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Vorlesungen
Prof.
Dr. Dr. Peter Antes
2.1
Systematische Religionswissenschaft. Eine Überblicksvorlesung
TV
2, RelSys, Do 11-13 Uhr, Raum: Gebäude 1105, Welfengarten 1A, HWH/Herrmann-Windel-Hörsaal,
Beginn 14. 04. 2005
Pflichtveranstaltung
für Studierende des B.A. im Einführungsmodul Systematische
Religionswissenschaft, auch für Studierende des Magisterstudiengangs
geeignet.
Ziel
der Vorlesung ist es, einen ersten Überblick über die verschiedenen
Disziplinen und Fragestellungen der systematischen
Religionswissenschaft zu bieten.
Zum
Erwerben von Kredit-Punkten kann in Absprache mit dem Lehrenden eine
Hausarbeit geschrieben werden.
Literatur-Empfehlung:
Figl,
Johann: Handbuch Religionswissenschaft. Religionen und ihre zentralen
Themen. Darmstadt: Wiss. Buchgesellschaft 2003.
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PD
Dr. Dr. Bertram Schmitz
2.2
Der Quran
TV
2,RelGes, Mi 16-18 Uhr, Raum: Gebäude 1208, Schloßwender Str. 5,
Kesselhaus, Beginn: 13. 04. 2005
Die
zentrale und fundamentale Stellung, die dem Quran innerhalb des Islams
zukommt, rechtfertigt es, eine gesamte Vorlesung diesem Gegenstand zu
widmen. Neben einer Einführung in den Inhalt dieses Textes werden
insbesondere folgende religionswissenschaftliche Bereiche bzw. Aspekte
der Darstellung zugrunde gelegt: Die religionsgeschichtliche Situation
im Nahen Osten während des sechsten und siebten Jahrhunderts,
Theorien über die Entstehung des Qurans, die rechtliche und die
rituelle Dimension des Qurans, Bezüge zu den beiden anderen „abrahamitischen
Religionen“ (Judentum, Christentum), die phänomenologische
Einordnung des Qurans als „heiliger Text“, der Fixierung- und
Kanonisierungsprozess des Qurans und seine inhaltlichen Konsequenzen.
Auf diese Weise treten dem einführenden Charakter dieser Vorlesung
auch Momente hinzu, die für Studierende im fortgeschrittenen Stadium
mit Gewinn angenommen werden könnten. Entsprechend der Interessenlage
der Hörenden, aber auch durch neuere Forschungsergebnisse bzw.
-diskussionen und den Umstand, dass sich die u. g. Bereiche nicht
isoliert voneinander betrachten lassen, wird es in der
Vorlesungspraxis zu Abweichungen und Verschiebungen der genannte
Zuordnung von Termin und Thema kommen.
Zur
Vorbreitung empfohlen:
Bobzin,
Harmut: Der Koran. Eine Einführung. München: C. H. Beck, 42001.
Cook,
Michael: Der Koran. Stuttgart: Reclam 18232, 2002.
Nagel,
Tilmann: Der Koran. München: C. H. Beck Verlag, 31998.
Literatur:
Paret,
Rudi: Der Koran. Stuttgart: Kohlhammer, ²1977. Bd. 1: Übersetzung;
Bd. 2: Kommentar und Konkordanz.
Paret,
Rudi: Mohammed und der Koran. Geschichte und Verkündigung des
arabischen Propheten. 7. Aufl. Stuttgart: Kohlhammer, 1991.
Khoury,
Adel Theodor: Der Koran – arabisch-deutsch. Übersetzt und
kommentiert. Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus, 2004.
Khoury,
Adel Theodor: Der Koran – arabisch-deutsch. Übersetzt und
kommentiert. Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus, 1990 ff.
Thyen,
Johann-Dietrich: Bibel und Koran. Eine Synopse gemeinsamer Überlieferungen.
Köhl: Böhlau, 32000.
Nöldecke,
Theodor u. a.: Geschichte des Qorans. Hildesheim: Georg Olms, 1970.
(mehrfach überarbeiteter Nachdruck)
Kermani,
Navid: Gott ist schön ‑ Das ästhetische Erleben des Koran. München:
C. H. Beck, 2000.
13.
04. 2005
Religiöse Bedeutung und Aufbau des Koran
20.
04. 2005
Der Koran als „Heilige Schrift“
27.
04. 2005
Der eine Gott im Koran
04.
05. 2005
Das Verhältnis Gott – Mensch
11.
05. 2005
Gesetz und Ethik im Koran
25.
05. 2005
Struktur und Themen einer „langen Sure“, am Beispiel von
al-baqara (Sure 2)
01.
06. 2005
Biblische Themen im Koran
08.
06. 2005
Die religionsgeschichtliche Situation im 6. und 7. Jahrhundert
15.
06. 2005
Die historische, thematische und phänomenologische Einordnung
der „Frühsuren“
22.
06. 2005
Entstehungstheorien zum Koran
27.
06. 2005
Die Textwerdung des Koran – der Koran als kanonischer Text
06.
07. 2005
Zur paradoxalen Struktur des fixierten Korans
13.
07. 2005
Koran und religiöses Leben und abschließende
religionswissenschaftliche Anmerkungen zum Koran
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Tutorium
Dr.
Edith Franke
durch Lida Froriep
3.1
Einführung in die Religionswissenschaft
SE
2, Mi 11-13 Uhr, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 13. 04. 2004
Diese
Veranstaltung richtet sich speziell an Studienanfänger und ist
gleichzeitig eine Fortsetzung des im Wintersemester 2004/05 begonnenen
Einführungskurses. Neben einer allgemeinen Einführung in die
Struktur des Studiums, sollen vor allem Basisinformationen zum Studium
der Religionswissenschaft vermittelt und die Grundlagen des
wissenschaftlichen Arbeitens (Literaturrecherche, Halten von
Referaten, Schreiben von Hausarbeiten usw.) erlernt werden.
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Proseminare
Prof.
Dr. Dr. Peter Antes
Grundkurs Judentum und Christentum
SE
2, RelGes, Do 9-11 Uhr, Raum: Gebäude 1208, Schlosswender Str. 5,
Kesselhaus, Beginn: 14. 04. 2005
Pflichtveranstaltung
für Studierende des B.A. im Einführungsmodul RelGes, auch für
Studierende des Magisterstudienganges geeignet.
Studien-
und Prüfungsleistungen können nach Maßgabe des
Kredit-Punkte-Infoblatts und in Absprache mit dem Lehrenden erbracht
werden.
Das
Seminar hat als Ziel, einen ersten Einblick in die Geschichte und
Lehre von Judentum und Christentum sowie des religiösen Lebens in
diesen Religionen zu bieten.
Literatur-Empfehlung:
Grübel,
Monika: Judentum. Köln: DuMont ²1997 (= DuMont-Taschenbücher 505;
DuMont Schnellkurs).
Was
jeder vom Judentum wissen muß. Hrsg. von A. H. Baumann. Gütersloh: Gütersloher
Verlagshaus G. Mohn 1983 (= GTB Siebenstern 1063).
Sigal,
Philip: Judentum. Stuttgart: Kohlhammer 1986 (= Urban-Tb. 359).
Antes,
Peter: Das Christentum. Eine Einführung. München: Deutscher
Taschenbuch Verlag 2004 (= dtv Bd. 34076 [Reihe: Weltreligionen]).
Beinert,
Wolfgang: Das Christentum. Atem der Freiheit. 2. Aufl. Freiburg:
Herder 2000.
Biser,
Eugen: Die Entdeckung des Christentums. Der alte Glaube und das neue
Jahrtausend. Freiburg: Herder 2001.
Fischer,
Helmut : Christentum. Köln: DuMont 2001 (= DuMont-Taschenbücher 525;
DuMont Schnellkurs).
14.
04. 2005 Einführung
und Festlegung des Verlaufsplanes
21.
04. 2005 Hebräische
Bibel und Altes Testament
28.
04. 2005 Geschichtliche
Entwicklung des Judentums in großen Zügen von der Zeit der Väter
bis zum Staate Israel
05.
05. 2005 Christi
Himmelfahrt
12.
05. 2005 Religiöse
Richtungen im Judentum in Vergangenheit und Gegenwart
19.
05. 2005 Pfingstpause
26.
05. 2005 Gelebter
Glaube im Judentum
02.
06. 2005 Der
historische Jesus und der Christus des Glaubens (einschließlich einer
Einführung in das Neue Testament)
09.
06. 2005 Geschichtliche
Entwicklung des Christentums in großen Zügen vom Römischen Reich
bis heute unter besonderer Berücksichtigung der Spaltungen
16.
06. 2005 Das
Gottesbild von Judentum und Christentum im Vergleich
23.
06. 2005 Das
Menschenbild von Judentum und Christentum im Vergleich
30.
06. 2005 Die
jenseitige Welt (Engel, Teufel) im Judentum und Christentum im
Vergleich
07.
07. 2005 Gelebter
Glaube im Christentum
14.
07. 2005 Gegenwärtige
Tendenzen im Christentum einschließlich der ökumenischen Bewegung
und des interreligiösen Dialogs
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Dr.
Edith Franke
(in Kooperation mit Dr. Sebastian Murken, Universität Trier)
4.2
Einführung in psychologische Konzepte von Religion
SE
2, RelSys, Fr 11-13 Uhr, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 15.
04. 2005
Proseminar
im Einführungsmodul Systematische Religionswissenschaft, auch für
Studierende des Magister-Studiengangs geeignet.
Studien-
und Prüfungsleistungen können nach Maßgabe des
Kredit-Punkte-Infoblatts und in Absprache mit der Lehrenden erbracht
werden.
Dieses
Seminar dient der Einführung in die Religionspsychologie als einem
zentralen Teilgebiet der systematischen Religionswissenschaft. Neben
den tiefenpsychologischen Konzeptionen Sigmund Freuds und C. G. Jungs
sollen auch zeitgenössische, empirisch fundierte
religionspsychologische Forschungen und Theorieansätze (coping,
Bindungsforschung etc.) kennen gelernt und erarbeitet werden. Dabei
sollen auch Kenntnisse über die methodischen und theoretischen
Grundlagen der jeweiligen Ansätze vermittelt werden.
Die
Arbeitsweise umfasst neben der Form der Referate auch die gemeinsame
Lektüre und Analyse grundlegender Texte aus diesem Bereich. Auf diese
Weise soll sowohl der Umgang mit Primärliteratur geschult als auch
eine kritische und genaue Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen
Texten geübt werden. Als roter Faden des Seminars gilt die Frage nach
dem Stellenwert und der Bedeutung der Religionspsychologie für die
religionswissenschaftliche Herangehensweise an Religionen.
Das
Seminar findet in Kooperation mit Dr. Sebastian Murken (Psychologe und
Religionswissenschaftler an der Universität Trier, mit
Forschungsschwerpunkt Religionspsychologie) statt. Deshalb wird es
neben den wöchentlichen Seminarveranstaltungen zwei
Blockveranstaltungen (am 9./10.6. sowie am 7. /8.7., dann jeweils
donnerstags von 18-20 Uhr und freitags von 11-13 Uhr) geben. Die
Lehrveranstaltungen am 6. Mai sowie am 17. Juni fallen im Gegenzug
aus.
Allgemeine
Einführungsliteratur:
Grom,
B.: Religionspsychologie. 2. Aufl. München: Kösel 1996.
Wulff,
D.: Psychology of Religion: Classic and contemporary, 2nd ed.
New York: John Wiley & Sons 1997.
Henning,
Christian, Sebastian Murken, Erich Nestler (Hg.): Einführung in die
Religionspsychologie. Paderborn: Schöningh 2003. (= UTB 2435)
15.04.2004
Einführung in die Thematik und Planung des Semesters
22.04.2004
Sigmund Freud: Leben und Lehre
Gemeinsame
Lektüre: Zinser 1997
Referat:
z.B. Fromm 1981
29.04.2004
Sigmund Freud: Zwangshandlung und Religionsübungen
Gemeinsame
Lektüre: Freud 1907
Referat:
Wallace 1984
13.05.2004
Sigmund Freud: Zukunft einer Illusion
Gemeinsame
Lektüre: Freud 1927
Referat:
Henseler 1995; Pfister 1977; Reik 1977
27.05.2004
Bindungs(Attachment)-Theorie: Grundlagen
Gemeinsame
Lektüre: Grossmann et al. 1989
Referat:
Bretherton 1985
03.06.2004
Bindungs(Attachment)-Theorie und Religion
Gemeinsame
Lektüre: Kirkpatrick 1992
Referat:
Kirkpatrick & Shaver 1990; Kirkpatrick 1999
9.06.2004
Aktuelle Entwicklungen der Religionspsychologe
10.06.2004
Die Coping-Theorie und ihre Bedeutung für die
Religionspsychologie
Gemeinsame
Lektüre: Murken 2002; Pargament 1990
Referent: Dr. Sebastian Murken
24.06.2004
Carl Gustav Jung: Leben und Lehre
Gemeinsame
Lektüre: Morgenthaler 1997
Referat:
Jacobi 1978
01.07.2004
Carl Gustav Jung und Religion
Gemeinsame
Lektüre: Jung 1985 (1934 und 1952), 11-91
Referat:
Schär 1975; Spengler 1982; Spieß 1982
07./08.07.2004
Neue religiöse Bewegungen aus religionspsychologischer
Perspektive
Gemeinsame
Lektüre: Murken 1998
Referent:
Dr. Sebastian Murken
15.07.2004
Abschlussdiskussion
Literatur:
Bretherton,
I. (1985): “Attachment theorie: Retrospect and prospect” In: I.
Bretherton & E. Waters (Hrsg.): Growing points in attachment
theory and research (Bd. 50, S. 3-35).
Freud,
S.: „Zwangshandlung und Religionsübungen“ In:
Freud-Studienausgabe in 10 Bänden plus Ergänzungsband. Hrsg. V.
Alexander Mitscherlich. Bd VII Zwang, Paranoia und Perversion. 6.,
korrig. Aufl. Frankfurt/M.: S. Fischer 1994, S. 11-22.
Freud,
S.: „Die Zukunft einer Illusion“ In: Freud-Studienausgabe in 10 Bänden.
Hrsg. v. A. Mitscherlich. Bd. IX Fragen der Gesellschaft. Ursprünge
der Religion. Frankfurt/M.: S. Fischer 1994, S. 135-190.
Fromm,
E. (1981): Sigmund Freud. Seine Persönlichkeit und seine Wirkung.
Frankfurt a. M.: Ullstein Materialien.
Grossmann,
K. E., August, P., Fremmer-Bombik, E., Friedl, A., Grossmann, K.,
Scheuerer-Englisch, H. et al.: „Die Bindungstheorie: Modell und
entwicklungspsychologische Forschung“ In: H. Keller (Hrsg.):
Handbuch der Kleinkindforschung. Berlin: Springer 1989.
Henseler,
H.: Religion - Illusion? Eine psychoanalytische Deutung. Göttingen:
Steidl 1995.
Jacobi,
J.: Die Psychologie von C. G. Jung. Eine Einführung in das
Gesamtwerk. . Mit einem Geleitwort von C.G. Jung. Frankfurt am Main:
S. Fischer 1978.
Jung,
C. G.: Bewusstes und Unbewusstes. Frankfurt am Main: S. Fischer 1985.
Kirkpatrick,
L. A.: “An attachment-theory approach to the psychology of religion”
In: International Journal for the Psychology of Religion, 2 1992.
Kirkpatrick,
L. A.: “Toward an evolutionary psychology of religion and
personality” In: Journal of Personality, 67(6) 1999, S. 921-952.
Kirkpatrick,
L. A. & Shaver, P. R.: “Attachment theory and religion:
Childhood attachments, religious beliefs, and conversion” In:
Journal for the Scientific Study of Religion, 29(3) 1990, S. 315-334.
Morgenthaler,
C.: „Carl Gustav Jung (1875-1961)“ In: A. Michaels (Hg.),
Klassiker der Religionswissenschaft. München: Beck Verlag 1997, S.
234-245.
Murken,
S.: „Soziale und psychische Auswirkungen der Mitgliedschaft in neuen
religiösen Bewegungen unter besonderer Berücksichtigung der sozialen
Integration und psychischen Gesundheit“ In: D. B. Enquete-Kommission
(Hrsg.), Neue religiöse und ideologische Gemeinschaften und
Psychogruppen. Forschungsprojekte und Gutachten der Enquete-Kommission
Sogenannte Sekten und Psychogruppen (S. 297-354). Hamm: Hoheneck 1998.
Murken,
S.: „Religionspsychologie in Deutschland: Eine Bestandsaufnahme“
In: Wege zum Menschen, 54(4) 2002, S. 11-22.
Pargament,
K.: “God help me. Toward a theoretical framework of coping for the
psychology of religion” In: Research in the Social Scientific Study
of Religion 2 1990, S. 195-224.
Pfister,
O.: „Die Illusion einer Zukunft (1928)“ In: E. Nase & J.
Scharfenberg (Hrsg.), Psychoanalyse und Religion. Wege der Forschung
Band 274. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1977, S.
101-141.
Reik,
T.: „Bemerkungen zu Freuds 'Zukunft einer Illusion' (1928)“ In: E.
Nase & J. Scharfenberg (Hrsg.): Psychoanalyse und Religion. Wege
der Forschung Band 274. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft
1977, S. 25-40.
Schär,
H.: Religion und Seele in der Psychologie C. G. Jungs. Olten: Walter
1975.
Spengler,
E.: „C. G. Jungs Religionspsychologie“ In: G. Condrau (Hrsg.):
Psychologie der Kultur, Bd.1: Transzendenz und Religion. Weinheim:
Beltz 1982, S. 241-254.
Spies,
D.: „Die religionspsychologische Bedeutung der Archetypenlehre C. G.
Jungs“ In: G. Condrau (Hrsg.), Psychologie der Kultur, Bd.1:
Transzendenz und Religion. Weinheim: Beltz 1982, S. 277-284.
Wallace,
E. R.: „Freud and Religion: A History and Reappraisal” In:
Psychoanalytic Study of Society 10 1984, S. 115-161.
Zinser,
H.: „Sigmund Freud (1856-1939)“ In: A. Michaels (Hg.) Klassiker
der Religionswissenschaft. München: Beck 1997, S. 90-102.
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Dr.
Celalettin Kartal
4.3
Fundamentalismus in den drei monotheistischen Religionen –
Dogmen und Verblendungen
SE
2, RelSys/RelGes, Di. 18.30-20.00 Uhr, Raum: Im Moore 21, Seminarraum,
Beginn:
12. 04. 2004
Es
ist uns häufig nicht bewusst, dass wir bereits von Haus aus
ideologisch geprägt sind und wir uns auch in unserem täglichen
Verhalten danach richten. Ideologien bzw. religiöse Lehren sind somit
unsere täglichen Begleiterinnen. Aber erst wenn sie uns in ihrer
Extremform begegnen, nehmen wir sie richtig wahr. Sind Ideologien
deswegen gar „normal“?
Was
kennzeichnet den Fundamentalismus, von dem die Medien täglich
berichten? Wie können wir Fundamentalismus und Fundamentalisten
erkennen? Wann wird eine Religion tatsächlich politisch
instrumentalisiert? Was ist die Ursache des alt-aktuellen
Fundamentalismus? Welcher Sprache und Symbolik bedient er sich? Müssen
naturnotwendig monotheistische Religionen wie Judentum, Christentum
und Islam einen von „extremen Ideologien“ geprägten, gar
„unzeitgemäßen Kulturkampf“ propagieren? Warum wohnt der
Fundamentalismus allen monotheistischen Religionen inne – wenn auch
in unterschiedlichem Ausmaß und unterschiedlicher Ausprägung? Was
ist das Wesen und die eigentliche Botschaft der Religionen? Mit diesen
Fragen wird sich diese Veranstaltung kritisch und reflektierend
auseinandersetzen. Die Lehrveranstaltung ist so konzipiert, dass auch
Studentinnen und Studenten anderer Fakultäten, Fachbereiche und
Institute daran teilnehmen können. Als Basis für die Veranstaltung
dienen vor allem Bibel und Koran sowie ihre Kommentierungen. Weiterführende
Literatur soll zum Beginn der Veranstaltung verteilt und knapp
vorgestellt werden. Die Reihenfolge der Themen ist nicht bindend. Die
Veranstaltung ist offen für Vorschläge.
Einstiegsliteratur:
Fundamentalism
5. Fundamentalisms: Causes and Consequences. (Vgl.
http://www.abdn.ac.uk/sociology/funda5.htm)
Armstrong,
Karem: The Battle for God: Fundamentalism in Judaism, Christianity and
Islam. London:
HarperCollins, 2001. (dt. Ausgabe: Im Kampf für Gott. München:
Siedler, 2004.
Mohadessin,
Mohammad: Enemies of the Ayatollahs. The Iranian opposition and its
war on Islamic fundamentlism. London, New York: Zed Books, 2004.
Steuerwald,
Helmut: Fundamentalismus und religiöser Fanatismus in der Welt von
heute.
(Vgl.
http://www.schulfach-ethik.de/ethik/Stichwort/fundamentalismus.htm)
12.
04. 2005
Einführung in die Thematik und Vergabe von Hausarbeiten,
Referaten, Protokollen etc
19.
04. 2005
Geschichte, Ursache und Definition des Fundamentalismus
26.
04. 2005
Das Alte Testament als Basis für Fundamentalismus im Judentum
03.
05. 2005
Das permanente Problem des Fundamentalismus anhand des
Israelisch-Palästinensischen Konflikts
10.
05. 2005
Christentum und seine Lehren als Ursache des Fundamentalismus
24.
05. 2005
Christentum und seine Orthodoxie am Beispiel der USA
31.
05. 2005
Koran und seine Interpretationen im Islam
07.
06. 2005
Aktuelle fundamentalistische Konflikte im Islam
14.
06. 2005
Gemeinsamkeiten und Ideologien in den monotheistischen
Religionen
21.
06. 2005
Probleme des Erkennens des Fundamentalismus
28.
06. 2005
Motive und Leitbilder von Fundamentalisten
05.
07. 2005
Sprache, Rhetorik und Symbolik des Fundamentalismus
12.07.2005
Ergebnisse bisheriger Sitzungen und Kritik
zurück
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Dr.
Gustav-Adolf Schoener
Christliche Religionskritik im 20. Jahrhundert
SE
2, RelSys/RelGes, Di 14-16, Raum: Gebäude 1208, Schlosswender Str. 5,
Kesselhaus, Beginn: 12. 04. 2005
Gewöhnlich
verstehen wir unter Religionskritik ein externes und grundsätzliches
In-Frage-Stellen von Religion. Kritisch kann Religion aber auch von
innen gesehen werden, als Kritik am „falschen“ Bemühen um Gott,
an bestimmten Auswüchsen der Lehre und Praxis der eigenen (oder
anderer) Religion(en). Diese religionsimmanente Kritik bestimmt zu
einem großen Teil das christlich-protestantische Selbstverständnis
im 20. Jahrhundert, besonders im deutschsprachigen Raum. Ganze
Theologiegenerationen haben ihren Glauben weitgehend über diese
Religionskritik definiert und das Leben in den christlichen Gemeinden
(Liturgie, Predigt, Ethik) in diesem Sinne geprägt. Ihren Höhepunkt
erreicht diese christliche Religionskritik mit der paradoxen
Formulierung einer „Gott-ist-tot-Theologie“. – In ihren Methoden
hat die christliche Religionskritik maßgeblich zur Herausbildung des
Faches Religionswissenschaft, und darüber hinaus zur allgemeinen Säkularisierung
der Gesellschaft beigetragen. – In diesem Proseminar sollen die
wichtigsten Positionen dieser christlich-protestantischen
Religionskritik erarbeitet werden.
Literatur:
Der
Artikel „Religionskritik“ in: TRE (Theologische Realenzyklopädie).
Der
Artikel „Religionskritik“ in: HrwG (Handbuch
religionswissenschaftlicher Grundbegriffe), Bd. 1.
Kraus,
Hans-Joachim: Theologische Religionskritik. Neukirchen: Neukirchener
Verlag, 1982.
Weger,
Karl-Heinz: Religionskritik. Köln: Styria, 1991.
12.
04. 2005
Einführung
19.
04. 2005
Luthers Religionskritik
Kritik
an der Bibel
26.
04. 2005
Die historische-kritische Methode
03.
05. 2005
Rudolf Bultmanns Entmythologisierungsprogramm (NT und
Mythologie)
10.
05. 2005
Erwiderungen auf Bultmann (Kerygma und Mythos)
Dialektische
Theologie
24.
05. 2005
‚Religion als Unglaube‘ – Karl Barth (KD I/2 § 17 und
IV/3 § 69. H-J. Kraus: 6-60)
31.
05. 2005
‚Religionslose Interpretation‘ – Dietrich Bonhoeffer
(Widerstand und Ergebung)
07.
06. 2005
Die Zeitschrift ‚Zwischen den Zeiten‘ (Predigten von Emil
Brunner, Eduard Turneysen, Friedrich Gogarten, Paul Tillich)
Christliche
Religionskritik nach 1945
14.
06. 2005
Die ‚Gott-ist-tot‘-Theologie – u.a. Dorothee Sölle
21.
06. 2005
Bibelkritik heute – Gerd Lüdemann.
28.
06. 2005
‚Gestaltung und Kritik‘ – Zum Verhältnis von
Protestantismus und Kultur im neuen Jahrhundert, Hannover 1999 (H.-J.
226-272)
05.
07. 2005
Kirchenaustrittsbewegungen vor 1914 und 1918-1933. EKD-Umfrage
Fremde Heimat Kirche (1003 und 2004)
12.
07. 2005
Abschluss-Sitzung
zurück
-----
PD
Dr. Dr. Ina Wunn
4.5
Christliche Religionsgemeinschaften und Erweckungsbewegungen
des Industriellen Zeitalters
SE2,
RelGes, Mo 9-11 Uhr, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 11. 04.
2005
Die
Vielfalt der heutigen etablierten christlichen Gemeinschaften, Sekten
und Freikirchen – so die Bezeichnung des Handbuch[s] Religiöse
Gemeinschaften – geht zu einem nicht unerheblichen Teil auf
Bewegungen des 19. Jahrhunderts zurück, die die Notwendigkeit
endzeitlicher Erneuerung mit dem Ruf nach neuen Aposteln und Propheten
verbanden. In Europa begannen sich zu dieser Zeit verschiedene
Erweckungsbewegungen auszubreiten, die in das bisherige religiöse
Leben ein beträchtliches Maß an Unruhe brachten. Ihr Ziel war im
Allgemeinen die Wiederherstellung des wahren Christentums,
urchristlicher Zustände und eine zeitgemäße Fortführung des
Glaubens.
Das
Seminar möchte in dieses häufig vernachlässigte Kapitel
christlicher Religionsgeschichte einführen, die Lehre und
Entstehungsgeschichte der wichtigsten Gruppierungen erarbeiten sowie
die Hintergründe, die zu ihrer Entstehung führten, ausleuchten.
11.
04. 2005
Einführung in die Thematik und Verteilung der Referate
18.
04. 2005
Neuapostolische Kirche
25.
04. 2005
Gemeinschaft des göttlichen Sozialismus
02.
05. 2005
Apostolische Gemeinschaft
09.
05. 2005
Lorbeer-Gesellschaft
23.
05. 2005
Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage (Mormonen)
30.
05. 2005
Christian Science
06.
06. 2005
Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten
13.
06. 2005
Zeugen Jehovas
20.
06. 2005
Gemeinschaft in Christo Jesu
27.
06. 2005
Christliche Gemeinschaft Hirt und Herde
04.
07. 2005
Johannische Kirche
11.
07. 2005
Gralsbewegung
Literatur:
Obst,
Helmut: Apostel und Propheten der Neuzeit. Gründer
christlicher Religionsgemeinschaften des 19. und 20. Jahrhunderts.
4., stark erw. und aktual. Aufl. Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht
2000. (Dort weitere Literatur)
Handbuch
Religiöse Gemeinschaften. Freikirchen,
Sondergemeinschaften, Sekten, Weltanschauungen, missionierende
Religionen des Ostens, Neureligionen, Psycho-Organisationen. Für den
VELKD-Arbeitskreis Religiöse Gemeinschaften im Auftr. des
Lutherischen Kirchenamtes hrsg. von Horst Reller. 4., völlig überarb.
und erw. Aufl. Gütersloh : Gütersloher Verl.-Haus, 1993.
zurück
-----
Fachdidaktik
PD
Dr. Dr. Bertram Schmitz
Essen in den Religionen
SE
2, RelSys/RelGes, Di 16-18 Uhr, Raum: Gebäude 1105, Welfengarten 1A,
HWH/Herrmann-Windel-Hörsaal, Beginn 12. 04. 2005
Der
leibliche Aspekt der Religionsgeschichte nimmt beim Essen konkrete
Gestalt an: Die auch in einer säkularen Gesellschaft häufig
diskutierten Fragen nach dem Wann, Was, Wie und mit wem (manchmal
auch: wie viel, selten: wo) darf/soll ich essen bzw. darf ich es auf
keinen Fall nehmen innerhalb der einzelnen Religionen eine bedeutsame
‑ allerdings nicht immer offensichtliche – Stellung ein. Schon
innerhalb der beiden historisch eng verwandten Religionen Judentum und
Christentum zeigen sich extreme Formen; während die eine Religion das
gesamte Essen an sich als „kultisch“ bezeichnen kann (der Judaist
J. Neusner beantwortet die Frage: „Interessiert es Gott, was ich frühstücke?“
mit „Ja“), interessiert sich das Christentum fast nur für eine
spezifische Mahlzeit, die allerdings eine rituell zentrale Stellung
einnimmt. Im Hinduismus wiederum reicht das kultische Mahl bis in die
Ahnenverehrung hinein. Doch kommt auch dem erwähnten Nichtessen
religiöse Bedeutung zu. Die unten angegebenen Themen können durch
Vorschläge von Studierenden modifiziert werden – die Bereitschaft,
ein Referat zu übernehmen, bildet die Teilnahmevoraussetzung.
Literatur:
Paczensky,
Gert von, Anne Dünnbier: Kulturgeschichte des Essens und Trinkens. München:
Oribs, 1994.
Michaels,
Axel: Der Hinduismus – Geschichte und Gegenwart. München: H. C.
Beck, 1998.
Schmidt-Leukel,
Perry: Die Religionen und das Essen. München: Hugendubel. 2000 (=
Diederichs Gelbe Reihe 163).
Lowenstein,
Steven M.: Jüdisches Leben – Jüdischer Brauch. Düsseldorf:
Artemis & Winkler, 2002.
Romain,
Jonathan A., Walter Homolka: Progressives Judentum, Leben und Lehre. München:
Knesebeck, 1999.
Al-Qaradawi,
Jusuf: Erlaubtes und Verbotenes im Islam. München: Bavaria,1989.
12.
04. 2005
Das „Heilige Essen“ als religiöses Phänomen
19.
04. 2005
Speisegebote in Judentum und Islam – eine Bestandsaufnahme
26.
04. 2005
Vom Tempelaltar zum koscheren Tisch
03.
05. 2005
Das heilige Mahl im Christentum
10.05.2005
Opferrituale und die Speisung der Jenseitigen
24.
05. 2005
Speiseordnungen und Unterscheidungen im Hinduismus
31.
05. 2005
Vegetarismus in indischen Religionen
07.
06. 2005
Der Priester als Koch - Das Pujaritual aus der Sicht der
heiligen Speise
14.
06. 2005
Das Nicht-Essen: Vom heiligen Fasten bis zu Speisetabus
21.
06. 2005
Rationalisierungen des religiösen Essens und der Übergang in
den säkularen Bereich
28.
06. 2005
Das „profane Essen“ ‑ was bestimmt das Essen im säkularen
Bereich?
05.
07. 2005
Versuch einer Trennung von religiösen und areligiösen
Elementen anhand des Essens
12.
07. 2005
Konkrete Umsetzungen des Themas in der praktischen
Religionsvermittlung
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Hauptseminare
Prof.
Dr. Dr. Peter Antes
Monotheismus - Polytheismus. Zum Stand einer aktuellen
Debatte
SE
2, RelSys, Do 18-20 Uhr, Raum: Gebäude 1208, Schloßwender Str. 5,
Kesselhaus, Beginn: 14. 04. 2005
Das
Seminar ist für Studierende des Magisterstudiengangs Transformation
Studies und European Studies geeignet.
Das
Seminar greift die aktuelle Debatte um die mosaische Unterscheidung
auf und ordnet sie historisch wie kulturgeschichtlich ein, um zu einer
Klärung der Begriffe Monotheismus und Polytheismus mit Blick auf
Intoleranz und Gewaltbereitschaft zu kommen.
Literatur:
Assmann,
Jan: Moses the Egyptian. The Memory of Egypt in Western Monotheism.
Cambridge-London: Harvard University Press 1997.
Assmann,
Jan: Moses der Ägypter. Entzifferung einer Gedächtnisspur. Übers.
aus dem Engl., München-Wien: Hanser 1998.
Assmann,
Jan: Die mosaische Unterscheidung. München: Hanser 2003.
Kessler,
Rainer: Die Ägyptenbilder der Hebräischen Bibel. Ein Beitrag zur
neueren Monotheismusdebatte. Stuttgart: Kath. Bibelwerk 2002 (=
Stuttgarter Bibelstudien Bd. 197).
Koch,
Klaus: „Monotheismus als Sündenbock?“ in Theologische
Literaturzeitung [ThLZ] 124 (1999) col. 873-884.
Manemann,
Jürgen (Hrsg.): Monotheismus. Münster: LIT 2003 (= Jahrbuch
Politische Theologie Bd. 4).
Pye,
Michael, Renate Stegerhoff (Hrsg.): Religion in fremder Kultur.
Religion als Minderheit in Europa und Asien. Tagung der Deutschen
Vereinigung für Religionsgeschichte [DVRG]. Saarbrücken-Scheidt:
Dadder 1987. (= Schriften zur internationalen Kultur- und Geisteswelt
2).
Söding,
Thomas (Hrsg.): Ist der Glaube Feind der Freiheit?. Die neue Debatte
um den Monotheismus. Freiburg: Herder 2003 (= Quaestiones disputatae
Bd. 196).
14.
04. 2005 Einführung
und Festlegung des Verlaufsplanes
21.
04. 2005 Assmann:
"Moses the Egyptian" und "Moses der Ägypter" im
Vergleich (vgl. dazu die Rezension von Koch)
28.
04. 2005
Die Reaktionen auf Assmanns Buch, vgl. dazu Assmann: Die
mosaische Unterscheidung
05.
05. 2005 Christi
Himmelfahrt
12.
05. 2005 Die
Ägyptenbilder der Hebräischen Bibel
19.
05. 2005 Pfingstpause
26.
05. 2005 Toleranz
und Intoleranz im Christentum nach der konstantinischen Wende
02.
06. 2005 Toleranz
und Intoleranz im antiken Polytheismus
09.
06. 2005 Toleranz
und Intoleranz im Hinduismus
16.
06. 2005 Wahrheit
und Toleranz in China (unter besonderer Berücksichtigung der
Chinamission, vgl. den Beitrag von Seiwert in Pye/Stegerhoff (Hg.):
Religion in fremder Kultur)
23.
06. 2005 Politischer
Antimonotheismus in Wendezeiten
30.
06. 2005 Monotheismus
‑ Polytheismus ‑ eine Begriffsklärung
07.
07. 2005
Moderne Trends zugunsten von Polytheismus in Europa (vgl.
Manemann)
14.
07. 2005 Fazit
und Ausblick
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Prof.
Dr. Dr. Peter Antes
Neue Forschungsansätze in der Religionswissenschaft I
SE
2, RelSys Do 16-18 Uhr, Raum: Gebäude 1208, Schlosswender Str. 5,
Kesselhaus, Beginn: 14. 04. 2005
Die
Frage nach wissenschaftlichen Methoden bei der Erforschung von
Religionen und religiösen Phänomenen beschäftigt die
Religionswissenschaft immer wieder. Das Seminar wird sich mit dem
ersten Band des zweibändiges Werkes "New Approaches to the Study
of Religion" beschäftigen und dabei vor allem methodologische
Forschungsansätze aus diesem Band behandeln.
Literatur:
The
New Approaches to the Study of Religion. ed. by Peter Antes, Armin
W. Geertz and Randi R. Warne. Berlin, New York: de Gruyter, Bd.
1: Regional, Critical and Historical Approaches 2004.
14.
04. 2005 Einführung
und Festlegung des Verlaufsplanes
21.
04. 2005
Monry M. Joy: Philosophy and Religion
28.
04. 2005
Jeppe Sinding Jensen: Meaning and Religion: On Semantics in the
Study of Religion
05.
05. 2005
Christi Himmelfahrt
12.
05. 2005
Ivan Strenski: Ideological Critique in the Study of Religion
19.
05. 2005
Pfingstpause
26.
05. 2005
Lisbeth Mikaelsson: Gendering the History of Religion
02.
06. 2005
Russell T. McCutcheon: Critical Trends in the Study of
Religions in the United States
09.
06. 2005
Mark Hulsether: New Approaches to the Study of Religion and
Culture
16.
06. 2005
Lorne L. Dawson. Religion and the Internet
23.
06. 2005
Jean-Francois Mayer: New Approaches in the Study of New
Religions in North America and Europe
30.
06. 2005
Jørn Borup: Zen and the Art of Inverting Orientalism
07.
07. 2005
Wouter J. Hanegraaff: The Study of Western Esoterism
14.
07. 2005 Abschlusssitzung
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Professor
Dr. Karl-Fritz Daiber
Schamanismus – Kulturelle
Ausprägungen und gesellschaftliche Funktionen
SE
2, RelSys/RelGes, Di 9-11, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 12.
04. 2005
Schamaninnen
und Schamanen sind Menschen, die in der Lage sind, sich in Trance zu
versetzen und symbolisch mit der Welt des „Jenseitigen“ in Kontakt
zu treten, um dadurch spirituelle Hilfe zu leisten. Der Schamanismus
war vor allem in Sibirien verbreitet, darüber hinaus in Ostasien, bis
heute besonders stark in Korea. Auch in Amerika kommt und kam er vor.
Ob er Religion ist oder allein religiöse „Ekstasetechnik“ ist
umstritten. Die umfassendste Untersuchung zum Schamanismus stammt von
Mircea Eliade (Schamanismus und archaische Ekstasetechnik, Zürich und
Stuttgart 1954).
Auffallend
ist, dass sich der Schamanismus in modernen Gesellschaften behaupten
konnte. Das Seminar geht diesem Phänomen am Beispiel von Korea nach.
Auffallend ist ebenfalls, dass im Umfeld der europäisch-nordamerikanischen
„New-Age“-Spiritualität Heiler und Seelsorger aufgetreten sind,
die sich selbst als Schamanen verstehen und entsprechende Rituale
praktizieren. Auch diese Ausdrucksformen sollen analysiert werden.
Literatur
zur Einführung:
Müller,
Klaus E.: Schamanismus – Heiler, Geister, Rituale. München: Beck,
1997.
12.
04. 2005
Einführung: Die wissenschaftliche Diskussion zum Schamanismus
19.
04. 2005
Schamanistische Weltbilder
26.
04. 2005
Die Schamanin, der Schamane – ihre Rekrutierung
03.
05. 2004
Initiation und Ausbildung
10.
05. 2005
Ekstasetechnik
24.
05. 2005
Sibirischer Schamanismus
31.
05. 2005
Schamanismus in Amerika
07.
06. 2005
Chinesischer Schamanismus
14.
06. 2005
Geschichte des koreanischen Schamanismus
21.
06. 2005
Gegenwärtige Praxis des koreanischen Schamanismus
28.
06. 2005
Schamanismus und Christentum in Korea
05.
07. 2005
Schamanismus im Kontext neuer religiöser Bewegungen in Europa
und Nordamerika
12.
07. 2005
Gesellschaftliche Funktionen des traditionellen und modernen
Schamanismus
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Prof.
Dr. Dr. Heinrich Schäfer
Pierre Bourdieu und die Religion: Chancen eines neuen soziologischen
Ansatzes für die Theorie der Religion
SE
2, RelSys, Mo 14.15-15.45 und 16.15-17.45 Uhr, 14-tägig, Im Moore 21,
Seminarraum, Beginn: 11. 04. 2005
„Daher
kann die Analyse der internen Struktur der religiösen Botschaft die
Funktionen nicht ungestraft ignorieren, die sie zuerst für die sie
hervorbringenden Gruppen erfüllt, des weiteren für diejenigen
Gruppen, die sie konsumieren ...“
Pierre
Bourdieu
Die
Sozialtheorie Pierre Bourdieus ist gegenwärtig einer der
einflussreichsten Großentwürfe der Soziologie. So bietet der
soziologische Ansatz Bourdieus ein immenses Potenzial für die
Untersuchung von Religion. Allerdings hat Bourdieu selbst sich nur am
Rande mit Religion beschäftigt. Das hat dazu geführt, dass seine
Soziologie (anders als etwa die Wissenssoziologie Bergers und
Luckmanns) kaum in die Religionswissenschaft Eingang gefunden hat.
Gerade deshalb lohnt es sich, das Potenzial des Ansatzes für die
Religionswissenschaft zu erschließen.
Ein
besonders wichtiges Merkmal ist folgendes: Bourdieu verknüpft auf
eine sehr organische Weise die Analyse der gesellschaftlichen
„Strukturen“ (Makro-Perspektive: Verteilung von Gütern,
gesellschaftliche Positionen, objektive Machtbeziehung usw.) mit den
Einstellungen und Praktiken der Akteure (Mikro-Perspektive:
Individuen, Gruppen, Bewegungen etc.). Auf diese Weise fließt in die
Darstellung „der religiösen Botschaft“ immer die
gesellschaftliche Lage mit ein, in der sie gepredigt und gelebt wird,
ohne dass die Botschaft dabei auf ihre bloße Funktion reduziert würde.
Dabei ist es immer möglich, den Akzent eher auf die „objektiven“
gesellschaftlichen Strukturen oder auf die „subjektiven“
Einstellungen der Akteure zu legen.
Bourdieu
selbst hat sich in seinen Arbeiten zur Religion auf die Strukturen des
religiösen Feldes konzentriert. In diesem Seminar werden wir von den
Makrostrukturen ausgehen, aber mit Bourdieus soziologischen Ansatz über
seine eigenen religionssoziologischen Arbeiten hinaus weitergehen. Wir
werden untersuchen, was seine Theorien des Habitus und der praktischen
Logik zu einer Beschreibung religiöser Mikro-Praktiken und
–Einstellungen beitragen, welche den gesellschaftlichen Kontext mit
im Blick hat. Wir werden im Seminar die religiöse Praxis fokussieren.
Aber es versteht sich von selbst, dass Bourdieus Texte über die
Religion hinausreichen.
Das
Seminar hat folgenden Aufbau:
1.
Phase: Kennenlernen
der makrosoziologischen Perspektive über die Theorien des
gesellschaftlichen Raumes, der Praxisfelder und des Kapitals.
2.
Phase: Lektüre der beiden wichtigsten Arbeiten Bourdieus über das
religiöse Feld.
3.
Phase: Kennenlernen der mikrosoziologischen Perspektive über die
Theorie des Habitus, der praktischen Logik und der Strategien.
4.
Phase: Experimentelle Anwendung
der mikrosoziologischen Perspektive an Beispielen und Beantwortung der
Frage, wie gesellschaftliche Strukturen sich in der Praxis religiöser
Menschen präsent machen.
Um
eine allgemeine Übersicht über Bourdieus Theorie zu bekommen,
empfehle ich, vor dem Seminar zur Kenntnis zu nehmen (siehe
Literaturliste):
Hans-Peter
Müller: Sozialstruktur (der Teil über Bourdieu).
Hans-Peter
Müller: „Kultur, Geschmack und Distinktion“.
Loic
Wacquant: „Auf dem Weg zu einer Sozialpraxeologie“.
Um
eine allgemeine Einführung in das Denken Bourdieus über die Religion
zu bekommen, empfehle ich das Interview:
„Mit
Weber gegen Weber“ in Bourdieu: Das religiöse Feld, S. 111 ff.
(siehe Literaturliste).
Aufgrund
der literarischen Komplexität des Werkes von Bourdieu werde ich für
die jeweiligen Seminarsitzungen Ausschnitte aus verschiedenen
Buch-Publikationen oder auch Aufsätzen empfehlen. Dies gilt
insbesondere für die vertiefenden Referate. Als gemeinsame Grundlage
und zur Lektüre für alle Teilnehmer empfehle ich:
Bourdieu/Wacquant:
Reflexive Anthroplogie (siehe Literaturliste).
Das
Seminar findet montags im Zwei-Wochen Rhythmus statt, je 14:15 bis
15:45 Uhr und 16:15 bis 17:45 Uhr. Nach Anzahl und Interesse der
Teilnehmer sowie Möglichkeiten des Seminars für
Religionswissenschaft kann auch eine Verteilung auf größere Blöcke
(z.B. Wochenenden) vorgenommen werden.
11.
04. 2005
Einführung, Vergabe von Hausarbeiten etc.
1.
Phase
25.
04. 2005
Gesellschaftlicher Raum und Praxisfelder
09.
05. 2005
Praxisfelder und Kapitalformen (symbolisches, politisches,
religiöses etc.)
2.
Phase
23.
05. 2005
Arbeiten Bourdieus zum religiösen Feld
3.
Phase
06.
06. 2005
Habitus und praktische Logik
4.
Phase
20.
06. 2005
Experimentelle Anwendung der mikrosoziologischen Perspektive
04.
07. 2005
Fortführung vom 20.06. und Fazit des Seminars
Literatur:
Bourdieu,
Pierre: Das religiöse Feld. Texte zur Ökonomie des Heilsgeschehens.
Konstanz: Universitätsverlag, 2000.
Bourdieu,
Pierre: Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen
Urteilskraft. Frankfurt: Suhrkamp, 1987.
Bourdieu,
Pierre: Entwurf einer Theorie der Praxis. Frankfurt: Suhrkamp, 1979.
– Originalausgabe: Genève, 1987.
Bourdieu,
Pierre: Meditationen. Zur
Kritik der scholastischen Vernunft. Frankfurt: Suhrkamp, 2001.
Bourdieu,
Pierre: Praktische Vernunft. Zur Theorie des Handelns. Frankfurt:
Suhrkamp, 1998.
Bourdieu,
Pierre: Sozialer Sinn. Kritik der theoretischen Vernunft. Frankfurt:
Suhrkamp, 1987.
Bourdieu,
Pierre: Zur Soziologie der symbolischen Formen. Frankfurt:
Suhrkamp, 1974.
Bourdieu,
Pierre, Loic Wacquant: Reflexive Anthropolgie. Frankfurt:
Suhrkamp, 1996.
Müller,
Hans-Peter: Sozialstruktur und Lebensstile. Frankfurt: Suhrkamp, 1992.
Bourdieu,
Pierre: „Fieldwork in Philosophy“ in: Pierre Bourdieu: Rede und
Antwort. Frankfurt: Suhrkamp, 1992, S. 15-49-
Bourdieu,
Pierre: „Antworten auf einige Einwände“ in: Klaus Eder (Hg.):
Klassenlage, Lebensstil und kulturelle Praxis. Frankfurt: Suhrkamp,
1989, S. 395-410.
Bourdieu,
Pierre: „Das Lachen der Bischöfe“ in: Pierre Bourdieu: Praktische
Vernunft. Frankfurt: Suhrkamp, 1985, S. 186-200.
Bourdieu,
Pierre: „Das Reale ist rational“ in: Pierre Bourdieu: Praktische
Vernunft. Frankfurt: Suhrkamp, 1985, S. 15-23.
Bourdieu,
Pierre: „Das symbolische Kapital“ in: Pierre Bourdieu: Praktische
Vernunft. Frankfurt: Suhrkamp, 1985, S. 108-115.
Bourdieu,
Pierre: „Delegation und politischer Fetischismus“ in: Ästhetik
und Kommunikation. Jg. 16, 1986. 61/62, S. 184-195.
Bourdieu,
Pierre: „Die Auflösung des Religiösen“ in: Pierre Bourdieu: Rede
und Antwort. Frankfurt: Suhrkamp, 1992, S. 231-237.
Bourdieu,
Pierre: „Die Logik der Klassen“ in: Pierre Bourdieu: Praktische
Vernunft. Frankfurt: Suhrkamp, 1985, S. 23-27.
Bourdieu,
Pierre: „Sozialer Raum und ‚Klassen’“ in: Pierre Bourdieu:
Sozialer Raum und ‚Klassen’ und Lecon sur la lecon. Frankfurt:
Suhrkamp, 1985, S. 7-46.
Bourdieu,
Pierre: „Sozialer Raum und symbolische Macht“ in: Pierre Bourdieu:
Rede und Antwort. Frankfurt: Suhrkamp, 1992, S. 135-154.
Bourdieu,
Pierre: „Soziologe des Glaubens und der Glaube des Soziologen“ in:
Pierre Bourdieu: Rede und Antwort. Frankfurt: Suhrkamp, 1992,
S.224-230.
Bourdieu,
Pierre: „Von der Regel zu den Strategien“ in : Rede und Antwort.
Frankfurt: Suhrkamp, 1992, S. 79-98.
Müller,
Hans-Peter: „Kultur, Geschmack und Distinktion. Grundzüge der
Kultrsoziologie Pierre Bourdieus“ in Friedhelm Neidhardt, Rainer
Lepsius, Johannes Weiss (Hg.): Kultur und Gesellschaft. Opladen 1986:
Westdeutscher Verlag, S. 162-190.
Wacquant,
Loic: „Auf dem Weg zu einer Sozialpraxeologie“ in: Pierre Bourdieu,
Loic Wacquant: Reflexive Anthropologie. Frankfurt: Suhrkamp, 1992, S.
17-93.
zurück
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Dr.
Gustav-Adolf Schoener
Religionen und Neue Religiöse Bewegungen in Deutschland
SE
2, RelGes, Di 11-13, Raum: Gebäude 1208. Schloßwender Str. 5,
Kesselhaus, Beginn: 12. 04. 2005
Das
Entstehen neuer Religionen wurde von etablierten Religionen seit jeher
mit Aufmerksamkeit und Argwohn beobachtet, waren solche Bewegungen,
Gruppen, „Sekten“ doch immer eine Herausforderung für den
bestehenden Glauben. Dabei entstanden alle heute existierenden
Religionen einmal als Neugründungen und im Konflikt mit den jeweils
bestehenden religiösen Traditionen. Die Geschichte der Religionen
zeigt, dass das Entstehen und Vergehen von Religionen ein dynamischer
Prozess ist: Neue Religionen kommen, bestehen, wandeln sich und
vergehen. – Neue religiöse Bewegungen, wie sie sich im beginnenden
21. Jahrhundert präsentieren, sind aber so „neu“ nicht. Fast jede
Gruppe, Bewegung knüpft an alte Überlieferungen an, aus eigenen oder
anderen Traditionen. „Neu“ kann dann jeweils anders gesehen
werden: als Wiederauftauchen vergessener Traditionen, als neue
Offenbarung, die bestehenden Glauben reformieren oder „ganz neue“
Botschaften bringen will, oder auch als erstmaliges Auftauchen fremder
Traditionen in westlichen Ländern. – In diesem Seminar sollen
einige Neue religiöse Bewegungen je nach Nähe zu ihren religiösen
und kulturellen Ursprüngen untersucht werden.
Literatur:
Nachschlagewerke,
Lexika:
Handbuch
religiöse Gemeinschaften und Weltanschauungen. Hg. V. VELKD
(Vereinigte Ev.-Luth. Kirche Deutschlands). 5. Aufl. Gütersloh: Gütersloher
Verlagshaus, 2000.
„Neue
religiöse Bewegungen“ in: RGG (Religion in Geschichte u. Gegenwart:
Handwörterb. f. Theol. u. Rel.wiss.), 4. Aufl., Bd. 6.
Die
Artikel „Sekte“, „Gruppe“, „Commitment“, „Kirche“,
„Religionstypen“ in: HrwG (Handbuch religionswissenschaftlicher
Grundbegriffe)
Allgemeine/systematische
Darstellungen:
Bischofberger,
Otto (Hg.): Jesus außerhalb der Kirche. Das Jesusverständnis in
neuen religiösen Bewegungen. Fribourg/CH: Paulus, 1989.
Busse,
Sabvine-Anastasia: Was gehen den Staat die Sekten an? Eine kritische
Analyse der Arbeit der Enquete-Kommission ‚Sogenannte Sekten und
Psychogruppen“. Frankfurt/M.: Lang, 2000.
Chryssides,
George D.: Exploring New Religions. London, New York: Cassell, 1999.
EKD
(Hg.): Fremde Heimat Kirche. Ansichten ihrer Mitglieder. Erste
Ergebnisse der dritten EKD-Umfrage über Kirchenmitgliedschaft.
Hannover: Ev. Kirche in Deutschland, 1993.
Endbericht
der Enquete-Kommission ‚Sogenannte Sekten und Psychogruppen“. Neue
religiöse und ideologische Gemeinschaften und Psychogruppen in der
Bundesrepublik Deutschland. Hg. v. Deutschen Bundestag, Referat für
Öffentlichkeitsarbeit, Bonn, 1998.
Faivre,
Antoine: Esoterik. Braunschweig: Aurum, 1996.
Flasche,
Rainer: „Neue Religionen“ in: Peter Antes (Hg.): Die Religionen
der Gegenwart. Geschichte und Glauben. München: Beck, 1996, S.
280-298.
Hanegraaff,
Wouter J.: New Age Religion and Western Culture. Esotericism in the
Mirror of Secular Thought. Leiden:
Brill, 1996.
Hempelmann,
Reinhard: Dialog und Unterscheidung. Religionen und Neue religiöse
Bewegungen im Gespräch. Festschrift für Reinhart Hummel. Berlin: EZW
(Ev. Zentralstelle f. Weltanschauungsfragen), 2000.
Hunt,
Stephen J.: Alternative Religions. A Sociological Introduction. Bodmin/Cornwall:
Ashgate, 2003.
Introvigne,
Massimo: Schluss mit den Sekten. Die Kontroverse über ‚Sekten‘
und Neue religiöse Bewegungen in Europa. Marburg: Diagonalverl.,
1998.
Introvigne,
Massimo, Eckhard Türck: Satanismus. Zwischen Sensation und
Wirklichkeit. Marburg: Herder, 1995.
Introvigne,
Massimo, Gordon J. Melton: Gehirnwäsche und Sekten. Interdisziplinäre
Annäherungen. Marburg: Diagonalverl., 2000.
Murken,
Sebastian: „Neue religiöse Bewegungen“ in: Peter Antes: Vielfalt
der Religionen. Hannover: Luth. Verlagshaus, 2002, S. 285-313.
REMID
(Hg.): Religionen und Religiöse Bewegungen. Heft 1/1998 und Heft
2/1998.
12.
04. 2005
Einführung
19.
04. 2005
Was sind Neue religiöse Bewegungen? (Abgrenzung, Mitglieder,
Fakten. EKD-Studien)
Gruppen
mit jüdisch-christlichem Hintergrund
26.
04. 2005
Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage (Mormonen)
03.
05. 2005
Neuapostolische Kirche
10.
05. 2005
Jehovas Zeugen
24.
05. 2005
Andere Gruppen (Charismatische Gruppen, Universelles Leben,
Fiat Lux, Gralsbewegung)
Gruppen
mit hinduistischem, buddhistischem (Asiatischem) Hintergrund
31.
05. 2005
Osho-/Neo-Sannyas-/Bhaghwan-Bewegung
07.
06. 2005
ISKCON (Hare Krishna)
14.
06. 2005
Gruppen in Deutschland mit buddhistischem Hintergrund
Gruppen
mit nicht- und vorchristlichem Hintergrund
21.
06. 2005
Keltische und germanische Gruppen (u.a. Wicca)
28.
06. 2005
Satanismus
05.
07. 2005
Der Staat und die „Sogenannten Sekten und Psychogruppen“:
Endbericht der Enquete-Kommission 1998.
12.
07. 2005
Abschluss-Sitzung
zurück
-----
PD
Dr. Dr. Ina Wunn
Heil und Heilung im Islam – zur Situation erkrankter Muslime in den
Krankenhäusern der Region Hannover II
SE
2, RelSys/RelGes, Mo 11-13 Uhr, Raum: Im Moore 21, Seminarraum,
Beginn:
11. 04. 2005
In
diesem Seminar sollen die im vergangenen Wintersemester begonnenen
Arbeitsvorhaben zur Situation erkrankter Muslime in den Krankenhäusern
der Region Hannover fortgesetzt werden. Das beinhaltet in erster Linie
die Auswertung der Patienten-Interviews, die Dokumentation und das
Vorstellen der Einzelergebnisse im Seminarkontext. Endgültiges Ziel
ist eine Zusammenfassung der einzelnen Arbeiten zu einem gemeinsamen
Abschlussbericht und die öffentliche Präsentation der Ergebnisse in
Zusammenarbeit mit dem Direktorium der Kliniken der Region Hannover.
Die Teilnahme ist nur möglich, wenn auch das vorangegangene Seminar
im Wintersemester 2004/05 besucht wurde.
Die
Reihenfolge der Vorträge wird in der ersten Sitzung festgelegt.
Literatur:
Wie
im vergangenen Semester.
zurück
-----
KOLLOQUIEN
Dr.
Edith Franke
Kolloquium für Examenskandidaten und Fortgeschrittene
CO
2, Fr. 14-16 Uhr, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 15. 04. 2005
Das
Kolloquium dient der Vorstellung und Diskussion von laufenden bzw.
beabsichtigten Magister- und Examensarbeiten. Die Vorhaben sollen in
Form kurzer Arbeitspapiere dargelegt und gemeinsam im Hinblick auf
methodische Durchführung und die theoretisch-systematische
Kontextuierung besprochen werden.
Darüber
hinaus können auch relevante aktuelle religionswissenschaftliche
Publikationen diskutiert werden.
Interessierte
Teilnehmer und Teilnehmerinnen setzen sich bitte mit der
Seminarleiterin in Verbindung.
Die
erste Sitzung findet am 15.04.2005 um 15 Uhr statt.
-----
Prof.
Dr. Christiane Lemke / Dr. Jutta Joachim / Dr. Ines Katenhusen
Forschungskolloquium Europäische Integration. Die EU als globaler
Akteur
CO
2, Di 18-20, grundsätzlich 14-tägig, Schneiderberg 50, Raum V07,
Programm siehe Aushang, Beginn: 12. 04. 2005.
In
diesem Kolloquium werden neuere Forschungsansätze und Ergebnisse zur
europäischen Entwicklung zur Diskussion gestellt. Europäische
Integration soll dabei in ihren politischen, historischen und
sozio-kulturellen Dimensionen behandelt werden. Das Kolloquium findet
im Rahmen des Fachbereich-Schwerpunktes „European Studies“ statt
und wird mit GastrefentInnen aus dem In- und Ausland durchgeführt.
Weitere
Informationen sind den Websites zu entnehmen: www.gps.uni-hannover.de/europe
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