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Universität Hannover - Seminar für Religionswissenschaft

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Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2006

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VORLESUNGEN

(Alle unter dieser Rubrik aufgeführten Veranstaltungen sind auch für Magisterstudierende geeignet.)



Prof. Dr. Dr. Peter Antes

Systematische Religionswissenschaft. Eine Überblicksvorlesung

TV 2, RelSys, Do 11-13 h, Raum: Gebäude 1105, Welfengarten 1 A, HWH/Herrmann-Windel-Hörsaal,
Beginn: 13.04.2006,
B.A.: Pflichtveranstaltung im EM RelSys.

Ziel der Vorlesung ist es, einen ersten Überblick über die verschiedenen Disziplinen und Fragestellungen der systematischen Religionswissenschaft zu bieten.

Lit.-Empfehlung:

Figl, Johann: Handbuch Religionswissenschaft. Religionen und ihre zentralen Themen. Darmstadt: Wiss. Buchgesellschaft 2003.



Prof. Dr. Dr. Peter Antes


Die Religionen und die Moderne

TV 2, RelSys/RelGes, Do 18-20 h, Raum: Gebäude 1208, Schlosswender Str. 5, Kesselhaus,
Beginn: 13.04.2006,
auch für Studierende der European Studies und Transformation Studies geeignet.

Alle Religionen müssen sich heute den Herausforderungen durch die Moderne stellen. Sie greifen tief in die klassischen Vorstellungen der Religionen vom Leben in der Gemeinschaft ein und führen zu internen Richtungskämpfen, die aus der Sicht vieler die Substanz der jeweiligen religiösen Traditionen grundlegend verändern. Die Vorlesung stellt einige zentrale Konfliktfelder und die dazu vorgelegten Lösungsmodelle vor.



EINFÜHRUNGSPHASE

(Alle unter dieser Rubrik aufgeführten Veranstaltungen sind auch für Magisterstudierende geeignet.) 



Prof. Dr. Dr. Peter Antes

Grundkurs Judentum und Christentum

SE 2, RelGes, Do 9-11 h, Raum: Gebäude 1208, Schlosswender Str. 5, Kesselhaus,
Beginn: 13.4.2006,
auch für Studierende  der European Studies geeignet;
B.A.: Pflichtveranstaltung im EM RelGes.

Das Seminar hat als Ziel, einen ersten Einblick in die Geschichte und Lehre von Judentum und Christentum sowie des religiösen Lebens in diesen Religionen zu bieten.

Lit.-Empfehlung:

Grübler, Monika: Judentum. Köln: DuMont 1996 (DuMont-Taschenbücher 505; DuMont Schnellkurs).

Was jeder vom Judentum wissen muß. Hrsg. v. A. H. Baumann. Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus G. Mohn 1983 (GTB Siebenstern 1063).

Sigal, Philip: Judentum. Stuttgart-Berlin-Köln-Mainz: Kohlhammer 1986 (Urban-Tb 359).

Antes, Peter: Das Christentum. Eine Einführung. München: Deutscher Taschenbuch Verlag 2004 (Reihe: dtv, Bd 34076 [Reihe: Weltreligionen])

Beinert, Wolfgang: Das Christentum. Atem der Freiheit. 2. Aufl. Freiburg-Basel-Wien: Herder 2000.

Biser, Eugen: Die Entdeckung des Christentums. Der alte Glaube und das neue Jahrtausend. Freiburg-Basel-Wien: Herder 2000.

Fischer, Helmut: Christentum. Köln: DuMont 2001 (DuMont-Taschenbücher 525; DuMont Schnellkurs).

Termine:

 13.04.2006            Einführung: Hebräische Bibel und Altes Testament

 20.04.2006            Grundthemen (Exodus, Schöpfung, Zukunft/Apokalyptik)

 27.04.2006            Messianismus (einschließlich der unterschiedlichen Lesarten des Textes durch Juden und Christen = Vetus Testamentum in Novo patet, Novum Testamentum in Vetere latet)

 04.05.2006            Geschichtliche Entwicklung des Judentums in großen Zügen von der Zeit der Väter bis zum Staate Israel

 11.05.2006            Religiöse Richtungen im Judentum in Vergangenheit und Gegenwart

 18.05.2006            Gelebter Glaube im Judentum

 25.05.2006            Feiertag (Christi Himmelfahrt)

 01.06.2006            Der historische Jesus und der Christus des Glaubens

 08.06.2006            Pfingstpause

15.06.2006            Geschichtliche Entwicklung des Christentums in großen Zügen vom Römischen Reich bis heute unter besonderer Berücksichtigung der Spaltungen

22.06.2006            Das Gottesbild von Judentum und Christentum im Vergleich

29.06.2006            Das Menschenbild von Judentum und Christentum im Vergleich

06.07.2006            Die jenseitige Welt (Engel, Teufel) im Judentum und Christentum im Vergleich

13.07.2006            Gelebter Glaube im Christentum

20.07.2006            Gegenwärtige Tendenzen im Christentum einschließlich der ökumenischen Bewegung und des interreligiösen Dialogs



Steffen Führding M.A.

Einführung in die Religionswissenschaft: Ausgewählte Positionen zu Selbstverständnis und Aufgabe der Religionswissenschaft

SE 2, RelSys, Di 11-13 Uhr, Raum: Im  Moore 21, Seminarraum,
Beginn: 11.04.2006,

B.A.-Modul: EM RelSys

Die Frage nach Gegenstand und Aufgabe der Religionswissenschaft, ja selbst was Religionswissenschaft selbst überhaupt ist, wird seit ihrem Aufkommen als akademische Disziplin kontrovers diskutiert. Eine unübersehbare Zahl von Aufsätzen und Büchern setzt sich mit den Fragen auseinander und kommt zu unterschiedlichen Antworten. Im Rahmen dieses Seminars sollen die Antworten einiger zeitgenössischer Autoren/innen, die eine „anthropologische“ Konzeption von Religionswissenschaft vertreten, vorgestellt und diskutiert werden. Durch gemeinsame Lektüre und Referate sollen die Positionen der Autoren/innen in Bezug auf Gestand und Aufgabe, sowie Selbstverständnis der Disziplin herausgearbeitet werden, um so auch Denkanstöße für die eigene Positionierung innerhalb der Religionswissenschaft zu bekommen.

Intensive eigene Lektüre, auch englischsprachiger Texte, während des Semesters wird erwartet.

Literatur:

Allgemein:

Antes, Peter: Systematische Religionswissenschaft – eine Neuorientierung, in: Zeitschrift für Missions- und Religionswissenschaft (ZMR), 70, 1986, S. 214-221.

Braun, Willi; McCutcheon, Russell T. (Hg.) Guide to the Study of Religion, London, New York 2000.

Cancik, Hubert; Gladigow Burkgard; Laubscher, Matthias (Hg.): Handbuch religionswissenschaftlicher Grundbegriffe, Stuttgart, Berlin, Köln 1988.

Hock, Klaus: Einführung in die Religionswissenschaft, Darmstadt 2002.

Jensen, Tim; Rothsein, Mikael (Hg.): Secular Theories on Religion. Current Perspectives, Kopenhagen 2000.

Rudolph, Kurt: Geschichte und Probleme der Religionswissenschaft, Leiden, New York, Köln 1992.

Smith, Jonathan Z. (Hg.): The HarperCollins Dictionary of Religion, San Francisco 1995.

Zu Abschnitt I:

Antes, Peter: „Religion“ einmal anders, in: Temenos. Studies in Comparative Religion, Vol. 15, 1978, S. 184-197.

Pollack, Detlef: Was ist Religion? Probleme der Definition, in: Zeitschrift für Religionswissenschaft (ZFR), Jg. 1995, Bd. 2, S. 163-190.

Seiwert, Hubert: What Constitutes the Identity of a Religion? In: Hayes, Victor (Hg.): Identity Issues and World Religions. Selected Proceedings of the 15th Congress of the IAHR in Sidney, August 1985. Bedford Park 1986, 1-7;
Seiwert, Hubert: Religion in der Geschichte der Moderne. In: ZfR, 3. Jg. 1995, 1, 91-101

Smith, Jonathan Z.: Religion, Religions, Religious, in: ???, S. 269-284.

Zu Abschnitt II:

Antes, Peter: Why schould people study History of Religions? In: Gasparro, Guilia Sfameni (Hg.): Themes and Problems of the History of Religions in Contemporary Europe. Proceedings of the Internmational Seminar Messina, March 30-31 2001, S. 41-52.

Wiebe, Donald: "Why the Academic Study of Religion?" Motive and Method in the Study of Religion. In: Jensen / Rothstein 2000, 261-279.

Rudolph, Kurt: Basic Positions of Religionswissenschaft. In: Religion, 11, 1091, 97-107.

Zu Abschnitt III:

McCutcheon, Russell T.: Cirtics not Caretakers. The Scolar of Religion as Public Intellectual. In: Jensen, Tim / Rothstein, Mikael (Hg.) Secular Theories on Religion. Current Perspectives. Copenhagen 2000, 167-181;

Pye, Michael / Franke, Edith: The study of religions and its contribution to problem-solving in a plural world. Theses April 2003.

Rudolph, Kurt: Die Religionswissenschaft zwischen Ideologie- und Religionskritik. In: Klinkhammer, Gritt / Frich, Tobias / Rink, Steffen: Kritik an Religionen. Religionswissenschaft und der kritische Umgang mit Religionen. Marburg 1997, 67-76.

Ein detaillierte Literaturliste wird in der ersten Sitzung verteilt.

Termine:

11.04.2006            1. Sitzung: Einführung und Besprechung des Seminarplans

Abschnitt I: Religion

18.04.2006            2. Sitzung: Was ist Religion?

25.04.2006            3. Sitzung: Vom Heiligen, Zwangsneurosen und Zeichensystemen:                     Religionsdefinitionen

02.05.2006            4. Sitzung: Vom Problem, Religion zu definieren I

09.05.2006            5. Sitzung: Vom Problem, Religion zu definieren II

Abschnitt II: Religionswissenschaft

16.05.2006            6. Sitzung: Was ist Religionswissenschaft? I

23.05.2006            7. Sitzung: Was ist Religionswissenschaft? II

30.05.2006            8. Sitzung: Warum Religionswissenschaft?

13.06.2006            9. Sitzung: Zwischenfazit

Abschnitt III. Funktion und Aufgaben von Religionswissenschaft

20.06.2006            10. Sitzung: Die Religionswissenschaft als Moderatorin

27.06.2006            11. Sitzung: Religionswissenschaft als Ideologiekritik

04.07.2006            12. Sitzung: Religionswissenschaft als Kulturkritik I

11.07.2006            13. Sitzung: Religionswissenschaft als Kulturkritik II

Fazit

18.07.2006           18.07.2006           14. Sitzung: Abschlussdiskussion

   

 

VERTIEFUNGSPHASE

(Alle unter dieser Rubrik aufgeführten Veranstaltungen sind auch für Magisterstudierende geeignet.)



Prof. Dr. Dr. Peter Antes

Religionen und Gewalt

SE 2, RelSys/RelGes Do 16-18 h, Raum: Gebäude 1208, Schlosswender Str. 5, Kesselhaus,
Beginn: 13.04.2006
auch für Studierende der Transformation Studies geeignet;
B.A.: VM Relges, VM RelSys, VM RelWiss.

Ziel des Seminars ist es, nach den Erfahrungen des Terrors im Namen des Islam vom 11. September 2001 der Frage nachzugehen, was die großen Weltreligionen zum Gebrauch von Gewalt sagen und wie der Umgang mit Gewalt im Namen der Religion in Geschichte und Gegenwart aussieht.

Lit.-Empfehlung:

Georg Baudler: Gewalt in den Weltreligionen. Darmstadt: Wiss. Buchgesellschaft 2005.

Richard Bonney: Jihād. From Qur'ān to bin Laden. Houndmills-New York: Palgrave Macmillan 2004.

Krieg und Gewalt in den Weltreligionen. Fakten und Hintergründe. Hrsg. v. Adel Theodor Khoury, Ekkehard Grundmann und Hans-Peter Müller. Freiburg-Basel-Wien: Herder 2003.

Religionen-Gewalt-Gewaltlosigkeit. Probleme-Positionen-Perspektiven. Hrsg. v. Christoph Bultmann, Benedikt Kranemann und Jörg Rüpke. Münster: Aschendorff 2003.

Religionen und Gewalt. Hrsg. v. Giancarlo Collet und Josef Estermann, Münster: LIT 2002.

Terror - um Gottes Willen? Religionen und Gewalt. Hrsg. v. Kurt-Helmuth Eimuth und Lutz Lemhöfer, Frankfurt/M: Verlag Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik 2002.

Moshe Zemer: Jüdisches Religionsgesetz heute. Progressive Halacha. Neukirchen-Vluyn: Neukirchener Verlag 1999.

Termine:

13.04.2006            Einführung (Anne Morelli: Principes élémentaires de propagande de guerre, Bruxelles 2001)

20.04.2006            Opfer und Gewalt (Die Theorie von René Girard)

27.04.2006            Die Lehre vom gerechten Krieg im Christentum

04.05.2006            Die Kreuzzüge

11.05.2006            Die Verfolgung Andersdenkender (Ketzerbekämpfung, In­quisition)

18.05.2006            Christliche Antworten auf den 11. September 2001

25.05.2006            Feiertag (Christi Himmelfahrt)

01.06.2006            Judentum und Gewalt

08.06.2006            Pfingstpause

15.06.2006            Die Lehre vom Djihad im Islam

22.06.2006            Die Assassinen und ihre Politik

29.06.2006            Terrorismus als neue Form des Djihad

06.07.2006            Hinduismus und Gewalt

13.07.2006            Buddhismus und Gewalt

20.07.2006            Fazit und Ausblick



Prof. Dr. Karl-Fritz Daiber

Religiöse Symbolisierungen von Transzendenz:
Gott der Eine, Götter und Dämonen, Engel und Teufel,
Heroen und Heilige, Himmel und Erde, das Schicksal

SE 2, RelSys, Di 9-11 h und Blocksitzung am Mo, 08.05.2006, 18.00-21.30 Uhr, Raum: Im Moore 21, Seminarraum,
Beginn: 25.04.2006 (verspäteter Anfang wegen Forschungsreise)
B.A.: VM RelSys, VM RelWiss.

Wie bringen Religionen Transzendenz zur Sprache? Welche Symbole repräsentieren das Heilige? Wie finden Erfahrungen des „unbedingt Angehenden“ Ausdruck? In den Fragen deuten sich bereits Problemlagen an, überhaupt Alltagsjenseitiges zu benennen, das Religion als konstitutiv für die Bewältigung der Lebensaufgaben betrachtet.

Zentrale Beispiele der Suche nach religiöser Sprache werden im Seminar behandelt.

Literatur:

Figl, Johann (Hg.): Handbuch Religionswissenschaft: Religionen und ihre zentralen Themen. Innsbruck: Tyrolia Verlag 2003.

Termine:

25.04.2006            Sitzung 1: Einführung und Besprechung des Seminarplans

02.05.2006            Sitzung 2: Kollektive und individuelle Erfahrungen als Hintergrund der religiösen Symbole

08.05.2006            Blocksitzung von 18.00-21.30 Uhr:
Sitzungen 3 und 4: Die Götterwelt Indonesiens

09.05.2006             Sitzung 5: Gott der Eine in der hebräischen Tradition

16.05.2006            Sitzung 6: Gott der Eine im Christentum

23.05.2006             Sitzung 7: Allah

30.05.2006            Sitzung 8: Symbolisierungen des Bösen

13.06.2006             Sitzung 9: Engel – ein interreligiöses Symbol

20.06.2006             Sitzung 10: Engel – ein religiöses Symbol in der Moderne.

            Analyse heutiger Engelbücher

27.06.2006            Sitzung 11: Heilige Berge und gestirnter Himmel – Natursymbole

04.07.2006             Sitzung 12: Große und kleine Heilige – am Beispiel des Buddhismus: Buddhas und Boddhisattvas

11.07.2006             Sitzung 13: Das Schicksal als säkularisierte Gottesvorstellung

18.07.2006            Sitzung 14: Die funktionale Bedeutung religiöser Symbolisierungen: die Deutung von Niklas Luhmann



Dr. Edith Franke durch Verena Schmidt M.A.

Religiöse Wandlungsprozesse in Deutschland seit Beginn der Moderne“

SE 2, RelSys, Mo 14-16 h, Raum: Seminarraum, Im Moore 21,
Beginn: 10.04.2006,
B.A.: EM RelSys.

Lange Zeit ging man davon aus, dass Religion(en) im Zuge der Modernisierung nach und nach an Bedeutung verlieren und schließlich untergehen werde(n). Die These der Säkularisierung wurde an der Beobachtung festgemacht, dass weltliche Bereiche zunehmend vom Religiösen getrennt wurden und das allgemeine, alles überwölbende christliche Sinndach dadurch immer mehr zerbrach. Zahlreiche Kirchenaustritte, ein stetiger Rückgang der Kirchenbesuche und eine vermehrt indifferente oder gar ablehnende Haltung gegenüber Glaubensvorstellungen und religiösen Normen schienen den Niedergang der Religion einzuläuten. Doch seit den 1960er Jahren traten innerhalb der Religionssoziologie zunehmend Zweifel und Proteste an der Säkularisierungstheorie auf, nahm man doch die Entstehung neuer religiöser Bewegungen sowie einen neuen, individualisierten Religiositätsstil wahr. Mit der These einer Individualisierung und Privatisierung versuchte man diese neureligiösen Phänomene theoretisch zu fassen. Doch spätestens seit dem 11.09.2001 sind Religionen auch in die Öffentlichkeit zurückgekehrt und erlangen wieder gesellschaftspolitische Relevanz. Ist angesichts dessen die Theorie des Wandels von Religion in der Moderne neu zu überdenken? In diesem Seminar sollen verschiedene Theorien des Wandels von Religion in der Moderne thematisiert werden, um nach einer Beleuchtung des gegenwärtigen religiösen Feldes in Deutschland zu einer eigenen Einschätzung über deren heuristische Leistung zu gelangen.

Eine detaillierte Planung des Semesters und die Verteilung einer weiterführenden Literaturliste werden durch Aushang bekanntgegeben bzw. erfolgen in der ersten Sitzung.

Zur Vertiefung der Thematik wird optional ein begleitendes Tutorium vor der Veranstaltung, 13 s.t. bis 14 Uhr von Lida Froriep im Seminarraum angeboten. Beginn des Tutoriums ist am24.04.2006.



Dr. Edith Franke durch Lida Froriep

Begleitendes Tutorium für die Lehrveranstaltung ,,Religiöse Wandlungsprozesse in Deutschland”

SE 2, RelSys, Mo 13.00 bis 14.00 Uhr, Raum: Im Moore 21, Seminarraum,
Beginn: 24.04.2006.

Der Besuch dieses Tutoriums ist ein Zusatzangebot für alle Studierende, die auch die Lehrveranstaltungen „Religionswissenschaft in Theorie und Praxis“ (Franke durch Schmidt M.A:) und „Einführung in die Systematische Religionswissenschaft“ (Führding M.A.) besuchen. Weitere Angaben zu dieser Lehrveranstaltung werden rechtzeitig durch Aushang bekanntgegeben.



Dr. Edith Franke durch Verena Schmidt M.A.

Facetten des Neuheidentums in Geschichte und Gegenwart

SE 2, RelGes, Mo 16-18 h, Raum: Seminarraum, Im Moore 21,
Beginn: 10.04.2006,
B.A.: VM RelGes.

Das Neuheidentum ist eine Facette des breiten Spektrums neuer religiöser Orientierungen, das seit den 1970er Jahren eine steigende Zahl an Anhängern vor allem in Westeuropa und den USA gewinnt und in zunehmend breiteren Kreisen der Bevölkerung auf Interesse und Faszination stößt. Neuheiden wollen vorchristliche Glaubensinhalte nachleben und verstehen sich selbst als Erben vor- und nichtchristlicher Religiosität. Trotz einiger Gemeinsamkeiten ist die neuheidnische Szenerie bunt und vielgestaltig: Neben feministisch-spirituellen neuen Hexen gibt es Neoschamanen, neue Germanen und neue Kelten, deren religiöse Vorstellungen und Praktiken mit je unterschiedlichen politischen Orientierungen und verschiedenen Geschlechtskonstruktionen einhergehen. Dieses Seminar hat zum Ziel, den Wurzeln und geschichtlichen Vorläufern des Neuheidentums und seiner gegenwärtigen Vielgestaltigkeit auf die Spur zu kommen. Dabei soll anhand der politischen Orientierung sowie der Geschlechterkonstruktion der jeweiligen neuheidnischen Richtung ihr Verhältnis zur Moderne herausgearbeitet werden.

Eine detaillierte Planung des Semesters und die Verteilung einer weiterführenden Literaturliste werden durch Aushang bekanntgegeben bzw. erfolgen in der ersten Sitzung.



Steffen Führding M.A.

Religionen vor Ort als Gegenstand empirischer Religionsforschung Teil I

SE 3, Di 14-16 Uhr, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 11-04.2006,

BA-Studiengang: Pflichtveranstaltung im Methodenmodul.

In diesem Seminar sollen Methoden zur Erforschung aktueller religiöser Traditionen im lokalen Kontext eingeübt und in der Praxis erprobt werden. Dies schließt die Erstellung einer Präsentation der Forschungsvorhaben, beispielsweise im Rahmen eines Kurzportraits der jeweiligen Gemeinschaft, mit ein.

Nach einer Einführung in die Grundlagen empirischer Religionsforschung und der genaueren Erarbeitung spezieller Forschungsmethoden (z.B. teilnehmende Beobachtung, Interviews) sollen die Seminarteilnehmer/innen in kleinen Gruppen ein Forschungsprojekt planen und durchführen. Der Ablauf reicht von der Benennung des Gegenstands, Sichtung des Forschungsstandes, der Entwicklung von Fragestellungen, der Auswahl und Erstellung der methodischen Vorgehensweise über die Datenerhebung bis zur Auswertung und Präsentation der Ergebnisse.

Das Seminar ist auf zwei Semester konzipiert. Die Teilnahme am Seminar ist nur sinnvoll, wenn die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit in der „Feldforschung“ und zur Teilnahme am Folgeseminar im Sommersemester besteht.

Literatur:

Baumann, Martin: Qualitative Methoden in der Religionswissenschaft. REMID Schriftenreihe, Marburg 1998.

Flick, Uwe u.a. (Hg.): Qualitative Sozialforschung. Eine Einführung. Hamburg 62002.

Flick, Uwe u.a. (Hg.): Handbuch qualitativer Sozialforschung. München 1991.

Franke, Edith (Hg.): Fremd und doch Vertraut. Eindrücke Religiöser Vielfalt in und um Hannover. Marburg 2005.

Franke, Edith / Matthiae, Gisela / Sommer, Regina (Hg.): Frauen Leben Religion. Ein Handbuch empirischer Forschungsmethoden. Stuttgart u.a. 2002.

Greschat, Hans-Jürgen (Hg.): Mündliche Religionsforschung. Erfahrungen und Einsichten. Berlin 1994.

Herrmann Ruttmann: Religionen – Kirchen – Konfessionen. Glaubensgemeinschaften in Marburg. [eine Studie des Religionswissenschaftlichen Medien- und Informationsdienstes e.V. REMID] Marburg 1993.

Kantowsky, Detlef: Möglichkeiten und Grenzen der teilnehmenden Beobachtung als Methode der empirischen Sozialforschung. In: Soziale Welt, 428-434.

Klöckner, Michael / Tworuschka, Udo (Hg.), Handbuch der Religionen. Kirchen und andere Glaubensgemeinschaften in Deutschland, Landsberg 1997.

Reinhard Henkel: Atlas der Kirchen und anderen Religionsgemeinschaften in Deutschland. Ein Religionsgeographie. Stuttgart u.a. 2001.

Seiwert, Hubert: Systematische Religionswissenschaft: Theoriebildung und Empiriebezug. In: ZMR, 61, 1977, 1-18.

Witzel, Andreas: Verfahren der qualitativen Sozialforschung. Überblick und Alternativen. Frankfurt a. M., New York 1982.

Eine Ausführliche Literaturliste wird in der ersten Sitzung verteilt.

Termine:

Hinführung zum Thema

11.04.2006            1. Sitzung: Planung der Veranstaltung, Vergabe von Referaten und             Vorstellung von Projektvorschlägen für beide Semester

18.04.2006            2. Sitzung: Probleme bei der wissenschaftlichen Erforschung von

            Religion. Eine theoretische Annäherung

25.04.2006            3. Sitzung: Empirische Sozialforschung und Religionswissenschaft

Qualitative Forschungsmethoden

02.05.2006            4. Sitzung: Einführung in die qualitative (Religions-) Forschung

09.05.2006            5. Sitzung: Feldforschung und teilnehmende Beobachtung

16.05.2006            6. Sitzung: strukturierte, halboffene Interviews Teil I

23.05.2006            7. Sitzung: strukturierte, halboffene Interviews Teil II

30.05.2006            8. Sitzung: Projektplanung

13.06.2006            9. Sitzung: Teilnehmende Beobachtung

20.06.2006            10. Sitzung: Biographische/ narrative Interviews

27.06.2006            11. Sitzung: Grenzen und Chancen qualitativer Methoden

Projektplanung

04.07.2006            12. Sitzung: Konkretisierung der Fragestellungen, Methoden und

            Forschungsplanung für die Projekte II

11.07.2006            13. Sitzung: Konkretisierung der Fragestellungen, Methoden und             Forschungsplanung für die Projekte II

Ausblick und Fazit

18.07.2006            14. Sitzung: Fazit und Planung für das WS 2006/07



Dr. Celalettin Kartal

Islamic Law and its Introduction Practice, theory and methods of interpretation

SE 2, RelSys/RelGes, Di 18.00-19.30 Uhr, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 18.04.2006.

Seminar objectives: Despite the fact that Europe has more than 15 million Muslims and Germany has more than 3.5 million Muslims, the nature of Islamic law as godly rule and the character of Islamic thought remains still as “alien” in the Western World. Therefore to widen the knowledge of students about Shari’a is one of the main aims and preparing students in order to make sure they are capable of reflecting upon their own political views is another objective of this class.

Seminar contents: In this seminar we will focus on the main principles of Islamic law, for instance, the traditional schools, their history and their sources including the methods of interpretation. Foremost we’ll determine the 'core nature' and the 'key differences' of Shari’a in comparison to the international human rights and consider the advantages and disadvantages of Islamic law in creating equal opportunity for Muslims, non-Muslims and non-believers (kafirs). In addition, some contemporary questions, such as, what is compelling for Muslim immigrants in Western countries will be work out. Subsequently, we’ll discover the cultural differences, their commons and their consequences in the case of justice, measures and viewpoints from a Western and Islamic perspective. The last part is devoted to examining some sensitive issues of had as defined punishment of Shari’a (apostasy, violence against non-believers, sexual offences, homosexuality, adultery, marriage with non-believers and non-Muslims) and cases of basic rights as a part of 'Islamic public law'.

The seminar will be held in English.

References:

a)       Awde, Nicholas (ed.): Women in Islam – An Anthology from the Quran and Hadiths. Surrey: Curzon 2000 (RelGes 415 2).

b)       Bower, John: What Muslims believe. Oxford: Oneworld 2000 (RelGes 415 1003). (It is written form the Islamic perspective).

c)       Coulson M.A., Noel N.J.: A History of Islamic Law. Edinburgh: Edinburg Univ. Press 1971 (RelGes 401 5-2).

d)       El Fadl, Khaled Abou: Islam and the Challenge of Democracy – A Boston Review Book. Princeton, New Jersey u.a.: Princeton Univ. Press 2004 (RelGes 408 72).

e)       Kartal, Celalettin: „Islam und Menschenrechte – Konturen des Konzepts vom Koran und der Scharia im Vergleich der UN-Konventionen.“ In: Kritische Justiz 4/2003, S. 382-400. (Lbibl/SoWi/Jura)

f)         Gleave/Kermeli (ed.): Islamic Law. Theory and Practice. London 1997.

g)       Kusha, Hamid R.: The Sacred Law of Islam – A case study of women’s treatment in the Islamic Republic of Iran’s justice system. Aldershot u.a.: Ashgate 2002 (RelGes 435 Iran 5).

h)       Nasir, J.: The status of Women under Islamic Law. London 1994.

i)         Lewis, Bernard: “Freedom and Justice in the Modern Middle East.” In: Foreign Affairs May/June 2005, 36-51 (L.bibl.).

j)         Marshal, David: God, Muhammad and the Unbelievers – A Qur’anic Study. Richmond: Curzon 1999 (RelGes 416 1022).

k)       Moinuddin, S.A.H.: Divorce and Muslim Women. Jaipur u. a.: Rawat Publ. 2000 (RelGes 435 Indien 13).

l)         Qadir’oudah, Abdul: Criminal Law of Islam. New Delhi: Kitab Bhavan 1999. 4 Bde. (RelGes 417 1006 1-4).

m)     Vogel, Frank E.: Islamic Law and Legal System – Studies of Saudi Arabia. Leiden: Brill 2000 (RelGes 435 Saudi A).

n)       Watt, William Montgomery: Islam – A Short History. Oxford: Oneworld 1999 (RelGes 400 57).

Lectures:

18.04.2006            A brief introduction to the seminar; allocating the themes and             seminar papers including additional tasks

HISTORY AND INTRODUCTION OF SHARI`A (n, c, e, d )

25.04.2006            A Brief History of Islamic law

02.05.2006            Introducing Shari´a and international law

ISLAMIC SCHOOLS OF LAW AND THEIR SOURCES (n, l, c)

09.05.2006            Islamic Schools of law – Founder, differences and method of interpretation

16.05.2006            Sources of Islamic jurisprudence (Qur`an, suna, hadith)

23.05.2006            Sources of Islamic jurisprudence (ijma, qiyas, etc.)

'PROTECTED MINORITIES' AND THE STATUS OF NON-BELIEVERS (b, j)

30.05.2006            The position of 'protected minorities' (Ahl adh-Dhimma)

13.06.2006            The status of non-believers (kafirs)

THE POSITION OF WOMEN (b, k, a, h)

20.06.2006            The position of women according to the Qu´ran (polygamy, marriage to non-Muslims, non-believers)

ISLAMIC CRIMINAL LAW AND ITS PRACTISE (b, f, l, m)

27.06.2006            Practise and Theory of Islamic criminal law (“robbery” [qat’ al- tariq], theft [sariqa], consumption of alcohol [surb al-khamr], extramarital relationships [zina]).

HUMAN RIGHTS WITHIN ISLAMIC LAW (e, d)

04.07.2006            The freedom of religion

11.07.2006            The freedom of speech, the freedom of gathering of information

18.07.2006            Summary and critique



Dr. Gustav-Adolf Schoener

Astrologie in der Gegenwart

SE 2, RelSys/RelGes, Blockseminar,
Fr, 12.05.2006, 14-17 h, Fr, 23.06.2006, 14-17 h, Sa, 24.06.2006, 10-16 h, Fr, 14.07.2006, 14-17 h, Sa, 15.07.2006, 10-16 h, Raum: Im Moore 21, Seminarraum,
B.A.: VM RelGes, VMRelSys.

Unbeschadet der Entwicklung der Naturwissenschaften erfuhr die Astrologie im Kontext okkulter, esoterischer Strömungen des 19. Jahrhunderts eine Neubelebung. Das konnte sie deshalb, weil sie sich – im Gegensatz zu geläufigen Annahmen –  von naturreligiösen Annahmen und nicht von wissenschaftlichen Forderungen leiten ließ. Zwar besteht sie auf der prinzipiellen Möglichkeit empirischer Prüfung (als eine der wissenschaftlichen Mindestforderungen), unterstellt aber doch ein hermetisches Weltbild. Im Unterschied zur antiken bis frühneuzeitlichen Astrologie verlagert sich das Interesse nun aber von der „Weissagung" auf diagnostische Methoden, auf Anwendungen in der Psychodiagnostik, in der Politik und an der Börse. (Ein Hinweis für Astrologie-Anhänger: kein Börsen-Astrologe ist bisher über seine Diagnosen zu Reichtum gekommen. Erwartungen an das Seminar in dieser Richtung haben nichts mit der religionswissenschaftlichen Frage nach der Bedeutung der Astrologie in der Gegenwart zu tun!).

In diesem Blockseminar soll ein Überblick über die Bedeutung der modernen Astrologie im Kontext moderner Religiosität und Gesellschaft gegeben werden.

Für die Vorbereitung auf die erste Blocksitzung wird ein Semesterapparat ab Beginn des Semester in der Fachbereichsbibliothek Geschichte und Religionswissenschaft zur Verfügung stehen. Studierende, die ein Referat übernehmen möchten, werden gebeten sich mit dem Lehrenden in Verbindung zu setzten,

tel. unter 0511 – 52 69 63 oder per Mail unter Dr.Schoener@t-online.de.

Grundlagenliteratur:

Knappich, Wilhelm: Geschichte der Astrologie. 2., erg. Aufl. Mit einer Vorbemerkung zur Neuaufl. und Erg. d. Bibliogr. von Bernward Thiel. Frankfurt/M.: Klostermann 1988.

Schubert-Weller, Christoph: Spricht Gott durch die Sterne? Astrologie, Gesellschaft und christlicher Glaube. München: Claudius 1993.

Schubert-Weller, Christoph: Wege der Astrologie. Schulen und Methoden im Vergleich. Mössingen 1996.

Weiss, Jean Claude: Astrologie. Eine Wissenschaft von Raum und Zeit. CH Wettswil: Ed. Astrodata 1987.

Literatur:

Bochinger, Christoph: ,New Age' und moderne Religion. 2. durchges. u. korrig. Aufl. Gütersloh: Kaiser 1995, S. 308-370.

Böhringer, Siegfried: Astrologie. Kosmos und Schicksal. Mainz: Matthias-Grünewald 1990.

Endres, Klaus-Peter und Wolfgang Schad: Biologie des Mondes. Mondperiodik und Lebensrhythmen. Stuttgart: Hirzel 1997.

Ertel, Suitbert, Kenneth Irving und Jim Lippard: The Tenacious Mars Effect. London: Urania Trust 1996.

Eysenck, Hans Jürgen und David Nias: Astrology. Science or Superstition? Harmondsworth, Middlesex  1984; dt.: Astrologie. Wissenschaft oder Aberglaube? München: List 1984.

Hanegraaff, Wouter J.: New Age religion and Western culture. esotericism in the mirror of secular thought. Leiden: Brill 1996.

Höfer, Eberhard und Charlotte Möhlenbeck: „Astrologie. Ein psychologisches Prognoseinstrument?“ In: Jens Möller (Hg.): Psychologie und Zukunft. Prognosen, Prophezeiungen, Pläne. Göttingen: Hoqrefe 2000.

Klöckler, Herbert v.: Astrologie als Erfahrungswissenschaft. München: Diederichs 1989.

Kochanek, Hermann (Hg): Horoskop als Schlüssel zum Ich. Christlicher Glaube und Astrologie. Hildesheim: Benno 1995.

Niehenke, Peter: Kritische Astrologie. Zur erkenntnistheoretischen und empirisch-psychologischen Prüfung ihres Anspruchs. Freiburg/Br.: Aurum 1987.

North, John D.: „Celestial Influence. the Major Premiss of Astrology“, in: Paola Zambelli (Hg.): ,Astrologi hallucinati“. Stars and the End of the World in Luther's Time. Berlin: De Gruyter 1986, S. 45 -100.

REMID-Schriftenreihe Bd.9. Marburg: REMID 2002. (Ausführlicher: „Astrology between Religion and the Empirical“. In: Esoterica - The Journal. Volume IV, East Lansing/MI 2002, S. 29-60).

Riemann, Fritz: Lebenshilfe Astrologie - Gedanken und Erfahrungen. München: Pfeiffer 151996.

Ring, Thomas: Astrologie ohne Aberglauben. Können wir unser Leben selbst gestalten oder ist es vorbestimmt? Düsseldorf: Econ 1972.

Ring, Thomas: Astrologische Menschenkunde. Freiburg/Br. 61990. Bd.1. Kräfte und Kräftebeziehungen.

Ring, Thomas: Das Lebewesen im Rhythmus des Weltraums. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1939.

Ring, Thomas: Existenz und Wesen in kosmologischer Sicht. Freiburg/Br. Aurum 1975.

Rosenberg, Alfons: Durchbruch zur Zukunft - Der Mensch im Wassermannzeitalter. Bietigheim ²1972.

Rosenberg, Alfons: Zeichen am Himmel. Das Weltbild der Astrologie. 2., erw. Aufl. München: Kösel 1984.

Schoener, Gustav-Adolf: Astrologie als Religion und Erfahrungswissenschaft.

Stuckrad, Kocku von: Geschichte der Astrologie. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. München: Beck 2003.

Voss, Gerhard: Astrologie christlich. Regensburg: Pustet ³1996.

Termine:

1.Block:

12.05.2006            Einführung (4 USt ohne Pausen: 14.00 - 17.00 Uhr)

2.Block:

23.   und 24.06.2006            Die Wiederbelebung der Astrologie im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts (Fr: 4 USt ohne Pausen 14.00 - 17.00 Uhr; Sa: 8 Ust. ohne Pausen: 10.00 - 16.00 Uhr)

3.Block:

14. und 15. 07. 2006     Die Astrologie in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts (Fr: 4 USt ohne Pausen 14.00 - 17.00 Uhr; Sa: 8 USt. ohne Pausen 10.00 - 16.00 Uhr)

  Themen für Referate:

 

1.       Die Wiederbelebung der esoterischen Astrologie in England (Alan Leo) und in Deutschland im 19. Jahrhundert.

2.       „Astrologie als Erfahrungswissenschaft" – die statistischen Untersuchungen H. v. Klöcklers

3.       Psychologisch-symbolische Astrologie und ihre Begründung (Thomas Ring)

4.       Psychologisch-symbolische Astrologie und ihre praktische Anwendung (Thomas Ring)

5.       Die Begründung des „New Age" bzw. des „Wassermannzeitalters" durch Carl-Gustav Jung

6.       Astrologieschulen und Dachverbände im deutschsprachigen Raum

7.       Politik und Zeitgeschehen als Gegenstand der Astrologie

(in: „Astrologie heute", „Meridian")

8.       Astrologie als Gegenstand in den Massenmedien

(TV, Zeitschriften, Zeitungen, Spiegel, Stern, Focus)

9.       Neue statistische Untersuchungen (Gauqulin, Endres/Schad)

10.   Astrologie in den Religionen heute (Christentum, Buddhismus, Hinduismus)



PD Dr. Dr. Bertram Schmitz, PD Dr. Dr. Ina Wunn

Moderne Denker des Islam

SE 2, RelGes, Mi 16-18 h, Raum: Gebäude 1208, Schlosswender Str. 5, Kesselhaus,
Beginn: 12.04.2006,
B.A.: VM RelGes.

Der Islam einschließlich des Islam in Deutschland wird zumeist einseitig wahrgenommen: Öffentlichkeitsrelevante Schriften und Diskussionen decken ein Spektrum ab, das sich innerhalb der Spannbreite von angeblichen Parallelgesellschaften und generalisiertem Fundamentalismusverdacht bewegt. Weitgehend unbemerkt ist jedoch geblieben, dass es innerhalb des Islam bereits seit Jahren eine breite Reformbewegung gibt, die sich den theologischen und politischen Herausforderungen des 3. Jahrtausends offensiv stellt.

Das Seminar möchte in dieses häufig vernachlässigte Kapitel jüngster islamischer Religionsgeschichte einführen. Dabei sollen sowohl Denker von internationaler Bedeutung und internationalem Format behandelt wie auch die aktuelle Diskussion innerhalb des Islam in Deutschland vorgestellt und kritisch hinterfragt werden. Das Seminar wendet sich an fortgeschrittene Studierende, die über Grundkenntnisse des Islam verfügen. Vorausgesetzt werden die Bereitschaft, ein Referat zu übernehmen, sowie regelmäßige Lektüre.

Literatur:

Abu El Fadl, Khaled: Speaking in God’s name: Islamic law, authority, and women. Oxford, Oneworld 2001.

Abu Said, Nasr Hamid: Ein Leben mit dem Islam. Freiburg, Herder, 2001.

Hofmann, Murad: Der Islam im 3. Jahrtausend – eine Religion im Aufbruch. Kreuzlingen, Hugendubel 2001.

Ibn Warraq (Pseudonym): Warum ich kein Muslim bin. Berlin, Matthes und Seitz, 2004.

Iqbal, Muhammad: Die Erneuerung des religiösen Denkens im Islam, Kairo 1968.

Kermani, Navid: Gott ist schön: das ästhetische Erleben des Koran. München, Beck 2005.

Khalidi, Tarif: Der muslimische Jesus. Aussprüche Jesu in der arabischen Literatur. Düsseldorf, Patmos 2002.

Luxenberg, Christoph: Die Syro-aramäische Lesart des Koran, Berlin, Das arabische Buch 2000.

Manji, Irshat: Der Aufbruch: Plädoyer für einen aufgeklärten Islam. Frankfurt, Eichborn 2003.

Oevermann, Anette: Die „Republikanischen Brüder“ im Sudan. Eine islamische Reformbewegung im 20. Jahrhundert. Frankfurt, Lang 1993.

Rahman, Fazlur: Revival and Reform in Islam, Oxford, Univ. Press 2000.

Ders.: The place of tolerance in Islam. Boston, Beacon Press 2002.

Ders.: Revival and reform in Islam, Oxford University Press 2003.

Schimmel, Annemarie: Muhammad Iqbal: prophetischer Poet und Philosoph. München, Diederichs 1989.

Wadud, Amina: Qur’an and Woman. Rereading the Sacred Text from a Woman’s Perspective. Oxford University Press 1999.

Termine:

12.04.2006            Einführung in die Thematik und Verteilung der Referate

19.04.2006            Kermani: Gott ist schön

26.04.2006            Ibn Warraq: Warum ich kein Muslim bin

03.05.2006            Murad Hofmann: Der Islam im 3. Jahrtausend

10.05.2006            Irshat Manji: Der Aufbruch / Über Amina Wadood u.a. in: Mohammad Ali Syed

17.05.2006            Abu Said: Ein Leben mit dem Islam

24.05.2006            Tarif Khalidi: Der muslimische Jesus

31.05.2006            Christoph Luxenberg: Die Syro-aramäische Lesart des Koran

14.06.2006            Muhammad Iqbal

21.06.2006            Mohammed Taha

28.06.2006            Khaled Abou El Fadl

05.07.2006            Fazlur Rahman : Revival and Reform in Islam, Oxford 2000

12.07.2006            Neue Auslegung zur Stellung der Frau anhand von Sure 4, 34

19.07.2006            Abschließende Betrachtung und Auswertung



(Wacker/Duden/Geiling/Lähnemann) (Inst. f. Soziologie u. Sozialpsychologie)

Einführung in die Methoden empirischer Sozialforschung

TV 2, Do 11.00-12.30 h (s.t.), Nienburger Str. 1-4, N 213,
Beginn: 13.04.2006,
B.A.: Pflichtveranstaltung im MM.

Weitere Angaben zu dieser Lehrveranstaltung werden rechtzeitig durch Aushang bekanntgegeben.



PD Dr. Dr. Ina Wunn

Religionsgeschichte Indiens

SE 2, RelGes, Mo 9-11 h, Raum: Im Moore 21, Seminarraum,
Beginn: 10.04.2006,
B.A.: VM RelGes, VM RelWiss.

In diesem Seminar wollen wir die indischen Religionen unter einem dezidiert entwicklungsgeschichtlichen Aspekt untersuchen, wobei vor allem das Veränderungspotential der frühen indischen Religionen und ihre anschließende Diversifizierung als folgerichtige Reaktion auf theologisch-philosophische Spekulationen im Vordergrund der Betrachtungen stehen soll.

Das umfangreiche Programm macht ein regelmäßiges Lektürestudium und angemessene Vorbereitung der Sitzungen unumgänglich. Die Bereitschaft, einen Leistungsnachweis zu erbringen, wird vorausgesetzt.

Literatur:

Bechert, Heinz: Der Buddhismus. Geschichte und Gegenwart. München: Beck 2002.

Chanchreek, Kanhaiyala: Jain Religion. New Delhi: Shree Publishers 2004.

Glasenapp, Helmuth v.: Brahma und Buddha. Die Religionen Indiens in ihrer geschichtlichen Entwickelung. Berlin: Deutsche-Buch-Gemeinschft 1926.

Günther, Michael: Bhagavadgits/Aschtavakragita. Indiens heilige Gesänge. München: Diederichs 1994.

Michaels, Axel: Der Hinduismus. München: Beck 1998.

Schumann, Hans-Wolfgang: Handbuch Buddhismus. Die zentralen Lehren: Ursprung und Gegenwart. München: Diederichs 2000.

Ders.: Die großen Götter Indiens: Grundzüge von Hinduismus und Buddhismus. München: Diederichs 2004.

Sekhar, Vincent: Dharma in early Bramanic, Buddhist and Jain traditions. Delhi: Sri Satguru 2003.

Shattuck, Cybelle: Hinduismus. Freiburg: Herder Spektrum 2000.

Staal, Frits: Rules Without Meaning: Ritual, Mantras, and the Human Sciences. New York: Lang 1989.

Weiter wird auf die einschlägigen Artikel in den religionswissenschaftlichen Lexika verwiesen.

Termine:

10.04.2006            Einführung in die Thematik und Verteilung der Referate

17.04.2006            Ostermontag

24.04.2006            Die Ursprünge: 1) Die Industalkulturen

01.05.2006            Maifeiertag

08.05.2006            1) Die Religion der älteren Vedischen Zeit; 2) Frits Staal: Rules Without Meaning

15.05.2006            Die Religion der Brahmanas und Upanishaden

22.05.2006            Die Klassische Zeit: Die großen Epen

29.05.2006            Die Klassische Zeit: 1) Siddharta Gautama; 2) Der Theravada-Buddhismus

12.06.2006            Die Klassische Zeit: Der Jainismus

19.06.2006            Durchbruch zur Transzendenz: Der Theismus in den Puranas

26.06.2006            Durchbruch zur Transzendenz: Der Mahayana-Buddhismus

03.07.2006            Tantrismus im Hinduismus

10.07.2006            Der tantrische Buddhismus

17.07.2006            Die heutige Zeit – Theologie und Glaubenspraxis in Hinduismus und Buddhismus



PD Dr. Dr. Ina Wunn

Der gedachte Gott – brainmapping und Religion

SE 2, RelSys, Mo 11-13 h, Raum: Im Moore 21, Seminarraum,
Beginn: 10.04.2006,
B.A.: VM Interdisz.

Die Ergebnisse der Kognitionswissenschaft, vor allem der modernen Neurologie und Neurobiologie, sind nicht spurlos an der Religionswissenschaft vorübergegangen: Eine inzwischen schon ansehnliche Zahl von Veröffentlichungen zu diesem Thema beansprucht angemessene Beachtung. Die Fremdheit der Materie macht allerdings eine kritische Stellungnahme schwierig. Diesem Mangel will das Seminar abhelfen. Nach einer Einführung in die Neurowissenschaft und Beschreibung des neurowissenschaftlichen status quo sollen kognitivistische religionswissenschaftliche Ansätze vorgestellt und kritisch diskutiert werden.

Die anspruchsvolle Materie macht die angemessene Vorbereitung der Sitzungen unumgänglich. Die Bereitschaft, sich in gewissen Grenzen in die Neurobiologie einzuarbeiten, wird ebenso vorausgesetzt wie die Bereitschaft, ein Referat zu übernehmen.

Literatur:

Austin, James: Zen and the Brain. Towards an Understanding of Meditation and Consciousness. London: MIT Press 1999.

Barrett, Justin L.: The Naturalness of Religious Concepts. An Emerging Cognitive Science of Religion in: Peter Antes, Armin W. Geertz, Randi R. Warne (Hg.): New Approaches to the Study of Religion. Vol. 2: Textual, Comparative, Sociological, and Cognitive Approaches. (Reihe: Religion and Reason Bd. 43). Berlin-New York: Walter de Gruyter 2004 ,S. 401-418.

Bell, Catherine: Ritual. Perspectives and Dimensions. New York: Oxford University Press 1997.

Boyer, Pascal: Und Mensch schuf Gott. Stuttgart: Cotta 2004.

Chomsky, Noam: The Architecture of Language. 7. Aufl., New York: Oxford Univ. Press 2005.

Dudel/Menzel/Schmidt: Neurobiologie. Berlin: Springer 2002.

Encyclopedia of Cognitive Science. 4 Bände. London et al.: npg 2003.

Geertz, Armin W.: Cognitive Approaches to the Study of Religion, in: Peter Antes, Armin W. Geertz, Randi R. Warne (Hg.): New Approaches to the Study of Religion. Vol. 2: Textual, Comparative, Sociological, and Cognitive Approaches. (Reihe: Religion and Reason Bd. 43). Berlin-New York: Walter de Gruyter 2004, S. 347-399.

Henshilwood, Chris: ,,The Origin of Modern Human Behavior”, in: Current Anthropology Vol 44/5, Dezember 2003.

Lawson, Thomas E. und Robert N. McCauley: Rethinking Religion. Connecting Cognition and Culture. New York: Cambridge Univ. Press 1990.

Lewis-Williams, David: The Mind in the Cave. Consciousness and the Origins of Art. London: Thames and Hudson 2002.

Meggle, Georg: Grundbegriffe der Kommunikation. 2. Aufl. Berlin: de Gruyter 1997.

Mithen, Steven (Hg.): Creativity in Human Evolution and Prehistory. London: Routledge 1998.

Newberg, Andrew: Der gedachte Gott. Wie Glaube im Gehirn entsteht. München: Piper 2003.

Roth, Gerhard: Fühlen, Denken, Handeln. Frankfurt: Suhrkamp 2003.

Urchs, Max: Maschine, Körper und Geist. Eine Einführung in die Kognitionswissenschaft. Frankfurt a. Main: Vittorio Klostermann 2002.

Wessels, Anette: Ursprungszauber. Zur Rezeption von Hermann Useners Lehre von der religiösen Begriffsbildung. Berlin: de Gruyter 2003.

Termine:

10.04.2006            Einführung: Neurobiologie

17.04.2006            Ostermontag

24.04.2006            Einführung: Was ist Kognitionswissenschaft

01.05.2006            Maifeiertag

08.05.2006            Prototypen und Kategorienbildung

15.05.2006            Klassifikation höherer Ordnung

22.05.2006            Was passiert bei der Meditation?

29.05.2006            Rituale

12.06.2006            Lawson/Mc Cauley

19.06.2006            Informationsverarbeitung und brainmapping (kein Referat)

26.06.2006            Mithen, Lewis-Williams, Henshilwood

03.07.2006            Boyer

10.07.2006            Newberg, D’Aquili

17.07.2006            Klassische Religionswissenschaft und Kognitionswissenschaft: Aby Warburg, Hermann Usener

 

FACHDIDAKTIK

(Alle unter dieser Rubrik aufgeführten Veranstaltungen sind auch für Magisterstudierende geeignet.)



PD Dr. Dr. Bertram Schmitz

Weltentstehen und Weltvergehen in den Religionen

SE 2, RelSys/RelGes, Di, 16-18 h, Raum: Gebäude 1105, Welfengarten 1 a, HWH/Herrmann-Windel-Hörsaal,
Beginn: 11.04.2006,
B.A.: FD A und B.

Die Existenz des Menschen und überhaupt der ganzen Welt wird in den Religionen nicht als selbstverständlich vorausgesetzt, sondern hinterfragt: Wie, wann und warum wurden Mensch und Welt geschaffen, sind sie ewig oder zeitlich begrenzt, und wenn sie wieder vergehen, wie wird dieses Ende aussehen? Diese kosmogonischen und anthropogonischen Fragen werden dabei von Menschen gestellt, die in den Antworten zugleich auch die Frage nach ihrer eigenen Identität und ihrem Sinn wieder finden: Welche Position kommt dem Mensch selbst angesichts dieser Schöpfung zu, oder noch direkter: Was ist der Mensch angesichts der Schöpfungsvorstellungen innerhalb der Religionen?

In diesem Seminar sollen deshalb zwar zunächst die Mythen und Überlieferungen von Schöpfung, Weltentstehung, Menschenentstehung wie aber auch (soweit vorhanden) deren Ende und Untergang, oder gar deren Wiederentstehung behandelt werden. Darauf hin aber soll auch nachgegangen werden, welches Menschenbild sich aus diesen Vorstellungen ergibt, bzw. welches Menschenbild in diesen Vorstellungen seinen Ausdruck findet. Schließlich sollen auch ,säkulare' Kosmosvorstellungen daraufhin untersucht werden, wieweit diese die genannte Existenzfrage des Menschen analog zu dem, was sie in den Religionen findet, beantworten bzw. sie offen lassen.

Literatur:

Tworuschka, Monika und Udo: Als die Welt entstand ... Schöpfungsmythen der Völker und Kulturen in Wort und Bild. Freiburg i. B.: Herder 2005.

Zirker, Hans (Übers): Der Koran. Darmstadt: Wiss. Buchges. 2003.

Nagel, Tilman: Der Koran – Einführung, Texte, Erläuterungen. München: Beck ³1998.

Roloff, Jürgen: Die Offenbarung des Johannes. Zürich ²1987.

Kretschmar, Georg: Die Offenbarung des Johannes. Die Geschichte ihrer Auslegung im 1. Jahrtausend. Stuttgart: Calwer Verlag 1985.

Martin, Gerhard Marcel: Weltuntergang, Gefahr und Sinn apokalyptischer Visionen. Stuttgart: Kreuz Verlag 1984.

Moltmann, Jürgen: Gott in der Schöpfung. Ökologische Schöpfungslehre. München: Kaiser. 1985.

Zimmer, Heinrich: Indische Mythen und Symbole. München: Diederichs Gelbe Reihe 33 41991.

Glasenapp, Helmuth v.: Die Philosophie der Inder. Stuttgart: Körner Verlag 41985.

Schomerus, Hilko Wiardo: Arunantis Sivajnanasiddhiyar. Die Erlangung des Wissens um Siva oder um die Erlösung. Wiesbaden: Franz Steiner Verlag 1981.

Jacobi, Lis: Schöpfungs- und Entstehungsmythen. Schaffhausen: Novalis 1981.

Speyer, Heinrich: Die biblischen Erzählungen im Qoran. Nachdruck, Darmstadt: Wiss. Buchges. 1961.

Westermann, Claus: Genesis 1-11. Neukirchen-Vluyn: Neukirchener Verlag 1974.

Paul Riessler: Altjüdisches Schrifttum außerhalb der Bibel. Darmstadt: Wiss. Buchges. 1966.

Termine:

11.04.2006            Seminarplan und Verteilung der Referate; Die Frage nach Anfang und Ende – „Warum und wozu gibt es die Welt“

18.04.2006            Hinduistische Bilderwelt von Kreislauf der Zeit (z. B. Michaels; Zimmer)

25.04.2006            Eine indische Philosophie vom Entstehen der Welt (z. B. Glasenapp; Arunanti)

02.05.2006            Entstehen und Vergehen im Buddhismus (z. B. Conze)

09.05.2006            Ohne Anfang und Ende – Eine Moderne Version: Die ,kleine Geschichte der Zeit' (Hawking)

16.05.2006            Schöpfung im Alten Orient  (z. B. Enuma Elisch; Atramhasis; Angaben s. Westermann)

23.05.2006            Das ,Sechstagewerk' der Schöpfung in der Bibel und sein religionsgeschichtlicher Kontext (z. B. Westermann)

30.05.2006            ,Schöpfung' im gegenwärtigen Christentum (z. B. Moltmann)

13.06.2006            Christliche und jüdische Endzeitliteratur (Apokalyptik; z. B. Johannesoffenbarung; das ,Henoch-Buch')

20.06.2006            Die ,Große Flut' (Sintflut): Das erste Ende der Welt war schon da (z. B. Westermann)

27.06.2006            ,Weltuntergang' im gegenwärtigen Christentum (z. B. Martin)

04.07.2006            Gott der Schöpfer im Islam (z. B. Nagel; Speyer)

11.07.2006            Gott als Richter, das Gericht und das Jenseits der Welt (z. B. Nagel)

18.07.2006            Anfang und Ende: Vom Sinn einer Vision



Dr. Hans-Dieter Schmid (Historisches Seminar)

Reformation und Bauernkrieg als Themen des Geschichtsunterrichts in der Sekundarstufe I

SE 2, Fr 9-11 h, im Historischen Seminar.

Das kommentierte Vorlesungsverzeichnis des Historischen Seminars ist erhältlich in der Fachbereichsbibliothek Geschichte und Religionswissenschaft, Im Moore 21, Hinterhaus.

Es wird empfohlen, vor Besuch bzw. in der ersten Sitzung einer Veranstaltung eines anderen Fachs Kontakt mit dem/der jeweiligen Lehrenden aufzunehmen, um Fragen der Teilnahme und der Leistungsnachweise zu klären.

 

KOLLOQUIEN

Dr. Edith Franke

Kolloquium für Examenskandidaten und Fortgeschrittene

CO 2, Fr 14-16 Uhr, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 21.04.2006.

Das Kolloquium dient der Vorstellung und Diskussion von laufenden bzw. beabsichtigten Magister- und Examensarbeiten. Die Vorhaben sollen in Form kurzer Arbeitspapiere dargelegt und gemeinsam im Hinblick auf methodische Durchführung und die theoretisch-systematische Kontextuierung besprochen werden.

Darüber hinaus können auch relevante aktuelle religionswissenschaftliche Publikationen diskutiert werden.

Interessierte Teilnehmer und Teilnehmerinnen setzen sich bitte mit der Seminarleiterin in Verbindung.

Die erste Sitzung findet am 21.04.2006 um 15 Uhr statt.



Antes/Gabbert/Füllberg-Stolberg/Reinwald/Rost/Schmieder u.a.

Forschungskolloquium „Transformation Studies“

SE 2, Mo 18-20 h, Raum: Im Moore 21 (Hinterhaus), Historisches Seminar, B108.
Siehe auch Punkt 7.2 auf Seite 20 in diesem Heft.

FACHRELEVANTE VERANSTALTUNGEN ANDERER FÄCHER

 

Neben den in diesem Vorlesungsverzeichnis angegebenen Lehrveranstaltungen gibt es auch noch in anderen Fächern Lehrveranstaltungen, die für unser Fach von großem Interesse sind, z.B:

Dr. Thorsten Paprotny

Probleme der Religionsphilosophie (Hauptseminar)

SE 2, Fr 10-12 h, Philosophisches Seminar, R 10.

Das kommentierte Vorlesungsverzeichnis des Philosophischen Seminars ist erhältlich Im Moore 21, Hinterhaus, 3. Stock, Mo-Do 10-16h, oder im Internet unter www.philosem.uni-hannover.de.

Füllberg-Stollberg u. a.

Ringvorlesung: Migrationen in der Weltgeschichte

TV 2, Di 9-11, Historisches Seminar.

Aschoff

Das Zeitalter der Reformation

TV 2, Do 11.30-13.00 Uhr, Historisches Seminar.

Reinwald

Afrika im „kurzen“ 20. Jahrhundert

TV 2, Mo 14-16 h, Historisches Seminar.

Schmieder

Sexualität, Ehre, Familie, Staat und Kirche in Lateinamerika 1500-1900 (Einführendes Seminar)

SE 2, Do 9-11 h, Hitsorisches Seminar.

Aschoff

Wallfahrten, Feste, Klöster. Frömmigkeit und christliches Brauchtum zwischen Reformation und Säkularisation (Hauptseminar)

SE 2, Mi 11.30-13 h, Historisches Seminar.

Schmid

Reformations- und Lutherfeiern 1617-1999 (Hauptseminar)

SE 2, Di 9-11 h, Historisches Seminar.

Schmid

Zur Geschichte des „niederen jüdischen Volkes“ in Deutschland im 18. und 19. Jahrhundert (Hauptseminar)

SE 2, Fr 11-13 h, Historisches Seminar.

Das kommentierte Vorlesungsverzeichnis des Historischen Seminars ist erhältlich in der Fachbereichsbibliothek Geschichte und Religionswissenschaft, Im Moore 21, Hinterhaus.

Auch diese Veranstaltungen können besucht werden, und es können Leistungsnachweise erworben werden, die für das Magisterstudium der Religionswissenschaft anerkannt werden. Es wird jedoch in jedem Fall empfohlen, vor Besuch bzw. in der ersten Sitzung einer Veranstaltung eines anderen Fachs Kontakt mit dem/der jeweiligen Lehrenden aufzunehmen, um Fragen der Teilnahme und der Leistungsnachweise zu klären.