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Universität Hannover - Seminar für Religionswissenschaft

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Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2005

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Vorlesungen


Prof. Dr. Dr. Peter Antes

2.1 Systematische Religionswissenschaft. Eine Überblicksvorlesung

TV 2, RelSys, Do 11-13 Uhr, Raum: Gebäude 1105, Welfengarten 1A, HWH/Herrmann-Windel-Hörsaal, Beginn 14. 04. 2005

Pflichtveranstaltung für Studierende des B.A. im Einführungsmodul Systematische Religionswissenschaft, auch für Studierende des Magisterstudiengangs geeignet.

Ziel der Vorlesung ist es, einen ersten Überblick über die verschiedenen Disziplinen und Fragestellungen der systematischen Religionswissenschaft zu bieten.

Zum Erwerben von Kredit-Punkten kann in Absprache mit dem Lehrenden eine Hausarbeit geschrieben werden.

Literatur-Empfehlung:

Figl, Johann: Handbuch Religionswissenschaft. Religionen und ihre zentralen Themen. Darmstadt: Wiss. Buchgesellschaft 2003.

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PD Dr. Dr. Bertram Schmitz

 2.2 Der Quran

 TV 2,RelGes, Mi 16-18 Uhr, Raum: Gebäude 1208, Schloßwender Str. 5, Kesselhaus, Beginn: 13. 04. 2005

 Die zentrale und fundamentale Stellung, die dem Quran innerhalb des Islams zukommt, rechtfertigt es, eine gesamte Vorlesung diesem Gegenstand zu widmen. Neben einer Einführung in den Inhalt dieses Textes werden insbesondere folgende religionswissenschaftliche Bereiche bzw. Aspekte der Darstellung zugrunde gelegt: Die religionsgeschichtliche Situation im Nahen Osten während des sechsten und siebten Jahrhunderts, Theorien über die Entstehung des Qurans, die rechtliche und die rituelle Dimension des Qurans, Bezüge zu den beiden anderen „abrahamitischen Religionen“ (Judentum, Christentum), die phänomenologische Einordnung des Qurans als „heiliger Text“, der Fixierung- und Kanonisierungsprozess des Qurans und seine inhaltlichen Konsequenzen. Auf diese Weise treten dem einführenden Charakter dieser Vorlesung auch Momente hinzu, die für Studierende im fortgeschrittenen Stadium mit Gewinn angenommen werden könnten. Entsprechend der Interessenlage der Hörenden, aber auch durch neuere Forschungsergebnisse bzw. -diskussionen und den Umstand, dass sich die u. g. Bereiche nicht isoliert voneinander betrachten lassen, wird es in der Vorlesungspraxis zu Abweichungen und Verschiebungen der genannte Zuordnung von Termin und Thema kommen.

Zur Vorbreitung empfohlen:

Bobzin, Harmut: Der Koran. Eine Einführung. München: C. H. Beck, 42001.

Cook, Michael: Der Koran. Stuttgart: Reclam 18232, 2002.

Nagel, Tilmann: Der Koran. München: C. H. Beck Verlag, 31998. 

Literatur: 

Paret, Rudi: Der Koran. Stuttgart: Kohlhammer, ²1977. Bd. 1: Übersetzung; Bd. 2: Kommentar und Konkordanz.

Paret, Rudi: Mohammed und der Koran. Geschichte und Verkündigung des arabischen Propheten. 7. Aufl. Stuttgart: Kohlhammer, 1991.

Khoury, Adel Theodor: Der Koran – arabisch-deutsch. Übersetzt und kommentiert. Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus, 2004. 

Khoury, Adel Theodor: Der Koran – arabisch-deutsch. Übersetzt und kommentiert. Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus, 1990 ff.

Thyen, Johann-Dietrich: Bibel und Koran. Eine Synopse gemeinsamer Überlieferungen. Köhl: Böhlau, 32000.

Nöldecke, Theodor u. a.: Geschichte des Qorans. Hildesheim: Georg Olms, 1970. (mehrfach überarbeiteter Nachdruck) 

Kermani, Navid: Gott ist schön ‑ Das ästhetische Erleben des Koran. München: C. H. Beck, 2000.

13. 04. 2005            Religiöse Bedeutung und Aufbau des Koran

20. 04. 2005            Der Koran als „Heilige Schrift“

27. 04. 2005            Der eine Gott im Koran

04. 05. 2005            Das Verhältnis Gott – Mensch 

11. 05. 2005            Gesetz und Ethik im Koran

25. 05. 2005            Struktur und Themen einer „langen Sure“, am Beispiel von al-baqara (Sure 2) 

01. 06. 2005            Biblische Themen im Koran

08. 06. 2005            Die religionsgeschichtliche Situation im 6. und 7. Jahrhundert

15. 06. 2005            Die historische, thematische und phänomenologische Einordnung der „Frühsuren“

22. 06. 2005            Entstehungstheorien zum Koran

27. 06. 2005            Die Textwerdung des Koran – der Koran als kanonischer Text

06. 07. 2005            Zur paradoxalen Struktur des fixierten Korans

13. 07. 2005            Koran und religiöses Leben und abschließende religionswissenschaftliche Anmerkungen zum Koran

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Tutorium


Dr. Edith Franke
durch Lida Froriep

3.1 Einführung in die Religionswissenschaft

SE 2, Mi 11-13 Uhr, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 13. 04. 2004

Diese Veranstaltung richtet sich speziell an Studienanfänger und ist gleichzeitig eine Fortsetzung des im Wintersemester 2004/05 begonnenen Einführungskurses. Neben einer allgemeinen Einführung in die Struktur des Studiums, sollen vor allem Basisinformationen zum Studium der Religionswissenschaft vermittelt und die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens (Literaturrecherche, Halten von Referaten, Schreiben von Hausarbeiten usw.) erlernt werden.

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Proseminare


Prof. Dr. Dr. Peter Antes

Grundkurs Judentum und Christentum

SE 2, RelGes, Do 9-11 Uhr, Raum: Gebäude 1208, Schlosswender Str. 5, Kesselhaus, Beginn: 14. 04. 2005

Pflichtveranstaltung für Studierende des B.A. im Einführungsmodul RelGes, auch für Studierende des Magisterstudienganges geeignet.

Studien- und Prüfungsleistungen können nach Maßgabe des Kredit-Punkte-Infoblatts und in Absprache mit dem Lehrenden erbracht werden.

Das Seminar hat als Ziel, einen ersten Einblick in die Geschichte und Lehre von Judentum und Christentum sowie des religiösen Lebens in diesen Religionen zu bieten. 

Literatur-Empfehlung:

Grübel, Monika: Judentum. Köln: DuMont ²1997 (= DuMont-Taschenbücher 505; DuMont Schnellkurs).

Was jeder vom Judentum wissen muß. Hrsg. von A. H. Baumann. Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus G. Mohn 1983 (= GTB Siebenstern 1063).

Sigal, Philip: Judentum. Stuttgart: Kohlhammer 1986 (= Urban-Tb. 359).

Antes, Peter: Das Christentum. Eine Einführung. München: Deutscher Taschenbuch Verlag 2004 (= dtv Bd. 34076 [Reihe: Weltreligionen]).

Beinert, Wolfgang: Das Christentum. Atem der Freiheit. 2. Aufl. Freiburg: Herder 2000. 

Biser, Eugen: Die Entdeckung des Christentums. Der alte Glaube und das neue Jahrtausend. Freiburg: Herder 2001.

Fischer, Helmut : Christentum. Köln: DuMont 2001 (= DuMont-Taschenbücher 525; DuMont Schnellkurs).

14. 04. 2005            Einführung und Festlegung des Verlaufsplanes

21. 04. 2005            Hebräische Bibel und Altes Testament

28. 04. 2005             Geschichtliche Entwicklung des Judentums in großen Zügen von der Zeit der Väter bis zum Staate Israel

05. 05. 2005            Christi Himmelfahrt

12. 05. 2005             Religiöse Richtungen im Judentum in Vergangenheit und Gegenwart

19. 05. 2005             Pfingstpause

26. 05. 2005             Gelebter Glaube im Judentum

02. 06. 2005             Der historische Jesus und der Christus des Glaubens (einschließlich einer Einführung in das Neue Testament)

09. 06. 2005             Geschichtliche Entwicklung des Christentums in großen Zügen vom Römischen Reich bis heute unter besonderer Berücksichtigung der Spaltungen

16. 06. 2005             Das Gottesbild von Judentum und Christentum im Vergleich

23. 06. 2005             Das Menschenbild von Judentum und Christentum im Vergleich

30. 06. 2005             Die jenseitige Welt (Engel, Teufel) im Judentum und Christentum im Vergleich

07. 07. 2005             Gelebter Glaube im Christentum

14. 07. 2005             Gegenwärtige Tendenzen im Christentum einschließlich der ökumenischen Bewegung und des interreligiösen Dialogs

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Dr. Edith Franke
(in Kooperation mit Dr. Sebastian Murken, Universität Trier)

4.2 Einführung in psychologische Konzepte von Religion

SE 2, RelSys, Fr 11-13 Uhr, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 15. 04. 2005

Proseminar im Einführungsmodul Systematische Religionswissenschaft, auch für Studierende des Magister-Studiengangs geeignet.

Studien- und Prüfungsleistungen können nach Maßgabe des Kredit-Punkte-Infoblatts und in Absprache mit der Lehrenden erbracht werden.

 Dieses Seminar dient der Einführung in die Religionspsychologie als einem zentralen Teilgebiet der systematischen Religionswissenschaft. Neben den tiefenpsychologischen Konzeptionen Sigmund Freuds und C. G. Jungs sollen auch zeitgenössische, empirisch fundierte religionspsychologische Forschungen und Theorieansätze (coping, Bindungsforschung etc.) kennen gelernt und erarbeitet werden. Dabei sollen auch Kenntnisse über die methodischen und theoretischen Grundlagen der jeweiligen Ansätze vermittelt werden.

Die Arbeitsweise umfasst neben der Form der Referate auch die gemeinsame Lektüre und Analyse grundlegender Texte aus diesem Bereich. Auf diese Weise soll sowohl der Umgang mit Primärliteratur geschult als auch eine kritische und genaue Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Texten geübt werden. Als roter Faden des Seminars gilt die Frage nach dem Stellenwert und der Bedeutung der Religionspsychologie für die religionswissenschaftliche Herangehensweise an Religionen.

Das Seminar findet in Kooperation mit Dr. Sebastian Murken (Psychologe und Religionswissenschaftler an der Universität Trier, mit Forschungsschwerpunkt Religionspsychologie) statt. Deshalb wird es neben den wöchentlichen Seminarveranstaltungen zwei Blockveranstaltungen (am 9./10.6. sowie am 7. /8.7., dann jeweils donnerstags von 18-20 Uhr und freitags von 11-13 Uhr) geben. Die Lehrveranstaltungen am 6. Mai sowie am 17. Juni fallen im Gegenzug aus.

Allgemeine Einführungsliteratur:

Grom, B.: Religionspsychologie. 2. Aufl. München: Kösel 1996.

Wulff, D.: Psychology of Religion: Classic and contemporary, 2nd ed. New York: John Wiley & Sons 1997.

Henning, Christian, Sebastian Murken, Erich Nestler (Hg.): Einführung in die Religionspsychologie. Paderborn: Schöningh 2003. (= UTB 2435)

15.04.2004            Einführung in die Thematik und Planung des Semesters

22.04.2004            Sigmund Freud: Leben und Lehre

Gemeinsame Lektüre: Zinser 1997

Referat: z.B. Fromm 1981

29.04.2004            Sigmund Freud: Zwangshandlung und Religionsübungen

Gemeinsame Lektüre: Freud 1907

Referat: Wallace 1984

13.05.2004            Sigmund Freud: Zukunft einer Illusion

Gemeinsame Lektüre: Freud 1927

Referat: Henseler 1995; Pfister 1977; Reik 1977

27.05.2004            Bindungs(Attachment)-Theorie: Grundlagen 

Gemeinsame Lektüre: Grossmann et al. 1989

Referat: Bretherton 1985

03.06.2004            Bindungs(Attachment)-Theorie und Religion

Gemeinsame Lektüre: Kirkpatrick 1992

Referat: Kirkpatrick & Shaver 1990; Kirkpatrick 1999

9.06.2004            Aktuelle Entwicklungen der Religionspsychologe

10.06.2004            Die Coping-Theorie und ihre Bedeutung für die Religionspsychologie

Gemeinsame Lektüre: Murken 2002; Pargament 1990
Referent: Dr. Sebastian Murken 

24.06.2004            Carl Gustav Jung: Leben und Lehre

Gemeinsame Lektüre: Morgenthaler 1997

Referat: Jacobi 1978

01.07.2004            Carl Gustav Jung und Religion

Gemeinsame Lektüre: Jung 1985 (1934 und 1952), 11-91

Referat: Schär 1975; Spengler 1982; Spieß 1982

07./08.07.2004            Neue religiöse Bewegungen aus religionspsychologischer Perspektive

Gemeinsame Lektüre: Murken 1998

Referent: Dr. Sebastian Murken

15.07.2004            Abschlussdiskussion 

Literatur: 

Bretherton, I. (1985): “Attachment theorie: Retrospect and prospect” In: I. Bretherton & E. Waters (Hrsg.): Growing points in attachment theory and research (Bd. 50, S. 3-35).

Freud, S.: „Zwangshandlung und Religionsübungen“ In: Freud-Studienausgabe in 10 Bänden plus Ergänzungsband. Hrsg. V. Alexander Mitscherlich. Bd VII Zwang, Paranoia und Perversion. 6., korrig. Aufl. Frankfurt/M.: S. Fischer 1994, S. 11-22.

Freud, S.: „Die Zukunft einer Illusion“ In: Freud-Studienausgabe in 10 Bänden. Hrsg. v. A. Mitscherlich. Bd. IX Fragen der Gesellschaft. Ursprünge der Religion. Frankfurt/M.: S. Fischer 1994, S. 135-190.

Fromm, E. (1981): Sigmund Freud. Seine Persönlichkeit und seine Wirkung. Frankfurt a. M.: Ullstein Materialien.

Grossmann, K. E., August, P., Fremmer-Bombik, E., Friedl, A., Grossmann, K., Scheuerer-Englisch, H. et al.: „Die Bindungstheorie: Modell und entwicklungspsychologische Forschung“ In: H. Keller (Hrsg.): Handbuch der Kleinkindforschung. Berlin: Springer 1989.

Henseler, H.: Religion - Illusion? Eine psychoanalytische Deutung. Göttingen: Steidl 1995.

Jacobi, J.: Die Psychologie von C. G. Jung. Eine Einführung in das Gesamtwerk. . Mit einem Geleitwort von C.G. Jung. Frankfurt am Main: S. Fischer 1978.

Jung, C. G.: Bewusstes und Unbewusstes. Frankfurt am Main: S. Fischer 1985.

Kirkpatrick, L. A.: “An attachment-theory approach to the psychology of religion” In: International Journal for the Psychology of Religion, 2 1992.

Kirkpatrick, L. A.: “Toward an evolutionary psychology of religion and personality” In: Journal of Personality, 67(6) 1999, S. 921-952.

Kirkpatrick, L. A. & Shaver, P. R.: “Attachment theory and religion: Childhood attachments, religious beliefs, and conversion” In: Journal for the Scientific Study of Religion, 29(3) 1990, S. 315-334.

Morgenthaler, C.: „Carl Gustav Jung (1875-1961)“ In: A. Michaels (Hg.), Klassiker der Religionswissenschaft. München: Beck Verlag 1997, S. 234-245.

Murken, S.: „Soziale und psychische Auswirkungen der Mitgliedschaft in neuen religiösen Bewegungen unter besonderer Berücksichtigung der sozialen Integration und psychischen Gesundheit“ In: D. B. Enquete-Kommission (Hrsg.), Neue religiöse und ideologische Gemeinschaften und Psychogruppen. Forschungsprojekte und Gutachten der Enquete-Kommission Sogenannte Sekten und Psychogruppen (S. 297-354). Hamm: Hoheneck 1998.

Murken, S.: „Religionspsychologie in Deutschland: Eine Bestandsaufnahme“ In: Wege zum Menschen, 54(4) 2002, S. 11-22.

Pargament, K.: “God help me. Toward a theoretical framework of coping for the psychology of religion” In: Research in the Social Scientific Study of Religion 2 1990, S. 195-224.

Pfister, O.: „Die Illusion einer Zukunft (1928)“ In: E. Nase & J. Scharfenberg (Hrsg.), Psychoanalyse und Religion. Wege der Forschung Band 274. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1977, S. 101-141.

Reik, T.: „Bemerkungen zu Freuds 'Zukunft einer Illusion' (1928)“ In: E. Nase & J. Scharfenberg (Hrsg.): Psychoanalyse und Religion. Wege der Forschung Band 274. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1977, S. 25-40.

Schär, H.: Religion und Seele in der Psychologie C. G. Jungs. Olten: Walter 1975.

Spengler, E.: „C. G. Jungs Religionspsychologie“ In: G. Condrau (Hrsg.): Psychologie der Kultur, Bd.1: Transzendenz und Religion. Weinheim: Beltz 1982, S. 241-254.

Spies, D.: „Die religionspsychologische Bedeutung der Archetypenlehre C. G. Jungs“ In: G. Condrau (Hrsg.), Psychologie der Kultur, Bd.1: Transzendenz und Religion. Weinheim: Beltz 1982, S. 277-284.

Wallace, E. R.: „Freud and Religion: A History and Reappraisal” In: Psychoanalytic Study of Society 10 1984, S. 115-161.

Zinser, H.: „Sigmund Freud (1856-1939)“ In: A. Michaels (Hg.) Klassiker der Religionswissenschaft. München: Beck 1997, S. 90-102.

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Dr. Celalettin Kartal

4.3 Fundamentalismus in den drei monotheistischen Religionen –
Dogmen und Verblendungen

SE 2, RelSys/RelGes, Di. 18.30-20.00 Uhr, Raum: Im Moore 21, Seminarraum,

Beginn: 12. 04. 2004

Es ist uns häufig nicht bewusst, dass wir bereits von Haus aus ideologisch geprägt sind und wir uns auch in unserem täglichen Verhalten danach richten. Ideologien bzw. religiöse Lehren sind somit unsere täglichen Begleiterinnen. Aber erst wenn sie uns in ihrer Extremform begegnen, nehmen wir sie richtig wahr. Sind Ideologien deswegen gar „normal“?

Was kennzeichnet den Fundamentalismus, von dem die Medien täglich berichten? Wie können wir Fundamentalismus und Fundamentalisten erkennen? Wann wird eine Religion tatsächlich politisch instrumentalisiert? Was ist die Ursache des alt-aktuellen Fundamentalismus? Welcher Sprache und Symbolik bedient er sich? Müssen naturnotwendig monotheistische Religionen wie Judentum, Christentum und Islam einen von „extremen Ideologien“ geprägten, gar „unzeitgemäßen Kulturkampf“ propagieren? Warum wohnt der Fundamentalismus allen monotheistischen Religionen inne – wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß und unterschiedlicher Ausprägung? Was ist das Wesen und die eigentliche Botschaft der Religionen? Mit diesen Fragen wird sich diese Veranstaltung kritisch und reflektierend auseinandersetzen. Die Lehrveranstaltung ist so konzipiert, dass auch Studentinnen und Studenten anderer Fakultäten, Fachbereiche und Institute daran teilnehmen können. Als Basis für die Veranstaltung dienen vor allem Bibel und Koran sowie ihre Kommentierungen. Weiterführende Literatur soll zum Beginn der Veranstaltung verteilt und knapp vorgestellt werden. Die Reihenfolge der Themen ist nicht bindend. Die Veranstaltung ist offen für Vorschläge.

Einstiegsliteratur:

Fundamentalism 5. Fundamentalisms: Causes and Consequences. (Vgl. http://www.abdn.ac.uk/sociology/funda5.htm)

Armstrong, Karem: The Battle for God: Fundamentalism in Judaism, Christianity and Islam. London: HarperCollins, 2001. (dt. Ausgabe: Im Kampf für Gott. München: Siedler, 2004.

Mohadessin, Mohammad: Enemies of the Ayatollahs. The Iranian opposition and its war on Islamic fundamentlism. London, New York: Zed Books, 2004.

Steuerwald, Helmut: Fundamentalismus und religiöser Fanatismus in der Welt von heute.

(Vgl. http://www.schulfach-ethik.de/ethik/Stichwort/fundamentalismus.htm)

12. 04. 2005            Einführung in die Thematik und Vergabe von Hausarbeiten, Referaten, Protokollen etc

19. 04. 2005            Geschichte, Ursache und Definition des Fundamentalismus

26. 04. 2005            Das Alte Testament als Basis für Fundamentalismus im Judentum

03. 05. 2005            Das permanente Problem des Fundamentalismus anhand des Israelisch-Palästinensischen Konflikts

10. 05. 2005            Christentum und seine Lehren als Ursache des Fundamentalismus

24. 05. 2005            Christentum und seine Orthodoxie am Beispiel der USA

31. 05. 2005            Koran und seine Interpretationen im Islam

07. 06. 2005            Aktuelle fundamentalistische Konflikte im Islam

14. 06. 2005            Gemeinsamkeiten und Ideologien in den monotheistischen Religionen

21. 06. 2005            Probleme des Erkennens des Fundamentalismus

28. 06. 2005            Motive und Leitbilder von Fundamentalisten

05. 07. 2005            Sprache, Rhetorik und Symbolik des Fundamentalismus

12.07.2005            Ergebnisse bisheriger Sitzungen und Kritik

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Dr. Gustav-Adolf Schoener

Christliche Religionskritik im 20. Jahrhundert

SE 2, RelSys/RelGes, Di 14-16, Raum: Gebäude 1208, Schlosswender Str. 5, Kesselhaus, Beginn: 12. 04. 2005

Gewöhnlich verstehen wir unter Religionskritik ein externes und grundsätzliches In-Frage-Stellen von Religion. Kritisch kann Religion aber auch von innen gesehen werden, als Kritik am „falschen“ Bemühen um Gott, an bestimmten Auswüchsen der Lehre und Praxis der eigenen (oder anderer) Religion(en). Diese religionsimmanente Kritik bestimmt zu einem großen Teil das christlich-protestantische Selbstverständnis im 20. Jahrhundert, besonders im deutschsprachigen Raum. Ganze Theologiegenerationen haben ihren Glauben weitgehend über diese Religionskritik definiert und das Leben in den christlichen Gemeinden (Liturgie, Predigt, Ethik) in diesem Sinne geprägt. Ihren Höhepunkt erreicht diese christliche Religionskritik mit der paradoxen Formulierung einer „Gott-ist-tot-Theologie“. – In ihren Methoden hat die christliche Religionskritik maßgeblich zur Herausbildung des Faches Religionswissenschaft, und darüber hinaus zur allgemeinen Säkularisierung der Gesellschaft beigetragen. – In diesem Proseminar sollen die wichtigsten Positionen dieser christlich-protestantischen Religionskritik erarbeitet werden.

Literatur:

Der Artikel „Religionskritik“ in: TRE (Theologische Realenzyklopädie).

Der Artikel „Religionskritik“ in: HrwG (Handbuch religionswissenschaftlicher Grundbegriffe), Bd. 1.

Kraus, Hans-Joachim: Theologische Religionskritik. Neukirchen: Neukirchener Verlag, 1982.

Weger, Karl-Heinz: Religionskritik. Köln: Styria, 1991.

12. 04. 2005            Einführung

19. 04. 2005            Luthers Religionskritik

Kritik an der Bibel

26. 04. 2005            Die historische-kritische Methode

03. 05. 2005            Rudolf Bultmanns Entmythologisierungsprogramm (NT und Mythologie)

10. 05. 2005            Erwiderungen auf Bultmann (Kerygma und Mythos)

Dialektische Theologie

24. 05. 2005            ‚Religion als Unglaube‘ – Karl Barth (KD I/2 § 17 und IV/3 § 69. H-J. Kraus: 6-60)

31. 05. 2005            ‚Religionslose Interpretation‘ – Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

07. 06. 2005            Die Zeitschrift ‚Zwischen den Zeiten‘ (Predigten von Emil Brunner, Eduard Turneysen, Friedrich Gogarten, Paul Tillich)

Christliche Religionskritik nach 1945

14. 06. 2005            Die ‚Gott-ist-tot‘-Theologie – u.a. Dorothee Sölle

21. 06. 2005            Bibelkritik heute – Gerd Lüdemann.

28. 06. 2005            ‚Gestaltung und Kritik‘ – Zum Verhältnis von Protestantismus und Kultur im neuen Jahrhundert, Hannover 1999 (H.-J. 226-272)

05. 07. 2005            Kirchenaustrittsbewegungen vor 1914 und 1918-1933. EKD-Umfrage Fremde Heimat Kirche (1003 und 2004)

12. 07. 2005            Abschluss-Sitzung

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PD Dr. Dr. Ina Wunn

4.5 Christliche Religionsgemeinschaften und Erweckungsbewegungen des Industriellen Zeitalters

SE2, RelGes, Mo 9-11 Uhr, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 11. 04. 2005

 Die Vielfalt der heutigen etablierten christlichen Gemeinschaften, Sekten und Freikirchen – so die Bezeichnung des Handbuch[s] Religiöse Gemeinschaften – geht zu einem nicht unerheblichen Teil auf Bewegungen des 19. Jahrhunderts zurück, die die Notwendigkeit endzeitlicher Erneuerung mit dem Ruf nach neuen Aposteln und Propheten verbanden. In Europa begannen sich zu dieser Zeit verschiedene Erweckungsbewegungen auszubreiten, die in das bisherige religiöse Leben ein beträchtliches Maß an Unruhe brachten. Ihr Ziel war im Allgemeinen die Wiederherstellung des wahren Christentums, urchristlicher Zustände und eine zeitgemäße Fortführung des Glaubens.

Das Seminar möchte in dieses häufig vernachlässigte Kapitel christlicher Religionsgeschichte einführen, die Lehre und Entstehungsgeschichte der wichtigsten Gruppierungen erarbeiten sowie die Hintergründe, die zu ihrer Entstehung führten, ausleuchten.

 11. 04. 2005            Einführung in die Thematik und Verteilung der Referate

 18. 04. 2005            Neuapostolische Kirche

 25. 04. 2005            Gemeinschaft des göttlichen Sozialismus

 02. 05. 2005            Apostolische Gemeinschaft

 09. 05. 2005            Lorbeer-Gesellschaft

 23. 05. 2005            Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage (Mormonen)

 30. 05. 2005            Christian Science

 06. 06. 2005            Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten

 13. 06. 2005            Zeugen Jehovas

 20. 06. 2005            Gemeinschaft in Christo Jesu

 27. 06. 2005            Christliche Gemeinschaft Hirt und Herde

 04. 07. 2005            Johannische Kirche

 11. 07. 2005            Gralsbewegung

 Literatur:

Obst, Helmut: Apostel und Propheten der Neuzeit. Gründer christlicher Religionsgemeinschaften des 19. und 20. Jahrhunderts. 4., stark erw. und aktual. Aufl. Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht 2000. (Dort weitere Literatur)

Handbuch Religiöse Gemeinschaften. Freikirchen, Sondergemeinschaften, Sekten, Weltanschauungen, missionierende Religionen des Ostens, Neureligionen, Psycho-Organisationen. Für den VELKD-Arbeitskreis Religiöse Gemeinschaften im Auftr. des Lutherischen Kirchenamtes hrsg. von Horst Reller. 4., völlig überarb. und erw. Aufl. Gütersloh : Gütersloher Verl.-Haus, 1993.

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Fachdidaktik


PD Dr. Dr. Bertram Schmitz

Essen in den Religionen

SE 2, RelSys/RelGes, Di 16-18 Uhr, Raum: Gebäude 1105, Welfengarten 1A, HWH/Herrmann-Windel-Hörsaal, Beginn 12. 04. 2005

Der leibliche Aspekt der Religionsgeschichte nimmt beim Essen konkrete Gestalt an: Die auch in einer säkularen Gesellschaft häufig diskutierten Fragen nach dem Wann, Was, Wie und mit wem (manchmal auch: wie viel, selten: wo) darf/soll ich essen bzw. darf ich es auf keinen Fall nehmen innerhalb der einzelnen Religionen eine bedeutsame ‑ allerdings nicht immer offensichtliche – Stellung ein. Schon innerhalb der beiden historisch eng verwandten Religionen Judentum und Christentum zeigen sich extreme Formen; während die eine Religion das gesamte Essen an sich als „kultisch“ bezeichnen kann (der Judaist J. Neusner beantwortet die Frage: „Interessiert es Gott, was ich frühstücke?“ mit „Ja“), interessiert sich das Christentum fast nur für eine spezifische Mahlzeit, die allerdings eine rituell zentrale Stellung einnimmt. Im Hinduismus wiederum reicht das kultische Mahl bis in die Ahnenverehrung hinein. Doch kommt auch dem erwähnten Nichtessen religiöse Bedeutung zu. Die unten angegebenen Themen können durch Vorschläge von Studierenden modifiziert werden – die Bereitschaft, ein Referat zu übernehmen, bildet die Teilnahmevoraussetzung.

Literatur:

Paczensky, Gert von, Anne Dünnbier: Kulturgeschichte des Essens und Trinkens. München: Oribs, 1994.

Michaels, Axel: Der Hinduismus – Geschichte und Gegenwart. München: H. C. Beck, 1998.

Schmidt-Leukel, Perry: Die Religionen und das Essen. München: Hugendubel. 2000 (= Diederichs Gelbe Reihe 163).

Lowenstein, Steven M.: Jüdisches Leben – Jüdischer Brauch. Düsseldorf: Artemis & Winkler, 2002.

Romain, Jonathan A., Walter Homolka: Progressives Judentum, Leben und Lehre. München: Knesebeck, 1999.

Al-Qaradawi, Jusuf: Erlaubtes und Verbotenes im Islam. München: Bavaria,1989.

12. 04. 2005            Das „Heilige Essen“ als religiöses Phänomen

19. 04. 2005            Speisegebote in Judentum und Islam – eine Bestandsaufnahme

26. 04. 2005            Vom Tempelaltar zum koscheren Tisch

03. 05. 2005            Das heilige Mahl im Christentum 

10.05.2005            Opferrituale und die Speisung der Jenseitigen

24. 05. 2005            Speiseordnungen und Unterscheidungen im Hinduismus 

31. 05. 2005            Vegetarismus in indischen Religionen 

07. 06. 2005            Der Priester als Koch - Das Pujaritual aus der Sicht der heiligen Speise 

14. 06. 2005            Das Nicht-Essen: Vom heiligen Fasten bis zu Speisetabus

21. 06. 2005            Rationalisierungen des religiösen Essens und der Übergang in den säkularen Bereich

28. 06. 2005            Das „profane Essen“ ‑ was bestimmt das Essen im säkularen Bereich?

05. 07. 2005            Versuch einer Trennung von religiösen und areligiösen Elementen anhand des Essens

12. 07. 2005             Konkrete Umsetzungen des Themas in der praktischen Religionsvermittlung

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Hauptseminare


Prof. Dr. Dr. Peter Antes

Monotheismus - Polytheismus. Zum Stand einer aktuellen Debatte

SE 2, RelSys, Do 18-20 Uhr, Raum: Gebäude 1208, Schloßwender Str. 5, Kesselhaus, Beginn: 14. 04. 2005

Das Seminar ist für Studierende des Magisterstudiengangs Transformation Studies und European Studies geeignet.

Das Seminar greift die aktuelle Debatte um die mosaische Unterscheidung auf und ordnet sie historisch wie kulturgeschichtlich ein, um zu einer Klärung der Begriffe Monotheismus und Polytheismus mit Blick auf Intoleranz und Gewaltbereitschaft zu kommen.

 Literatur:

Assmann, Jan: Moses the Egyptian. The Memory of Egypt in Western Monotheism. Cambridge-London: Harvard University Press 1997.

Assmann, Jan: Moses der Ägypter. Entzifferung einer Gedächtnisspur. Übers. aus dem Engl., München-Wien: Hanser 1998.

Assmann, Jan: Die mosaische Unterscheidung. München: Hanser 2003.

Kessler, Rainer: Die Ägyptenbilder der Hebräischen Bibel. Ein Beitrag zur neueren Monotheismusdebatte. Stuttgart: Kath. Bibelwerk 2002 (= Stuttgarter Bibelstudien Bd. 197). 

Koch, Klaus: „Monotheismus als Sündenbock?“ in Theologische Literaturzeitung [ThLZ] 124 (1999) col. 873-884.

Manemann, Jürgen (Hrsg.): Monotheismus. Münster: LIT 2003 (= Jahrbuch Politische Theologie Bd. 4).

Pye, Michael, Renate Stegerhoff (Hrsg.): Religion in fremder Kultur. Religion als Minderheit in Europa und Asien. Tagung der Deutschen Vereinigung für Religionsgeschichte [DVRG]. Saarbrücken-Scheidt: Dadder 1987. (= Schriften zur internationalen Kultur- und Geisteswelt 2).

Söding, Thomas (Hrsg.): Ist der Glaube Feind der Freiheit?. Die neue Debatte um den Monotheismus. Freiburg: Herder 2003 (= Quaestiones disputatae Bd. 196).

14. 04. 2005             Einführung und Festlegung des Verlaufsplanes

21. 04. 2005             Assmann: "Moses the Egyptian" und "Moses der Ägypter" im Vergleich (vgl. dazu die Rezension von Koch)

28. 04. 2005             Die Reaktionen auf Assmanns Buch, vgl. dazu Assmann: Die mosaische Unterscheidung

05. 05. 2005             Christi Himmelfahrt

12. 05. 2005             Die Ägyptenbilder der Hebräischen Bibel

19. 05. 2005             Pfingstpause

26. 05. 2005             Toleranz und Intoleranz im Christentum nach der konstantinischen Wende

02. 06. 2005             Toleranz und Intoleranz im antiken Polytheismus

09. 06. 2005             Toleranz und Intoleranz im Hinduismus

16. 06. 2005             Wahrheit und Toleranz in China (unter besonderer Berücksichtigung der Chinamission, vgl. den Beitrag von Seiwert in Pye/Stegerhoff (Hg.): Religion in fremder Kultur)

23. 06. 2005             Politischer Antimonotheismus in Wendezeiten

30. 06. 2005             Monotheismus ‑ Polytheismus ‑ eine Begriffsklärung

07. 07. 2005             Moderne Trends zugunsten von Polytheismus in Europa (vgl. Manemann)

14. 07. 2005             Fazit und Ausblick

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Prof. Dr. Dr. Peter Antes

Neue Forschungsansätze in der Religionswissenschaft I

SE 2, RelSys Do 16-18 Uhr, Raum: Gebäude 1208, Schlosswender Str. 5, Kesselhaus, Beginn: 14. 04. 2005

Die Frage nach wissenschaftlichen Methoden bei der Erforschung von Religionen und religiösen Phänomenen beschäftigt die Religionswissenschaft immer wieder. Das Seminar wird sich mit dem ersten Band des zweibändiges Werkes "New Approaches to the Study of Religion" beschäftigen und dabei vor allem methodologische Forschungsansätze aus diesem Band behandeln.

Literatur:

The New Approaches to the Study of Religion. ed. by Peter Antes, Armin  W. Geertz and Randi R. Warne. Berlin, New York: de Gruyter, Bd. 1: Regional, Critical and Historical Approaches 2004.

14. 04. 2005            Einführung und Festlegung des Verlaufsplanes

21. 04. 2005            Monry M. Joy: Philosophy and Religion

28. 04. 2005            Jeppe Sinding Jensen: Meaning and Religion: On Semantics in the Study of Religion

05. 05. 2005            Christi Himmelfahrt

12. 05. 2005            Ivan Strenski: Ideological Critique in the Study of Religion

19. 05. 2005            Pfingstpause

26. 05. 2005            Lisbeth Mikaelsson: Gendering the History of Religion

02. 06. 2005            Russell T. McCutcheon: Critical Trends in the Study of Religions in the United States

09. 06. 2005            Mark Hulsether: New Approaches to the Study of Religion and Culture

16. 06. 2005            Lorne L. Dawson. Religion and the Internet

23. 06. 2005            Jean-Francois Mayer: New Approaches in the Study of New Religions in North America and Europe

30. 06. 2005            Jørn Borup: Zen and the Art of Inverting Orientalism

07. 07. 2005            Wouter J. Hanegraaff: The Study of Western Esoterism

14. 07. 2005            Abschlusssitzung

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Professor Dr. Karl-Fritz Daiber

Schamanismus – Kulturelle Ausprägungen und gesellschaftliche Funktionen

SE 2, RelSys/RelGes, Di 9-11, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 12. 04. 2005

Schamaninnen und Schamanen sind Menschen, die in der Lage sind, sich in Trance zu versetzen und symbolisch mit der Welt des „Jenseitigen“ in Kontakt zu treten, um dadurch spirituelle Hilfe zu leisten. Der Schamanismus war vor allem in Sibirien verbreitet, darüber hinaus in Ostasien, bis heute besonders stark in Korea. Auch in Amerika kommt und kam er vor. Ob er Religion ist oder allein religiöse „Ekstasetechnik“ ist umstritten. Die umfassendste Untersuchung zum Schamanismus stammt von Mircea Eliade (Schamanismus und archaische Ekstasetechnik, Zürich und Stuttgart 1954).

Auffallend ist, dass sich der Schamanismus in modernen Gesellschaften behaupten konnte. Das Seminar geht diesem Phänomen am Beispiel von Korea nach. Auffallend ist ebenfalls, dass im Umfeld der europäisch-nordamerikanischen „New-Age“-Spiritualität Heiler und Seelsorger aufgetreten sind, die sich selbst als Schamanen verstehen und entsprechende Rituale praktizieren. Auch diese Ausdrucksformen sollen analysiert werden.

Literatur zur Einführung:

Müller, Klaus E.: Schamanismus – Heiler, Geister, Rituale. München: Beck, 1997.

12. 04. 2005            Einführung: Die wissenschaftliche Diskussion zum Schamanismus

19. 04. 2005            Schamanistische Weltbilder

26. 04. 2005            Die Schamanin, der Schamane – ihre Rekrutierung

03. 05. 2004            Initiation und Ausbildung

10. 05. 2005            Ekstasetechnik

24. 05. 2005            Sibirischer Schamanismus

31. 05. 2005            Schamanismus in Amerika

07. 06. 2005            Chinesischer Schamanismus

14. 06. 2005            Geschichte des koreanischen Schamanismus

21. 06. 2005            Gegenwärtige Praxis des koreanischen Schamanismus

28. 06. 2005            Schamanismus und Christentum in Korea

05. 07. 2005            Schamanismus im Kontext neuer religiöser Bewegungen in Europa und Nordamerika

12. 07. 2005            Gesellschaftliche Funktionen des traditionellen und modernen Schamanismus

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Prof. Dr. Dr. Heinrich Schäfer 

Pierre Bourdieu und die Religion: Chancen eines neuen soziologischen Ansatzes für die Theorie der Religion

SE 2, RelSys, Mo 14.15-15.45 und 16.15-17.45 Uhr, 14-tägig, Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 11. 04. 2005

„Daher kann die Analyse der internen Struktur der religiösen Botschaft die Funktionen nicht ungestraft ignorieren, die sie zuerst für die sie hervorbringenden Gruppen erfüllt, des weiteren für diejenigen Gruppen, die sie konsumieren ...“

Pierre Bourdieu

Die Sozialtheorie Pierre Bourdieus ist gegenwärtig einer der einflussreichsten Großentwürfe der Soziologie. So bietet der soziologische Ansatz Bourdieus ein immenses Potenzial für die Untersuchung von Religion. Allerdings hat Bourdieu selbst sich nur am Rande mit Religion beschäftigt. Das hat dazu geführt, dass seine Soziologie (anders als etwa die Wissenssoziologie Bergers und Luckmanns) kaum in die Religionswissenschaft Eingang gefunden hat. Gerade deshalb lohnt es sich, das Potenzial des Ansatzes für die Religionswissenschaft zu erschließen.

Ein besonders wichtiges Merkmal ist folgendes: Bourdieu verknüpft auf eine sehr organische Weise die Analyse der gesellschaftlichen „Strukturen“ (Makro-Perspektive: Verteilung von Gütern, gesellschaftliche Positionen, objektive Machtbeziehung usw.) mit den Einstellungen und Praktiken der Akteure (Mikro-Perspektive: Individuen, Gruppen, Bewegungen etc.). Auf diese Weise fließt in die Darstellung „der religiösen Botschaft“ immer die gesellschaftliche Lage mit ein, in der sie gepredigt und gelebt wird, ohne dass die Botschaft dabei auf ihre bloße Funktion reduziert würde. Dabei ist es immer möglich, den Akzent eher auf die „objektiven“ gesellschaftlichen Strukturen oder auf die „subjektiven“ Einstellungen der Akteure zu legen.

Bourdieu selbst hat sich in seinen Arbeiten zur Religion auf die Strukturen des religiösen Feldes konzentriert. In diesem Seminar werden wir von den Makrostrukturen ausgehen, aber mit Bourdieus soziologischen Ansatz über seine eigenen religionssoziologischen Arbeiten hinaus weitergehen. Wir werden untersuchen, was seine Theorien des Habitus und der praktischen Logik zu einer Beschreibung religiöser Mikro-Praktiken und –Einstellungen beitragen, welche den gesellschaftlichen Kontext mit im Blick hat. Wir werden im Seminar die religiöse Praxis fokussieren. Aber es versteht sich von selbst, dass Bourdieus Texte über die Religion hinausreichen.

Das Seminar hat folgenden Aufbau:

1. Phase: Kennenlernen der makrosoziologischen Perspektive über die Theorien des gesellschaftlichen Raumes, der Praxisfelder und des Kapitals.

2. Phase: Lektüre der beiden wichtigsten Arbeiten Bourdieus über das religiöse Feld.

3. Phase: Kennenlernen der mikrosoziologischen Perspektive über die Theorie des Habitus, der praktischen Logik und der Strategien.

4. Phase: Experimentelle Anwendung der mikrosoziologischen Perspektive an Beispielen und Beantwortung der Frage, wie gesellschaftliche Strukturen sich in der Praxis religiöser Menschen präsent machen.

Um eine allgemeine Übersicht über Bourdieus Theorie zu bekommen, empfehle ich, vor dem Seminar zur Kenntnis zu nehmen (siehe Literaturliste):

Hans-Peter Müller: Sozialstruktur (der Teil über Bourdieu).

Hans-Peter Müller: „Kultur, Geschmack und Distinktion“.

Loic Wacquant: „Auf dem Weg zu einer Sozialpraxeologie“.

Um eine allgemeine Einführung in das Denken Bourdieus über die Religion zu bekommen, empfehle ich das Interview:

„Mit Weber gegen Weber“ in Bourdieu: Das religiöse Feld, S. 111 ff. (siehe Literaturliste).

Aufgrund der literarischen Komplexität des Werkes von Bourdieu werde ich für die jeweiligen Seminarsitzungen Ausschnitte aus verschiedenen Buch-Publikationen oder auch Aufsätzen empfehlen. Dies gilt insbesondere für die vertiefenden Referate. Als gemeinsame Grundlage und zur Lektüre für alle Teilnehmer empfehle ich:

Bourdieu/Wacquant: Reflexive Anthroplogie (siehe Literaturliste).

Das Seminar findet montags im Zwei-Wochen Rhythmus statt, je 14:15 bis 15:45 Uhr und 16:15 bis 17:45 Uhr. Nach Anzahl und Interesse der Teilnehmer sowie Möglichkeiten des Seminars für Religionswissenschaft kann auch eine Verteilung auf größere Blöcke (z.B. Wochenenden) vorgenommen werden.

11. 04. 2005            Einführung, Vergabe von Hausarbeiten etc.

1. Phase

25. 04. 2005            Gesellschaftlicher Raum und Praxisfelder

09. 05. 2005            Praxisfelder und Kapitalformen (symbolisches, politisches, religiöses etc.)

2. Phase

23. 05. 2005            Arbeiten Bourdieus zum religiösen Feld

3. Phase

06. 06. 2005            Habitus und praktische Logik

4. Phase

20. 06. 2005            Experimentelle Anwendung der mikrosoziologischen Perspektive

04. 07. 2005            Fortführung vom 20.06. und Fazit des Seminars

Literatur:

Bourdieu, Pierre: Das religiöse Feld. Texte zur Ökonomie des Heilsgeschehens. Konstanz: Universitätsverlag, 2000.

Bourdieu, Pierre: Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. Frankfurt: Suhrkamp, 1987.

Bourdieu, Pierre: Entwurf einer Theorie der Praxis. Frankfurt: Suhrkamp, 1979. – Originalausgabe: Genève, 1987.

Bourdieu, Pierre: Meditationen. Zur Kritik der scholastischen Vernunft. Frankfurt: Suhrkamp, 2001.

Bourdieu, Pierre: Praktische Vernunft. Zur Theorie des Handelns. Frankfurt: Suhrkamp, 1998.

Bourdieu, Pierre: Sozialer Sinn. Kritik der theoretischen Vernunft. Frankfurt: Suhrkamp, 1987.

Bourdieu, Pierre: Zur Soziologie der symbolischen Formen. Frankfurt: Suhrkamp, 1974.

Bourdieu, Pierre, Loic Wacquant: Reflexive Anthropolgie. Frankfurt: Suhrkamp, 1996.

Müller, Hans-Peter: Sozialstruktur und Lebensstile. Frankfurt: Suhrkamp, 1992.

Bourdieu, Pierre: „Fieldwork in Philosophy“ in: Pierre Bourdieu: Rede und Antwort. Frankfurt: Suhrkamp, 1992, S. 15-49-

Bourdieu, Pierre: „Antworten auf einige Einwände“ in: Klaus Eder (Hg.): Klassenlage, Lebensstil und kulturelle Praxis. Frankfurt: Suhrkamp, 1989, S. 395-410.

Bourdieu, Pierre: „Das Lachen der Bischöfe“ in: Pierre Bourdieu: Praktische Vernunft. Frankfurt: Suhrkamp, 1985, S. 186-200.

Bourdieu, Pierre: „Das Reale ist rational“ in: Pierre Bourdieu: Praktische Vernunft. Frankfurt: Suhrkamp, 1985, S. 15-23.

Bourdieu, Pierre: „Das symbolische Kapital“ in: Pierre Bourdieu: Praktische Vernunft. Frankfurt: Suhrkamp, 1985, S. 108-115.

Bourdieu, Pierre: „Delegation und politischer Fetischismus“ in: Ästhetik und Kommunikation. Jg. 16, 1986. 61/62, S. 184-195.

Bourdieu, Pierre: „Die Auflösung des Religiösen“ in: Pierre Bourdieu: Rede und Antwort. Frankfurt: Suhrkamp, 1992, S. 231-237.

Bourdieu, Pierre: „Die Logik der Klassen“ in: Pierre Bourdieu: Praktische Vernunft. Frankfurt: Suhrkamp, 1985, S. 23-27.

Bourdieu, Pierre: „Sozialer Raum und ‚Klassen’“ in: Pierre Bourdieu: Sozialer Raum und ‚Klassen’ und Lecon sur la lecon. Frankfurt: Suhrkamp, 1985, S. 7-46.

Bourdieu, Pierre: „Sozialer Raum und symbolische Macht“ in: Pierre Bourdieu: Rede und Antwort. Frankfurt: Suhrkamp, 1992, S. 135-154.

Bourdieu, Pierre: „Soziologe des Glaubens und der Glaube des Soziologen“ in: Pierre Bourdieu: Rede und Antwort. Frankfurt: Suhrkamp, 1992, S.224-230.

Bourdieu, Pierre: „Von der Regel zu den Strategien“ in : Rede und Antwort. Frankfurt: Suhrkamp, 1992, S. 79-98.

Müller, Hans-Peter: „Kultur, Geschmack und Distinktion. Grundzüge der Kultrsoziologie Pierre Bourdieus“ in Friedhelm Neidhardt, Rainer Lepsius, Johannes Weiss (Hg.): Kultur und Gesellschaft. Opladen 1986: Westdeutscher Verlag, S. 162-190.

Wacquant, Loic: „Auf dem Weg zu einer Sozialpraxeologie“ in: Pierre Bourdieu, Loic Wacquant: Reflexive Anthropologie. Frankfurt: Suhrkamp, 1992, S. 17-93.

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Dr. Gustav-Adolf Schoener

Religionen und Neue Religiöse Bewegungen in Deutschland

SE 2, RelGes, Di 11-13, Raum: Gebäude 1208. Schloßwender Str. 5, Kesselhaus, Beginn: 12. 04. 2005

Das Entstehen neuer Religionen wurde von etablierten Religionen seit jeher mit Aufmerksamkeit und Argwohn beobachtet, waren solche Bewegungen, Gruppen, „Sekten“ doch immer eine Herausforderung für den bestehenden Glauben. Dabei entstanden alle heute existierenden Religionen einmal als Neugründungen und im Konflikt mit den jeweils bestehenden religiösen Traditionen. Die Geschichte der Religionen zeigt, dass das Entstehen und Vergehen von Religionen ein dynamischer Prozess ist: Neue Religionen kommen, bestehen, wandeln sich und vergehen. – Neue religiöse Bewegungen, wie sie sich im beginnenden 21. Jahrhundert präsentieren, sind aber so „neu“ nicht. Fast jede Gruppe, Bewegung knüpft an alte Überlieferungen an, aus eigenen oder anderen Traditionen. „Neu“ kann dann jeweils anders gesehen werden: als Wiederauftauchen vergessener Traditionen, als neue Offenbarung, die bestehenden Glauben reformieren oder „ganz neue“ Botschaften bringen will, oder auch als erstmaliges Auftauchen fremder Traditionen in westlichen Ländern. – In diesem Seminar sollen einige Neue religiöse Bewegungen je nach Nähe zu ihren religiösen und kulturellen Ursprüngen untersucht werden.

Literatur:

Nachschlagewerke, Lexika:

Handbuch religiöse Gemeinschaften und Weltanschauungen. Hg. V. VELKD (Vereinigte Ev.-Luth. Kirche Deutschlands). 5. Aufl. Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus, 2000.

„Neue religiöse Bewegungen“ in: RGG (Religion in Geschichte u. Gegenwart: Handwörterb. f. Theol. u. Rel.wiss.), 4. Aufl., Bd. 6.

Die Artikel „Sekte“, „Gruppe“, „Commitment“, „Kirche“, „Religionstypen“ in: HrwG (Handbuch religionswissenschaftlicher Grundbegriffe)

Allgemeine/systematische Darstellungen:

Bischofberger, Otto (Hg.): Jesus außerhalb der Kirche. Das Jesusverständnis in neuen religiösen Bewegungen. Fribourg/CH: Paulus, 1989.

Busse, Sabvine-Anastasia: Was gehen den Staat die Sekten an? Eine kritische Analyse der Arbeit der Enquete-Kommission ‚Sogenannte Sekten und Psychogruppen“. Frankfurt/M.: Lang, 2000.

Chryssides, George D.: Exploring New Religions. London, New York: Cassell, 1999.

EKD (Hg.): Fremde Heimat Kirche. Ansichten ihrer Mitglieder. Erste Ergebnisse der dritten EKD-Umfrage über Kirchenmitgliedschaft. Hannover: Ev. Kirche in Deutschland, 1993.

Endbericht der Enquete-Kommission ‚Sogenannte Sekten und Psychogruppen“. Neue religiöse und ideologische Gemeinschaften und Psychogruppen in der Bundesrepublik Deutschland. Hg. v. Deutschen Bundestag, Referat für Öffentlichkeitsarbeit, Bonn, 1998.

Faivre, Antoine: Esoterik. Braunschweig: Aurum, 1996.

Flasche, Rainer: „Neue Religionen“ in: Peter Antes (Hg.): Die Religionen der Gegenwart. Geschichte und Glauben. München: Beck, 1996, S. 280-298.

Hanegraaff, Wouter J.: New Age Religion and Western Culture. Esotericism in the Mirror of Secular Thought. Leiden: Brill, 1996.

Hempelmann, Reinhard: Dialog und Unterscheidung. Religionen und Neue religiöse Bewegungen im Gespräch. Festschrift für Reinhart Hummel. Berlin: EZW (Ev. Zentralstelle f. Weltanschauungsfragen), 2000.

Hunt, Stephen J.: Alternative Religions. A Sociological Introduction. Bodmin/Cornwall: Ashgate, 2003.

Introvigne, Massimo: Schluss mit den Sekten. Die Kontroverse über ‚Sekten‘ und Neue religiöse Bewegungen in Europa. Marburg: Diagonalverl., 1998.

Introvigne, Massimo, Eckhard Türck: Satanismus. Zwischen Sensation und Wirklichkeit. Marburg: Herder, 1995.

Introvigne, Massimo, Gordon J. Melton: Gehirnwäsche und Sekten. Interdisziplinäre Annäherungen. Marburg: Diagonalverl., 2000.

Murken, Sebastian: „Neue religiöse Bewegungen“ in: Peter Antes: Vielfalt der Religionen. Hannover: Luth. Verlagshaus, 2002, S. 285-313.

REMID (Hg.): Religionen und Religiöse Bewegungen. Heft 1/1998 und Heft 2/1998.

12. 04. 2005            Einführung

19. 04. 2005            Was sind Neue religiöse Bewegungen? (Abgrenzung, Mitglieder, Fakten. EKD-Studien)

Gruppen mit jüdisch-christlichem Hintergrund

26. 04. 2005            Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage (Mormonen)

03. 05. 2005            Neuapostolische Kirche

10. 05. 2005            Jehovas Zeugen

24. 05. 2005            Andere Gruppen (Charismatische Gruppen, Universelles Leben, Fiat Lux, Gralsbewegung)

Gruppen mit hinduistischem, buddhistischem (Asiatischem) Hintergrund

31. 05. 2005            Osho-/Neo-Sannyas-/Bhaghwan-Bewegung

07. 06. 2005            ISKCON (Hare Krishna)

14. 06. 2005            Gruppen in Deutschland mit buddhistischem Hintergrund

Gruppen mit nicht- und vorchristlichem Hintergrund

21. 06. 2005            Keltische und germanische Gruppen (u.a. Wicca)

28. 06. 2005            Satanismus

05. 07. 2005            Der Staat und die „Sogenannten Sekten und Psychogruppen“: Endbericht der Enquete-Kommission 1998.

12. 07. 2005            Abschluss-Sitzung

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PD Dr. Dr. Ina Wunn

Heil und Heilung im Islam – zur Situation erkrankter Muslime in den Krankenhäusern der Region Hannover II

SE 2, RelSys/RelGes, Mo 11-13 Uhr, Raum: Im Moore 21, Seminarraum,

Beginn: 11. 04. 2005

In diesem Seminar sollen die im vergangenen Wintersemester begonnenen Arbeitsvorhaben zur Situation erkrankter Muslime in den Krankenhäusern der Region Hannover fortgesetzt werden. Das beinhaltet in erster Linie die Auswertung der Patienten-Interviews, die Dokumentation und das Vorstellen der Einzelergebnisse im Seminarkontext. Endgültiges Ziel ist eine Zusammenfassung der einzelnen Arbeiten zu einem gemeinsamen Abschlussbericht und die öffentliche Präsentation der Ergebnisse in Zusammenarbeit mit dem Direktorium der Kliniken der Region Hannover. Die Teilnahme ist nur möglich, wenn auch das vorangegangene Seminar im Wintersemester 2004/05 besucht wurde.

Die Reihenfolge der Vorträge wird in der ersten Sitzung festgelegt.

Literatur:

Wie im vergangenen Semester.

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KOLLOQUIEN

Dr. Edith Franke

Kolloquium für Examenskandidaten und Fortgeschrittene

CO 2, Fr. 14-16 Uhr, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 15. 04. 2005

Das Kolloquium dient der Vorstellung und Diskussion von laufenden bzw. beabsichtigten Magister- und Examensarbeiten. Die Vorhaben sollen in Form kurzer Arbeitspapiere dargelegt und gemeinsam im Hinblick auf methodische Durchführung und die theoretisch-systematische Kontextuierung besprochen werden.

Darüber hinaus können auch relevante aktuelle religionswissenschaftliche Publikationen diskutiert werden.

Interessierte Teilnehmer und Teilnehmerinnen setzen sich bitte mit der Seminarleiterin in Verbindung.

Die erste Sitzung findet am 15.04.2005 um 15 Uhr statt.

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Prof. Dr. Christiane Lemke / Dr. Jutta Joachim / Dr. Ines Katenhusen

Forschungskolloquium Europäische Integration. Die EU als globaler Akteur

CO 2, Di 18-20, grundsätzlich 14-tägig, Schneiderberg 50, Raum V07, Programm siehe Aushang, Beginn: 12. 04. 2005.

In diesem Kolloquium werden neuere Forschungsansätze und Ergebnisse zur europäischen Entwicklung zur Diskussion gestellt. Europäische Integration soll dabei in ihren politischen, historischen und sozio-kulturellen Dimensionen behandelt werden. Das Kolloquium findet im Rahmen des Fachbereich-Schwerpunktes „European Studies“ statt und wird mit GastrefentInnen aus dem In- und Ausland durchgeführt.

Weitere Informationen sind den Websites zu entnehmen: www.gps.uni-hannover.de/europe

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