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Vorlesungen
Prof. Dr. Karl-Fritz Daiber
Die Entstehung der Religionssoziologie in Deutschland
zwischen der Religionskritik der Aufklärung und der Gründung der
Deutschen Gesellschaft für Soziologie 1910
TV 2, PHS / RelSys, Do 16-18 Uhr, Raum: Bismarckstr. 2/I 21,
Beginn: 17.4.2003
Die Entstehungsgeschichte der Religionssoziologie ist
zugleich die Geschichte ihrer Theoriebildung und die Geschichte der
Entwicklung ihres Methodenrepertoires. Von daher ist sie innerhalb der
Diskussion des Faches bis heute von weitreichender Bedeutung. Die
Vorlesung führt vorrangig in den deutschen Strang der
Entstehungsgeschichte ein, berücksichtigt allerdings die Anfänge in
Frankreich und England.
Folgende Themen sind vorgesehen.
- Bibelkritik und Toleranzgedanke am Ende des 18.
Jahrhunderts,
- Kants und Hegels Religionsphilosophien,
- Ludwig Feuerbach und Karl Marx,
- Religionssoziologische Anfänge in Frankreich und England,
- Max Weber als Religionssoziologe,
- Georg Simmel und Ernst Troeltsch.
Zur Einführung werden die Überblicksartikel in den
einschlägigen Handbüchern bzw. Lexika empfohlen
Proseminare
Prof. Dr. Dr. Peter Antes
Einführung ins Christentum
SE
2, RelGes / Christentum, Do 11-13, Raum: Welfengarten 1 A, Gebäude
1105, Herrmann-Windel-Hörsaal, Beginn: 17.04.2003
Michael Pye schlägt vor, Religionen
aus religionswissenschaftlicher Sicht anhand von vier Aspekten (Lehre,
Verhalten, Sozialstruktur und subjektiver Erfahrung) zu behandeln
(vgl. http://philtar.ucsm.ac.uk/encyclopedia/introd.html). Das Seminar
greift diesen Vorschlag auf und versucht, ihn für die Einführung ins
Christentum fruchtbar zu machen.
Literaturempfehlung:
Antes, Peter: Mach's wie Gott, werde
Mensch. Das Christentum, Düsseldorf 1999;
Beinert, Wolfgang: Das Christentum. Atem der Freiheit,
Freiburg-Basel-Wien, 2. Aufl. 2000;
Biser, Eugen: Die Entdeckung des Christentums. Der alte Glaube und
das neue Jahrtausend, Freiburg-Basel-Wien 2000;
Christentum und europäische Kultur.
Eine Geschichte und ihre Gegenwart, hrsg. von
Peter Antes, Freiburg-Basel-Wien: Herder 2002.
17.04.2003 - Einführung und Festlegung des endgültigen Verlaufsplanes
24.04.2003 - Schrift (Altes u. Neues Testament) und Tradition
01.05.2003 - Maifeiertag
08.05.2003 - Gottes- und Menschenbild
15.05.2003 - Der historische Jesus und der Christus des Glaubens
22.05.2003 - Christliche Hochfeste im Kirchenjahr
29.05.2003 - Christi Himmelfahrt
05.06.2003 - Der christliche Gottesdienst
12.06.2003 - Pfingstpause
19.06.2003 - Der Christ in der Welt
26.06.2003 - Das Mönchtum
03.07.2003 - Schismen, Kirchen und Sekten
10.07.2003 - Das Christentum und die Angst
17.07.2003 - Fazit und Ausblick
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Dr. Dr. Bertram Schmitz
Die frühe Religionsgeschichte Ostasiens: China - Korea -
Japan
SE 2, RelGes, Mo 14-16, Raum: Im
Moore 21, Beginn: 14.04.2003
Religionsgeschichtlich zeichnet sich der ostasiatische Raum
durch den Konfuzianismus einerseits und den Buddhismus in seinen für
diesen Kulturraum spezifischen Formen andererseits aus, die seit der
Mitte des letzten vorchristlichen Jahrtausends sich durchdringend, im
Zusammenwirken mit einer jeweiligen „Substratreligion“ das religiöse
Feld bilden. In diesem Seminar werden sowohl diese einzelnen
Substratelemente, wie Daoismus und Shinto, als auch die beiden übergreifenden
Religionen und deren Wechselwirkung untereinander thematisiert, wobei
besonders der Zeitraum der Antike und des Mittelalters zugrunde gelegt
wird. Dabei ist die traditionelle gesellschaftsprägende Wirkung des
Konfuzianismus für ein Verständnis Ostasiens bis in die Gegenwart
ebenso unerlässlich, wie die typisch japanische Form des Buddhismus
in ihrem (ergänzenden) Gegenüber zum Shinto speziell für die
Situation in Japan. Abschließend soll auch auf das frühe
mittelalterliche ostsyrische Christentum sowie das lateinische
Christentum in der Ming bzw. Anfang der Ching – Dynastie ein Blick
geworfen werden.
Literaturempfehlung:
Antes, Peter (Hg.): Große Religionsstifter, München
1992 (insb. R. Emmerich: Konfuzius, 160-185 u. H. - W. Schütte, Lao -
Zi, 186-208);
Bechert, H. / Gombrich, R. (Hg.): Der Buddhismus - Geschichte und
Gegenwart, München 1989 (insb. Der Buddhismus in Ostasien, Kap.
IV., 215-293);
Eichborn, Werner: Die Religionen Chinas (Die Religionen der
Menschheit, Bd. 21), Stuttgart etc. 1973;
Gernet, Jacques: Die chinesische Welt, Frankfurt 1983;
Moritz, R.: Die Philosophie im alten China, Berlin 1990.
14.04.2003 - Übersicht über den ostasiatischen
Kulturraum – Endgültige Festlegung - des Verlaufsplanes.
21.04.2003
- Kein Seminar (Ostermontag)
28.04.2003
- Chinesische Religionsgeschichte vor und neben Konfuzius
05.05.2003
- Konfuzius – Leben und Werke
12.05.2003
- Die klassische Gestalt des Konfuzianismus
19.05.2003
- Der konfuzianische Prägung Ostasiens
26.05.2003
- Lao Zi und das Dao – De – Ching
02.06.2003
- Der Daoismus
09.06.2003
- Kein Seminar (Pfingstmontag)
16.06.2003
- Der chinesische Buddhismus
23.06.2003
- Buddhismus in Korea
30.07.2003
- Buddhismus in Japan
07.07.2003
- Shinto
14.07.2003
- Das Christentum im Mittelalter in China
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Dr. Gustav-Adolf Schoener
Religionskritik – Teil I
SE 2, RelSys, Di 14-16 Uhr, Raum: Im Moore 21, Seminarraum,
Beginn: 15.04.2003
Gewöhnlich verstehen wir unter Religionskritik eine externe
In-Frage-Stellung einer Religion, ihrem Wahrheitsanspruch, ihrer
Praxis und Funktion in der Gesellschaft. Religionswissenschaftlich
wichtig ist aber vor allem die religionsimmanente Kritik, die
gerade aus religiösen Motiven Gottesvorstellungen, Kult und
Lebenspraxis der eigenen oder anderer Religionen kritisiert. So
gesehen geht jede religiöse Reform- und Missionsbewegung von einer
religionsimmanenten Kritik aus und möchte den einen Glauben erneuern
oder gegen einen anderen behaupten. Jüdische, christliche und
islamische Religionskritik versucht den eigenen monotheistischen
Anspruch zu verteidigen oder gegen fremde Religionen durchzusetzen. -
Der erste Abschnitt dieses Seminars wird sich mit der Religionskritik
im Kontext dieser drei Religionen befassen. - Religionskritik in der
antiken griechischen Kultur ist zu einem Teil immanente Kritik
am homerischen Götterhimmel, geht aber doch von einem anderen Ansatz
aus: sie fragt nämlich, ob der Götterglaube eigentlich vernünftigen
Gründen standhält. Die Antworten sind sehr verschieden und manche
bewegen sich schon deutlich in eine externe Religionskritik,
die die Berechtigung von Religion überhaupt bestreitet. Die
wichtigsten Gedanken der griechischen Religionskritik sollen im
zweiten Abschnitt dieses Seminars untersucht werden.
Die Religionskritik aus Vernunftgründen ist schließlich die
Vorlage für die Religionskritik in der Neuzeit, die im Teil II (WS
2003/04) behandelt werden soll.
Literatur:
Grundlegend
die Artikel: ‚Religionskritik’ und ‚Religionstypen’
in: HrwG (Handbuch religionswissenschaftlicher Grundbegriffe).
Heinrich, Elisabeth: Religionskritik in der Neuzeit, München
2001;
Klapwijk, Jacob: Philosophische Kritik und göttliche Offenbarung,
Riehen 1991;
Klinkhammer,G.M./Rink,S./Frick,T.: Kritik an Religionen,
Marburg 1997;
Meyer, Heinz: Religionskritik, Religionssoziologie und Säkularisation,
Frankfurt/M. 1988;
Minos, Georges: Geschichte des Atheismus: von den Anfängen bis zur
Gegenwart, Weimar 2000;
Schlette, Heinz Robert: Religionskritik in interkultureller und
interreligiöser Sicht, Bonn 1998;
Weger, Karl-Heinz: Religionskritik, Köln 1991;
Zirker, Hans: Religionskritik, Düsseldorf 1982.
15.04.2003 - Einführung (RW und Rel.kritik)
22.04.2003 - Religionstypologie (HrwG - Religionstypen)
Religionskritik als Universalisierung von Religion
29.04.2003
- Jüdischer Glaube und die Religionskritik der Propheten
06.05.2003
- Jüdischer Glaube und die Religionskritik des Jesus von Nazareth
13.05.2003
- Christlicher Glaube und die Religionskritik des Paulus
20.05.2003
- Religionskritik der christlichen Apologeten
27.05.2003
- Stammesreligion, Judentum und die Religionskritik Mohammeds
Religionskritik als Entmythologisierung
03.06.2003
- Religionskritik der Vorsokratiker (Xenophanes, Aristophanes)
17.06.2003 - Religionskritik nach Sokrates (Euhemeros,
Epikur/Lukrez)
24.06.2003
- Religionskritik der Skeptiker (Karneades und Sextus Empirikus)
01.07.2003
- Platonische Religionskritik am Christentum (Celsus)
08.07.2003
- Zusammenfassung: vom Mythos zum Logos
15.07.2003
- Abschlusssitzung
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Dr. Dr. Bertram Schmitz
Tora – Talmud – Schulchan Aruch – Seder hat-tefillot:
Zentrale Texte des Judentums und ihr historischer Kontext
SE 2, RelGes, Di 16 – 18 Uhr, Raum: Im Moore 21,
Seminarraum, Beginn: 15.04.2003
Die Tora (Fünf Bücher Moses) bildet in mehrfacher Hinsicht
das Fundament für die drei abrahamitischen Religionen, Judentum,
Christentum und Islam. Mischna und Talmud hingegen zeigen die
spezifische jüdische Auslegung und Aneignung dieser
„Grundschrift“; der Schulchan Aruch stellt eine mittelalterlich
– neuzeitliche Anweisung für die Praxis dar, der erwähnte Seder
ein aktuelles Gebetbuch. Ziel dieses Proseminars ist es, die für das
Judentum zentralen, sowie die besonders religionsgeschichtlich
wirkenden Texte unmittelbar zu untersuchen und sie in ihren
gesamtliterarischen und historischen Kontext einzuordnen. Dabei zeigt
die Lehrveranstaltung einerseits diese Literatur aus dem jüdischen
Blickwinkel, gibt aber andererseits auch einen historisch kritischen
Überblick über die israelitisch – jüdische Literatur überhaupt
und betont ihre Kontinuität. Der Schwerpunkt wird vor allem auf die
ältere und damit grundlegendere Quellenliteratur gelegt.
Literaturempfehlung:
Die Tora in jüdischer Auslegung, Hg. W. G. Plaut, Gütersloh
1999 etc., Bd. 1 – 3.
Fohrer, G., Erzähler und Propheten im Alten Testament,
Heidelberg/Wiesbaden 1989.
Neusner, J., Judentum in frühchristlicher Zeit, Stuttgart 1988.
Der babylonische Talmud, hg. L. Goldschmidt, Bd. 1 – 12, 1930ff/
Frankfurt a. M. 1996.
Stemberger, G., Das klassische Judentum, Kultur und Geschichte in der
rabbinischen Zeit, München 1979.
Kizzur Schulchan Aruch, S. Ganzfried, Bd. 1 – 2, Basel 1988.
Zemer, M., Jüdisches Religionsgesetz – heute, Neukirchen – Vluyn,
1999.
Seder hat-teffilot, Das jüdische Gebetbuch, J. Magonet, Bd. 1 – 2,
1997.
Simon, H. u. M., Geschichte der jüdischen Philosophie,
Leipzig 1999.
15.04.2003 - Einführung; entgültige Festlegung des
Verlaufs; Genesis 1 – 11 („Urgeschichte“)
22.04.2003 - Die älteren Teile der Tora
29.04.2003 - Die frühe Königszeit
06.05.2003 - Prophetie
13.05.2003 - Der israelitische Kult
20.05.2003 - Die griechische – israelitische Literatur
27.05.2003 - Die Umbruchsituation im 1. Jh. d. Zeitenwende
03.06.2003 - Konstituierung des rabbinischen Judentums und
die Mischna
17.06.2003 - Der Babylonische Talmud (die Kultinterpretation)
24.06.2003 - Der Babylonische Talmud (von Feiertag und
Kosmologie)
01.07.2003 - Der Schulchan Aruch / die MA – Philosophie
08.07.2003 - „Konfessionsbildung“ im Judentum
15.07.2003 - Das Reformjudentum / Abschluss des Seminar
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Fachdidaktik
Ethik
in den Weltreligionen
SE
2, Mo 16-18, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 14.04.2003 (auch
für den Magisterstudiengang geeignet)
Unterschiedliche Religionen beinhalten nicht nur bestimmte
Glaubensinhalte, sondern durch sie wird auch eine bestimmte Norm des
rechten Verhaltens nahegelegt oder sogar gefordert und ein bestimmtes
Konzept von ethischen Werten vorgelegt: Was im Kontext der einen
Religion als notwendig, wünschenswert oder verdienstvoll angesehen
wird, kann in einer anderen irrelevant oder unerwünscht sein. Die
Kenntnis dieser ethischen Konzepte lässt nicht nur das Verhalten von
Menschen unterschiedlicher Religionen besser verstehen, sondern zeigt
auch auf die religiöse und kulturelle Bedingtheit der jeweiligen
Wertvorstellungen auf. Dieser Sachverhalt soll am konkreten Beispiel
ethischer Grundlinien in den sog. „Weltreligionen“ aufgezeigt und
diskutiert und auf anschauliche Umsetzungsmöglichkeiten im Unterricht
hin untersucht werden. Abgesehen von den beiden Rahmensitzungen wird
in dieser Veranstaltung jede dieser Religionen zunächst in einem
ersten Termin in allgemeinen ethischen Grundlagen behandelt um im
zweiten Termin auf je spezielle und spezifische ethische Themen dieser
Religion einzugehen.
Literaturempfehlung
und Lektürevorschlag:
Antes, Peter (Hg.): Ethik in nichtchristlichen Kulturen,
Stuttgart 1984;
Khoury, A. Th. (Hg.):
Das Ethos der Weltreligionen, Freiburg 1993.
14.04.2003 - Überblick über das Thema – Endgültige
Festlegung des Verlaufsplanes
28.04.2003
- Judentum I
05.05.2003
- Judentum II
12.05.2003
- Buddhismus I
19.05.2003
- Buddhismus II
26.05.2003
- Hinduismus I
02.06.2003
- Hinduismus II
16.06.2003
- Christentum I
23.06.2003 - Christentum II
30.07.2003 - Islam I
07.07.2003 - Islam II
14.07.2003
- Gemeinsame Strukturen und Differenzen in den ethischen Konzepten
dieser Religionen
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Hauptseminare
Prof. Dr. Dr. Peter Antes
Religiöse Migration seit dem 19. Jahrhundert
SE 2, RelSys, Do 9-11, Raum: Im Moore 21, Seminarraum,
Beginn: 17.04.2003
Durch gezielte Missionsaktivitäten
sowie durch politisch und wirtschaftlich bedingte Migrationen ist es
seit dem 19. Jahrhundert zu einer beträchtlichen Ausweitung der
Verbreitungsgebiete vieler Religionen gekommen. Dies hat Folgen für
die Religionen (z.B. Adaptationen, Abgrenzungen) wie für die
systematische Einordnung der Phänomene (Globalisiserung von
Religion/en, Regionalisierung von Religion/en). Das Seminar wird beide
Konsequenzen anhand konkreter Beispiele erörtern.
Literaturempfehlung:
Antes, Peter (Hrsg.): Vielfalt der Religionen. Baha'i,
Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam, Judentum, Naturreligionen,
Neue religiöse Bewegungen, Astrologie, Hannover: Lutherisches
Verlagshaus 2002;
Tworuschka, Monika und Udo (Hrsg.): Bertelsmann
Handbuch Religionen der Welt. Grundlagen, Entwicklung und Bedeutung in
der Gegenwart, Gütersloh-München: Bertelsmann Lexikon Verlag
1992
17.04.2003 - Einführung und Festlegung des endgültigen
Verlaufsplanes
24.04.2003 - Hinduismus im Westen
01.05.2003 - Maifeiertag
08.05.2003 - Buddhismus im Westen
15.05.2003 - Sikhismus im Westen
22.05.2003 - Christentum im hinduistisch-buddhistischen Kontext
29.05.2003 - Christi Himmelfahrt
05.06.2003 - Islam in Europa und Amerika
12.06.2003 - Pfingstpause
19.06.2003 - Afrikanische Religion(en) in Europa und Amerika
26.06.2003 - Neue Religionen und ihre Ausbreitung
03.07.2003 - Globalisierung von Religion(en) [Migration, Mission]
10.07.2003 - Regionalisierung von Religion(en) [Ethnizität, Diaspora]
17.07.2003 - Fazit und Ausblick
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Dr. Edith Franke
Religionen
vor Ort als Gegenstand religionswissenschaftlicher Forschung II:
Religiöse Gemeinschaften in Hannover
SE 2, RelSys Fr 11-13 Uhr, Raum:
Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 02.05.2003
In diesem Seminar sollen die im Wintersemester begonnen
Arbeitsvorhaben zu religiösen Gemeinschaften und Gruppierungen in
Hannover bzw. im Raum Hannover fortgesetzt werden. Das beinhaltet vor
allem die Weiterführung und Beendigung der Erkundungen (Interviews,
Teilnehmende Beobachtung, Materialrecherchen etc.), sowie die
Auswertung und die Dokumentation der Ergebnisse. Ziel ist es
weiterhin, Präsentationen der Ergebnisse zu erarbeiten und diese im
Rahmen einer Publikation und/oder Tagung vorzustellen. Gedacht ist
auch an den Austausch oder eine Koordination dieses Projektes mit ähnlichen
Vorhaben an anderen Universitätsstandorten, insbesondere die
Teilnahme an der Remid Tagung „Religionen Konkret“ im Juni 2003 in
Leipzig.
Die Teilnahme ist nur möglich, wenn auch das vorangegangene
Seminar im WS 2002/03 besucht wurde.
Die detaillierte Planung des Semesters erfolgt in der ersten
Sitzung.
Beginn der Lehrveranstaltung am 02.05.2003.
Literatur:
Baumann, Martin: Qualitative Methoden in der
Religionswissenschaft. REMID Schriftenreihe, Marburg 1998.
Flick, Uwe u.a. (Hg.): Handbuch qualitativer Sozialforschung. München
1991.
Franke, Edith / Matthiae, Gisela / Sommer, Regina (Hg.): Frauen
Leben Religion. Ein Handbuch empirischer Forschungsmethoden.
Stuttgart u.a. 2002.
Girtler, Roland: Methoden der Feldforschung. 4. Auflage Berlin,
Köln, Weimar 2001;
Greschat, Hans-Jürgen (Hg.): Mündliche Religionsforschung.
Erfahrungen und Einsichten. Berlin 1994;
Henkel, Reinhard: Atlas der Kirchen und anderen
Religionsgemeinschaften in Deutschland. Ein Religionsgeographie.
Stuttgart u.a. 2001;
Klöcker, Michael
/ Tworuschka, Udo (Hg.), Handbuch der Religionen. Kirchen und
andere Glaubensgemeinschaften in Deutschland, Landsberg 1997;
Ruttmann, Herrmann: Religionen – Kirchen –
Konfessionen. Glaubensgemeinschaften in Marburg. [Eine Studie des
Religionswissenschaftlichen Medien- und Informationsdienstes e.V.
REMID] Marburg 1993;
Witzel, Andreas: Verfahren der qualitativen Sozialforschung. Überblick
und Alternativen. Frankfurt a. M. , New York 1982.
www.remid.de
(Info zur Tagung und zu Neuen Religionen)
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Dr. Edith Franke
Religiöse Pluralität in Indonesien
SE 2, RelGes, Fr 9-11 Uhr, Raum:
Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 02.05.2003
Der Inselstaat Indonesien ist von einer großen religiösen
Vielfalt geprägt: Neben den „alten“ Stammesreligionen haben vor
allem der Islam, aber auch Christentum, Hinduismus und Buddhismus die
indonesische Kultur in vielfältiger Weise beeinflusst.
Anders als in den islamischen Staaten der arabischen Welt ist
der Islam in Indonesien stark von der Einbeziehung unterschiedlichster
religiöser und kultureller Strömungen geprägt. Die Tendenz zur
Vereinheitlichung und Integration verschiedener religiöser Einflüsse
ist seit Jahrhunderten ein typisches Merkmal der indonesischen,
insbesondere der javanischen Kultur und hat dazu geführt, dass
beispielsweise der Islam in Indonesien eine Ausprägung entwickelt
hat, in der sich Elemente verschiedener Religionen, einschließlich
des Christentums und indigener Religionen vermischen und dabei
weitgehend friedlich koexistieren.
Ziel des Seminars ist es, einen Einblick in die historische
Entwicklung und die aktuelle Prägung der religiösen Landschaft
Indonesiens zu vermitteln. Dabei sollen sowohl Islam und Christentum
als auch Hinduismus, Buddhismus und die sog. Stammesreligionen
betrachtet werden.
Im Hintergrund stehen Fragen nach dem Konflikt- und
Integrationspotential von Religionen und nach Modellen im Umgang mit
religiöser Pluralität.
Eine Liste mit möglichen Referatsthemen und Terminen wird
ausgehängt.
In der ersten Sitzung am 02.05.2003 erfolgt die genaue
Planung des Semesters und die Vergabe von Referaten und Hausarbeiten.
Literatur:
Beck, Herman L.: A Pillar
of Social Harmony: The Study of Comparative Religion in Contemporary
Indonesia. In: G.A. Wiegers (Hg.): Modern Society and the Science
of Religions. An International Perspective. Leiden 2002, 331-349.
Beck, Herman L.: The Borderline between Muslim Fundamentalism and
Muslim Modernism: An Indonesian Example. In: Jan Willem Van Henten
/ Anton Houtepen (Hg.): Religious Identity and the Invention of
Tradition. Royal Van Gorcum 2001, 279-291.
Becker, Dieter: Die Kirchen und der Pancasila-Staat.
Indonesische Christen zwischen Konsens und Konflikt. Erlangen 1996.
Cederroth, Sven: From
Syncretism to Orthodoxy? The Struggle of Islamic Leaders in an East
Javanese Village. NIAS Report No.3, Copenhagen 1991;
Engelbert, Thomas / Schneider, Andreas (Hg.): Ethnic Minorities and
Nationalism in Southeast Asia. Festschrift dedicated to Hans Dieter Kubitscheck. Frankfurt
a. M. 2000;
Geertz, Clifford: Religiöse Entwicklungen im Islam. Beobachtet in
Marokko und Indonesien. Frankfurt a. M. 1991;
Geertz, Clifford: The
Religion of Java. New York 1960;
Jebens, Holger: Artikel: Indonesien. In: Metzler
Lexikon Religion, Bd. 2, Stuttgart, Weimar 1999;
Kipp, Rita / Rogers, Susan
(Hg.): Indonesian Religions in Transition. Tucson
1987;
Kohl, Karl-Heinz: Religiöser Partikularismus und
kulturelle Transzendenz. Über den Untergang von Stammesreligionen in
Indonesien. In: Hartmut Zinser (Hg.): Der Untergang von
Religionen. Berlin 1986, 193-220;
Kuhnt-Saptodewo, Sri: Zur Möglichkeit einer ‚Inter-Kultur’ –
Südostasien als Beispiel und ‚Indizienbeweis’. In: Thomas
Mohrs / Sri Kuhnt-Saptodewo: Interkulturalität als Anpassung. Eine
evolutionstheoretische Kritik an Samuel P. Huntington. Frankfurt a. M.
u.a. 2000, 117- 152;
Pampus, Karl-Heinz: Islam in der Diaspora. Anmerkungen zu Südostasien.
In: Gernot Rotter (Hg.): Die Welten des Islam. Neunundzwanzig Vorschläge,
das Unvertraute zu verstehen. Frankfurt a. M. 1994, 145-158;
Pye, Michael: Syncretism
versus Synthesis. In: Method and Theory in the Study of Religion,
6-3, 1994, 217-229;
Schiller, Anne: Small Sacrifices. Religious Change and Cultural
Identity among the Ngaju of Indonesia. Oxford 1997;
Stöhr, Waldemar / Zoetmulder, Piet: Die Religionen
Indonesiens. Stuttgart u.a. 1965;
Stöhr, Waldemar: Die altindonesischen Religionen. III.Abt.,
Handbuch der Orientalistik 2.Bd., Abschn.2, Leiden 1976;
Waardenburg, Jacques: Muslims
and Other Believers: The Indonesian Case. Towards a Theoretical
Research Framework. In: R. Israeli / A.H. Jones (Hg.): Islam in Asia, Bd. II.
Jerusalem 1984, 24-66;
Wandelt, Ingo: Der Weg zum Pancasila-Menschen. Frankfurt a.M.
1989;
Wawer, Wendelin: Muslime und Christen in der Republik Indonesien.
Wiesbaden 1974;
Zainu’ddin, A.: A Short History of Indonesia. New York 1970.
02.05.2003 - Planung des Semesters
09.05.2003 - Einführung ins Thema: Religiöse Vielfalt in
einem islamisch geprägten Staat
16.05.2003
- Überblick zur indonesischen Religionsgeschichte
23.05.2003 - Die altindonesischen Religionen am Beispiel
der Ngaju Dyak in Kalimantan/Borneo
06.06.2003
- Islam in Indonesien
13.06.2003
- Christentum in Indonesien
27.06.2003
- Hinduismus in Indonesien
04.07.2003
- Buddhismus in Indonesien
11.07.2003
- Probleme und Chancen religiöser Pluralität in Indonesien
18.07.2003
- Abschlusssitzung
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PD Dr. Adelheid Herrmann-Pfandt
Ordensregel und Ordensleben im Buddhismus
Se 2, RelGes, Fr 14-18, 14tägig, Ausweichtermin Sa 10-15,
Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn 09.05.2003
Das Leben der Mönche und Nonnen im Buddhismus, ihre
Beziehungen untereinander sowie zu den Laien, - all dies ist Inhalt
des vinaya (Ordensdisziplin) und im Vinaya-pitaka, dem
ersten Teil des buddhistischen Schriftenkanons, geregelt. Das Vinaya-pitaka
ist nicht nur das älteste erhaltene Rechtsdokument Indiens, sondern
auch eine hochinteressante Quelle zu Religion, Kultur und Alltagsleben
der frühen Buddhistinnen und Buddhisten, wobei aufgrund der
Unterscheidung von Mönchs- und Nonnenregeln auch weitreichende
Erkenntnisse über das Verhältnis der Geschlechter im Ordensleben möglich
sind.
Wir wollen in diesem Seminar den Originaltext des Vinaya-pitaka
sowie eigene Erfahrungsberichte früher Mönche und Nonnen
auszugsweise lesen, interpretieren und durch Kurzreferate zu wichtigen
Themen vertiefen. Als Ausgleich zu herkömmlichen
Buddhismus-Darstellungen, die meist nur auf die Mönche blicken, soll
das Schwergewicht der Betrachtung auf dem Nonnenorden liegen. Referate
sollen stets Mönchs- und Nonnenregeln berücksichtigen und die
Unterschiede herausarbeiten. Die Teilnehmer/innen sollen
Grundkenntnisse des Vinaya-pitaka und die Fähigkeit,
religionswissenschaftlich mit ihm zu arbeiten, fundierte Kenntnisse
des Ordenslebens im frühen Buddhismus und späterer Entwicklungen
sowie ein Gespür für die Notwendigkeit erwerben,
geschlechtsspezifisch-einseitige Texte der Quellen- und Sekundärliteratur
kritisch zu hinterfragen.
Referentinnen und Referenten sind gebeten, sich bis zur
ersten Sitzung am 09.05.2003 in die am Schwarzen Brett des
Religionswissenschaftlichen Seminars aushängende Referatsliste
einzutragen (oder mit mir per Telefon oder Email ein eigenes Thema
abzusprechen) und frühzeitig, möglichst schon während der
vorlesungsfreien Zeit, mit der Arbeit an den Referaten zu beginnen.
Ein Konzept des geplanten Referats, z.B. die Tischvorlage, soll im
Rahmen der dem Vortrag vorhergehenden Sitzung mit mir abgesprochen
werden. Schriftlich ausgearbeitete Referate bzw. Hausarbeiten (höchstens
20 Seiten) sollten in der Regel in der auf den Vortragstermin
folgenden Sitzung abgegeben werden. Von Hausarbeiten wird erwartet,
dass sie sich formal eng an die im Seminar erhältliche Broschüre Zur
Einführung in das Studium der Religionswissenschaft, S. 12-34,
halten und orthographisch korrekt abgefasst sind.
Englische Sprachkenntnisse sind unabdingbar, Kenntnisse des
Pali und Sanskrit von Vorteil, aber nicht Voraussetzung für die
Teilnahme.
Grundlagenliteratur:
Dhirasekera, Jotiya: Buddhist
Monastic Discipline: A Study of its Origin and Development in Relation
to the Sutta and Vinaya Pitakas, Colombo 1982;
Hüsken, Ute: Die Vorschriften für die buddhistische
Nonnengemeinde im Vinaya-Pitaka der Theravadin, Berlin 1997
(Monographien zur indischen Archäologie, Kunst und Philologie. 11.);
The Book of the Discipline (Vinaya-pitaka), Vol. I-VI, transl. I[saline] B[lew] Horner,
Oxford, 1938-1966, reprint 1992-3 (Sacred Books of the Buddhists. 10.11.13.14.20.25.).
09.05.2003
Verbindliche Vorbereitungs- und Einführungssitzung
Einführung
in das Thema mit geschichtlichem und forschungsgeschichtlichem Überblick
Besprechung des Bearbeitungsstandes der Referate und
Gelegenheit zum Kopieren von in Hannover nicht vorhandener Sekundärliteratur.
Literatur:
s.o., ferner
Dutt, Sukumar: Buddhist
Monks and Monasteries of India: Their History and their Contribution
to Indian Culture, London 1962, repr. Delhi 1988;
Horner, I[saline] B[lew], Women Under Primitive Buddhism: Laywomen
and Almswomen, London 1930, repr. Delhi
1975.
16.05.2003
- Die Gründung des Mönchs- und des Nonnenordens
Referatsthemen:
Gründung des Mönchsordens, ~ des Nonnenordens
Literatur:
Klimkeit, Hans-Joachim: Der Buddha: Leben und Lehre,
Stuttgart (u. a.) 1990, 91-106: siehe auch weitere Einführungen in
den Buddhismus;
Hüsken, Ute: Die Einrichtung des buddhistischen
Nonnenordens im Vinaya-Pitaka der Theravadin. In: Studien zur
Indologie und Buddhismuskunde: Festgabe des Seminars für Indologie
und Buddhismuskunde für Professor Dr. Heinz Bechert, hg. Reinhold Gründendahl,
Jens-Uwe Hartmann, Petra Kieffer-Pülz, Bonn 1993, 151-170;
Laut, Jens Peter: Die Gründung des buddhistischen Nonnenordens in
der alttürkischen Überlieferung. In: Ingeborg Baldauf, Klaus
Kreiser, Semih Tezcan (Hg.): Türkische Sprachen und Literaturen:
Materialien der ersten deutschen Turkologen-Konferenz, Bamberg, 3.-6. Juli 1987, Wiesbaden 1991, 257-274;
Pinault, Georges-Jean: Un témoignage
tokharien sur les premières nonnes bouddhistes, in
Bulletin des études indiennes 9 (1991), 161-194.
23.05.2003
- Die inhaltliche Gliederung des Vinaya-pitaka
Referatsthemen:
Überblicksreferat (evtl. aufgeteilt); Unterscheidung von Mönchs-
und Nonnenregeln
Literatur:
s.o., insbes. der Originaltext und Hüsken, Vorschriften.
06.06.2003
- Ausgewählte Regeln für Mönche und Nonnen
Gemeinsame
Lektüre und Interpretation I
Referatsthemen:
Ordenseintritt und –austritt, Das Jahr im Ordensleben, etc.
Literatur:
s.o., insbes. der Originaltext und Hüsken, Vorschriften,
460-5; 472; ferner
Herrmann-Pfandt, Adelheid: Askese, Versuchung und
Inspiration: Frauen und ihre Sexualität im Buddhismus, in
Sung-Hee Lee-Linke (Hg.): Das Hohelied der Liebe: Weibliche Sexualität
in den Weltreligionen, Neukirchen-Vluyn 1998, 123-146
27.06.2003
- Ausgewählte Regeln für Mönche und Nonnen
Gemeinsame
Lektüre und Interpretation II
Referatsthemen:
Sozialbeziehungen der Ordensleute untereinander und zu den Laien,
Regeln für die individuelle Lebensgestaltung (Ernährung, Sexualität,
...), etc.
Literatur:
s.o., insbes. Originaltext und Hüsken, Vorschriften,
466-72
04.07.2003
- Erfahrungsberichte aus dem frühbuddhistischen Ordensleben: die
Theragatha und Therigatha (gemeinsame Lektüre und Gruppenarbeit)
Referatsthemen: -
Literatur:
The Elders` Verses I:
Theragatha. II: Therigatha, tr. with
an introduction and notes by K[enneth] R[oy] Norman, London 1969. 1971
(PTS Translation Series. 40.);
Murcott, Susan: The first
Buddhist women. Translations and commentaries on the Therigatha. Berkeley
1991;
Theragatha: Die Psalmen der Mönche des Buddha Gotama,
neue dt. Fassung von Christine Schoenwerth, Utting/Ammersee, 1997.
11.07.2003
- Abschluss und Ausblick
Referatsthemen:
1. Geschlechtsspezifische Aussagen des Vinaya: Bedeutung und
Wirkungen; 2. Die weitere Entwicklung und das Schicksal des
Nonnenordens
Literatur
Falk, Nancy Auer: The case of
the vanishing nuns: The fruits of ambivalence in ancient Indian
Buddhism. In: Nancy Auer Falk, Rita M. Gross (Hg.): Unspoken worlds:
Women´s religious lives in non-Western cultures. San Francisco 1980,
207-224;
Kajiyama, Yuichi: Studies in Buddhist philosophy (Selected
papers). Ed. K[atsumi] Mimaki. Kyoto 1989.
Reprint in: Kajiyama, Yuichi (Hg.): Women in Buddhism, in The
Eastern Buddhist, N.S.XV-2 (1982), 53-70;
Schopen, Gregory: Of monks,
nuns and 'vulgar' practices: the introduction of the image cult into
Indian Buddhism, in Artibus Asiae 49 (1988/89), 153-168;
Schopen, Gregory: Two problems in the history of Indian Buddhism:
The layman/monk distinction and the doctrines of the transference of
merit, in Studien zur Indologie und Iranistik 10 (1985), 9-47;
Skilling, Peter: A note on the history of the Bhikkhuni-sangha (I):
Nuns at the time of the Buddha, in W.F.B.Review 30 (1993), 4. Quartal,
47-55;g, (II): The order of nuns after the Parinirvana, in Pali and
Sanskrit studies: Mahamakut Centenary Commemoration Volume and
Felicitation Volume presented to H. H. the Supreme Patriarch [Somdet
Phra Nanasamvara] on the occasion of his 80th bithday. Bangkok,
2536/1993, 208-251. Repr.: W.F.B. Review 31 (1994), 1. Quartal, 30-49;
Sponberg, Alan: Attitudes toward women and the feminine in early
Buddhism, in José Ignacio Cabezón (Hg.): Buddhism, Sexuality,
and Gender. Albany 1992, 28ff.
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Dr. Celalettin Kartal
Islam und Menschenrechte - Vergleich des Konzepts von Koran
und Scharia mit dem Katalog der UN-Menschenrechtskonventionen.
SE 2, RelSys, Do 18.30-20.00, Raum: Im Moore 21, Seminarraum,
Beginn: 24.04.2003
Der Islam weist eine andere menschenrechtliche Konzeption
auf, als der Katalog der UN-Menschenrechtkonventionen vorsieht. Sowohl
die Details dieser Konzeption als auch ihre Kompatibilität mit dem
westlichen Konzept der Menschenrechte werden bei den öffentlichen und
universitären Lehrveranstaltungen zum Thema „Islam und
Menschenrechte“ nicht hinreichend behandelt. Vor dem Hintergrund
dieser Tatsache sollen in diesem Seminar Unterschiede, aber auch
Gemeinsamkeiten zwischen beiden Konzepten, sowohl der Theorie als auch
der Praxis nach, vergleichend aufgezeigt und kritisch reflektiert
werden. Zu diesem Zweck werden wir in den ersten Sitzungen der
Veranstaltung die okzidentalen Menschenrechte und ihre Historie
aufzeigen sowie ihre Einhaltung in der westlichen Welt überprüfen.
Danach werden wir anhand ausgewählter Aspekte des Konzepts von Koran
und Scharia wie z.B. die Stellung der Frau, der Schriftbesitzer/innen
und der Heiden im „Gebiet des Islam“ mit dem westlichen
„Menschenrechtskatalog“ die Konturen beider Konzeptionen
verdeutlichen. Notwendigerweise wird dabei die sachlich gebotene
Auseinandersetzung mit Dogmen, Ideologien und Verblendungen die Essenz
dieser interdisziplinären Veranstaltung ausmachen.
Der Seminarplan kann im Hinblick auf Wünsche der Telinehmer/innen
eventuell noch ergänzt oder geändert werden. Die Literaturhinweise
dienen als Einstieg für die Vorbereitung und Vertiefung. Sie erheben
keinen Anspruch auf Vollständigkeit
Einstiegsliteratur:
Krämer, Gudrun: Gottes Staat als Republik - Reflexionen
zeitgenössischer Muslime zu Islam, Menschenrechten und Demokratie,
Baden-Baden 1999;
Lewis, Bernard: Die politische Sprache des Islam,
Berlin 1991;
Little, David / Kelsay, John /
Sachedina, Abdoulaziz A.: Human Rights and the Conflict of cultures:
Western and Islamic Perspectives on Religious Liberty, South
Carlolina 1988;
Mayer, Ann Elizabeth: Islam
and Human Rights - Tradition and Politics, London 1991;
Petersohn, Alexandra: Islamisches Menschenrechtsverständnis
unter Berücksichtigung der Vorbehalte muslimischer Staaten zu den
UN-Menschenrechtsverträgen, Bonn 1999.
Begleittexte:
a) Völkerrechtliche Verträge, Beck-Texte im dtv.;
b) Der Koran. Aus dem Arabischen übersetzt von Max Henning,
Stuttgart 1996.
Am 01.05., am 29.05. und am 12.06.03 findet das Seminar nicht
statt.
24.04.2003 Einführung
in die Thematik, Vergabe von Referaten
(Wer über eines der unten genannten Themen referieren oder
eine Hausarbeit schreiben möchte, wird gebeten, sich rechtzeitig
telefonisch oder per E-Mail bei mir zu melten!)
08.05.2003 Die
Menschenrechte und ihre Historie nach dem westlichen Konzept
(UN-Konventionen)
1. Informativ: Stuby, Gerhard: Universalismus versus Partikularismus
– Die Menschenrechte der dritten Generation, in: Aus Politik und
Zeitgeschichte B 46-47/98, S. 27-35;
2. Bielefeldt, Heiner: Schwächlicher Werterelativismus,
in: Der Islam und der Westen, S. 56 ff.; Höver, Gerhard (Hg.=:
Religion und Menschenrechte-Genese und Geltung 2001 (anspruchsvoll);
3. Tomuschat, Christian: Die Menschenrechte und die Religionen,
in: Schlett, Heinz Robert (Hg.): Religionskritik in interkultureller
und interreligiöser Sicht, Bonn 1998, S. 145-158;
4. Waardenburg, Jacques: Religionskritik – Aufklärung,
Emanzipation, Begegnung, in: Schlette, Heinz Robert (Hg.):
Religionskritik in interkultureller und interreligiöser Sicht, Bonn
1998, S. 196 – 208;
5. Hoppe, Thomas: Menschenrechte im Spannungsfeld von Freiheit,
Gleichheit und Solidarität, Stuttgart 2002
(Habilitationsschrift), Standort: FC 110 49.
15.05.2003 Die
Praxis der Menschenrechte in der westlichen Welt (z.B. in der
Bundesrepublik Deutschland, in den USA und in Großbritannien) und
ihre Vereinbarkeit mit den UN-Konventionen
Klimminich, Otto: Religionsfreiheit als Menschenrecht:
Untersuchung zum gegenwärtigen Stand des Völkerrechts, München
1990.
22.05.2003
Islamisches Menschenrechtsverständnis – Definitionen,
Normen, Charakteristika, Kernaussagen des Islam im Unterschiede zum
westlichen Konzept
1. Informativ: Wolfinger, Franz: Die Religionen und die
Menschenrechte (Broschüre, 80 S.) – Eine noch unentdeckte
Allianz, hrsg. vom IMG Katholischen Institut für missionstheologische
Grundlagenforschung e.V. (Bd. 2), München (Standort: RelSys 310 13);
2. Informativ: Salem, Isam Kamel: Islam und Völkerrecht – Das Völkerrecht
in der islamischen Weltanschauung, Berlin 1986 (Islamisches Recht,
S. 21 – 29, Quellen des islamischen Rechts, S. 31 – 43);
3. Khoury, Adel Theodor: Juden, Christen und Muslime im Gespräch,
Leutesdorf 1986 (knappe, verständliche Einführung);
4. Meier, Andreas: Der Politische Auftrag des Islam, Wuppertal
1994, S. 185 ff.;
5. Neuwirth, Angelika: Der Koran – Mittelpunkt des Lebens der
islamischen Gemeinde, in: Weltmacht Islam, München 1988, S. 69
ff.;
6. Khoury, Adel Theodor: Die Scharia – Das islamische
Rechtssystem, in: Weltmacht Islam, München 1988, S. 93 ff.
05.06.2003
Unterschiede und Gemeinsamkeiten des islamischen umma-Konzepts
im Vergleich mit den UN-Konventionen
1. Informativ: Petersohn, Alexandra : Islamisches
Menschenrechtsverständnis unter Berücksichtigung der Vorbehalte
muslimischer Staaten zu den UN-Menschenrechtsverträgen, Bonn 1999
2. Krämer, Gudrun: Gottes Staat als Republik – Reflexionen
zeitgenössischer Muslime zu Islam, Menschenrechten und Demokratie,
Baden-Baden 1999;
3. Kritisch, informativ: Küng, Hans u.a. (Hg.): Christentum und
Weltreligionen, München, Zürich 1984, 32-201;
4. Little, David/Kelsay, John/Sachedina
Abdoulatziz A.: Human Right and the Conflict of Cultures: Western
and Islamic Perspectives on Religious Liberty, University of South
Carolina 1988;
Mayer, Ann Elizabeth: Islam and Human Rights – Tradition and
Politics, London 1991.
19.06.2003
Die islamischen Menschenrechts-Deklarationen im Vergleich mit
den UN-Konventionen
1. Meier, Andreas: Der politische Auftrag des Islam –
Programm und Kritik zwischen Fundamentalismus und Reformen:
Originalstimmen aus der islamischen Welt, Wuppertal 1994, S. 516
ff.;
2. Informativ: Bielefeldt, Heiner: Schwächlicher Werterelativismus,
in: Der Islam und der Westen, S. 56 ff.;
3. Charfi, Mohamed: Die Menschenrechte in den islamischen Ländern,
in: Johannes Schwartländer: Freiheit der Religion – Christentum und
Islam unter dem Anspruch der Menschenrechte, S. 93 ff.
26.06.2003
Die Stellung der Schriftbesitzer nach Koran und Scharia im
Vergleich mit den UN-Konventionen
1. Ess, Josef van:
Islamische Perspektiven, in: Hans Küng u.a.: Christentum und
Weltreligionen, München, Zürich 1984, S. 166 ff.;
2. Al-Awadi, Badria: Der Status der Frauen im Islam, in:
Weltmacht Islam, S. 329-346; Heller, Erdmute: Die Frau im Islam, in:
Weltmacht Islam, S. 347-362 (unkritisch);
3. Lewis, Bernard: Die Juden in der islamischen Welt – Vom frühen
Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert, Berlin 1991;
4. Antes, Peter: Der Islam im Umgang mit Judentum und Christentum,
in: Weltmacht Islam, S. 149-160.
03.07. 2003
Die Stellung der Schriftbesitzer unter Einbeziehung der Praxis
in einigen islamischen Staaten im Vergleich mit den UN-Konventionen
1. Die Religionsfreiheit in den Ländern mit überwiegend
islamischer Bevölkerung, Schriftenreihe von „Kirche in Not /
Ostpriesterhilfe“ 1999 (informativ, aber nicht fundiert);
2. Jahresberichte von amnesty international usw.
10.07.2003 Die
Stellung der Frau im Islam im Vergleich mit den UN-Konventionen
1. Küng, Hans u.a (Hg.): Eine christliche Antwort – Zur
Frauenfrage, S. 137 ff.;
2. Falaturi Abdoldjavad: Die Scharia – Das islamische
Rechtssystem, in: Weltmacht Islam, S. 93 – 111;
3. Al-Awadi, Badria: Der Status der Frau im Islam, in:
Weltmacht Islam, S. 329-345 (unkritisch);
4. Informativ: Petersohn, Alexandra: Islamisches Menschenrechtverständnis
unter Berücksichtigung der Vorbehalte muslimischer Staaten zu den
UN-Menschenrechtsverträgen; Bonn 1999;
5. Engineer, Ali Asghar: The
Rights of Women in Islam, London 1992;
6. Walther, Wiebke: Die Frau im Islam, in: Antes,
Peter u.a.: Der Islam-Religion, Ethik, Politik, S. 98-124.
17.07.2003 Fazit,
Kritik und Ausblick
P.S.: Es ist geplant, dieses Seminar „Islam und
Menschenrechte – Vergleich des Konzepts vom Koran und der Scharia
mit dem Katalog der UN-Menschenrechtkonventionen“ im nächsten
Semester u.a. mit folgenden Themen fortzusetzen: 1. Die Stellung der
Heiden im Islam; 2. Die Stellung der Frau im Alltag in den islamischen
Staaten, 3. Der Gleichbehandlungsgrundsatz zwischen Mann und Frau in
den islamischen Staaten und in der westlichen Welt; 4. Die Religions-
und Meinungsfreiheit in Theorie und Praxis in den islamischen Staaten
im Vergleich mit den UN-Konventionen; 5. Die Vor und Nachteile des
islamischen Rechts im Vergleich zum westlichen Konzept.
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Dr. Gustav-Adolf Schoener
Die Funde von Qumran
SE 2, RelGes, Di 11-13 Uhr, Raum: Im Moore 21, Seminarraum,
Beginn: 15.04.2003
Im Jahre 1947 entdeckten Beduinen-Hirten in der Nähe des
Toten Meeres mehrere Schriftrollen die in einer Höhle versteckt
waren. Wie sich später herausstellte, handelte es sich um jüdische
Schriften aus der Zeit kurz vor oder im Verlauf der Entstehung des
Christentums. Neben einer Siedlungsruine wurden bis 1956 zehn weitere
Höhlen mit rund 1000 Schriftrollen und Fragmenten gefunden, die nicht
nur in Forscherkreisen, sondern auch in der Öffentlichkeit viel
Aufsehen erregten. Seit dem November 2001 liegen sämtliche Schriften
entziffert vor. Ihre Mischung aus biblischen, apokalyptischen,
messianisch-visionären, magischen und regelnden Texten macht gewisse
Parallelen zur religiösen Gegenwartskultur im Rahmen von New Age
sichtbar und hat zu sehr kontroversen Diskussionen über die Bewertung
dieses Fundes geführt. Handelt es sich hierbei um frühchristliche,
bestimmte jüdische und esoterische Schriftensammlungen? oder um eine
Art strömungsübergreifende Bibliothek? Ist die Siedlung ein Kloster?
Ein Skriptorium? Eine Militärsiedlung? Eine Manufaktur? Besonders
brisant und religionswissenschaftlich interessant ist die Diskussion
um die Frage, ob die Qumran-Gemeinschaft der Ursprung des Christentums
sei. - Die Qumran-Forschung bietet ein Beispiel dafür, wie aus
lokalen Gegebenheiten des Fundortes und aus der philologischen und
historischen Arbeit mehr oder weniger gesicherte Erkenntnisse gewonnen
und Hypothesen aufgestellt werden, die das religiöse und kulturelle
Zeitgeschehen vor etwa 2000 Jahren beschreiben. In diesem Seminar soll
einigen Schlüsselfragen dieser Forschungen nachgegangen werden.
Literatur:
Grundlegende
Literatur:
Davies, P.R./Brooke, G.J.: Qumran.
Die Schriftrollen vom Toten Meer,
Stuttgart 2002. (Auslieferung 4. Quartal 2002);
Vanderkam, James, C.: Einführung in die Qumranforschung,
Göttingen 1998.
Texte
und Kommentare:
Charlesworth, James H. (Hg.): The
Dead Sea Scrolls. Hebrew, Aramaic and Greek Texts with English
Translations, bisher erschienen: Tübingen Bd.e I 1994, II 1995,
IV A 1997, IV B 1999, VI B 2002;
Eisenman, Robert/Wise, Michael: Jesus und die Urchristen,
1992;
Maier, Johann: Die Texte vom Toten Meer, Bd. I und II,
Basel 1960;
Maier, Johann: Die Tempelrolle vom Toten Meer, München 1978;
Maier, Johann: Die Tempelrolle und das ‚Neue Jerusalem’, München
1997;
Lohse, Eduard (Hg.): Die Texte aus Qumran, Darmstadt 1971;
Steudel, Annette (Hg.): Texte aus Qumran II, Darmstadt 2001;
Wise, Michael (u.a.): Die Schriftrollen von Qumran. Übersetzung
und Kommentar, Augsburg 1997;
Zimmermann, Johannes: Messianische Texte aus Qumran, Tübingen
1998.
Deutungen,
Diskussionen, Hypothesen
Allegro, John M.: Der Geheimkult des heiligen Pilzes.
Rauschgift als Ursprung unserer Religion, Wien 1971;
Baigent, M./Leigh, R.: Verschlußsache Jesus. Die Qumranrollen und
die Wahrheit über das frühe Christentum, München 1991;
Berger, Klaus: Qumran und Jesus - Wahrheit unter Verschluß?,
Stuttgart 1993;
Betz, O./Riesner, R.: Jesus, Qumran und der Vatikan, Gießen
1993;
Brandmüller, Walter (Hg.): Qumran und die Evangelien -
Geschichte oder Geschichten?, Aachen 1994;
Cansdale, Lena: Qumran and
the Essens. A Re-Evaluation of the Evidence, Tübingen 1997;
Chazon, Esther G./Stone, Michael: Pseudoepigraphic Perspectives:
The Apokrypha and Pseudoepigrapha in Light of the Dead Sea Scrolls.
Leiden 1999;
„Der Spiegel“ 24/27 vom 29. 06.1970: Christus als Pilz.
25/18 vom 26.04.1971: Philologischer Pilz;
Eisenman, Robert: Jakobus, der Bruder von Jesus. Der Schlüssel zum
Geheimnis des Frühchristentums und die Qumran-Rollen., München
1998.
Golb, Norman: Qumran - wer schrieb die Schriftrollen vom Toten
Meer?, Hamburg 1994;
Lapide, Pinchas: Paulus - zwischen Damaskus und Qumran:
Fehldeutungen und Übersetzuungsfehler, Gütersloh 1993;
Maier, Johann/Schubert, Kurt: Die Qumran-Essener, München
1973;
Mayer, Bernhard (Hg.): Christen und Christliches in Qumran?
Regensburg 1992;
Rohrhirsch, Ferdinand: Wissenschaftstheorie und Qumran, Göttingen
1996.„Revue de Qumran“ (Zeitschrift: LB FH theol Zs 7841);
Silverman, Neil Asher: Die Messiasmacher. Der Aufstand von Qumran
und die Schriftrollen vom Toten Meer, Bergisch Gladbach 1994;
Stegemann, Hartmann: Die Essener, Qumran, Johannes der Täufer und
Jesus, Freiburg/Br. 1994;
Thiede, Carsten-Peter: Die älteste Evangelien-Handschrift?,
Wuppertal 1992;
Thiering, Barbara: Jesus aus Qumran – sein Leben neu
geschrieben, Gütersloh 1993;
Trever, John C.: Das Abenteuer von Qumran, Kassel 1967.
15.04.2003
- Einführung
22.04.2003 - Religionsgeschichtliche Orientierung:
Judentum und neutestamentliche Zeit.
29.04.2003
- Die (Kriminal-)Geschichte des Fundes.
06.05.2003
- Biblische Schriftrollen
13.05.2003
- Messianisch-visionäre Schriften
20.05.2003
- Apokryphe und pseudepigraphe Schriften
27.05.2003
- Die Essener-Hypothese
03.06.2003 - Hypothese I: Qumran als Geburtsstätte des
Christentums (R. Eisenman)
17.06.2003
- Hypothese II: Paulus als Reformjude (P. Lapide)
24.06.2003
- Hypothese III: Paulus als römischer Spion (M. Baigent/R. Leigh)
01.07.2003 - Hypothese IV: Naturmagische Halluzinationen
als Ursprung des Christentums (J.
M. Allegro)
08.07.2003
- Hypothese V: Jesus als Gegner der Qumran-Gemeinde (B. Thiering)
15.07.2003
- Abschlusssitzung
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PD Dr. Dr. Ina Wunn
Ausgewählte
Religionen Indonesiens, der Südsee und Australiens
SE 2, RelGes, Do 14-16, Raum: Im Moore 21, Seminarraum,
Beginn: 17.04.2003
Die Weltanschauungen der Völker Indonesiens, Australiens und
der Südsee gehören mit zu den faszinierendsten Religionen überhaupt.
Seit der Frühzeit ethnographischer und religionswissenschaftlicher
Forschung bilden sie nicht nur einen Schwerpunkt innerhalb der
Religionsgeschichte, sondern waren darüber hinaus vor allen Dingen
Grundlage religionswissenschaftlicher Theoriebildung.
Dementsprechend soll im Seminar nach den Religionen
Nordamerikas, die im vergangenen Wintersemester vorgestellt wurden,
eine weitere Gruppe traditioneller Religionen bekannt gemacht werden.
Gleichzeitig setzt sich das Seminar zum Ziel, wichtige
religionswissenschaftliche Theorieansätze vorzustellen und anhand des
völkerkundlichen und religionsgeschichtlichen Materials kritisch zu
diskutieren.
Die endgültige Festlegung der Themen erfolgt in der ersten
Sitzung.
Beginn der Lehrveranstaltung ist am 17.04.2003.
Einführende Literatur:
Carey, Hilary Mary: Believing
in Australia: a cultural history of religions, St. Leonards 1996;
Durkheim, Émile: Les formes
élémentaires de la vie religieuse, Paris 1991;
Jensen, Adolf E.: Das religiöse Weltbild einer frühen
Kultur, Stuttgart 1948;
Mauss, Marcel, Soziologie und Anthropologie 1 u. 2, München
1997;
Nevermann, Hans, Ernest A. Worms und Helmut Petri: Die Religionen
der Südsee und Australiens, Stuttgart u. a. 1968;
Nourse, Jennifer: Conceiving
spirits: birth rituals and contested identities among Laujé of
Indonesia, Washington 1999;
Smith Kipp, Rita: Dissociated identities: ethnicity, religion, and
class in an Indonesian society, Ann Arbor 1996;
Stöhr, Waldemar und Piet Zoetmulder: Die Religionen
Indonesiens, Stuttgart u. a. 1965;
Swain, Tony, The religions
of Oceania, London 1995;
Thompson, Roger Clark: Religion in Australia: a history,
Melbourne 1994;
Voigt, Anna: Das Vermächtnis der Traumzeit: Leben, Mythen
und Traditionen der Aborigines, München 1998;
Wagner, Wilfried, Mentawai: Identität im Wandel auf indonesischen
Ausseninseln, Bremen 1989.
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