum: Die evangelische Kirche (Lehre, Organisation, rel. Leben)
23.01.2003 - Christentum:
Evangelische Freikirchen, christliche Sekten
30.01.2003 - Christentum: Die orthodoxe Kirche (Lehre, Organisation, rel. Leben)
06.02.2003 - Christentum:
Ökumene sowie abschließendes Fazit des Seminars
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Prof.
Dr. Karl-Fritz Daiber
Religionen
im gegenwärtigen China
SE
2, Di 9-11, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 22.10.2002
Ziel des Seminars ist eine soziologische Analyse der
derzeitigen religiösen Situation in der Volksrepublik China. Über
einen historischen Zugang erfolgt eine erste Problemeröffnung. Die
staatlichen Rahmenbedingungen sollen über die Untersuchung der
Religionspolitik aufgewiesen werden. Die Analyse des Ahnenkultes
versucht die derzeitige volksreligiöse Praxis ins Blickfeld zu
bekommen. Die Situation der unterschiedlichen Weltreligionen in China
ist in den Mittelpunkt gerückt. Die Falun Gong Bewegung steht für
neue Bewegungen im Umfeld religiöser Traditionen.
Die Arbeit im Seminar geht in theoretischer Hinsicht davon
aus, daß Religion sich kulturbezogen realisiert und darum die
jeweiligen soziokulturellen Kontexte als Variablen jeweils mitbedacht
werden müssen.
Literatur zur Einführung:
Grobe-Hagel, Karl: Hinter der Großen Mauer – Religionen
und Nationalitäten in China, Frankfurt am Main 1991.
Grundlegende Literatur:
Eichhorn, Werner: Die Religionen Chinas, Stuttgart
1973.
22.10.2002 - Einführung, Absprachen
29.10.2002 - Überblick
über die Geschichte Chinas
05.11.2002 - Die
Volksrepublik China – Politische Ordnung
12.11.2002 - Religionen
in China
19.11.2002 - Religionspolitische Rahmenbedingungen
26.11.2002 - Die religiösen
patriotischen Vereinigungen
03.12.2002 - Ahnenkult
und Volksreligion – Geschichte und Gegenwart
10.12.2002 - Konfuzianismus
- Geschichte und Gegenwart
17.12.2002 - Daoismus
– Geschichte und Gegenwart
07.01.2003 - Buddhismus
– Geschichte und Gegenwart
14.01.2003 - Islam –
Ethnische Minderheitenreligion
21.01.2003 - Katholizismus
28.01.2003 - Protestantismus
04.02.2003 - Neue
religiöse und quasi-religiöse Bewegungen: Falun Gong und andere
Gruppierungen
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Dr. Verena Dohrn
Lesarten der Bibel – jüdische und christliche im Vergleich
SE 2, Di 16-18, Raum: Im Moore 21,
Seminarraum, Beginn: 22.10.2002
Für Juden wie für Christen ist die hebräische Bibel die
erste und grundlegendste Schrift, das Fundament des hagiographischen
Kanons, auf deren Autorität sich auch die islamische Hagiographie,
der Koran, bezieht. Die Juden nennen sie Tanach nach dem Akronym für
die einzelnen Bestandteile: Tora / Lehre – Neviim / Propheten –
Ketuvim / Schriftwerke. Die Christen bezeichnen sie gemeinhin als
Altes Testament im Unterschied zum Neuen. Jüdische Gelehrte und
Priester haben die hebräische Bibel zusammengestellt und kanonisiert.
In der Form der ersten griechischen Übersetzung (Septuaginta) wurde
sie an die Anhänger der Apostel des neuen, christlichen Glaubens
vermittelt. Seitdem konkurrieren christliche mit jüdischen Lesarten
der Bibel. Im jüdischen Kontext ist sie nicht ohne den Talmud zu
verstehen, im christlichen nicht ohne das Neue Testament. Tanach und
Altes Testament werden bis heute im Reflex der jeweiligen später
formulierten partikularistischen Lehren gelesen und interpretiert. An
zentralen, spektakulären und bis heute aktuellen Topoi, Lehren und
Fragen – Schöpfung, Sünde, Liebe, Tod, Erlösung ... – soll den
unterschiedlichen Lesarten in vergleichender Lektüre nachgegangen
werden.
Literaturempfehlungen:
*Hebräische Bibel in der verschiedenen Übersetzungen
(Leopold Zunz, Moses Mendelssohn, Martin Buber und Franz Rosenzweig);
*Altes und Neues Testament in verschiedenen Übersetzungen (Martin
Luther, Ulrich Zwingli).
Sekundärliteratur wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben.
Zu den mit * gekennzeichneten Themen können Referate
angefertigt werden.
22.10.2002 - Der Text
als Ganzes und in seinen Teilen I
29.10.2002 - Der Text
als Ganzes und in seinen Teilen II
05.11.2002 - Die Schöpfung*
12.11.2002 - Namen,
Bilder, Begriffe von Gott*
19.11.2002 - Sünde*
26.11.2002 - Satan und
das Böse*
03.12.2002 - Liebe,
Sexualität und Familie*
10.12.2002 - Liebe,
Sexualität und Familie*
17.12.2002
- Geschehnis, Wunder und
Geschichte*
Weihnachtspause
07.01.2003 - Geschehnis,
Wunder und Geschichte*
14.01.2003 - Tod und Erlösung*
21.01.2003 - Tod und
Erlösung*
28.01.2003 - Tora, Bund
und Testament*
04.02.2003 - Abschließende Diskussion
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Dr. Edith Franke
Religionen vor Ort als Gegenstand religionswissenschaftlicher Forschung
SE 2, Fr 9-11, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn
25.10.2002
In diesem Seminar sollen religiöse Gemeinschaften und
Gruppierungen in Hannover bzw. im Raum Hannover, also „Religionen
vor Ort“, erkundet werden. Ziel ist es, einen Überblick über in
Hannover vorhandene Religionsgemeinschaften zu erhalten sowie Methoden
zur Erforschung aktueller religiöser Traditionen kennenzulernen und
ihre Anwendung zu erproben. Dies schließt die Erstellung einer Präsentation
der Forschungsvorhaben, beispielsweise im Rahmen eines Kurzportraits
der jeweiligen Gemeinschaft, mit ein.
Nach einer Einführung in die Grundlagen empirischer
Religionsforschung und der genaueren Erarbeitung spezieller
Forschungsmethoden (z.B. teilnehmende Beobachtung, Interviews) sollen
die Seminarteilnehmer/innen in kleinen Gruppen ein Forschungsprojekt
planen und durchführen. Der Ablauf reicht von der Benennung des
Gegenstands, Sichtung des Forschungsstandes, der Entwicklung von
Fragestellungen, der Auswahl und Erstellung der methodischen
Vorgehensweise über die Datenerhebung bis zur Auswertung und Präsentation
der Ergebnisse.
Das Seminar ist auf zwei Semester konzipiert. Die Teilnahme
am Seminar ist nur sinnvoll, wenn die Bereitschaft zur aktiven
Mitarbeit in der „Feldforschung“ und zur Teilnahme am Folgeseminar
im Sommersemester besteht.
Die detaillierte Planung des Seminars erfolgt in der ersten
Sitzung.
Beginn der Lehrveranstaltung ist am 25.10.2002.
Literatur:
Antes, Peter: Systematische Religionswissenschaft. Eine
Neuorientierung. In: ZMR, 70, 1986, 214-221;
Baumann, Martin: Qualitative Methoden in der Religionswissenschaft.
REMID Schriftenreihe, Marburg 1998;
Flick, Uwe u.a. (Hg.): Handbuch qualitativer Sozialforschung. München
1991;
Franke, Edith / Matthiae, Gisela / Sommer, Regina (Hg.): Frauen
Leben Religion. Ein Handbuch empirischer Forschungsmethoden.
Stuttgart u.a. 2002;
Greschat, Hans-Jürgen (Hg.): Mündliche Religionsforschung.
Erfahrungen und Einsichten. Berlin 1994;
Herrmann Ruttmann: Religionen – Kirchen – Konfessionen.
Glaubensgemeinschaften in Marburg. [eine Studie des
Religionswissenschaftlichen Medien- und Informationsdienstes e.V.
REMID] Marburg 1993;
Kantowsky, Detlef: Möglichkeiten und Grenzen der teilnehmenden
Beobachtung als Methode der empirischen Sozialforschung. In:
Soziale Welt, 428-434;
Klöckner,
Michael / Tworuschka, Udo (Hg.), Handbuch der Religionen. Kirchen
und andere Glaubensgemeinschaften in Deutschland, Landsberg 1997;
Michael N. Ebertz / Franz Schultheis: Einleitung: Populare
Religiosität. In: Michael Ebertz / Franz Schultheis (Hg.): Volksfrömmigkeit
in Europa. Beiträge zur Soziologie der Religiosität aus 14 Ländern.
München 1986, 11-52;
Reinhard Henkel: Atlas der Kirchen und anderen
Religionsgemeinschaften in Deutschland. Ein Religionsgeographie.
Stuttgart u.a. 2001;
Seiwert, Hubert: Systematische
Religionswissenschaft: Theoriebildung und Empiriebezug. In: ZMR,
61, 1977, 1-18;
Witzel, Andreas: Verfahren der qualitativen
Sozialforschung. Überblick und Alternativen. Frankfurt a. M., New York 1982.
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Prof. Dr. Dr. Birgit Heller
Sterben,
Tod und Trauer in den Weltreligionen
SE 2, Blockseminar, Fr 15.11. (13:30-16:30) Vorbesprechung,
Mi 22.01. (13.30-19:00), Fr 24.01. (13:30-20:30), Sa 25.01.
(9:30-15:00), Raum: Im Moore 21, Seminarraum
Von Rainer Maria Rilke stammt der Satz: „Herr, gib jedem
seinen eigenen Tod.“ Dieser je eigene Tod ist allerdings nicht nur
biographisch grundgelegt, sondern steht in einem größeren religiös-kulturellen
Kontext. Welche Vorstellungen, Riten, Erwartungen und Deutungen das
Erleben von Sterben, Tod und Trauer in den Weltreligionen prägen, ist
Inhalt dieses Seminars. Es geht um die vielfältigen Aspekte der ars
moriendi in den großen Religionen der Gegenwart, die zutiefst
immer auch eine ars vivendi
ist, da sie der Bewältigung des Todes dient. Migration und
medizinisch-technischer Fortschritt haben das menschliche Sterben in
der Moderne mit neuen Problemen behaftet, die eine Herausforderung für
die religiösen Traditionen darstellen.
Literaturempfehlung:
Barloewen, C.v. (Hg.): Der Tod in den Weltkulturen und
Weltreligionen, München 1996;
Coward, H. (Hg.): Das Leben nach dem Tod in den Weltreligionen,
Freiburg i.B. 1998;
Georg Schwikart: Sterben, Tod und Trauer in den Weltreligionen,
Gütersloh 1999;
Parkes, C.M. u.a. (Hg.): Death and Bereavement Across Cultures,
London 1997.
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PD Dr. Adelheid Herrmann-Pfandt
Gewalt und Gewaltlosigkeit im Hinduismus und Buddhismus
SE 2, Fr 14-18, 14tägig, Raum: Im Moore 21, Seminarraum,
Beginn 01.11.2002
Religiös motivierte Gewalt, sei es im Rahmen des Versuchs,
"ungläubige" Menschen zum jeweiligen Glauben zu bekehren,
sei es als innerhalb religiöser Sozialsysteme angesiedelte
strukturelle Gewalt, um Einzelne oder Gruppen zu konformem Verhalten
zu disziplinieren, sei es schließlich als rituelle Gewalt, z. B. in
Opferritualen, gibt es in den meisten religiösen Traditionen, ebenso
wie hierzu gegenläufige religiöse Ablehnung von Gewalt. In diesem
Seminar wollen wir zwei Traditionen untersuchen, die als Urheber einer
der wichtigsten Gewaltlosigkeitstraditionen der Religionsgeschichte
gelten, zugleich aber auch diverse Formen religiöser Gewalt
aufweisen. Vor dem Hintergrund verschiedener Theorien zu Gewalt und
Religion wollen wir am Beispiel von Hinduismus und Buddhismus eine
Systematik religiöser Gewaltformen erarbeiten. Ein wichtiger Teil des
Seminars soll ferner prominenten Vertretern der Gewaltlosigkeit in
Hinduismus und Buddhismus gewidmet sein.
Referentinnen und Referenten sind gebeten, sich bis zur
ersten Sitzung am 01.11.2002 in die am Schwarzen Brett des
Religionswissenschaftlichen Seminars aushängende Referatsliste
einzutragen (oder mit mir per Telefon oder Email ein eigenes Thema
abzusprechen) und möglichst frühzeitig mit der Arbeit an den Referaten
zu beginnen. Schriftlich ausgearbeitete Referate bzw. Hausarbeiten (höchstens
20 Seiten) sollten in der Regel in der auf den Vortragstermin
folgenden Sitzung abgegeben werden. Von Hausarbeiten wird erwartet, daß
sie sich formal eng an die im Seminar erhältliche Broschüre Zur
Einführung in das Studium der Religionswissenschaft, S. 12-34,
halten und orthographisch korrekt abgefaßt sind.
Einführungsliteratur (vor Beginn der Veranstaltung zu
lesen):
Hall, John R.: "Religion
and Violence: Social Processes in Comparative Perspective",
Chapter prepared for the Handbook for the Sociology of Religion,
ed. Michele
Dillon, Cambridge University Press (forthcoming), final version Nov.
2001, einstweilen zum Ausdruck erhältlich unter: http://chsc.ucdavis.edu/JohnRHall.html
Verbindliche Vorbereitungs- und Einführungssitzung
01.11.2002 - Einführung in die Theorie und Systematik der
religiös motivierten Gewalt
Vorbesprechung der Referate und Gelegenheit zum Kopieren von
in Hannover nicht vorhandener Sekundärliteratur.
Literatur:
Appleby, R. Scott, The
Ambivalence of the Sacred: Religion, Violence, and Reconciliation,
Lanham, Maryland, 2000;
Burkert, Walter, Homo necans: Interpretationen
altgriechischer Opferriten und Mythen, Berlin-New York, 1972, 21997
(trotz Bezug auf Griechenland wichtiges theoretisches Grundlagenwerk);
Candland, Christopher, The
Spirit of Violence: An Interdisciplinary Bibliography of Violence and
Religion, New York, 1992;
Girard, René, Le violence et le sacré, Paris, 1972 (dt.: Das
Heilige und die Gewalt, Frankfurt a. M., 1992 u. ö.);
Kakar, Sudhir, The Colors of Violence: Cultural Identities,
Religion, and Conflict, Chicago, 1996;
Wim Beuken, Karl-Josef Kuschel, Maryknoll (ed.): Religion as a
Source of Violence? N.
Y., 1997.
16.11.2002 - Strukturelle
Gewalt im Hinduismus (ausnahmsweise Samstags)
Referatsthemen:
a)
Kastensystem
b) Geschlechterhierarchie
Literatur:
Dumont, Louis, Homo
Hierarchicus: An Essay on Caste System, Chicago, 1970;
John Stratton Hawley (ed.): Sati: The Blessing and the Curse. The
Burning of Wives in India, New York-Oxford, 1994;
Krack, Rainer, India obscura: Außenseiter und Merkwürdigkeiten
der indischen Gesellschaft, Bielefeld, 1986;
Reiter, Anna, "Die Tochter ist das ärgste Elend": Wie
Frauen in Indien zu Frauen gemacht werden, Frankfurt - New York,
1997.
22.11.2002 - Die
Bhagavadgita und die Pflicht zum heiligen Krieg
Referatsthemen: Einschlägige Texte der Bhagavadgita
und ihre Rezeption im politischen Hinduismus.
Literatur:
Die Bhagavadgita: Sanskrittext mit Einleitung und Kommentar
von S[arvepalli] Radhakrishnan, mit dem indischen Urtext verglichen
und übers. von Siegfried Lienhard, Wiesbaden, o. J.;
Ehrenreich, Barbara, Blood Rites: Origin and History of
the Passions of War, New York, 1997 (dt.: Blutrituale: Ursprung
und Geschichte der Lust am Krieg, München, 1997);
Gandhi, M[ohandas] K[aramchand],
The Bhagavadgita, New Delhi, o. J.
06.12.2002 - Gewalt im
Buddhismus: Beispiele aus Japan, Tibet und Sri Lanka
Referatsthemen: a) Aum Shinrikyo
b) Gewaltsymbolik und Magie im tib. Buddhismus
c) Religions- und ethnischer Krieg in Sri Lanka
Literatur:
Brück, Michael von, Religion und Politik im tibetischen
Buddhismus, München, 1999;
Herrmann-Pfandt, Adelheid, "Mit gefletschten Zähnen das
Mitgefühl der Buddhas verkörpern: Ein Versuch zur Deutung
furchterregender Gottheiten im tantrischen Buddhismus",
Tribus (Stuttgart) (im Druck);
Reader, Ian, Religious
Violence in Contemporary Japan: The Case of Aum Shinrikyo,
Honolulu: Univ. of Hawaii Press, 2000;
Tambiah, Stanley Jeyaraja, Buddhism Betrayed?: Religion, Politics
and Violence in Sri Lanka, Chicago: Univ. of Ch. Press, 1992.
20.12.2002 - Gewalt(symbolik)
in Ritual, Askese und Meditation
Referatsthemen:
a)
Rituelle Gewalt
b) Gewaltsymbolik hinduistischer Gottheiten
c) „Linkshändiger“ Tantrismus
Literatur (siehe
auch unter 01.11.2002):
Hamerton-Kelly, Robert G.
(ed.): Violent Origins: Walter Burkert, René Girard, and Jonathan
V. Smith on Ritual Killing and Cultural Formation, Stanford
University Press, 1987;
Krack (s. u. 16.11.2002);
Lorenzen, David N., The Kapalikas and Kalamukhas: Two Lost Saivite
Sects, Delhi, 1972 u. ö.;
Michaels, Axel; Vogelsanger, Cornelia; Wilke, Annette (ed.): Wild
Goddesses in India and Nepal, Bern (u. a.), 1996 (Studia religiosa
Helvetica Jahrbuch. 2.);
Pfirrmann, Gustav, Religiöser Charakter und Organisation
der Thag-Brüderschaften, Phil. Diss.
Tübingen, 1970;
Svoboda, Robert E., Aghora:
At the Left Hand of God, New York, 1986, repr. Calcutta, 1993 u. ö.
17.01.2003 - Propheten
der Gewaltlosigkeit: Mahatma Gandhi und der XIV. Dalai Lama
Referatsthemen: Gewaltlosigkeitskonzepte und
-politik Mahatma Gandhis und des XIV. Dalai
Lama.
Literatur:
Dalai Lama, Freedom in
Exile: The Autobiography, London, 1990;
Dalai Lama/Jean-Claude Carrière, Violence and Compassion, New
York, 2001 (zahlr. weitere Bücher des Dalai Lama ebenfalls
hilfreich);
Erikson, Erik H., Gandhi's Truth: On the Origins of Militant
Non-Violence, London, 1969 (dt. Frankfurt
a. M., 1971);
Gandhi, Mohandas Karamchand, An
Autobiography or The Story of My Experiments with Truth, Ahmedabad,
1927 u. ö. (auch dt.);
Herrmann-Pfandt, Adelheid, "Zur Friedenspolitik des Dalai
Lama, ihren Wurzeln und ihren Konsequenzen", unpubliziertes
Manuskript, 1991;
Klimkeit, Hans-Joachim, Der politische Hinduismus: Indische Denker
zwischen religiöser Reform und politischem Erwachen, Wiesbaden,
1971, 280-301;
Pahnke, Donate, Ethik und Geschlecht: Menschenbild und Religion in
Patriarchat und Feminismus, Marburg, 1991 (Religionswiss. Reihe.
3.), 100-108.
31.01.2003 - Systematischer
Rückblick: Globale Konflikt- und Friedenspotentiale von Hinduismus
und Buddhismus
Abschlußdiskussion
Literatur:
siehe zu den vorherigen Sitzungen.
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Dr.
Gustav-Adolf Schoener
Gnosis
und Gnostizismus
SE 2, Di 11-13, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn:
22.10.2002
Die Gnosis (= Erkenntnis) ist eine religiöse Strömung, die
in der Zeit des entstehenden und frühen Christentums weit verbreitet
ist und die bis ins Mittelalter hinein mit der christlichen Kirche
konkurriert. In der religionswissenschaftlichen Forschung wird unter
dem Begriff Gnosis das Erkennen von göttlichen Geheimnissen
verstanden, während Gnostizismus die Vielzahl von Systemen einzelner
Lehrer meint, die kaum (abgesehen vom Manichäismus) als organisierte
Religion auftreten. Dabei sind in den gnostischen Lehren viele
Elemente aus dem Christentum und Judentum, auch aus dem Zoroastrismus
und aus hermetischen und griechisch-hellenistischen Lehren entnommen
(später gibt es auch eine islamische Gnosis), so daß nicht immer
klar ist, wo die Grenzen zu diesen traditionellen Religionen liegen
und aus welchen Quellen sich die gnostische Grundströmung speist. In
diesem Seminar sollen der Forschungsstand zur Gnosis und einzelne
gnostische Systeme historisch und systematisch erarbeitet werden.
Als Literatur zur Einleitung und Übersicht über das Thema
empfiehlt sich:
Markschies, Christoph: Die Gnosis, München 2001. Im
Handel ist es für 7,50 EUR erhältlich (Beck’sche Reihe).
Gnosisforschung:
Bousset, Wilhelm: Hauptprobleme der Gnosis, Göttingen
1907;
Brumlik, Micha: Die Gnostiker, der Traum von der Selbsterlösung
des Menschen, Frankfurt/M. 1995;
Colpe, Carsten: Artikel Gnosis II. In: RAC;
Iwersen, Julia: Gnosis und Geschichte, Hamburg 1994;
Jonas, Hans: Die Botschaft des fremden Gottes, Frankfurt/M.
1999;
Leipoldt, J./Grundmann, W.: Umwelt des Urchristentums I, Berlin
51966;
Rudolph, Kurt: Die Gnosis, Göttingen 31994;
Ders.: Gnosis und Gnostizismus, Darmstadt 1975;
Tröger, Karl Wolfgang: Altes Testament, Frühjudentum und Gnosis,
Berlin 1980.
Dokumentationen gnostischer Schriften:
Böhlig, Alexander (Hg.): Die Gnosis – Der Manichäismus,
Zürich ²1995;
Foerster, Werner (Hg.): Die Gnosis – Zeugnisse der Kirchenväter,
Zürich 1995;
Ders.: Die Gnosis – Koptische und mandäische Quellen, Zürich,
1995;
Haardt, Robert: Die Gnosis, Salzburg 1967;
Holm, Heinz: Die islamische Gnosis. In: Bibliothek des
Morgenlandes, München 1982;
Leipoldt, J./Grundmann, W.: Umwelt des Urchristentums II,
Berlin 61980;
Lüdemann, Gerd: Bibel der Häretiker: die gnostischen Schriften
aus Nag Hammadi, Stuttgart 1997;
Robinson, James M.: The Nag
Hammadi Library in English, San Francisco 1988;
Schneemelcher, Wilhelm (Hg.): Neutestamentliche Apokryphen
I, Tübingen 61990;
Schultz, Wolfgang: Dokumente der Gnosis, Augsburg 2000;
Sloterdijk, P./Macho, Th.H.: Weltrevolution der Seele I, München
1991.
22.10.2002 - Einführung
29.10.2002 - Quellen
05.11.2002 - Wesen,
Struktur und Gruppen gnostischer Systeme
12.11.2002 - Hermetische und griechisch-hellenistische Gnosis
(Das Perlenlied, Poimandres, Abraxas)
19.11.2002 - Jüdische
Gnosis (Mandäer, Justinos, Ophiten)
26.11.2002 - Christliche
Gnosis und Christianisierte Gnosis (Sophia Jesu Christi, Evangelium
Veritates, Apokryphon Johannes, Schule des Valentinos)
03.12.2002 - Parsistische
Gnosis (Sethianer, Doketen, Simon Magus)
10.12.2002 - Offen für
weitere gnostische Schriften.
17.12.2002 - Forschungen
zur Entstehung der Gnosis und das Mandäerproblem
07.01.2003 - Der Manichäismus
14.01.2003 - Die
Stellung der Kirchenväter zur Gnosis
21.01.2003 - Paulicianer,
Bogumilen und Katharer
28.01.2003 - Moderne
Interpretationen der Gnosis (Hans Jonas)
Abschlußsitzung
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Dr. Dr. Ina Wunn
Kiwa und Sonnentanz - die Religionen der Indianer
Nordamerikas
SE
2, Mo 16-18, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 21.10.2002
Für einen Einstieg in die vielschichtige Welt der
Glaubensvorstellungen naturnah lebender Völker bieten sich die
Religionen der nordamerikanischen Indianer an: Der direkte Kontakt und
die daraus folgende Auseinandersetzung europäischer Einwanderer mit
der indigenen Bevölkerung Nordamerikas
haben indianische Religionen und Weltanschauungen bereits früh
in Europa bekannt gemacht. Eine romantisierende Sichtweise des
Schicksals der Indianervölker,
wie sie sich vor allen Dingen in der Abenteuer- und Jugendliteratur
des neunzehnten Jahrhunderts widerspiegelt, führt dazu, daß diese
Gruppe der Naturreligionen bis heute sehr viel vorurteilsfreier
wahrgenommen wird als vergleichbare Religionen z. B. des pazifischen
Raumes
Darüber hinaus sind gerade die amerikanischen Religionen
besonders geeignet, um die Vielschichtigkeit religiöser Vorstellungen
in Abhängigkeit von ihrer gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und
politischen Umwelt sowie ihren verschiedenen historischen Wurzeln zu
demonstrieren. Dies heißt, daß auch Fragen der
religionswissenschaftlichen Systematik - Stichwort „Evolution von
Religion“ - angesprochen werden sollten. Damit wird das Seminar ein
Thema weiterverfolgen, dessen theoretische Aspekte in den vergangenen
beiden Semestern behandelt wurden.
21.10.2002 - Einführung und endgültige Festlegung der
Themen
28.10.2002 - Der Osten 1: Die Natchez
Chateaubriand, François R. de: Die Natchez, Freiburg
1828.
04.11.2002 - Der Osten 2: Die Ojibwa
Johnston, Basil: The
Manitous: the spiritual world of the Ojibwa, Minnesota 2001;
Norman, Howard: Trickster and the fainting birds, San Diego
1999.
11.11.2002 - Der Osten 3: Die Algonkin
Gaines, Richard M.: The
Algonquin, Edina, Minn. 2000;
Loewenthal, John: Die Religion der Ostalgonkin,
Freiburg (1913) 1992.
18.11.2002 - Der Südwesten 1: Die Anaszasi
Papen, Helmut von: Pueblos und Kiwas, Viersen 2000.
25.11.2002 - Der Südwesten 2: Die Hopi
Geertz, Armin: The
invention of prophecy, continuity and meaning in Hopi Indian Religion,
Berkeley 1994
02.12.2002 - Der Südwesten 3: Die Zuñi
Washburn, Dorothy K.: Living
in Balance: the universe of the Hopi, Zuñi..., Pennsylvania 1995.
09.12.2002 - Der Nordwesten 1: Totem und Masken (Kwakiutl,
Haida, Tlingit)
Mauss, Marcel: Der Begriff der Person und des >Ich<.
In: ders., Soziologie und Anthropologie 2, Frankfurt 1989, S.
223 - 252. Dort weitere Literatur.
16.12.2002 - Der Nordwesten 2: Gabentausch (Kwakiutl, Haida,
Tlingit)
Mauss, Marcel: Die Gabe. In: ders., Soziologie und
Anthropologie 2, Frankfurt 1989, S. 11- 144. Dort weitere
Literatur.
06.01.2003 - Der
Nordwesten 3: Soziale Organisation und Geheimgesellschaften (Kwakiutl)
Boas, Franz: The social
organization and the secret societies of the Kwakiutl Indians,
Washington D. C. 1897.
13.01.2003 - Die Plains 1: Religion und Mythologie der Pawnee
Schroeter, Willy: Religion und Mythologie der Pawnee,
Wyk auf Foehr 1994.
(Es handelt sich um eine gute, allerdings populärwissenschaftliche
Einführung. Dort weitere wissenschaftliche Literatur)
20.01.2003 - Die Plains 2:
Religion der Blackfoot
Gerhards, Eva: Blackfoot-Indianer,
Insbruck 1980;
Wissler, Clark: Mythology of the Blackfoot Indians, Nebraska
(1908) 1995).
27.01.2003 - Die Plains
3: Religiöses Weltbild und Ritualismus der Oglala-Sioux
Bolz, Peter: Im Zeichen des Sonnentanzes - Religiöses
Weltbild und Ritualismus der Oglala-Sioux Nordamerikas, in: Eliade,
Mircea: Geschichte der religiösen Ideen 3/2, Freiburg 1991, S.
291 - 303. Dort weitere Literatur.
03.02.2003 - Abschlußsitzung: Kennzeichen nordamerikanischer
Religionen
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Kolloquien
und andere Veranstaltungen
Prof. Dr. Bernhard Blanke / Dr.
Ines Katenhusen / Dr. Jutta Joachim / Prof. Dr. Christiane Lemke
Forschungskolloquium Europäische Integration
CO 2, Di 18-20, grundsätzlich 14-tägig, Schneiderberg 50, Raum V411,
Beginn: 22.10.2002, Programm siehe Aushang.
In diesem Kolloquium werden neuere
Forschungsansätze und Ergebnisse zur europäischen Entwicklung zur
Diskussion gestellt. Europäische Integration soll dabei in ihren
politischen, historischen und sozio-kulturellen Dimensionen behandelt
werden. Thematischer Schwerpunkt des Wintersemesters bilden die mit
der Erweiterung der Europäischen Union verknüpften Fragen und
Konzepte. Das Kolloquium findet im Rahmen des
Fachbereich-Schwerpunktes „Europäische Integration / European
Studies“ statt und wird mit GastrefentInnen aus dem In- und Ausland
durchgeführt. Es steht im Wintersemester 2002/03
unter dem Rahmenthema „Konstitutionalisierung in Europa“.
Weitere Informationen sind den websites zu entnehmen: www.soz.uni-hannover.de/eu/
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Aufbaustudiengang
Europäische Integration / European Studies
Seminarprogramm
für das Wintersemester 2002/03
Das Programm
ist den Aushängen zu entnehmen.
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Forschungskolloquium Transformation Studies (ehemals
Peripherie und Zentrum)
CO 2, Mo 18-20, Historisches Seminar, Raum B 108, (Programm
siehe Aushang), Beginn voraussichtlich 04.11.2002
Zur Veranstaltungsreihe gehört das Seminar von Herrn Prof.
Dr. Dr. Peter Antes:
Weltreligionen im Internet
SE 2, Do 9-11, Raum: Multimediaseminarraum, Appelstraße 4,
Beginn: 24.10.2002 (begrenzte Teilnehmerzahl)
Nähere Hinweise zu diesem Seminar befinden sich auf Seite
30.
Weitere im Rahmen dieser Veranstaltung angebotene Seminare
sind den entsprechenden kommentierten Vorlesungsverzeichnissen zu
entnehmen.
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Dr. Elçin Kürşat-Ahlers u. a.
Kolloquium
interkulturelle Beziehungen zum Nahen Osten einschließlich der Türkei
CO
2, Zeit, Raum und Programm siehe Aushang
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