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Universität Hannover - Seminar für Religionswissenschaft

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Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2002

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Proseminare

Prof. Dr. Dr. Peter Antes

Einführung ins Christentum

SE 2, Do 11-13, Raum: Welfengarten 1A, Gebäude 1105, Herrmann-Windel-Hörsaal, Beginn: 04.04.02

Ziel des Seminars ist es, an Hand eines geschichtlichen Überblickes sowie einiger thematischer Schwerpunkte in die Geschichte des Christentums sowie in Glauben und Handeln der Christen einzuführen.

Literatur:

Antes, Peter: Mach's wie Gott, werde Mensch. Das Christentum, Düsseldorf 1999;
Beinert, Wolfgang: Das Christentum. Atem der Freiheit, Freiburg-Basel-Wien, 2. Aufl. 2000;
Biser, Eugen: Die Entdeckung des Christentums. Der alte Glaube und das neue Jahrtausend, Freiburg-Basel-Wien 2000;
Kaufmann, Franz-Xaver: Wie überlebt das Christentum?, Freiburg-Basel-Wien 2000 (Reihe: Herder Spektrum, 4830);
Kunzler, Michael: Amen, wir glauben. Eine Laiendogmatik nach dem Leitfaden des Apostolischen Glaubensbekenntnisses, Paderborn 1998;
Meier, Hans: Welt ohne Christentum - was wäre anders?, Freiburg-Basel-Wien 2. Aufl. 1999 (Reihe: Herder Spektrum, 4945);
Strohm, Leo: 2000 Jahre Christentum. Eine Religion verändert die Welt, München-Stuttgart 1999;
Christentum I (Reihe die Religionen der Menschheit, im Druck).
Dazu dann die üblichen Nachschlagewerke wie Theologische Realenzyklopädie (TRE), Lexikon für Theologie und Kirche (LThK), Religion in Geschichte und Gegenwart (RGG), Encyclopedia of Religion (ER), Dictionnaire des religions u.v.a.m.

04.04.2002 - Einführung und Festlegung des endgültigen Verlaufsplanes

11.04.2002 - Das Judentum (politisch, philosophisch, religiös) um die Zeitenwende (d.h. zur Zeit Jesu)

18.04.2002 - Die hellenistische Welt (politisch, philosophisch, religiös) um die Zeitenwende

25.04.2002 - Die Anfänge der christlichen Kirche (einschließlich der Rolle des Paulus)

02.05.2002 - Der historische Jesus und der Christus des Glaubens

09.05.2002 - Kein Seminar - Christi Himmelfahrt

16.05.2002 - Der Gottesdienst der Kirche

23.05.2002 - Kein Seminar - Pfingstpause

30.05.2002 - Das morgenländische Schisma: die abendländische Reichskirche und die orientalischen Kirchen

06.06.2002 - Das abendländische Schisma: die Lateinische Westkirche und der Orthodoxe Osten

13.06.2002 - Die Reformation: der protestantische Norden und der katholische Süden

20.06.2002 - Ideale einer christlichen Lebensführung (einschließlich der Rolle der Frau und der Anliegen der feministischen Theologie)

27.06.2002 - Weltgestaltung in Politik und Wirtschaft (einschließlich der Frage nach Krieg und Frieden sowie Toleranz und Intoleranz)

04.07.2002 - Christentum und wissenschaftlicher Fortschritt (einschließlich Gentechnologie, Organtransplantationen, Klonen, Umgang mit der Schöpfung)

11.07.2002 Mission und Dialog

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Dr. Edith Franke

Fragestellungen und Themen der systematischen Religionswissenschaft – Eine Einführung

SE 2, Fr 11-13, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 05.04.2002

Ziel der Veranstaltung ist es, anhand ausgewählter Texte einen Einblick in Fragestellungen und Themen der systematischen Religionswissenschaft im 20. Jahrhundert zu geben. Dazu werden im Seminar Texte von Autoren unterschiedlicher Ausrichtungen als gemeinsame Lektüre und in Referaten bearbeitet. In der Diskussion steht die Frage im Vordergrund, welche Religionsbegriffe den jeweiligen Theorien zugrunde liegen und welche Konsequenzen sich daraus für eine Methodik der Religionsforschung ergeben.

Intensive eigenständige Lektüre während des Semesters wird erwartet.

Die Entwicklung des Seminarplans erfolgte in Zusammenarbeit mit Dr. Gritt Klinkhammer, Marburg.

Literatur zum Thema:

Cancik, Hubert u.a. (Hg.): Handbuch religionswissenschaftlicher Grundbegriffe. Bd. 1-4. Stuttgart u.a. 1988-1998;
Kehrer, Günter: Einführung in die Religionssoziologie. Stuttgart u.a. 1988;
Michaels, Axel: Klassiker der Religionswissenschaft. München 1997;
Stolz, Fritz: Grundzüge der Religionswissenschaft. Göttingen 1988;
Zinser, Hartmut: (Hg.): Religionswissenschaft. Eine Einführung. Berlin 1988.

05.04.2002 - Einführung in das Thema, Planung des Semesters

Religionsphänomenologie

12.04.2002 - Rudolf Otto (1869-1937)

Gemeinsame Lektüre:
Otto, R.: Das Heilige. München 1987 (orig. Breslau 1917), 1-12.

Referatslektüre:
Otto, R.: Das Heilige. München 1987, 137-205.
Mensching, Gustav: Rudolf Otto und die Religionsgeschichte. In: Benz, Ernst (Hg.): Rudolph Otto's Bedeutung für die Religionswissenschaft und die Theologie heute. Leiden 1971, 49-69.

19.04.2002 - Mircea Eliade (1907-1986)

Gemeinsame Lektüre:
Eliade, M.: Das Heilige und das Profane. Vom Wesen des Religiösen. Frankfurt a. M. 1987 (orig.: Paris 1965), Einleitung: 13-20.

Referatslektüre:
Eliade, M.: Die Religionen und das Heilige. Elemente der Religionsgeschichte. Frankfurt a.M. 1986 (orig. Paris 1949), Vorwort und Kapitel I, 13-61.
Zwi Werblowsky, R. J.: In nostro tempore. In: Duerr, Hans Peter (Hg.): Die Mitte der Welt. Aufsätze zu Mircea Eliade. Frankfurt a. M. 1984, 128-137.

26.04.2002 - Wilfred Cantwell Smith (1916-2000)

Gemeinsame Lektüre:
Smith, W.C.: Vergleichende Religionswissenschaft: wohin – warum? In: Eliade, Mircea / Kitagawa, Joseph M. (Hg.): Grundfragen der Religionswissenschaft: Acht Studien. Salzburg 1963 (engl. 1959), 239-256.

Referatslektüre
Smart, Ninian: Scientific Phenomenology and Wilfred Cantwell Smith's Misgivings. In: Whaling, Frank (Hg.): The World's Religious Traditions. Current Perspectives in Religious Studies. Essays in honour of W.C. Smith.
New York 1986, 257-269.

Religionsgeschichte und Systematische Religionswissenschaft

03.05.2002 - Kurt Rudolph (geb. 1929)

Gemeinsame Lektüre:
Rudolph, K.: Inwieweit ist der Begriff "Religion" eurozentrisch? In: Bianchi, Ugo (Hg.): The notion of 'Religion' in comparative research. IAHR September 1990. Rom 1994, 131-139.

Referatslektüre:
Rudolph, K.: Die "ideologiekritische" Funktion der Religionswissenschaft. In: Numen, 25, 1978, 17-39.
Rudoph, K.: Texte als religionswissenschaftliche "Quellen". In: Zinser, Hartmut (Hg.): Religionswissenschaft. Eine Einführung. Berlin 1988, 38-54.

10.05.2002 - Th. P. Van Baaren (1912-1989)

Gemeinsame Lektüre:
van Baaren, Th. P.: Systematische Religionswissenschaft. In: Nederlands Theologisch Tijdschrift, 24, 1970, 80-88.

Referatslektüre:
van Baaren, Th. P.: Menschen wie wir. Religion und Kultur der schriftlosen Völker. Gütersloh 1964, 34-47.

17.05.2002 - Zwischenresümee:

Systematische Religionswissenschaft vs. Religionsgeschichte?

21.05.2002 - Kein Seminar - Pfingstpause

Religionsethnologie

31.05.2002 - Bronislaw Malinowski (1884-1942)

Gemeinsame Lektüre:
Malinowski, B.: Magie, Wissenschaft und Religion. Tübingen 1973, 3-21.

Referatslektüre:
Malinowski, B.: Magie, Wissenschaft und Religion. Tübingen 1973, 22-74.

Religionssoziologie

07.06.2002 - Emile Durkheim (1858-1917)

Gemeinsame Lektüre:
Durkheim, E.: Die elementaren Formen des religiösen Lebens. Frankfurt a. Main 1981 (orig. Paris 1968), Kapitel 1: 45-75.

Referatslektüre:
Kippenberg, H.-G.: Emile Durkheim. In: Michaels, Axel: Klassiker der Religionswissenschaft. München 1997, 103-119.
Durkheim, E.: Die elementaren Formen des religiösen Lebens. Frankfurt a. Main 1981, Einleitung: 17-41.

14.06.2002 - Thomas Luckmann (geb. 1927)

Gemeinsame Lektüre:
Luckmann, Th.: Die sozialen Formen der Religion. In: Matthes, Joachim: Religion und Gesellschaft. Einführung in die Religionssoziologie I. Reinbeck 1967, 189-208.

Referatslektüre:
Luckmann, Th.: Die "massenkulturelle" Sozialform der Religion. In: Soziale Welt. Sonderband 6, 37-48.
Luckmann, Th.: Die unsichtbare Religion. Frankfurt a. M. 1991, Nachtrag: 164-183.

Religionspsychologie

21.06.2002 - Sigmund Freud (1856-1939)

Gemeinsame Lektüre:
Freud, S.: Zukunft einer Illusion (1927). In: Studienausgabe Bd. IX. Fragen der Gesellschaft und Ursprünge der Religion. Frankfurt a. M. 1974: 135-189 (bes. 159-183).

Referatslektüre:
Zinser, Hartmut: Sigmund Freud. In: Michaels, Axel (Hg.): Klassiker der Religionswissenschaft. München 1997, 90-102.

28.06.2002 - Hjalmar Sundén (1908-1993)

Gemeinsame Lektüre:
Sundén, H.: Religionspsychologie. Probleme und Methoden. Stuttgart 1982 (orig. Stockholm 1977) Kapitel 1.

Referatslektüre:
Sundén, H.: Religionspsychologie. Probleme und Methoden. Stuttgart 1982. Kapitel 2.1: 17-49 u. Kap.3: 67-101.

05.07.2002 - Neue Ansätze in der systematischen Religionswissenschaft

12.07.2002 - Abschlußdiskussion

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Dr. Dr. Bertram Schmitz

Der Islam aus religionsvergleichender Sicht

Se 2, Do 14-16, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn 04.04.2002

In diesem Seminar wird der Islam unter zwei Aspekten untersucht: a) Als eine Religion in sich, mit ihrer Geschichte und Gestalt, ihren Ausdrucksformen und ihren gegenwärtigen Ausrichtungen. b) Als eine Religion im Vergleich mit anderen Religionen, wobei das allgemeine und das jeweils spezifische des Islams bzw. auch der anderen Religionen herausgearbeitet werden soll. Um beiden Zielen möglichst gerecht zu werden, sollen nach einer einführenden Sitzung je sechs "Themen" des Islam zunächst dargestellt werden und dann in der jeweils darauffolgenden Sitzung mit den entsprechenden "Themen" anderer Religionen verglichen werden. Die Themen verteilen sich auf folgende Sitzungen:

04.04.2002 - Einführung

11.04.2002 - Der Koran

18.04.2002 - Zentraltexte in Religionen

25.04.2002 - Die Moschee

02.05.2002 - Zentrale Gebäude in Religionen

16.05.2002 - Muhammad

30.05.2002 - Zentrale Personen in Religionen

06.06.2002 - Die fünf Säulen

13.06.2002 - Das religiöse Leben in Religionen

20.06.2002 - Zentrale Lehrinhalte im Islam

27.06.2002 - Zentrale Lehrinhalte in Religionen

04.07.2002 - Die vier muslimischen Rechtsschulen

11.07.2002 - Recht als Thema in den Religionen

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Dr. Gustav-Adolf Schoener

Wie entsteht Religion? – Antworten einiger Klassiker der Religionswissenschaft.

SE 2, Di 14-16, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 10.04.2002

Religionswissenschaft wird erst seit etwa 130 Jahren an Universitäten als eigenständiges Fach gelehrt. Sie bleibt aber noch lange Zeit - und an manchen Universitäten auch heute noch - eng mit der Theologie verbunden. Dabei steht sie methodologisch und auch inhaltlich der Ethnologie, der Philologie, der Geschichte, der Psychologie und der Soziologie näher. Konsens in der heutigen Religionswissenschaft ist, dass die Religionen selbst nicht religiös definiert werden dürfen, dass also für Religionswissenschaftler nur wissenschaftliche Kategorien gelten. Nun zeigen aber die Biographien sehr vieler - wenn nicht der meisten - Klassiker und gegenwärtigen Vertreter der Religionswissenschaft, dass eine christlich-theologische Prägung oder eine persönliche religiöse Einstellung vorhanden ist und in die religionswissenschaftliche Arbeit einfließt. - In diesem Seminar sollen wichtige Klassiker der Religionswissenschaft hinsichtlich ihrer Biographien, ihrer speziellen Fachbeiträge und ihrer religionswissenschaftlichen Methoden vorgestellt werden.

Der unten angegebene Sitzungsplan ist vorläufig, eventuell können auch andere Klassiker der Religionswissenschaft berücksichtigt werden.

Grundlegende Literatur:

Michaels, A. (Hg.): Klassiker der Religionswissenschaft, München 1997.

Weitere Literatur:
Cancik, Hubert: Feststellung und Festsetzung religionswissenschaftlicher Grundbegriffe, in: HrwG Bd. I, 19-25;
Girard, René: Das Ende der Gewalt – Analyse des Menschheitsverhängnisses, Freiburg/Br. 1983.
Gladigow, B.: Gegenstände und wissenschaftlicher Kontext von Religionswissenschaft, in: HrwG Bd. I, 26-40;
Kehrer, G.: Artikel „Religion, Definition von“, in: HrwG Bd. IV, 418-425;
Kohl, K.-H.: Geschichte der Religionswissenschaft, in: HrwG (Handbuch religionswissenschaftlicher Grundbegriffe) Bd. I, 217-262;

10.04.2002 - Einführung

17.04.2002 - Geschichte des Lehrfaches Religionswissenschaft

24.04.2002 - Friedrich Max Müller (1823-1900)

08.05.2002 - James George Frazer (1854-1941)

15.05.2002 - Nathan Söderblom (1866-1943)

29.05.2002 - Robert Ranulph Marett (1866-1943)

05.06.2002 - Bronislaw Kaspar Malinowski (1884-1942)

12.06.2002 - Friedrich Heiler (1892-1967)

19.06.2002 - Edward Evan Evans-Pritchard (1902-1973)

26.06.2002 - Mircea Eliade (1907-1986)

03.07.2002 - Religionswissenschaft heute

10.07.2002 - Abschlußsitzung

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FACHDIDAKTIK

Dr. Dr. Bertram Schmitz

Von der religionskundlichen Position zur Darstellung in der Unterrichtseinheit –
Unterrichtsentwürfe für das Fach "Werte und Normen" gemäß den neuen Rahmenrichtlinien

SE 2, Do 16-18, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn 04.04.2002

Die Rahmenrichtlinien zum Fach "Werte und Normen" bieten für alle Schularten Themen wie "Glücksvorstellungen und Glückserleben", "Suche nach religiöser Identität", "Sterben und Tod", "Wahrheit und Wirklichkeit", etc., zu denen sich in den Religionen relevante Antworten für die Gegenwart finden lassen. Wie finde ich mich in der Landschaft der Religionsgeschichte zu solchen Themen zurecht? Wo finde ich Anschauungsmaterial, wie wähle ich aus, was und wie stelle ich in Unterrichtsentwürfen dar oder wie gehe ich mit fertigen Unterrichtsentwürfen um? Dieses fachdidaktische Seminar soll den Weg zum eigenständigen Arbeiten an religiösen Quellen und religionsgeschichtlichen Darstellungen bis zur Vermittlung an praktischen Beispielen erproben. Da es sich dabei auch grundsätzlich um Zusammenstellung, Beurteilung und vermittelnde Aufbereitung religionsgeschichtlicher Gegenstände handelt, ist dieses Seminar ebenso für Studierende des Magisterstudiengangs geeignet.

Literatur:

Niedersächsisches Kultusministerium, Rahmenrichtlinien für die Hauptschule. Werte und Normen, Hannover 1999;
Dass., Rahmenrichtlinien für die Realschule. Werte und Normen, Hannover 1999;
Dass., Rahmenrichtlinien für das Gymnasium. Schuljahrgänge 7-10. Werte und Normen, Hannover 1999 (All diese Rahmenrichtlinien sind bei Schroedel erschienen).

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HAUPTSEMINARE

Prof. Dr. Dr. Peter Antes

Islam und Moderne

(zugleich European Studies special course und als Leistungsschein für das Zertifikat in Transformation Studies)

SE 2, Do 9-11, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 04.04.2002

Nach den Ereignissen vom 11. September 2001 fragen sich viele, ob der Islam überhaupt fähig ist, auf die Moderne positiv zu reagieren. Das Seminar hat zum Ziel, dieser Frage nachzugehen und einige der zentralen Diskussionspunkte in diesem Zusammenhang zu thematisieren.

Literatur:

Als Ersteinstieg eignen sich die Beiträge und Literaturangaben in Kleines Islam-Lexikon. Geschichte, Alltag, Kultur, hrsg. von Ralf Elger, München 2001 und Bernhard Maier: Koran-Lexikon, Stuttgart 2001 sowie die üblichen einschlägigen Lexika und die entsprechenden Verweise in www.islam.de.

04.04.2002 - Einführung und Festlegung des endgültigen Verlaufsplanes

11.04.2002 - Islam, Kolonialismus, Reformislam

18.04.2002 - Islamismus, Fundamentalismus, Terrorismus

25.04.2002 - Emanzipation, Feminismus, Schleier, Harem

02.05.2002 - Islam und Naturwissenschaft

09.05.2002 - Kein Seminar - Christi Himmelfahrt

16.05.2002 - Koranexegese und die historisch-kritische Methode der Textauslegung

23.05.2002 - Kein Seminar - Pfingstpause

30.05.2002 - Islam und Demokratie

06.06.2002 - Islam und Menschenrechte

13.06.2002 - Islam und Wirtschaft

20.06.2002 - Islam in Europa: Frankreich

27.06.2002 - Islam in Europa: Deutschland

04.07.2002 - Der christlich-islamische Dialog

11.07.2002 - Fazit und Ausblick

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Prof. Dr. Karl-Fritz Daiber

Grundprobleme der Religionssoziologie

SE 2, Di 9-11, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 09.04.2002

Seit ihrer Entstehungszeit hat die Soziologie Religion als zentralen Gegenstand betrachtet. Aus der Perspektive der Ausbildung moderner Gesellschaften, zunächst in Europa und Nordamerika, war die Entwicklung von Religion insofern bedeutsam, als lange Zeit die Annahme galt, in modernen Gesellschaften würde sich Religion ausschließlich in der Privatsphäre behaupten können, die öffentliche Sphäre würde dagegen einem wachsenden Säkularisierungsprozess unterliegen. Aus komparativer Perspektive war spätestens seit Max Weber die Wirtschaftsethik der Weltreligionen ein Thema, an Hand dessen unterschiedliche Formen der Kulturbedeutung von Religion ablesbar schienen.

Das Seminar hat drei Schwerpunkte. Zunächst geht es um wichtige Positionen religionssoziologischer Theoriebildung. Sodann soll in die empirische Religionsforschung eingeführt werden. Schließlich wird ein religionssoziologisches Kernproblem vertiefend bearbeitet, nämlich die Frage nach Sozialgestalten von Religion und den Versuchen phänomenerschließender Typologiebildungen.

Literatur zum Überblick:

Kehrer, Günter: Einführung in die Religionssoziologie, Darmstadt 1988;
Krech, Volkhard: Religionssoziologie, Bielefeld 1999.

09.04.2002 - Einführung, Diskussion des Seminarplans, Absprachen

Theoretische Positionen

16.04.2002 - Max Weber: Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus

23.04.2002 - Max Weber: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen – Konfuzianismus und Taoismus

30.04.2002 - Georg Simmel: Die Religion

07.05.2002 - Peter Berger: Zur Dialektik von Religion und Gesellschaft: das Säkularisierungsverständnis

14.05.2002 - Thomas Luckmann: Die unsichtbare Religion

Empirische Religionssoziologie

28.05.2002 - Empirische Religionssoziologie - Methoden

04.06.2002 - Empirische Religionsforschung am Beispiel von Südkorea

11.06.2002 - Empirische Kirchensoziologie In Deutschland

Sozialgestalten von Religion

18.06.2002 - Die Typologien von Max Weber und Ernst Troeltsch: Kirche, Sekte, Mystik

25.06.2002 - Typologien in der amerikanischen Forschung: J.M. Yinger, R.Stark/W.S.Bainbridge: Denomination, Sekte, Kult, Bewegung

02.07.2002 - Niklas Luhmann: Religion und Organisation

09.07.2002 - Neue Organisationsbildungen im Islam, Taoismus und Buddhismus

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Dr. Edith Franke / Dr. PD Angela Moré

Spiritualität und neue religiöse Bewegungen in westlichen Kulturen –
Motive und Hintergründe aus religionswissenschaftlicher, sozialpsychologischer und psychoanalytischer Sicht

SE 2, Blockveranstaltung, Termine s.u., Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 12.4.2002

Religiosität in der modernen Gesellschaft ist wesentlich gekennzeichnet von einem Bedeutungsverlust traditioneller religiöser Inhalte und Formen auf der einen Seite und einem zunehmenden Interesse an fremden, nicht-christlichen und neuen religiösen Orientierungen auf der anderen Seite. Das Interesse an neuen Formen der Religiosität jenseits der abendländisch-christlichen Tradition führt innerhalb oder am Rande des institutionalisierten Christentums zur Entstehung individualisierter und synkretistischer Religiositätsstile. Außerhalb der etablierten Formen kirchlicher Religiosität ist dagegen ein großer Markt neuer religiöser Orientierungen und Gruppierungen zu finden.

Ziel des Seminar ist es, zum einen anhand von Beispielen einen Überblick über verschiedene neue religiöse Bewegungen zu geben und zum anderen, verschiedene Ansätze zur Analyse dieses Phänomens aus religionswissenschaftlicher, sozialpsychologischer und psychoanalytischer Sicht zu diskutieren, wobei auch geschlechtsspezifische Unterschiede im Interesse und Umgang mit den neuen religiösen Bewegungen berücksichtigt werden sollen.

Das Seminar findet als Blockveranstaltung statt. In der ersten Sitzung am Freitag, den 12.4.02 von 15 bis 17 Uhr wird neben einer Einführung ins Thema vor allem die Semesterplanung, die Vorstellung der Literatur und die Vergabe von Referaten im Vordergrund stehen.

Die Termine der drei Blockveranstaltungen (die alle im Seminarraum des Seminars für Religionswissenschaft stattfinden) sind folgende:

1. Samstag, 27.04.2002 10 – 18 Uhr
2. Samstag, 01.06.2002 10 – 18 Uhr
3. Samstag, 29.06.2002 10 – 18 Uhr

Literatur:

Bochinger, Christoph: New Age und moderne Religion. Gütersloh 1994;
Christ, Carol; Plaskow, Judith (Hg.): Womanspirit rising: a feminist reader in religion.
San Francisco 1992;
Deutscher Bundestag (Hg.): Abschlußbericht der Enquete-Kommission "Sogenannte Sekten und Psychogruppen": Neue religiöse und ideologische Gemeinschaften und Psychogruppen in der Bundesrepublik Deutschland. Bonn 1998;
King, Ursula: Women and Spirituality. Voices of protest and promise.
New York 1989;
Lukatis, Ingrid; Sommer, Regina; Wolf, Christian (Hg.): Religion und Geschlechterverhältnis. Opladen 2000;
Rothstein, Mikael (Hg.): New Age and Globalization. Arhus 2001;
Towler, Robert (Hg.): New Religions and the New Europe.
Arhus 1995.

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Dr. Adelheid Herrmann-Pfandt

Tod und Jenseits im Hinduismus und Buddhismus

SE 2, Blockveranstaltung, 14-tägig, Fr 14-18, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 19.04.2002

Alle Völker haben religiöse Lehren und Rituale um den Tod herum entwickelt. In diesem Seminar sollen zwei verschiedene Traditionen betrachtet werden, die mit ihren besonderen Lehren und Gebräuchen zum Tode je auf ihre Weise im Westen für Aufsehen und Interesse gesorgt haben. Anhand der Lektüre von Originaltexten in Übersetzung sowie ethnographischen Berichten wollen wir zunächst das hinduistische Totenritual, danach die mit dem Tibetischen Totenbuch verbundenen Vorstellungen und Lehren untersuchen. Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme sind Englischkenntnisse, kontinuierliche Mitarbeit und Übernahme eines Kurzreferats. Studierende, die ein Referat halten wollen (insbesondere im Bereich Hinduismus), sind gebeten, sich möglichst schon bis Anfang März 2002 mit mir in Verbindung zu setzen und ein Referatsthema abzusprechen.

Einführungsliteratur:

Klimkeit, Hans-Joachim (Hg.): Tod und Jenseits im Glauben der Völker, Wiesbaden: Otto Harrassowitz, 21983.

19.04.2002 - Verbindliche Vorbereitungs- und Einführungssitzung: Einführung ins Thema mit geschichtlichem Überblick und Quellenkunde.

Verteilung der Referatsthemen und Gelegenheit zum Kopieren von in Hannover nicht vorhandener Sekundärliteratur.

03.05.2002 - Tod und Totenritual im Hinduismus

Themen: Vorstellungen über den Tod und das Jenseits im Hinduismus; Tod und Wiedergeburt; hinduistisches Totenritual

Lit.: Michaels, Axel, Der Hinduismus: Geschichte und Gegenwart, München, 1998, 148-175; Pandey, Rajbali, Hindu Samskaras: Socio-Religious Study of the Hindu Sacraments, Delhi: Motilal Banarsidass, 1998 [21969], 234-274.

17.05.2002 - Formen des religiös bedingten unnatürlichen Todes im Hinduismus

Referatsthemen: Menschenopfer, religiös motivierter Freitod, Witwenverbrennung, Mädchentötung und geschlechtsspezifische Abtreibung.

Lit.: Pfirrmann, Gustav , Religiöser Charakter und Organisation der Thag-Brüderschaften, Phil. Diss. Tübingen, 1970; Krack, Rainer, India obscura: Außenseiter und Merkwürdigkeiten der indischen Gesellschaft, Bielefeld: Peter Rump Verlag, 1986; Sati: The Blessing and the Curse. The Burning of Wives in India, ed.: Hawley, John Stratton, New York-Oxford, 1994.

07.06.2002 - Das Tibetische Totenbuch

Referatsthemen: Ursprung und Geschichte des Totenbuches, Kurzreferate zu seinen drei Hauptteilen, Pantheon und Mandala des Totenbuches.

Lit.: Das Tibetanische Totenbuch oder die Nachtod-Erfahrungen auf der Bardo-Stufe, nach der englischen Fassung des Lama Kazi Dawa-Samdup hrsg. von Evans-Wentz, W[alter] Y[eeling], neu bearb. von Lama Anagarika Govinda, Olten-Freiburg i. B., 51981 [1960] (oder eine andere englische oder deutsche Übersetzung des Totenbuches);  Lauf, Detlef-Ingo, Geheimlehren tibetischer Totenbücher: Jenseitswelten und Wandlung nach dem Tode, Freiburg i. Br., 31979 [1975].

14.06.2002 - Symbolischer Umgang mit dem Tod im tibetischen Buddhismus

Referatsthemen: Todessymbolik des Tantrismus, symbolische Sterberituale wie z. B. das gCod-Ritual.

Lit.: Lauf, Detlef-Ingo, "Die gCod-Tradition des Dam-pa Sans-rgyas in Tibet", Ethnologische Zeitschrift Zürich 1 (1970), 85-98; Herrmann-Pfandt, Adelheid, Dakinis: Zur Stellung und Symbolik des Weiblichen im tantrischen Buddhismus, Bonn, 1992 (Indica et Tibetica. 20.), 184-275.

28.06.2002 - Parallelen in der westlichen Nachtod-Forschung

Referatsthemen: Reinkarnationsglaube im Westen, Reinkarnationstherapie, Nachtod-Forschung usw.

Lit.: Moody, Raymond A., Leben nach dem Tod: Die Erforschung einer unerklärten Erfahrung, Reinbeck, 1977 (Life after life, 1975, dt.); Morse, Melvin, Zum Licht: Was wir von Kindern lernen können, die dem Tod nahe waren, Frankfurt a. M.: Zweitausendeins, 1992, 31993; Stevenson, Ian, Wiedergeburt: Kinder erinnern sich an frühere Erdenleben, Frankfurt a. M.: Zweitausendeins, 1992.

05.07.2002 - Abschluß: Versuche, den Tod zu umgehen

Referatsthemen: Unsterblichkeit zu Lebzeiten: Der Asket. Gottheiten und Rituale zur Lebensverlängerung in Tibet, Symbolischer Umgang mit dem Tod im Tantrismus.

Lit.: Lorenzen, David N., The Kapalikas and Kalamukhas: Two Lost Saivaite Sects, Delhi:. Motilal Banarsidass, 1972, 21991; Svoboda, Robert E., Aghora: At the Left Hand of God, Calcutta: Rupa & Co., 51998 [1986]; Eimer, Helmut/Tsering, Pema, "Zun-zlog - Abwenden von Störungen", Documenta Barbarorum: Festschrift für Walther Heissig zum 70. Geburtstag. Hg. Klaus Sagaster, Michael Weiers, Wiesbaden, 1983, 55-80.

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Dr. Kabita Rump

Die Riten des Hinduismus

SE 2, Mo 14-16, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 08.04.2002

Das Hauptseminar beschäftigt sich mit folgenden Themen:

08.04.2002 - Die Bedeutung der Rituale gestern und heute

15.04.2002 - Die Einschulung, das Studium und die Abschlußfeier

22.04.2002 - Die Vermählung, die Rechte und Pflichten der Eheleute

29.04.2002 - Die Totenzeremonie und die Wege, welche die Verstorbenen gehen

06.05.2002 - Die Feueropfergabe

13.05.2002 - Die Wallfahrt

27.05.2002 - Die Götterverehrung im Tempel und am Hausaltar

03.06.2002 - Unheil bringende Riten

10.06.2002 - Mahotsava, das Fest einer Religionsgemeinschaft, die aus den sogenannten Unberührbaren besteht

17.06.2002 - Die Shivaratri, die jährliche Verehrung des Gottes Shiva

24.06.2002 - Das Frühlingsfest

01.07.2002 - Die Initiation, der Guru und der Schüler

08.07.2002 - Zusammenfassung

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Dr. Gustav-Adolf Schoener

Die „New Age“-Bewegung in der religionswissenschaftlichen Diskussion

SE 2, Di 11-13, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 09.04.2002

In der Religionswissenschaft gibt es kaum eine Religion oder religiöse Bewegung, die aufgrund ihrer unscharfen Konturen so umstritten ist, wie die „New Age“-Bewegung. Die religionswissenschaftlichen Identifizierungsprobleme dieses Phänomens gehen soweit, dass sie als eigenständige Bewegung für inexistent erklärt wird. So verwundert es nicht, dass ein Artikel „New Age“ im „Handbuch religionswissenschaftlicher Grundbegriffe“ fehlt. Philosophische und theologische Lexika hingegen bringen mehr oder weniger ausführliche Definitionen. Die Bezeichnung „New Age“ hat sich aber seit den 80er Jahren mindestens publizistisch durchgesetzt und umfasst esoterische Strömungen ganz unterschiedlicher Herkunft. In diesem Seminar geht es darum, neben den wichtigsten inhaltlichen Aussagen die religionswissenschaftlichen Hauptprobleme einer Bestimmung der „New Age“-Bewegung herauszustellen.

Grundlegende Literatur:

Bochinger, C.: “New Age” und moderne Religion, Gütersloh 1994;
Faivre, A.: Esoterik, Braunschweig 1996;
Hanegraaff, W.: New Age religion and Western culture: esotericism in the mirror of secular thought, Leiden 1996;
Spirita – Zeitschrift für Religionswissenschaft, 1987 Nr. 1 (Beiträge von Rainer Flasche und Walter A. Frank).

Weitere Literatur:

Faivre, A./Zimmermann, R.C.: Epochen der Naturmystik – hermetische Tradition im wissenschaftlichen Fortschritt, Berlin 1979;
Ferguson, Marilyn: Die sanfte Verschwörung. Persönliche und gesellschaftliche Transformation im Zeitalter des Wassermanns, Basel 1982, orig.: The Aquarian Conspiracy. Personal and Social Transformation in Our Time, Los Angeles 1980;
Gruber, E.: Sanfte Verschwörung oder sanfte Verblödung? Kontroversen um New Age, Freiburg/Br. 1989;
Hammer, O.: Claiming Knowledge: strategies of epistemology from theosophy to the new age, Leiden 2001;
Heelas, P.: The New Age movement: the celebration of the self and the sacralization of modernity, Cambridge 1996;
Iwersen, J.: Lexikon der Esoterik, Düsseldorf 2001;
Neugebauer-Woelk, M.: Aufklärung und Esoterik, Hamburg 1999;
Spangler, David: New Age – Die Geburt eines Neuen Zeitalters, Frankfurt/M. 1978, orig.: Revelation. The Birth of the New Age, Forres/Scotland 1971.

09.04. 2002 - Einführung

16.04. 2002 - „New Age“ in der religionswissenschaftlichen Diskussion (Beiträge in der Zeitschrift Spirita, Heft 1, 1987)

23.04. 2002 - „New Age“ als religionswissenschaftliches Problem bei Christoph Bochinger.

(C. Bochinger 23-99)

30.04. 2002 - Hauptvertreter der „New Age“-Bewegung I: David Spangler und die Findhorn-Gemeinschaft

07.05. 2002 - Hauptvertreter der „New Age“-Bewegung II: Marilyn Fergusons „sanfte Verschwörung“

14.05. 2002 - Hauptvertreter der „New Age“-Bewegung III: Fritjof Capras „östlich“ gedeutete Physik

28.05. 2002 - „New Age“ als medieninszenierte Bewegung?

(Bochinger 126-183)

04.06. 2002 - Das „Wassermann-Zeitalter“ in der europäischen Religionsgeschichte

(Bochinger 205-221 u. 308-370)

11.06. 2002 - Das „Neue Zeitalter“ in der europäischen Religionsgeschichte

(Bochinger 222- 307)

Kontroverse religionswissenschaftliche Entwürfe:

18.06. 2002 - Wouter Hanegraaff (engl.)

25.06. 2002 - Antoine Faivre

02.07. 2002 - Paul Heelas (engl.)

09.07. 2002 Abschlußsitzung

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Dr. Dr. Ina Wunn

Autopoiesis, Memetik und Co. – neueste evolutionistische Ansätze in der Religionswissenschaft

Se 2, Mo 16 - 18, Raum: Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 08.04.2002

Schlagworte wie Autopoiesis oder Memetik haben in den letzten Jahren in der Wissenschaft für Aufsehen gesorgt. Diese aktuellen Ansätze sollen einen ganz neuen Zugang zu den Geisteswissenschaften einschließlich der Religionswissenschaft ermöglichen; zukünftige bahnbrechende Erkenntnisse sind damit angeblich vorprogrammiert. Alle diese wissenschaftlichen Hypothesen stammen letztlich aus den Naturwissenschaften und lassen sich auf die Evolutionstheorie zurückführen. Nachdem im vergangenen Semester die Geschichte des Evolutionsgedankens und die Aussagen der verschiedenen älteren Theorieansätze erarbeitet wurden, bietet es sich an, die Ergebnisse des vergangenen Semesters einzubringen, um diese neuesten Theorieansätze kritisch zu durchleuchten.

Der Besuch des Seminars „Evolution von Religion“ vom vergangenen Semester ist nicht Voraussetzung für die Teilnahme. Die notwendigen Grundlagen werden zu Beginn des Seminars vermittelt.

08.04.2002 - Endgültige Festlegung der Themen und Verteilung der Referate

15.04.2002 - Einführung in die Aussagen der Evolutionstheorie (Zusammenfassung der Ergebnisse vom vorangegangenen Wintersemester)

22.04.2002 - Das organizistische Weltbild: Pierre Teilhard de Chardin, Bernhard Rensch

Teilhard de Chardin, Pierre, Der Mensch im Kosmos, München 1959 (Paris 1956). Rensch, Bernhard, Das universale Weltbild, Evolution und Naturphilosophie, Darmstadt 1991.

29.04.2002 - Die biologischen Grundlagen des Autopoiesisgedankens

Maturana, Humberto R. und Francisco J. Varela, The Tree of Knowledge. The Biological Roots of Human Understanding, Boston 1992 (1987).

06.05.2002 - Systemtheoretische Stufenmodelle: Robert Bellah.

Bellah, Robert N., Religiöse Evolution, in: Seyfarth, Constans und Walter M. Sprondel (Hg.), Religion und gesellschaftliche Entwicklung, Frankfurt 1973, S. 267 - 302.

13.05.2002 - Systemtheoretische Stufenmodelle: Rainer Döbert, Günter Dux

Döbert; Rainer, Systemtheorie und die Entwicklung religiöser Deutungssysteme, Frankfurt 1973. Dux, Günter, Die Logik der Weltbilder. Sinnstrukturen im Wandel der Geschichte, Frankfurt 1982.

Pfingstpause

27.05.2002 - Die Evolution des menschlichen Verhaltens: Konrad Lorenz, Irenäus Eibl-Eibesfeldt

Lorenz, Konrad, Das sogenannte Böse. Zur Naturgeschichte der Aggression, München 1998 (Wien 1963). Eibl-Eibesfeldt, Irenäus, Die Biologie des menschlichen Verhaltens. Grundriß der Humanethnologie, 3. Aufl. Weyarn 1997 (München 1984).

03.06.2002 - Genetische und kulturelle Verwandtschaft: Luigi Cavalli-Sforza

Cavalli-Sforza, Luigi Luca, Gene, Völker und Sprachen. Die biologischen Grundlagen unserer Zivilisation, (Mailand 1996) Darmstadt 1999.

10.06.2002 - Religion und Evolutionsvorteil: Donald Campbell

Campbell, Donald T., On the Conflicts between Biological and Social Evolution and Between Psychology and Moral Tradition, in: Zygon: journal of religion and science I, 11, Chicago 1966, S. 167-207.

17.06.2002 - Gene und Meme: Richard Dawkins

Dawkins, Richard, Das egoistische Gen, Heidelberg u.a. 1994.

24.06.2002 - Meme und Memetik, eine neue Wissenschaft?

Wegener, Franz, Memetik. Der Krieg des neuen Replikators gegen den Menschen, Gladbeck 2001. Aunger, Robert (Hg.), Darwinizing Culture, Oxford 2000.

01.07.2002 - Religionsgeschichte: Helmuth von Glasenapp

Glasenapp, Helmuth v., Brahma und Buddha. Die Religionen Indiens in ihrer geschichtlichen Entwicklung, Berlin 1926.

08.07.2002 - Ergebnisse und Ausblick

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Kolloquien und andere Veranstaltungen

Prof. Dr. Bernhard Blanke / Dr. Ines Katenhusen / Dr. Jutta Joachim / Prof. Dr. Christiane Lemke

Forschungskolloquium Europäische Integration

CO 2, Di 18-20, grundsätzlich 14-tägig, Schneiderberg 50, Raum V411, Beginn: 16.04.2002, Programm siehe Aushang.

In diesem Kolloquium werden neuere Forschungsansätze und Ergebnisse zur europäischen Entwicklung zur Diskussion gestellt. Europäische Integration soll dabei in ihren politischen, historischen und sozio-kulturellen Dimensionen behandelt werden. Thematischer Schwerpunkt des Wintersemesters bilden die mit der Erweiterung der Europäischen Union verknüpften Fragen und Konzepte. Das Kolloquium findet im Rahmen des Fachbereich-Schwerpunktes „Europäische Integration / European Studies“ statt und wird mit GastrefentInnen aus dem In- und Ausland durchgeführt. Es steht im Sommersemester 2002, wie schon im Wintersemester 2001/02, unter dem Rahmenthema „EU-Erweiterung“.

Weitere Informationen sind den Websiten zu entnehmen:

www.soz.uni-hannover.de/eu/

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Aufbaustudiengang Europäische Integration / European Studies

Seminarprogramm für das Sommersemester 2002

Das Programm ist den Aushängen zu entnehmen.

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Gesellschaftliche Transformationen in Peripherie und Zentrum /

Transformation Studies

CO 2, Mo 18-20, Historisches Seminar, Raum B 108, (Programm siehe Aushang)

Zur Veranstaltungsreihe gehört das Seminar von Herrn Prof. Dr. Dr. Peter Antes:

Islam und Moderne

SE 2, Do 9-11, Raum: Seminar für Religionswissenschaft, Im Moore 21, Seminarraum, Beginn: 04.04.2002

Nähere Hinweise zu diesem Seminar befinden sich auf Seite 27.

Weitere im Rahmen dieser Veranstaltung angebotene Seminare sind den entsprechenden kommentierten Vorlesungsverzeichnissen zu entnehmen.

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Dr. Edith Franke

Religiöse Gegenwartskultur als Gegenstand religionswissenschaftlicher Forschung

 CO, Termine n. V., Raum: Im Moore 21, DiZi Franke, Beginn: 24.04.2002, 14.30 Uhr

Das Kolloquium richtet sich an fortgeschrittene Studierende und Doktoranden/innen, die ihren Arbeitsschwerpunkt im Bereich der Erforschung der religiösen Gegenwartskultur haben. Es sollen dabei sowohl eigene Arbeiten als auch neuere, einschlägige Veröffentlichungen vorgestellt und diskutiert werden. Bei Wunsch nach Neuaufnahmen bitte ich um persönliche Anmeldung in der Sprechstunde.

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Dr. Elçin Kürşat-Ahlers u. a.

Kolloquium interkulturelle Beziehungen zum Nahen Osten einschließlich der Türkei

CO 2, Zeit, Raum und Programm siehe Aushang

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